Physiotherapie: Kostentreiberin im Gesundheitswesen!

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  • Physiotherapie tut irgendwie immer gut. Manchmal kann man auch warten, bis es wieder besser wird oder auch zu Hause, still für sich, sinnvolle Übungen machen. Eines ist sicher: Physiotherapie ist oft eine Luxus-Kostentreiberin im Gesundheitswesen! Alex Schneider, Küttigen

  • Sie waren wohl noch nie ernstlich Verunfallt und brauchten Physio. Sonst würden Sie so etwas sicherlich nicht rauslassen.

    Wie mühsam ist es, jweisl nach 9 Anwendungen, welche bei grösseren OP (f.e. Kreuzband) innert 2-3 Wochen verbraucht sind, wieder zum Arzt zu rennen und eine neue Verordnung zu bekommen. Sicherlich gibt es Übungen die man zu Hause machen kann, aber für vieles braucht es eben halt auch Maschinen etc.

    Und ganz wichtig, Zu hause machen ist sicherlich Ok und wenn man in einer Physio ist, bekommt man üblicherweise auch Übungen dazu, welche man machen muss. Aber jemand muss einem die richtigen Übungen zeigen und auch überwachen, dass diese richtig gemacht werden.


    Ja man kann zu Hause viel machen und das sollt man auch. Aber was ist besser. Zu Hause, ohne aufsicht und dann falsch, so dass man entweder etwas anderes kaputt macht, oder es halt einfach nicht hilf. Oder man geht regemässig zur Physio und kann betreut richtig trainieren. Ich denke die Folgekosten von falsch ausgeführten Übungen zu Hause, kann man wahrscheinlich mit den Kosten der Physio gleichsetzte.

  • Eines ist sicher: Physiotherapie ist oft eine Luxus-Kostentreiberin im Gesundheitswesen! Alex Schneider, Küttigen

    Informieren Sie sich besser, bevor Sie einen solchen Unsinn schreiben, Alescha. Die Kosten der Physiotherapien sind wohl gestiegen, aber diese Kostengruppe ist noch lange kein «Kostentreiber»


    Physiotherapie = 1.15 Milliarden von rund 36 Milliarden = 3.2 Prozent aller Kostengruppen.

  • alescha01


    Mussten sie heute wieder mal etwas provozieren, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken?


    Laut den Sachverständigen aus dem medizinischen Bereich gehört die Physiotherapie zu den wirksamsten Behandlungsmethoden überhaupt. Und trägt damit gesamthaft zu einer erheblichen Kostensenkung im Gesundheitswesen bei.

    Ihre Behauptung sie sei ein Luxuskostentreiber ist laut den Experten von Grund auf falsch!


    Ob es in einem Einzelfall mit etwas weniger Physio auch gehen würde, sollten sie die Entscheidung darüber vielleicht den Ärzten überlassen.

  • alescha01


    ich muss ihnen hier etwas zustimmen. möchte aber etwas differenziert antworten.


    die menschen in unserer gesellschaft haben es - leider - verlernt sich selber zu helfen. (fast) alles wird outgesourct, so auch die eigene gesundheit.


    ich bin immer wieder erstaunt. wie wenig leute über gesunde ernährung oder alte hausmittel bescheid wissen. das geht sogar soweit dass leute im gesundheitswesen - die es eigentlich besser wissen müssten - oft irrige aussagen machen wie das übergewicht nur mit magenbypässen abzuhelfen ist oder hohe blutfettwerte nur mit statinen behandelt werden können. dasselbe gilt fuer hohen blutdruck, das geht nur mit blutdrucksenkenden medikamenten.


    das der körper sich grundsätzlich selber reguliert und heilt, wissen die wenigsten. natürlich vergessen wir dieses alte wissen in zeiten wo nahrung im überfluss da ist und wir uns durch zuviel des guten mehr schaden als helfen. und uns wegen praktischen transportmitteln fast nie mehr bewegen müssen.


    viele physioverordnungen könnten vermieden werden, wenn die leute gelernt hätten richtig fuer sich zu schauen. aber da dem nicht so ist, müssen/dürfen wir uns als gesellschaft dies leisten. im prinzip ist es ein einzelabrieb. anstelle eines faches 'gesundheit und wohlbefinden' in der grundschule.


    ich sage nicht, dass die physio nicht wertvoll ist. gerade bei schweren fällen z.b. nach amputation übernimmt der physiotherapeut auch eine motivationsrolle, da dieser vergleichsweise viel zeit mit dem patienten verbringt und ihn auch moralisch unterstützt beim verlust des körperteils auf dem weg der rehabilitation/umgewöhnung.


    aufgrund des stundensatzes von physiotherapeuten, die im ambulanten setting mit im vergleich zu einer arztpraxis mit eher günstigem equipment ausgerüstet sind und die abgegebenen hilfsmittel sich im kostenrahmen von medikamenten befinden, kann man aber eher nicht von einem 'kostentreiber' an sich sprechen.

  • DamienS

    Auch ich danke für ihren Beitrag und kann zustimmen. Wenn ich die Rechnung von meiner Physiotherapie im Dezember anschaue, staunte ich eigentlich sehr wie günstig diese im Gegensatz zu den Arztbesuchen und den Medikamenten war. Dank dieser Therapie brauchte ich schon kurz nach Beginn der ersten 9 Sitzungen keine Medikamente mehr. Nach 18 Behandlungen war mein Knie wieder zu über 90 Prozent OK.

    Natürlich mache ich auch die angeordneten Übungen immer noch. Die Therapeuten wissen exakt wie man sich bewegen soll.


    Genau die gleiche Erfahrung machte ich auch vor etlichen Jahren mit meinem Rücken. Habe ich zwischendurch mal wieder Rückenschmerzen, mache ich die Übungen daheim. Teppich am Boden reicht. Ruckzuck ist der Schmerz schnell vorbei.


    Bezüglich Übergewicht und sich auch nicht bewegen kann ich zustimmen. Eine Nachbarin von mir hatte im letzten Herbst ihre 4 Rücken-OP. Kollegen von mir haben Kniegelenk OP's hinter sich und auch künstliche Hüftgelenke. Fast alle von diesen Bekannten haben zünftiges Übergewicht. Vorgestellt in Bildern vorne und hinten eine Bierkiste welche sie täglich herumschleppen, mehr als 30 Kilo Übergewicht. Einige von diesen Leuten versuchten wir zu animieren doch mal mit uns etwas zu wandern, nur etwa 5 bis 10 Km, mehr oder weniger geradeaus.....Alle, alle, alle hatten Ausreden.

    Komischerweise sind diese Leute 10 Jahre und mehr jünger als ich und Frau.


    Die 2 Jahre Corona Zeit haben mich fit gemacht wie noch nie. Man konnte an keine Veranstaltung, fast immer war alles zu inkl. Fitnessstudio. So sind wir halt täglich, auch wenn es mal Katzen hagelte über Felder und Wälder gewandert. Start oft direkt ab Haustür oder nach 10-15 Minuten Autofahrt. Wenn so richtig kaltes windiges Sauwetter ist, musste ich meinen inneren "Schweinehund" manchmal überwinden. Angewöhnt habe ich mir dann die tägliche Zigaretten nur noch per Ration zu kaufen. Zwar nur 700 Meter bis Kiosk - 1400 Meter, besser als nichts.


    Heute wieder in den Bergen, auf der Ibergeregg oben gegen 9 Km durch verschneite Wege spaziert. Das Wetter war prächtig und man konnte die ganze Welt um sich herum total vergessen.

    Bewegung ist ja nicht nur für meine alten Knochen gut, sondern auch das Gemüt freut sich.

    Jetzt ist halb halb 12 und ich muss ins Körbchen. Gegen halb 9 Uhr morgens Cafe trinken und langsam wach werden.


    Irgend ein Philosoph hat mal geschrieben, der Mensch lebt nicht, er wird gelebt.

  • mupli


    Ja nicht wahr... die Ibergeregg ist doch so schön....


    Angewöhnt habe ich mir dann die tägliche Zigaretten nur noch per Ration zu kaufen. Zwar nur 700 Meter bis Kiosk - 1400 Meter, besser als nichts.


    Also ich verzichte ja schon lange auf den Rollstuhl mit 4x4....

    Ging heute also zu Fuss zur Tankstelle um nachzuschauen, ob die Schwarze Perle da auch schaut. (Weiss auch nicht was die für einen Narren an mir gefressen hat. Aber die ist immer so furchtbar nett zu mir). Die Tanke ist etwas näher als ihre 700 meter. Aber besser als nichts!

    Jedenfalls war sie da. Und ich fragte sie, ob sie mir vielleicht heute noch drei Tropfen Benzin für mein Feuerzeug hätte?

    Da sagte sie doch glatt: Also bei den Spritpreisen kann ich dir nur zwei geben.... Schnüff....


    Na ja. Dann gehe ich halt häufiger nach der Schwarzen Perle schauen.... Und dann noch ein paar Hundert Meter zum Fleurop. Den Blumenkohl fürs Dinner bestellen....

    Der Gesundheit wird das bestimmt nicht abträglich sein.

    Und ansonsten geht meine Welt dann halt etwas Nobel zu Grunde....

    :)

  • An meiner Kiosk-Tankstelle arbeiten abwechslungsreich mehrere Perlen. Ob Sie 500 oder 700 Meter zu Fuss gehen ist egal. Hauptsache Sie gehen zu Fuss. Unterwegs trifft man ja oft Leute die man kenn und ein Schwatz tut gut.

    Auch kenne ich Leute, welche nach einem Unfall wieder gehen lernen mussten.

    Meinem Schwager ergeht es momentan so. Zuerst fiel im ein schweres Stück auf den linken Fuss und die Mediziner fanden heraus, dass irgendwo im Fuss ein kleiner Riss sei im Knochen. Durch Therapie usw. besserte es dann und er konnte wieder Velo fahren......Dann "päng" öffnete ein Mann die rechte Autotür. Ein Sturz vom Velo war die Folge. Dieser Jemand entschuldigte sich in aller Form und wollte ihm die Adresse geben. Schon gut, kann passieren. Er radelte dann weiter. Die Schmerzen im neuen Unfallfuss, genau am kleinen Zehen wurden heftiger. Wurde dann operiert, da ein Knochen im Fuss vom kleinen Zehen schräg gebrochen war. Jetzt humpelt er an zwei Stöcken wieder herum, aber meistens nur in der Wohnung. Wird schon wieder gut sagen die Doktoren und er müsse dann halt in der Therapie langsam wieder lernen zu gehen. Unfälle gibt es manchmal, welche man kaum glauben kann.

    Mit meinem Knie fällt mir das Treppensteigen manchmal noch etwas schwer. Muss es aber dennoch machen, da es auch zur verordneten Übung des Therapeuten gehört. Mag für Aussenstehende etwas kurios aussehen und so fragte mich kürzlich ein Nachbar, was machst du den für Faxen auf der Treppe. :) Was sein muss, muss sein, befolge halt die medizinischen Ratschläge und schlussendlich kommt alles wieder gut raus.

  • mupli

    Ja ... dieses Murphys law..!?

    Wenn etwas auch nur die geringste Chance dazu hat schief zu gehen geht es garantiert schief. Und das auch noch im dümmsten Augenblick.


    Vor ein paar Jahren war ich gerade auf dem Weg von Südafrika in die Schweiz. Der Weg ist lang und bei einem Zwischenhalt traf ich Freunde... irgendwie kamen wir auf die Bieridee einen sportlichen Wettkampf auszutragen.

    Und ich dachte ich könnte noch so blöd tun wie früher. Hatte das aber jahrelang nicht mehr trainiert.

    Fazit: Den Wettkampf habe ich zwar gewonnen.

    Musste dann aber am selben Abend noch ins Spital . Ein Fuss schwer verstaucht. Der andere gebrochen.

    Im Spital wollte mich die Ärztin gleich da behalten.

    Die war ja auch ganz nett zu mir... aber ich habe halt ein Kindheitstrauma. Trotz viel üben mit Krankenbesuchen bin ich meine Spitalphobie immer noch nicht losgeworden...

    Jedenfalls schnappte ich mir den ersten verfügbaren Rollstuhl gleich sofort... Und lieferte dann der netten Ärztin gleich auf der Stelle ein Strassenrennen zurück zum Campingplatz. Da hatte die aber keine Chance....


    Physio brauchte ich anschliessend keine... Auch nicht nach der Meniskusoperation.


    Dafür brauchte ich etliche Jahre zuvor mal längere Zeit Physio. Und das hat geholfen.... längerfristig dann.

    Zuvor machte aber ein Orthopädischer Chirurg (Prof für Chirurgie) eine Chiropraktorische Behandlung.

    Und sagte noch zu mir... es wird viel zu schnell operiert!


    PS: Ich hatte eigentlich nie Arbeitsunfälle. Alle standen im Zusammenhang mit Freizeit oder Sport.

    Darum sage ich gelegentlich auch mal:

    Sport ist Mord. Kein Sport ist kalkulierter Selbstmord.

    :)

  • mupli

    PS:

    Kleine Anekdote am Rande....

    In der Stadt in der das Rollstuhlrennen stattfand ist mein Stammlokal gerade auf der anderen Strassenseite wo die nette Ärztin ihre Praxis hat.

    Wenn ich da auf der Durchfahrt bin und in der Stadt normalerweise auch übernachte, ruf ich die Ärztin jeweils an und sage ihr wann sie mich im Stammlokal noch erwischen kann.

    In den meisten Fällen versucht sie es dann noch mal.....

    Oft hat sie nicht viel Zeit. Aber auf einen Kaffee oder auch mal einen der ausgezeichneten und hausgemachten Burger reicht es meistens.

    Der Kleine oder auch mal grössere Schwatz ist etwas Tradition geworden.