Obligatorische Krankenversicherung: Prämie senken und minimale Franchise stark erhöhen

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  • C-O-R-A


    es ist vorbildlich, wenn leute wie sie, rechnungen erst einreichen, wenn die franchise erreicht ist.


    dennoch sind die administrativen kosten der krankenkasse nur einen tropfen auf dem heissen stein. was nicht heisst, dass man nicht überall darauf schauen soll.

  • C-O-R-A


    Kann es sein dass bei ihnen die Gesundheitskosten ausschliesslich nur kassenpflichtige Leistungen sind?

    Und ist es möglich, dass dies bei Anderen nicht der Fall ist? Und beide Leistungen auf der selben Rechnung auftauchen?

    Die Software der Krankenkasse, die das automatisch auseinander dividiert, möchte ich gerne mal sehen.

    Kann ja sein, dass es da eine Entwicklung gab von der ich nichts weiss, habe schon lange keine KK mehr.

    Und die letzten Jahre, wo ich noch eine hatte, hatte ich die für nichts bezahlt.

    Die letzte eigentliche Behandlung musste ich dann aber aus der eigenen Tasche berappen.

  • Kann es sein dass bei ihnen die Gesundheitskosten ausschliesslich nur kassenpflichtige Leistungen sind?

    Und ist es möglich, dass dies bei Anderen nicht der Fall ist? Und beide Leistungen auf der selben Rechnung auftauchen?

    Wenn nichts anderes abgemacht ist, erwarte ich eine Behandlung nach KVG. Will man etwas anderes tun, muss mir das vorgängig mitgeteilt werden.


    Es ist nicht korrekt, wenn LeistungserbringerInnen nicht kassenpflichtige Positionen über die KK abrechnen. Es ist nicht korrekt, wenn die KK diese im Name der versicherten Person ohne Rückfrage bezahlt und ihr dann weiter verrechnet.


    Klar werde ich deswegen kein Büro aufmachen: Überschreiten die Summe der Rechnungen der Behandlungsmethoden, denen ich zugestimmt habe, die Obergrenze der Franchise nicht, sehe ich kein Problem. Im anderen Fall erfahre ich es, wenn ich die Rechnungen der KK eingesandt habe.


    C-O-R-A

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    01-04-22 <- UMWELT <- KRIEG IN EUROPA  01-05-22 <- BILDSPRACHE <- FRAUEN  06-05-22 <- KRANKENKASSEN 15-05-22

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    Ich freue mich auf jede konstruktive Meinung von dir.

    Insbesondere auf jene der ehrlich-witzigen und/oder kritisch-konstruktiven Art.

  • Eine Grundlage zur weiteren Diskussion


    Ergänzung bzw. Präzisierung Annahmen:

    - Selbstbehalt 10% bis 700 CHF Kostenbeteiligung



    C-O-R-A

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    Einmal editiert, zuletzt von C-O-R-A () aus folgendem Grund: "Ergänzung bzw. Präzisierung Annahmen"

  • Eine Grundlage zur weiteren Diskussion

    Ich dachte, Sie hätten Ihr Schlussplädoyer bereits geschrieben.


    Die Kosteneinsparungen wären zu gering für ein Systemwechsel. Habe aus Neugier die Rechnung mit allen Franchisen-Gruppen gemacht.

    Zudem haben 70% aller Versicherten mehr als 2000 Franken Arzt-, Spital- und Medikamentenkosten -sonst hätten sie eine 2500er Franchise. Die Höhe der Selbstzahlung und die Differenz der Franchisen-Erhöhung heben sich bei über 2000 Franken Leistungskosten praktisch auf. Man könnte jetzt meinen, bei den 1500er Gruppe wären die Leistungskosten tiefer, was aber paradoxerweise nicht stimmt.

    So machen beispielsweise die Kosten der Versicherten über 66 Jahre mit 17 Mrd. Franken knapp die Hälfte der gesamten Kosten von 37 Mrd. Franken aus = durchschnittlich rund 10'000 Franken pro Person und Jahr. Diese Altersgruppe macht rund 18,0 % aller Versicherten aus. Bei den 45 bis 64-järigen, die 38.25% der Bevölkerung - der über 26-jährigen - ausmachen, betragen die Leistungskosten durchschnittlich 3411 Franken.

  • Szenario mit höherer Franchise


    BETRACHTUNG I :


    • - Gesunde zahlen weniger als heute.
        
    • - Gesunde Hypochonder & Co. – wie im NZZ-Bericht in #1 beschrieben – zahlen für ihre verbliebenen Angewohnheit selber.
        
    • - Schwerer Kranke zahlen leicht mehr (bis ca. 55 CHF/Monat).

    Ist das sozial?



    BETRACHTUNG II :


    • - Gesunde Ärmere zahlen weniger als heute.
      Viele können selbstbestimmter leben, brauchen keine IPV mehr.
        
    • - Gesunde Bedürftigere erhalten IPV aus progressiv erhobenen Steuern.
       
    • - Kranke Bedürftigere erhalten zusätzlich individuelle Franchise-Verbilligung aus progressiv erhobenen Steuern.
         
    • - Gesunde "Hypochonder & Co." – wie im NZZ-Bericht in #1 beschrieben – zahlen für ihre verbliebenen Angewohnheit selber.
         
    • - Schwerer erkrankte Reichere zahlen leicht mehr als heute (bis ca. 55 CHF/Monat).


    Wäre das nicht sozialer als das heutige System?



    C-O-R-A

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    • - Gesunde Ärmere zahlen weniger als heute.
      Viele können selbstbestimmter leben, brauchen keine IPV mehr.

    Es ist wohlbekannt, dass Armut mit einem schlechteren Gesundheitszustand assoziiert ist und umgekehrt ein schlechter Gesundheitszustand zu mehr Armut führt. Neben diesem Teufelskreis gibt es einen zweiten: Arme Menschen neigen dazu, eine hohe Franchise zu wählen, was dazu führt, dass sie seltener zum Arzt gehen. Dies wird zu mehr Notfallkonsultationen und Spitalaufenthalten führen. Es werden weniger Präventivmassnahmen und weniger Medikamente verschrieben: Der Gesundheitszustand wird sich weiter verschlechtern.

    Das heisst nicht, dass das für alle Ärmeren gilt (die haben aber bereits eine 2500er Franchise), aber trifft vermutlich auf die Mehrheit der «Armen», die etwa sparen möchten, zu. Wollen Sie, dass das auch mit Ihrem neuen System erst recht angekurbelt wird.

  • Insich


    Das heisst nicht, dass das für alle Ärmeren gilt (die haben aber bereits eine 2500er Franchise), aber trifft vermutlich auf die Mehrheit der «Armen», die etwa sparen möchten, zu. Wollen Sie, dass das auch mit Ihrem neuen System erst recht angekurbelt wird.


    Ich fürchte sie haben recht.


    Ich denke nicht, dass die Erhöhung der Mindest -Franchise das eigentliche Grundproblem der hohen Kosten im Gesundheitswesen lösen kann. Das Problem wird damit nur verschoben.


    Die Erhöhung der Franchise könnte aber wirklich zu einem neuen Teufelskreis führen. Und das würde sicher mehr schaden als nützen.

  • Noch etwas C-O-R-A, also an Vorstellungskraft fehlt es Ihnen bestimmt nicht, das habe ich schon in anderen Beiträgen von Ihnen bemerkt. Nur, diese muss aber auch in der Realität umsetzbar sein.




    C-O-R-A

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  • Das heisst nicht, dass das für alle Ärmeren gilt (die haben aber bereits eine 2500er Franchise), aber trifft vermutlich auf die Mehrheit der «Armen», die etwa sparen möchten, zu. Wollen Sie, dass das auch mit Ihrem neuen System erst recht angekurbelt wird.


    • - Gesunde Bedürftigere erhalten IPV aus progressiv erhobenen Steuern.
       
    • - Kranke Bedürftigere erhalten zusätzlich individuelle Franchise-Verbilligung aus progressiv erhobenen Steuern.



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  • C-O-R-A


    Ich fürchte, sie gehen bei ihren Überlegungen von einer grundsätzlich falschen Annahme aus.

    Und daher werden ihre Vorschläge eine Symptombekämpfung sein, die in Gefahr läuft, ein Rohrkrepierer zu sein.


    Aus meiner Sicht ist die Kostensteigerung im Gesundheitswesen auf dem Konsumverhalten begründet. Und es ist die Grundlage dafür, dass dieses Verhalten auch entsprechend bewirtschaftet wird.

  • Aus meiner Sicht ist die Kostensteigerung im Gesundheitswesen auf dem Konsumverhalten begründet. Und es ist die Grundlage dafür, dass dieses Verhalten auch entsprechend bewirtschaftet wird.

    Ich sehe das genau gleich! Das ist der aktuelle Teufelskreis, den viele Akteure aus allen Bereichen (inkl. KK) gerne und profitabel auf dem Buckel der Versicherten bewirtschaften.


    C-O-R-A

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  • Ich fürchte, sie gehen bei ihren Überlegungen von einer grundsätzlich falschen Annahme aus.

    An den Befürchtungen von Transmitter will ich nicht zweifeln. Es fehlen mir jedoch die Fakten, dass meine Überlegungen von einer grundsätzlich falschen Annahme ausgehen.


    Für eine weitere, sachliche Diskussion wäre es m.E. von Vorteil, wenn jemand die entsprechenden Fakten aufzeigen könnte.


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  • Transmitter


    Aus meiner Sicht ist die Kostensteigerung im Gesundheitswesen auf dem Konsumverhalten begründet. Und es ist die Grundlage dafür, dass dieses Verhalten auch entsprechend bewirtschaftet wird.


    angebot und nachfrage.


    die kostensteigerung ist v.a. auch dadurch begründet, dass die kosten fuer diagnostik und therapien hoch sind. ein mri muss amortisiert werden, ebenso ein labor. wie amortisiert man ein mri rasch? indem man nur jeden 'notwendigen' patienten bebildert oder gleich jeden?


    die fehler sind in der gesamten kette. der patient ist vielmehr effekt als ursache.

    problematischer ist die tatsache, dass viele patienten ihre eigenen untersuchungsmethoden verlangen. da ist dann aufklärungsarbeit gefordert. denn eigentlich wollen die leute nur beruhigt sein.

  • die fehler sind in der gesamten kette.

    Das nennt sich Teufelskreis! Bin gespannt, welche Methoden hier vorgeschlagen werden, die nicht schon versucht wurde, um den Teufelskreis aufzubrechen.


    der patient ist vielmehr effekt als ursache

    Schuldzuweisungen bringen bei Teufelskreisen nichts.

     

    C-O-R-A

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  • :!: Die Politik beim Aufbrechversuch des Teufelskreis nicht vergessen :!:


    • Die Versicherungen vertreten die Interessen der Versicherten, nicht wahr?
    • Die Versicherten bezahlen das Ganze, ob sie davon profitieren oder nicht.
    • Wer vertritt in "Bernoben" die Interessen der Versicherungen?


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  • damiens


    angebot und nachfrage.


    die kostensteigerung ist v.a. auch dadurch begründet, dass die kosten fuer diagnostik und therapien hoch sind. ein mri muss amortisiert werden, ebenso ein labor. wie amortisiert man ein mri rasch? indem man nur jeden 'notwendigen' patienten bebildert oder gleich jeden?


    die fehler sind in der gesamten kette. der patient ist vielmehr effekt als ursache.

    problematischer ist die tatsache, dass viele patienten ihre eigenen untersuchungsmethoden verlangen. da ist dann aufklärungsarbeit gefordert. denn eigentlich wollen die leute nur beruhigt sein.


    Ich sehe es tatsächlich etwas anders als sie. Eben eher auch als einen Teufelskreis.

    Aber es ist natürlich so, dass ein Angebot die Nachfrage stützt. Und die Nachfrage das Angebot ....


    Ich sehe es aber auch so, dass die Patienten dann alles mögliche wollen. Und natürlich immer das Beste. Ob das, was sie wollen, dann wirklich das Beste ist, ist eine offene Frage. Und hier ist dann tatsächlich oft eine Aufklärung notwendig.

  • Weitere Beispiele für Untersuchungen die bei einer hohen Minimalfranchise m.E. standartisiert und franchisenfrei angeboten werden sollten:


    Puls kompakt #17 - Vier Tipps zur Vorsorge für Männer
    Vier Vorsorgeuntersuchungen, die Mann wirklich was bringen.
    www.srf.ch


    C-O-R-A

    #2783Δ10

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  • Es hört nicht auf mich zu erstaunen wie viele Menschen in der Schweiz Standard oder standardisiert falsch mit einem "t" schreiben, obwohl das Wort nicht nur auf deutsch, sondern auch auf englisch oder französisch mit einem "d" geschrieben wird (für Menschen, die an Legasthenie leiden habe ich Verständnis, bei Anderen wundert es mich sehr).