Stromversorgungssicherheit: Es braucht einen Mix von Massnahmen.

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  • mupli


    Vielleicht einfach mal das, was derzeit schon verfügbar und erschwinglich ist, einfach mal ein- und auch ui iu ...ui

    durchsetzen?

    ;)

    uiuiui - sagte auch ein Freund von mir, als er vor etwa 9 Jahren seine Ölheizung mit einer Wärmepumpe nach über 25 Jahren ersetzte. Er liess dann eine Wärmepumpe einbauen für über 30'000 Franken. Richtig angenehm warm wurde es aber nie und er heizte mit dem offener Feuerstelle dann nach, manchmal auch Elektroradiator. Viele Reparaturen und Servicekosten. Vor 3 Jahren gab diese den Geist dann ganz auf. Wieder eine neue Wärmepumpe nochmals Kosten gegen 30'000 Franken wie er sagte. Immerhin läuft diese bestens. Seine alte Ölheizung hätte noch länger funktioniert, aber wie er sagte, er wollte halt grüner werden ;) Geld für Experimente habe ich selber auch nicht, wächst leider nicht auf dem Baum.

    TESLA kommt mir auch nicht in die Tüte.....bin erschrocken kürzlich in einem Autohaus, was nur die Gebrauchten kosten.


    Die ganze Kosten-Nutzung Rechnung stimmt aus meiner Berechnung nicht. Mit meinem Budget käme ich ich eventuell an den Anschlag. Soll die Käuferschaft dann mit meiner Liegenschaft machen was sie will.

    Vielleicht ist alles in 20 Jahren Kostenneutral :) Erfreuen kann ich mich dann wahrscheinlich auch nicht, wenn ich unter dem Boden bin ;(

  • mupli

    Haben sie sich mal etwas Gedanken gemacht, wie es Töchterchen da so geht, wenn gar nicht geht?

    Gehe noch davon aus, dass sie sich da doch viel mehr Gedanken machen, als andere Foristen in diesem Forum hier....

    Jetzt ist es so, dass Töchterchen wegen Corona gerade mal kurz den Job verloren hatte. Hatte sie dann mal wieder etwas in die Schule geschickt.....

    Jetzt hat sie ein Zertifikat bekommen, dass sie ungefähr als angelernte Elektromech ausweist.

    Nur da wo sie eigentlich lebt .... bekommt sie damit keinen Job der ihren Kenntnissen entspricht. Am einzigen Ort, wo sie überhaupt einen Job bekam, war da in so einer Luxuslodge ... die wegen Corona noch nicht pleite machte..... Mehr Glück als Verstand gehabt.... heisst wohl auch Glöggliböög.

    Und schleckt jetzt dort voll elektrotechnisch motiviert die leeren Teller aus. Und das mit vollsattem Lohn von 600 ZAR/ Monat. Und ein Gast darf sich pro Übernachtung mal mit 2000 ZAR gütlich am vollen Teller tun.... (Mit im Abendbrot zusätzlich zur Übernachtung).

    Was die illusteren Gäste dann sonst noch alles schlecken wollen.. lassen wir mal aus....

    Fakt ist: Mit diesem Lohn nagt sie selbst bereits am Hungertuch. Und kann ihr Kind damit eigentlich nicht auch noch grossziehen. Der Lohn reicht kaum noch aus, um denen noch Futter auf Minimalbasis auf den Teller zu liften. Alles Andere gleich sofort abschreiben....

    Realistisch benötigt "Erwachsen" etwa 1000 ZAR und ein Kind im Durchschnitt nicht weniger. Und dann sind sie noch ganz und gar nicht in der Mittelschicht.

    Jetzt hat aber Töchterchen nebst ihrem Minimallohn (staatlich vorgeschrieben) noch einen Raum zur Verfügung... ist aber Teil des staatlich vorgeschriebenen Minimalohns.

    Nun die Wohnqualität dieses Raums bezeichne ich mal als etwas unterirdisch.....

    Ist allerdings gar nicht so schlecht, wenn man keine weiteren Ansprüche hat.....

    Immerhin hat sie sich sowas zuvor schon selbst begastelt.... Halt etwas am falschen Ort... Aber Hellseher fallen halt auch nicht vom Himmel.... gelegentlich mal tief.....

    (Achtung Deckung... Luftangriff!).

    Und wie soll jetzt Töchterchen einen Glacé-Stand an dem vollen Sonnenplatz eröffnen?

    Also vollfette Kunden hätte es ja genug?

  • Transmitter


    Mein Freund arbeitete viele Jahre als. dipl. Bauführer (Baufachschule Aarau HF) Die Firma bei er auf dem Leim ging ist alles andere als unbekannt, angeblich mit den besten Produkten....

    Der Name der Firma fängt mit H.....an. Die Beratung jedenfalls war vielversprechend und gut, inkl. techn. Informationen.

    Weitere techn. Informationen nützen ihm jetzt auch nichts mehr.


    Ich selber kenne mich in dieser ganzen Materie ja nicht aus und würde eine solche Anschaffung nur machen, wenn der Staat/Kanton mich zwingen würde.

    Was heisst schon erschwinglich....? Ab 30'000 Franken ist man dabei. Zusätzlich Liegenschaft noch mit Watte einpacken, neue Fassade, neues Dach und Panels oben drauf , vielleicht noch ein paar "Mini- Windrädli" um Strom für mein Elektroauto aufzuladen. Dann wäre ich grüner als grün <X

    Sollte ich dann doch "verlumpen" hole ich mir die EL oder Sozialleistungen vom Staat. :)

  • Und jetzt hopp und vorwärts machen. Das Parlament diskutiert eine Green Investment Bank. Die Grünen sind zuvorderst dabei und reden fleissig mit. Eine Staatsbank also ohne Gewinn-Maximierung....hurra - gab es noch nie in der Schweiz. :)

    (nicht zu verwechseln mit Green Sill - CS Bank)

    Für GRÜNE + ROTE eine gute Gelegenheit ein paar Ersparnisse dort zu investieren. Denke ab 50 Stutz mtl. Einzahlungen, bringt jeder Student auch auf und könnte aktiv mitmachen um ein ganz wenig beim Klimaschutz mitzumachen. Klimaschutz kostet so der Slogan . Oder sollen nur Mitte rechts und Bürgerliche investieren. Jetzt braucht es grüne Vorläufer / Investoren um schwunghaft die grünen Projekte in Angriff zu nehmen. :!:

  • mupli


    Also bei mir klingelt es jetzt gerade nicht, welche Firma das sein kann.

    Wundere mich einfach etwas darüber....

    Ich kenne mehrere Hausbesitzer, die schon lange eine Wärmepumpe in Betrieb haben. Und sind damit ganz gut zufrieden.

    Die älteste Anlage die mir da bekannt ist, bekommt wohl schon bald eine Zulassung als Oldie....

    Da sagt die Besitzerin aber schon lange, dass der Ventilator etwas sehr laut sei.


    Item. Pech haben kann man immer. Auch mit Öl-oder Gasheizung.

  • mupli


    Nachtrag zu einem früheren Post.

    Mir ist durchaus eine Firma mit H bekannt, welche Wärmepumpen produziert und verkauft. Falls ihr Freund mit dieser Firma eine schlechte Erfahrung gemacht hat, bin ich aber sehr erstaunt.


    Meine Eltern hatten mal bei einem Autokauf daneben gegriffen. Haben ein sogenanntes Montagsauto erwischt. War eines der Ersten das ab Fertigungsstrasse lief.... Und hatte wohl so ziemlich jede Kinderkrankheit.

    Nun. Die Kinderkrankheiten heilten dann mal aus. Danach waren die Eltern mit dem Auto sehr zufrieden.

    Hatte dann später auch Autos der gleichen Marke. Und sogar auch das gleiche Modell noch. Aber nicht mehr eines aus der ersten Serie. Und war auch immer sehr zufrieden mit den Karren.

  • Ich bin kein Klimatechniker. Meine Fachkenntnisse sind hier noch beschränkter als bei PV-Anlagen. Ist mir fast schon peinlich.

    (Freue mich schon darauf Urgrossvater zu werden... Dann habe ich endlich Zeit um wieder in die Schule zu gehen. Da lerne ich dann hoffentlich endlich mal meinen Job kennen). Grins!

    Im Ernst. Die Klimatisierung eines Gebäudes kann sehr komplex sein, wenn es noch "ökologisch" sein soll. Muss auch immer ganz individuell geplant werden. Und da können gravierende Fehler gemacht werden. Im Grunde genommen ist da jedes Gebäude eine Einzelanfertigung. Auch wenn man da fast immer auf bekannte Grundlagen/ Technologie zurückgreift. Und auch die Technik ist im Wesentlichen längst nichts mehr Neues.

    Echte Revolutionen in der "Klimatechnik" sind eher selten.

    Trotzdem gibt es in der Schweiz etc. jede Menge Gebäude, welche man energetisch optimieren könnte.

    Weil die Fossilen so billig und bequem zu haben waren, hat sich das oft nicht gerechnet. Oder man war einfach zu faul, um sich darüber noch Gedanken zu machen.

    mupli

    Bestehende Gebäude energetisch zu sanieren, ist deutlich komplizierter, als einen ökologischen Neubau zu erstellen. Und aller Wahrscheinlichkeit nach auch deutlich teurer.

    Habe mir da schon ein paar mal die Zähne ausgebissen.... Versuchen sie mal ein historisches, und deshalb "denkmalgestürztes", Bauwerk zu sanieren.... Am Besten sanieren sie sich damit, dass sie es dem Freilichtmuseum vermachen. Unter der Bedingung, dass die das kostenfrei mitnehmen....

    Hmm? Also meiner Erfahrung nach gibt es einfach Gebäude die schon vom Grundkonzept her einfach nicht ökologisch sein können....

  • mupli


    Ich denke zum Thema Haussanierung habe ich ihnen schon mal was geschrieben. Und wiederhole es hier sinngemäss halt noch einmal.

    Als Hausbesitzer in ihrem Alter würde ich auch nur noch dann wesentliche Investitionen in ein Haus machen, wenn der allfällige Nachfolger bereit ist, diese Investition auch so zu übernehmen.

    Eine Heizung zu ersetzen ist keine billige Sache.

    Hier muss man sich schon Gedanken machen, ab wann diese Investition rentabel ist. Oder man muss es einfach machen, weil die alte Heizung nicht mehr zu reparieren ist.

    Bei einem Neubau muss ich mir dazu keine Gedanken mehr machen. Da stehen heute bei mir andere Gedanken im Vordergrund.

    Und da ist für mich klar, dass ich den eigentlichen Verbrauch an Energie möglichst klein halten muss.

    Und hier ist die Wärmepumpe jedem Verbrenner klar überlegen.

    Um wie viel besser die Wärmepumpe ist, ist in der Praxis aber stark von den individuellen Verhältnissen abhängig.

    Das bedeutet, dass man in der Praxis nicht einfach so mit dem Wirkungsgrad der Pumpe rechnen kann. Die kann in der Theorie und auf dem Prüfstand einen hohen Wert haben. Wenn aber bei der Planung der gesamten Anlage Fehler gemacht werden, dann kann der Wirkungsgrad der Heizanlage deutlich zusammengedrückt werden.


    Jetzt bin ich auch nicht dafür, dass man eine Moderen Gasheizung oder auch eine moderne Ölheizung einfach raussreisst und durch eine Wärmepumpe ersetzt. Das ist aus meiner Sicht dann auch Geld verbrannt.


    Ich bin hier eher der Ansicht, dass man noch etwas Geld in die Hand nehmen soll, um wirtschaftlicher Syngas und Synfuel zu produzieren.


    Bei den aktuellen Preisen für fossiles Gas und Öl sind wir heute im Bereich, wo die Herstellung von synthetischen Brennstoffen rentabel sein kann.


    Und deshalb bin ich auch nicht der gleichen Meinung wie gewisse Energieexperten der SVP, welche behaupten, dass der Bau von Gaskraftwerken zur Überbrückung der Winterstromlücke eine völliger Quatsch sei. Und diese Experten, die das behaupten, sind so ziemlich die gleichen, die auch behaupten, dass dieses Problem nur mit neuen AKW zu lösen sei. Und das ist definitiv Quatsch!

  • Trotzdem gibt es in der Schweiz etc. jede Menge Gebäude, welche man energetisch optimieren könnte.

    Angeblich soll dies bei weit über 60 Prozent sein, wie mal im HEV geschrieben stand. Dazu gehören auch viele Mietshäuser. Dann werden sicher auch die Mietzinse dann steigen. Kann mir kaum vorstellen, dass der Eigentümer dies alles finanzieren wird oder kann.

    Wohnen ist bereits in diesem Jahr für viele wesentlich teurer geworden wegen Heizöl.

    Viele Eigenheim Besitzer können grosse Investitionen schwer stemmen, oder gar nicht. Und mit der Abschaffung des Eigenmietwerts wird es eh nichts werden. Darüber wurde zwar in Bern ausführlich "gebrütet" und man vertagte dieses Thema auf den Herbst.

    Daraus wird aber eh nichts werden, den auf die Steuern des fiktiven Zusatzeinkommen verzichten Bund und Kantone nicht. Es wird so bleiben wie es ist.

  • mupli

    Jetzt wieder zurück zu meinem Tiny-House und zu meinem Töchterchen.

    Also Töchterchen wurde arm geboren. Ist unterdessen nicht über Nacht reich geworden und hat auch keine andere Chance als ein Leben lang zu schuften, um dann arm zu sterben.

    Den einzigen Besitz den sie hat, ist eigentlich ein Grundstück. Gehört ihr aber nicht wirklich. Sondern hat da nur ein Nutzrecht. Und dieses ist keine bankmässige Sicherheit.

    Kurz: Sie ist und hat nichts. Ausser dem Wunsch auch mal etwas gut leben zu können.

    Und kann es sich nicht leisten auf "ihrem" Boden ein Haus nach Schweizer Ökostandart zu bauen.... Und da ist sie bei Weitem nicht die Einzige!

    Kann auch ihre "Tante" nicht. Obwohl die sieben mal mehr verdient. Und damit eigentlich schon fast zum unteren Mittelstand gehört. Aber mit drei Kindern und ohne Mann?

    Nun. Töchterchen hat mich um Rat und Tat gefragt. Macht die immer so... ist ja fast aufsässig?

    Nun? Also mit traditioneller Bauweise ist so ein Tiny-House gar nicht so teuer. Das kratzt man dann unter den Fingernägeln noch hervor. Ist bloss mit sehr viel Arbeit verbunden. Aber die kann man mit der Zeit ja mal machen. Haus ist dann wohl mal zur Beerdigung fertig.

    Also mal vorausgesetzt, dass es keine Termiten hat, ist die billigste Hausbauvariante dann mal so:

    Man macht ein Holzgerüst. Am Besten in der Form eines Iglu. Verdichtet das tragende Gerüst mit dünneren Ästen und Zweigen. Danach beschmiert man das Iglu mit einem Gemisch aus Lehm und Kuhmist. Muss dafür natürlich eine Mistkuh haben....

    Jetzt hat Töchterchen natürlich wieder das grosse Los gezogen.

    Ihr Baugrund ist ne Wüste! Da hat es Steine und etwas viel Sand. Dazwischen Spuren von Lehm. Von der übelsten Sorte... macht bloss das Trinkwassser schmutzig und taugt sonst nicht mal dafür einen Bumentopf machen. Holz hat es auch keines. Und von einer Mistkuh ist auch nichts zu sehen. Die sind alle ausgewandert.... war da etwas zu trocken in den letzten Jahren. Ach ja... Sauberes Trinkwasser hat es ja auch nicht.....

    Und jetzt?

    Also der Aufwand um ein solches traditionelles Tiny - House zu bauen ist etwa 2000 Rand an Arbeitskosten. Entspricht gut drei Monatslöhnen von Töchterchen, auf die sie verzichten muss, wenn sie stattdessen das Ding selber baut. Kann aber nicht verzichten ... sonst verhungert sie in dieser Zeit.

    Und dann ist guter Rat teuer..... Denn sie kann mit ihrem Lohn weder die Materialkosten noch die Arbeitszeit bezahlen. Dabei wäre Material noch gratis zu haben, wenn es dort hätte....

    Nun der Weg zum Material ist da nicht so unglaublich weit wie bis China.... sagen die Chinesen. Die würden ihr das Material sogar noch bringen, wenn sie dafür das Nutzungsrecht an ihrer Wüste bekommen..... (Kam tatsächlich so einer daher und hatte ihr nen Vertrag unter die Nase gehalten. Nur? Ihre Nase ist nun mal nicht so lang, dass es zum Vertrag reichte).

    So ... jetzt Töchterchen wieder einsame Ruferin in der Wüste....

    Fazit ... jetzt sind wir wegen den Transportkosten schon beim doppelten Preis für Tiny.....

    Und das dann noch ohne Blechdach!

    Das ist aber etwas blöde... Denn die tradititollen Iglus sind nicht so wetterfest. Muss man immer wieder neu schmieren....

    Jetzt hat da Blech zwar Vorteile, aber eben auch Nachteile ... wenn sie dem Iglu einfach den Kopf abschneiden und das mit Blech verbinden.. haben sie zwar ein wetterfestes Dach über dem Kopf.... aber auch gleich einen Solarofen. Mindestens im Sommer.

    Und dann brauchen sie sogleich noch eine Klimaanlage!

    Macht nichts. Das stellen die Chinesen Gratis hin. Aber nur wenn, sie den Atom-Strom von denen ziehen....

    So läuft das nun mal auf der Sonnenseite des Lebens....

    Fortsetzung folgt....

  • mupli


    So... und jetzt scheuen wir mal.... wie die Rechnung aussieht.

    Ohne Blech sind wir bei 4000 und mit Blech bei viermal so viel....Jetzt können sich die Finanzspezialisten mal die Abschreibetabelle ausmalen... Mit Inflationsrate von 7% und zugehörigem Kreditgewinn.....

    Und was hat dann mein Mädel tatsächlich davon?

    Kann sich da das Leben lang abrackern und kommt aus der Kreditfalle trotzdem nicht rausgetrappst. Alles was sie damit erreichen kann, ist ungefähr das, dass sie von äusserer Unbill etwas mehr geschützt ist, also ohne Regenmänteli..... oder Sonnenschirmli.

    Nur? Wirtschaftlich gesehen kommt sie damit ja schlicht nicht vom Fleck.

    Was müsste Mädel denn auf Kredit investieren können, damit sie wirtschaftlich mal selbst auf eigenen Füssen stehen kann? Und von "Wem" würde sie denn so einen Kredit bekommen?

    Von der Green Investement Bank in der Schweiz?

    Oder von der chinesischen Staatsbank?

  • Transmitter


    Irgendwie eine traurige Geschichte, dass man so leben muss. Afrikanische Länder und vergleichen mit CH-oder EU Ökostandard geht eh nicht. Frage mich auch wo den der Vater der 3 Kinder geblieben ist ? Für Entwicklungshilfe und Anschub einer Wirtschaft haben die europäischen Länder und auch die Schweiz in den letzten 50 Jahren Milliarden schon reingebuttert, welche stets im grossen schwarzen Loch verschwanden.

    Da kann man wegen Wassermangel auch Ziehbrunnen bauen, wurde gemacht durch Entwicklungshilfe und funktionierte auch wie ich kürzlich in einer Dokumentation gesehen habe. Auch für deren Unterhalt wurden die Einheimischen instruiert für den Unterhalt. Eigentlich musste man nicht viel machen und die Entwicklungshelfer zogen weiter um andere Brunnen zu bauen. Nach etwa einem halben Jahr kamen die Entwicklungshelfer wieder in dieses ganz kleine Dorf....und die Bevölkerung jammerte, dass kein Wasser oder nur noch Verschmutztes da sein. Der Brunnen war verstopft mit lauter Abfall, die neuen Hütten (auch erstellt mit den Entwicklungshelfern) wo sie darin lebten, waren verlottert. Sie waren wieder gleich weit wie in den Jahren zuvor. Da kann man nichts machen, ist so und bleibt so. Weiteres Geld ins schwarze Loch stecken bringt wohl nichts.


    Auch in der Südost-Türkei leben einfache Menschen, teilweise haben sie auch keine Schule besucht. Oft sind es Nomaden welche etwas sesshafter sind. Ihre Häuser resp. besseren Hütten bauten sie mit gewöhnlichen Natursteinen nach denen sie sich nur bücken mussten. Mit Sand und etwas Zement stopften sie die Lücken. Dach war in vielen Fällen eine Zeltplache mit gebundenen Ästen darauf. Wasser hat es glücklicherweise genug überall, auch für Tiere und die kleinen Felder. Habe immer gestaunt wie sich diese einfachen sehr Leute zu helfen wissen. Und in der Hütte drin sind ihre Habseligkeiten sauber an Ort und Stelle.


    Bezüglich einer afrikanischen jungen Frau habe auch ich mich mich vor der Migros etwas innerlich aufgeregt. Habe aber nichts zu ihr gesagt, da ich ja nicht ein Schulmeister bin. Integriert ist diese junge Frau nicht, lässt wie im Busch alle ihre Abfälle liegen.

  • mupli


    Mangelhaftes Bewusstsein für die Umwelt finden sie überall auf der Welt. Dafür müssen sie weder vor die Migros noch nach Afrika.


    In Afrika kann ich es teilweise noch verstehen. Es hat wirklich auch mit der Bildung etwas zu tun. Doch für Europa reicht dann diese Erklärung nicht mehr.

    Und spätestens hier ist dann mein Verständnis für Littering dann auch mal ziemlich endgültig am Ende.

  • mupli


    Mit dem letzten Beitrag hatte ich versucht auf ein grundsätzliches Problem aufmerksam zu machen.

    Dieses gilt sinngemäss natürlich auch für andere arme Länder, respektive für die arme Bevölkerung in solchen Ländern.

    Diejenigen die am Dringendsten etwas investieren sollten, damit sie an Lebenskosten einsparen können, können nichts investieren.

    Die Gründe für die Armut sind meist ziemlich vielfältig.

    Und sie bekommen auch keine Finanzhilfe oder Entwicklungshilfe. (Im Normalfall). Vieles was in der Entwicklungshilfe gemacht wird, geht am Ziel vorbei. Bin gegenüber solchen Organisationen sehr kritisch eingestellt. Obwohl ich immer wieder mal mit solchen Organisationen zusammenarbeite. Oder vielleicht genau deswegen so kritisch.


    Im Zusammenhang mit dem Klimawandel rege ich mich gelegentlich mal ziemlich auf.


    Diejenigen in den Reichen Industrieländern die wesentlich mitverantwortlich dafür sind, könnten etwas tun und tun es nicht. Und diejenigen die wenig dafür verantwortlich sind, könnten und würden etwas tun. Wenn sie nur könnten.


    Jetzt muss ich aber zugeben, dass mein Töchterchen jetzt etwas tun würde weil sie ihren Lebenstandard verbessern will. Und Klimawandel ist da nicht im Zentrum des Bewusstseins.

    Bei ihr aber mehr als bei Anderen.


    Das hängt damit zusammen, dass dort, wo sie lebt, eine Jahrhundertdürre war. Und deshalb hat es dort auch keine Mistkuh mehr.

    Ich hatte / habe dort in dem Ort mein eigenes kleines Projekt. Und in einem Bereich auch tüchtig Geld in den Sand gesetzt. Jedenfalls hatte ich dort eine Viehzucht gehabt. Das gab dann für lokale Bewohner u.A. Familienmitglieder von Töchterchen etwas Arbeit. Da waren vor 12 Jahren 30 Kühe und 230 Ziegen im besten Zuchtalter. Jetzt hat im Dorf niemand mehr Kühe. Ein paar Ziegen gibt es noch. Sind aber mehr Haut und Knochen als Ziegen.

  • In Afrika kann ich es teilweise noch verstehen. Es hat wirklich auch mit der Bildung etwas zu tun. Doch für Europa reicht dann diese Erklärung nicht mehr.

    Und spätestens hier ist dann mein Verständnis für Littering dann auch mal ziemlich endgültig am Ende.

    Transmitter

    Vor ein paar Tagen sass diese Frau mit Kopftuch auf einem der Bänke vor der Migros. Sie trank Bier aus einer Flasche und rauchte. Als ich zurück kam war sie weg. Leere Bierflasche auf der Bank und 4 ausgedrückte Zigarettenstummel auf der Sitzbank. Leere Zigi- Schachtel lag am Boden.

    Ihr Glück, dass es kein Supermarkt in den USA oder Kanada war....Alkohol in der Öffentlichkeit trinken ist verboten-mache dieses Gesetzte ja nicht)


    Heute wieder, leere Verpackung einer Schoggi und ein Glace Becher lagen auf einer Bank.

    Der Weg zum Abfalleimer war beide male etwas 2.5 Meter entfernt.

    Bin froh, ist diese Frau keine von unseren Schützlingen aus Somalia, Eritrea usw.

    Diese haben auch keine Ausbildung, aber lernten viele Dinge im Elternhaus. Auch 5 -jährige Kinder wissen hier, wohin der Abfall hin gehört.


    Für Brunnen in Afrika spende ich zukünftig nichts mehr. Durst wird wohl auch dort nicht so gross sein, ansonsten sie diesen nicht nach ein paar Wochen vermüllen würden.

  • mupli


    Für Brunnen in Afrika spende ich zukünftig nichts mehr. Durst wird wohl auch dort nicht so gross sein, ansonsten sie diesen nicht nach ein paar Wochen vermüllen würden.


    Doch, doch.... der Durst kann durchaus gross sein.

    Aber es gibt da noch andere Faktoren, welche eine grosse Rolle spielen.

    Und "Wasserkriege" erlebe ich dort schon seit längerem recht persönlich mit.

  • mupli


    Ich gebe es ja ungerne zu.... aber ich habe in einem der früheren Beiträge gelogen.


    In dem Stein und Sandhaufen von Töchterchen hat es Wasser. Man muss nur tief graben. Und dann ist es auch noch gutes Wasser. Hat Mineralwasserqualität.

    Das hat anscheinend der Chineser auch begriffen, der Töchterchen einen Lange-Nase-Vertrag anbot. Doch trotz kurzer Nase hat sie wohl Lunte gerochen. Und den zum Teufel geschickt.

    Hat sich wohl gedacht: Ohne Wasser kein Leben. Und wovon soll ich dann Leben, wenn der mir mein Wasser abgräbt.

    Hmm? Da hat sie wohl recht damit.

    Doch wie soll denn Töchterchen an ihr Wasser kommen? Um da zu graben muss man etwa 120`000 Rand auf die Schippe werfen....

    Und dann ist nicht sicher, dass es reicht.

    Hmm?

    Also meine zweite Lüge war: Töchterchen hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Nur gratis ist das eben auch nicht. Wasser eigentlich schon. Nur pumpen nicht.

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