Stromversorgungssicherheit: Es braucht einen Mix von Massnahmen.

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  • oytenkratos

    Laut Experten hat sich nicht nur die Häufigkeit von Bränden geändert, sondern auch das Verhalten von Waldbränden.

    Das hängt direkt mit der anhaltenden Trockenheit zusammen. Aber auch mit der industriellen Bewirtschaftung der Wälder.

    Fehler die vor 50-100 Jahren begangen wurden, rächen sich jetzt.

  • oytenkratos

    Eigentlich schon etwas schade, wenn sich hier keine "Waldschrate" zu Wort melden. Denn unter den Experten wird das Thema sehr kontrovers diskutiert.

    Die einen sagen, wir müssen unbedingt den Wald säubern. Und die anderen sagen, genau das soll man nicht machen.

    Und tatsächlich gibt es hier ein Dilemma.

    Es gibt zwei ganz grundlegende Entwicklungen, die sich diametral entgegen stehen.

    Und die Frage ist hier weniger, welche jetzt besser ist, sondern wann ist welche die Bessere.

    Wann soll man Totholz liegen lassen und wann nicht?

  • Rodizia


    Totholz ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald und unerlässlich für die Biodiversität...

    Die Entnahme des Totholzes würde vielleicht in Wäldern Sinn machen , welche man eher als Baumplantagen bezeichnen würde, in künstlich angelegten Fichten- oder Föhrenkulturen... Sind solche Wälder erst mal am brennen, sind sie nur schwer wieder zu löschen ( harzhaltige Nadelhölzer)...

    Dass ein naturnaher Laubmischwald in gleichem Masse brennen kann ist praktisch unmöglich...

    Naturfremde Kulturen müssen zu naturnahen Mischwäldern "umgebaut" werden... Das formuliere ich deswegen so, weil uns Menschen, in meinen Augen, die Zeit fehlt um sagen zu können: "ja ja, die Natur richtet das schon irgendwann selber..."

    Der Nutzen des Waldes als Trinkwasserspeicher, Luftfilter, Klimaanlage, Erholungsraum, Hort der Biodiversität etc. ist unschätzbar gross... Wir werden unseren Hunger nach dem Rohstoff Holz wohl oder übel daran anpassen müssen, was der Wald diesbezüglich zu leisten vermag, und nicht umgekehrt...

  • Raziel


    Danke für diesen Beitrag.

    Das ist eine gute Zusammenfassung und entspricht so weit auch meinen Kenntnissen.

    Vor etwa vier Jahrzehnten wurde ich durch eine Erbschaft zur Mitbesitzerin eines recht grossen Waldstückes.

    Der Haupterbe kannte den Wald sehr gut.

    Er sagte uns anderen Erben, dass wir den Wald so belassen sollen, wie er ist. Eine intensive Bewirtschaftung sei nicht rentabel und würde dem Wald langfristig nur schaden.

    Heute bin ich froh darüber, dass wir damals alle auf ihn hörten.


    Der Wald ist auf der Alpenordseite und eher ein Mischwald. Aber der Kieferbestand ist ziemlich hoch.

    Nun überlegen wir uns die Kiefern etwas auszudünnen und durch andere Bäume zu ersetzen. Bäume, die hohen Temperaturen und Trockenheit besser standhalten können als Kiefern.

    Hier sind wir noch etwas unsicher darüber, was sich sich in Zukunft eignen könnte.


    Haben sie dazu Vorschläge?

  • Rodizia


    Traubeneiche, Elsbeere, Speierling, Vogelkirsche, Walnuss, Linde, Feld- und Spitzahorn gelten als die üblichen, einheimischen Verdächtigen bei diesen Fragen...

    Es kommt aber darauf an wieviel Licht durch die Entnahme der Kiefern / Föhren auf den Waldboden fällt... Einige der oben erwähnten Baumarten sind lichtbedürftig...

    Vielleicht findet man ja auch natürlich verjüngte Bäumchen am Waldboden mit welchen sich arbeiten lässt...

  • Rodizia


    Aus der Ferne alles schwierig zu beurteilen... Edelkastanie, vereinzelt beigemischt, ist auch eine Möglichkeit... Sie mag aber eher saure Böden... Korkeiche ist nicht die winterhärteste Baumart und wird nur 10 bis 20 Meter hoch... Verträgt sich das mit den anderen Bäumen welche bereits in eurem Wald wachsen..?

    Der Forstbetrieb vor Ort müsste über Bestandeskarten und entsprechende Standortsbeschreibungen verfügen... Dort sollten die am besten geeigneten Baumarten für euer Waldstück vermerkt sein, und daraus lassen sich dann vielleicht zukunftsfähige, klimatolerante Baumarten ableiten...

  • Raziel


    Danke erstmals für die Anregungen.

    Wir haben uns bisher nicht eingehend mit dem Thema beschäftigt. Aber die vielen trockenen Jahre hintereinander machen uns langsam etwas nachdenklich.

    Und einen Wald "umbauen" kann man nicht von einem Tag auf den Anderen.

    Auf jeden Fall denke ich dass es richtig ist, wenn er noch stärker durchmischt wird.

    Ich weiss es nicht genau, aber ich denke, dass etwa 50% Fichten sind. Ein paar Föhren hat es auch. Und recht viele Buchen.

  • Raziel und oytenkratos

    Als uns damals der Wald vererbt wurde, hatten wir beschlossen diesen praktisch so zu belassen wie er war. Seither sind fast vier Jahrzehnte vergangen.

    In dieser Zeit wurde der Wald fast nicht genutzt. Er wuchs praktisch wild.

    Nur sehr wenig wurde mal etwas Brennholz geschlagen. Bauholz gar nicht. Das Gelände ist etwas unwegsam und Bauholz aus den Wald zu holen ist eher schwierig.


    Doch wegen der immer häufigeren Trockenperioden und zunehmenden Hitzezeiten, haben wir uns schon etwas Gedanken gemacht. Ausserdem sind aktuell die Preise für Holz so hoch wie schon lange nicht mehr.

    So gesehen wäre es jetzt wohl ein günstiger Zeitpunkt, um etwas Veränderungen vorzunehmen.

    Dabei wollen wir den Wald ganz sicher nicht so umbauen, dass es zu einem eigentlichen Nutzwald wird.

    Nur etwas dazu trimmen, dass er für ein wärmeres Klima fit ist.

    Doch was heisst das dann?

    Auch der ortsansässige Förster scheint da etwas ratlos zu sein. Er habe kaum Erfahrung mit Wäldern in Trockengebieten. Doch dass selbst grosse Waldbrände in Skandinavien auftreten, macht ihn auch nachdenklich. Denn das ist doch eher neu.

    Die Klimaveränderung scheint auch in unseren Breitengraden zu einer zunehmenden Aridisierung zu führen. Und diese Tendenz scheint nachhaltig zu sein.

  • Rodizia


    Die natürliche Regenerationsfähigkeit auch des Ökosystems WALD ist nicht mehr gegeben.

    Das jetzige Form der Trockenheit oder Dürre ist in vielen Teilen eine andere.

    Deshalb eignen sich viele Baumarten auch nicht mehr, die ehemals bei Trockenheit anpasst waren.

    Die verhältnise ändern sich schneller, als es die Evolution kann.


    Vielen kleinen und mittleren Waldbesitzern geht das Gelf für Neuanpflanzungen aus, die zuleist nach spätestens 3-4 Jahren eingehen.


    Wenn jemand "den Wald vor lauter Bäumen" nicht sieht, dann bemerkt er etwas vollkommen Offensichtliches nicht oder erkennt die nächstliegende Lösung seines Problems vor zuvielen Auswahlmöglichkeiten nicht.

    Der Wald-Boden, wie auch ansonsten die Bodenqualität unter der Oberfläche, ist eben nicht offensichtlich.

    Auch tiefwurzelnde Bäume kommen nicht mehr so tief in den Boden, um an Wasser zu kommen.

    Den Pilzgeflechten und Bakterien, die in Symbiose mit den Bäumen leben, leiden auch.


    Möglicherweise wäre Tröpfchenbewässerung auch schon für Bäume und zumindest für Setzlinge nötig.
    ( Einige Rebstöcke kommen schon in den Genuss. )

    Nicht die die von alescha gerne bemühten STAATs-Beamten oder die böse Klimajugend sollten mal für den nötigen Struktur-Umbau zwangsverpflichtet werden, sondern die die mit (Buch-)Geld viel zu viel (Buch-)Geld und Machtmittel machen.

  • oytenkratos


    Sie schreiben mal wieder mehr Wahres, als es mir lieb sein kann.


    Durch die Erderwärmung verschieben sich die grossräumigen Klimazonen und die Wetterverhältnisse ändern sich schneller, als ihnen spezifische Biotope hinterherlaufen können.


    Gewachsene Böden können innert Tagen praktisch zerstört werden. Und es braucht mindestens Jahrzehnte, um sie wieder aufzubauen.

    Und das kostet Geld.

    Woher kommt das Geld dafür?

    Vom Staat?

    Wahrscheinlich erst dann, wenn es gar nicht mehr anders geht. Und dann werden die Kosten ein Vielfaches dessen sein, als wenn man proaktiv handeln würde.


    Leute wie alescha01 und seine politischen Gesinnungsgenossen zementieren die Strukturen, welche auf einem immerwährenden Raubbau gewachsen sind. Bis es nichts mehr zu rauben gibt.

    Diese politischen Kreise bauen nicht auf, sondern ab. Wenn auch oft noch im Glauben, dass sie doch währschafte Leute sind, und doch nur das Richtige tun.


    Alescha hat sich gegen das CO2-Gesetz stark gemacht. Mit dem Hauptargument, dass dies assozial sei.

    Die Ablehnung des Gesetzes ist assozialer, als es das Gesetz sein kann.

    Während der Hauptanteil der Gelder sozial umverteilt geworden wäre, wäre ein Anteil in Forschung und Entwicklung geflossen, um Lösungen für den Klimawandel zu finden.

    Und hier reden wir nicht nur über Lösungen, um den Klimawandel künftig zu reduzieren, sondern auch über Lösungen, die jetzt schon bestehenden Folgen des Wandels zu lösen.

    Doch vielleicht denkt sich Alescha halt, dank seinen Aktiendividenden kann er sich noch eine Cola leisten, wenn kein Hahnenburger mehr aus dem Rohr kommt.


    Auf ihren Lösungsansatz komme ich noch zurück.

  • oytenkratos


    Ja. Das ist richtig. In Deutschland gibt es Weinberge, die früher als absolute Spitzenlagen galten und die heute am Austrocknen sind.

    Die Winzer versuchen nun diese Weinberge mit Tröpfchenbewässerung zu erhalten. Weil die örtlichen Quellen und Grundwasserbrunnen nicht mehr genug Wasser hergeben, um Mensch und Feld zu bewässern, müssen dafür Fernwasserleitungen gebaut werden.

    Dort, wo das Wasser herkommen soll, verzeichnet der Main derzeit tiefste Pegelstände.

    In echten Trocken- und Hitzeperioden fehlt auch das Wasser in den Oberflächengewässern. Die Hitze lässt über alles gesehen mehr Wasser verdunsten, als durch den Regen ersetzt werden kann.

    Je mehr Hitze, desto höher die Verdunstung. Doch die allgemein erwärmtere Luft speichert gesamthaft auch mehr Wasser. Und das wird erst dann ausgeregnet, wenn die heisse feuchte Luft auf kalte Luftmassen trifft. Ist der Temperaturunterschied dieser Luftmassen zu gross, dann regnet es nicht in einem sanften und anhaltenden Landregen aus. Sondern in einem heftigen Gewittersturm. Mit dem sogenannten Starkregen.

    Dieser ist wenig nützlich, sondern oft sehr schädlich.

    Starkregen führt oft zu massiver Erosion ungeschützter Böden.

    Und hier sei die Frage gestellt, was ungeschützte Böden sind?

  • Rodizia


    Auch sie schreiben mal wieder mehr Wahres, als es mir lieb sein kann.


    Einer der wichtigsten Kipp-Punkte in der Biochemie lebendiger Organismen ist der von basisch zu sauer.


    Kohlensäure mag eine schwache Säure sein, aber steter Trpopfen höhlt nicht nur den Stein sondern schadet generell den Lebensgrundlagen für lebendige Organismen.

    Die Weltmeere sind (noch) basisch, aber immer weniger.

    Wird der Kipp-Punkt zu sauer überschritten, können Kalkalgen zwar noch ein Kalk-Skelett bilden, aber es löst sich auch schneller auf.

    Es kommt damm weniger zum Absinken des im Kalk gebundenen Kohlenstoffs in tiefe Meeresböden.,

    Es wird aber auch weniger Sauerstoff produziert. Ein niedrigere Sauerstoffkonzentration schadet tierischen Lebewesen.

    Der Saure Regen aus Kohlensäure schadet den Boden-Biotopen und Pflanzen.

    Der saure Regen aus Schwefelverbindungen bei der Verbrennung von fossilen Energieträger konnte relativ einfach gelöst werden,

    weil die Abscheidung des Schwefels zu viel niedrigeren Kosten gelungen ist.


    Es regnet, wenn die der Wasserdampf die Löslichkeit von Luft, mit einer bestimmten Temperatur und Druck übersteig, bei 100 % Luftfeuchtigkeit.

    Insgesamt befindet sich deshalb mehr Wasserdampf in der Luft und es kommt zum Abregnen erst in grösseren Höhen.
    Feine kleinere Regentropfen kommen weniger oft unten an. Diese verdunsten auf dem längeren Weg nach unten in wärmerer Luft bei weniger Luftfeuchtigkeit.


    Letzendlich wird das ganze System noch nicht richtig verstanden und welche zusätzlichen negativen Rückkopplungseffekte noch auftauchen.

    Derzeit ist "sicher" davon auszugehen, dass es schnell und verstärkt unzuträglich wird.
    Beim sogenannten Strahlungsantrieb (NEIN nicht der von Flugzeugen) wird von einem menschlichen Einfluss von +0,6 bis 2,4 W pro Qudratmeter ausgegangen, Der Wert ist aber bestimmt nicht Null. Der wahrscheinlichste Wert liegt bei 1,6 Watt pro Quadratmeter.

    Strahlungsantrieb – Klimawandel


    Wie gross ist die Fläche der Erde ? - 510’100’000 km² - Das entspricht 510.1 x 10^12 .

    Das erwärmt den Planeten mit einer Leistung von 510.1 x 10^12 x 1.6 = 8.16 x 10^14 W

    Wieviel Atomkraftwerken von der elektischen Leistung von 1'000 MW und der thermischen Leistung von 3'000 MW entspicht das ?
    8.15 x 10^14 / 3 x 10^9 ~ 272'000 .

    Das hat die Menschheit seid ca. 1700-1750 nicht geschaffen, sondern das alte Gesamtgleichgewicht (mit Schwankungen) wurde durch relativ wenige "zusätzliche Treibhausgasproduktion von relativ wenigen Menschen gewaltig aus der Balance gebracht. Eher geht ein dickes Tau durch ein Nadelöhr ...

  • oytenkratos

    In der Gruppe von Transmitter gibt es ein paar eingefleischte Aquarianer.

    Die sagen, dass selbst kleine aber kurzfristig eintretende Schwankungen des PH-Wertes für einige Meeresbewohner ziemlich unerträglich sei.

    Es sei dabei weniger wichtig auf welchem Niveau sich der PH-Wert im Becken eingependelt habe, sondern viel wichtiger, dass er möglichst stabil auf diesem Niveau ist.

    Sie sagen auch, dass die Organismen gegenüber einem leichten Anstieg toleranter seien, als gegenüber fallendem PH.

    Ein optimaler Durchschnittswert für den PH im Meerwasser sei 8.3 - 8.4

    Schon geringe Abweichungen von diesem Durchschnittswert würden sich gravierend auswirken.

  • Rodizia


    Aber JA, da kann ich nur zustimmen.

    Zu den sogenannten Letzten Worten (Sätzen) von Jesus nach der Überlieferung gehört :


    Herr vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.

    (Nach meiner Ansicht bezog sich das nicht darauf, dass er gekreuzigt wurde.)


    Die Menschheit wird nicht untergehen. Es wird relativ wenige Überlebende geben.

    Nach vielen Generationen wird die Menschheit in HYBRIS wieder viele kleine Fehler machen ,
    die sich in Kombination "ungeahnt" wieder zu einem grossen Desaster auswachsen werden.