Welche Wärmepumpe für neues Haus - Erfahrungen?

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  • oytenkratos


    Warum ein MFH energetisch immer besser davon kommt, als ein EFH,

    ergibt sich doch aus dem Verhältnis von Wohnraum zu Oberfläche.

    Oder etwa nicht?


    Hier setze ich aber voraus, dass die Oberfläche des Hauses energetisch eine relevante Rolle spielt.

    Das dürfte aber bei den klimatischen Verhältnissen in der Schweiz so gegeben sein.


    Bei den in der Schweiz gegebenen klimatischen Verhältnissen sind Heiz- und Kühlkosten zu erwarten. Und die sind direkt abhängig von der Isolation der Gebäudehülle.


    Jetzt gilt für die Gebäudehülle, dass diese nach einer quadratischen Funktion wächst, während die der Wohnraum (Volumen!) nach einer kubischen Funktion wächst.


    Daher ist dann auch ein verdichtetes Bauen grundsätzlich mal energieffizienter möglich, als es EFH je mal sein können.


    Die von Don alescha01 angetönten Behauptungen, dass verdichtetes Wohnen ein Klimakiller sei und man doch besser jedem Urschweizer ein E-Hüsli ermöglichen soll... erscheint mir doch sehr fragwürdig zu sein.

  • Berbar


    In Bezug auf Energieeffizienz eines Wohn-oder Arbeitsraumes spielt die Isolation der Gebäudehülle die wichtigste Rolle.

    Das wiederum spiegelt sich in den Betriebskosten des (Wohn-) Raumes wieder.


    Um den Raum auf einer einigermassen vernünftigen Betriebstemperatur zu halten, hat man entweder Heiz-oder Kühlaufwand. Dieser Aufwand wird umso geringer, je besser der Raum isoliert ist. Und je grösser die thermische Speicherkapazität des isolierten Volumens ist, desto besser. >> Trägheit.

    Das ist soweit mal ein Grundzusammenhang.


    Bei der Heizung oder Kühlung des isolierten Raums geht es also darum, den Wärmetausch an der Aussenhülle entsprechend kontrollieren zu können.

    Und / oder an der Aussenhülle allenfalls Energieträger generieren zu können, um die Temperatur des Wohnraums zu regulieren.


    Das Generieren von Energie an der Aussenhülle sind dann aber nicht mehr die wirklichen Baukosten der baulichen Grundsubstanz.

    Sondern sind Investitionskosten in Haustechnik, die einen wirtschaftlichen Zweck verfolgen!

    Also sinngemäss eine Investition in ein Kraftwerk.


    Falls man eine Fremdfinazierung für das Bauvorhaben braucht, dann hat man meistens das Problem, dass die üblichen Banker den Unterschied nicht verstehen. Und die beiden unterschiedlichen Kostentrechnungen miteinander vermischen. Und das ist nicht so eine gute Idee.

  • Wir (EFH) haben eine Wärmepumpe (Erdsonde) kombiniert mit Soalrenenergie. Inzwischen haben wir auch einen Carport mit Solarenergie, mit dem wir unser neues E-Auto füttern. Eine bessere unsjostensparendere Lösung gibt es nicht für uns. Die Investition in die Geothermie war recht hoch, aber es zahlt sich auf Dauer aus.

  • @TR

    Habe ich je irgendwo behauptet, Einfamilienhäuser seien grundsätzlich ökologischer als Wohnungen in Mehrfamilienhäusern? Aber wahr ist: Ich bin der Meinung, die Lebensqualität ist für die meisten Menschen in Einfamilienhäusern besser als in Mietwohnungen.

  • alescha01


    Habe ich je irgendwo behauptet, Einfamilienhäuser seien grundsätzlich ökologischer als Wohnungen in Mehrfamilienhäusern?

    Nein. Das haben sie so nicht wörtlich geschrieben.

    Aber sie haben quasi die Umkehrung davon in einem ihrer Threads postuliert.

    Nämlich dass das verdichtete Bauen ursächlich für den Hitzestau in Städten sei.

    Diese Aussage stimmt nur teilweise.

    Wer oder was dann sonst noch alles für das Klimaproblem der Schweiz ist, war dann ebenfalls weniger ursächlich zu begründen. Dafür eher als unsäglich zu benennen.


    Mich stört es gewaltig, wenn man politische Forderungen mit Halbwahrheiten begründet.


    Das gilt für mich bei allen politischen Entscheidungen so. Aber besonders wenn es um Klima und Energiepolitik geht.

    Hier müssen klare Fakten auf den Tisch. Und es muss gehandelt werden.

    Keine Zeit mehr für politische Eiertänze....

  • alescha01


    Aber wahr ist: Ich bin der Meinung, die Lebensqualität ist für die meisten Menschen in Einfamilienhäusern besser als in Mietwohnungen.

    Und das ist einfach ihre Meinung. Entspricht so ihren Bedürfnissen.


    Ich kenne recht viel Menschen, die da andere Bedürfnisse haben, oder andere Bedürfnisse stärker gewichten. Und lieber in einem schönen städtischen Quartier leben und in einer passenden Mietwohnung hausen.

  • mupli


    Im südlichen Afrika haben wir ja etwas andere klimatische Verhältnisse als in Kanada.

    Bei uns ist es in der Regel eher zu heiss, als zu kalt.

    Ist aber nicht immer so. in der kalten Jahreszeit kann es in den höheren Lagen auch empfindlich kalt werden. Gibt immer noch Leute, die nicht glauben wollen, dass man auch in der Wüste erfrieren kann. Oder gar ertrinken....


    Doch auch im südlichen Afrika verhalten sich die Menschen oft recht unökologisch.


    Schreibe dann später noch mehr dazu.

  • alescha01


    @TR

    Dann gehen Sie mal in ein Land, wo für das Bauen genügend Platz und Geld vorhanden ist, z.B in Kanada: Bei Toronto fliegen Sie minutenlang über Vorstädte mit gleichartigen Einfamilienhäusern.


    Diese Antwort ist wieder mal typisch für sie. Wenn sie einer sachlichen und fachlichen Argumentation nichts mehr entgegensetzen können, dann servieren sie noch eine Plattitüde...


    In diesem Fall wohl schon nahezu ein Whataboutism.


    Was interessiert es mich als Bewohner eines Landes, oder einer Region, was andere Einwohner in dem von ihnen bewohnten Lebensraum raumplanerisch und energiepolitisch, letztlich auch noch sozialpolitisch, alles falsch machen?


    Mich interessiert hier in erster Line mal die Frage, was kann ich richtig machen?

    (Ist auch die versteckte Frage von Berbar).


    Und diese Frage muss man anhand der grundlegenden Faktoren entscheiden.


    Und mir ist im Prinzip auch noch reichlich egal, ob Berbar jetzt einen Neubau als EFH oder MFH baut.


    Auch ein EFH kann man so bauen, dass es mehr Energieträger produziert, als von den Bewohnern verbraucht werden. Und das ist das Anliegen, welches mir wichtig ist. Nämlich, dass man bei einem Neubau die Ökologie berücksichtigt. Und keine Energieschleuder in die Landschaft stellt.

    Was im Normalfall dann auch noch ökonomischer ist.

  • Klimatische Verhältnisse in jedem Land. Wie auch in der Türkei. Knapp 15 Km entfernt von der Küste beginnend ab 800 Mt. Höhe mehr als ein Meter Schnee im Winter. Auf 1'200 Mt. bis 3 Meter Schnee. Die einfachen lottrigen Häuser sind ohne Isolation und durch Fenster zieht es. Die Metallguss Öfen geben nur Wärme ab solange Holz darin brennt. Die Menschen verhalten sich auch dort recht unökologisch. Haben auch keine grossen finanziellen Mittel. Das Leute erfroren sind habe ich noch nicht gehört.

    mupli


    Die Meisten, welche in einer Wüste zu Tode kommen haben sich verirrt und / oder sterben an Überhitzung und Dehydrierung.

    Dass in einer Wüste schon erstaunlich viele Menschen auch ertrunken sind, weiss ich nicht aus eigener Anschauung. Aber aus zuverlässigen Quellen. Da ich persönlich Personen kannte, die da ertrunken sind. Unter anderem auch eine enge Freundin von mir.


    Beim erfrieren ist es etwas komplizierter. Ich kannte niemanden der nachweislich einfach nur erfroren ist.


    Dass es möglich ist?... da denke ich, dass es ist. Und das aufgrund eigener Erfahrungen.

  • mupli

    Zur unökologischen Bauweise....

    Ich vermute, dass dies in der Türkei etwas ähnlich ist, wie im südlichen Afrika.


    Im südlichen Afrika ist immer noch die Sippe eine relevante Tradition. Und zumindest auf dem Lande bleibt die Familie nahe zusammen.

    Nun ist es dann so, dass die Mitglieder des Clans / Familie quasi ein Minidorf bilden, weil alle ihre eigene Hütte haben müssen.... Etc.

    der Hauptteil des Lebens spielt sich aber im Grunde genommen auf dem Dorfplatz ab. Denn das ist das eigentliche das Wohnzimmer des Clans.

    Nun sagte mir ein alter Mann und enger Freund von mir (Leider in der Zwischenzeit verstorben). das sei doch dumm wie seine Leute da bauen....

    Er hatte erkannt, dass es einfach ein deutlich grösser Aufwand ist, wenn jeder sein eigenes kleines Scheisshüttli haben muss.... Und dass es eben unsinnig ist, wenn die Ressourcen dafür knapp sind.

    PS: Der alte Mann ging nie zur Schule. Auf den Kopf gefallen war er keineswegs.

  • Transmitter


    Es sollte hier um geeignete Wärmepumpen gehen.
    So wie nicht jeder sein eigenes Scheisshüttli (ihr Wort) bauen sollte, sollte nicht jeder bloss seine eigen Wärmepumpe installieren.

    Für Neubau-Siedlungsgebiete in D werden inzwischen Kombination aus zentraler (Gemeinde oder Stromversorger) und privater Lösung angeboten.

    Die teure Tiefenbohrung wird zentral gemacht. Das ist viel effizienter als wenn es für jedes Häusle gemacht werden muss.

    Wirkungsgrade einer leistungsstarken Wärmepumpe sind deutich höher, Wärmespeicher, Wartung und Versorgungssicher sind so auch effizienter.

    Es werden mitunter auch getrennte Leitungen für Heisswasser (höhere Temperatur) und für Heizung (niedrigere Vorlauftemperatur durch Fussbodenheizung oder deutlich grösssre Flächen von Heizkörpern.

    Ist eine Luft-Klimaanlage vorgesehen kann durch die seperate Heizleitung im Sommer Kälte geliefert werden.


    Weil die zentrale Einheit quasi ein Grossverbraucher ist, geniessen so all die kleinen Wärmeenergie-Bezieher.

    Eine smartere Elekronik sorgt für tiefere Bezugspreise in Kombination mit den zentralen Speichern für Wärmeenergie.


    Insgesamt sollte es auch wieder mehr Stadtwerke geben, nicht nur Energiedörfer.

    Die können dann im sinnvollen Wettbewerb die geeigntste Lösung für ihre Kommune finden.

    Für PV aus der eigenen Gemeinde sollte auch von den Beziehern in der Gemeinde keine Netzabgabe erzwungen werden.


    Wenn ich im Internet lese welche Ideen, Projekte und funktioniernden Alternativen es in D u. A gibt,

    ist die Schweiz, mit ganz wenigen Ausnahmen, alles andere als zeitgemäss und smart.

    Aber die Recherchearbeit, besonders der Zeitaufwand davon zu schreiben, mache ich mir nicht weiter.

    Die alten Schwadronierer von vergangenen Zeiten und Umständen erfreuen sich hoher Beliebtheit beim einfachen aber umso eingebildeten Schweizer Volk, so sind meine und ihre Bemühungen vergebliche Liebesmühe.

    so sind meine und auch ihre Bemühungen wenig

  • oytenkratos

    Hier muss ich ihnen recht geben.

    Es ist nicht unbedingt gerade zielführend, energiepolitisch und auch wirtschaftlich, wenn jeder meint, er müsse sein "Scheisshüttli" (mein Wort) selber beheizen etc....

    Der Zusammenschluss zu einem Verbund ist in gewisser Sicht durchaus zielführender.

    Lässt sich auch aus den physikalischen Fakten ableiten.

  • Denn aus ihrer Fragestellung lese ich heraus, dass sie gerne wissen möchten, welche Wärmepumpenheizung für sie am Besten geeignet ist.

    Und das ist nun mal sehr direkt abhängig davon, wie ihr Bauprojekt aussieht und welche äusseren Umstände da gegeben sind.

    Die Frage ist absichtlich recht allgemein gehalten.

    Erstens, möchte ich viele Erfahrungen sammeln. Dann schreibe ich mir auf was hier alles so geschildert wurde. Dann werde ich mich um diese Punkte kümmern. Wo ich selbst etwas recherchieren kann, mach ich das. Wenn nicht kommt es auf meine Fragenliste und ich spreche das bei einem Beratungsgespräch an.

    Zweitens, befinden wir uns noch in der Planungsphase. Dachte es wäre eine gute Idee schon jetzt mit der Informationssuche zu starten. Das Haus kann ich dann ja auf die ideale Variante anpassen. Wenn ich eine Tiefenbohrung machen lasse, brauch ich kein großes Dach für die zusätzliche Photovoltaikanlage. Die Photovoltaikanlage würde aber bei einer Luft/Wasserwärmepumpe sinn ergeben.

    Drittens, möchte ich nicht nur irgendwelche Floskeln von den Verkäufern/Handwerkern hören. Möchte wirklich erfahren was man hätte anders gemacht, wenn man nochmal die Chance hätte seine Heizung einzubauen. Der Thread sollte ja nicht nur mir dienen, denke in Zukunft werden sich wohl noch viele für Wärmepumpen interessieren. Da kann der Thread ja eine Hilfe für viele sein.