Welche Wärmepumpe für neues Haus - Erfahrungen?

Übersicht der Foren

Zur Liste der Foren gelangen Sie hier: Foren

Möchten Sie einen neuen Beitrag erstellen, wählen Sie bitte ein Forum aus der Foren-Liste und klicken sie auf die Schaltfläche "Neues Thema" oben auf der rechten Seite.

  • Da sie zu ihrem Bauvorhaben praktisch keine Angaben gemacht haben, ist alles etwas hypothetisch hier....

    Aber wenn ich mir vorstelle, ich hätte jetzt ein Grundstück, welches ich bebauen kann und will, dann wäre für mich klar, das das Gebäude ein Plus-Energiegebäude sein muss.

    Anders gesagt: Das Gebäude muss ein bewohnbares Kraftwerk sein.

    Letztlich spielen die Kosten aber doch eine Rolle. Wenn ich freie Hand hätte, würde ich am liebsten so autark wie möglich bauen und so energiesparend wie möglich. Was es letztlich aber auch wird, wird sich zeigen wenn man mal den ersten preis für all unsere Wünsche sieht. Dann kann man schauen auf was man verzichten kann und auf was nicht.

  • Wir (EFH) haben eine Wärmepumpe (Erdsonde) kombiniert mit Soalrenenergie. Inzwischen haben wir auch einen Carport mit Solarenergie, mit dem wir unser neues E-Auto füttern. Eine bessere unsjostensparendere Lösung gibt es nicht für uns. Die Investition in die Geothermie war recht hoch, aber es zahlt sich auf Dauer aus.

    Hattet ihr bei der Planung freie Hand oder war das eine Bestandsimmobilie, die ihr Renoviert habt?

    Also habt ihr euch gleich an Anfang für diese Variante entschieden oder war das die beste Lösung für das bestehende Haus?

    Wie seid ihr dann genau auf diese variante gekommen, warum genau dieses System?

  • Für Neubau-Siedlungsgebiete in D werden inzwischen Kombination aus zentraler (Gemeinde oder Stromversorger) und privater Lösung angeboten.

    Gibt es in Österreich auch schon - Energiegemeinschaften. Generell für mich interessant aber wohl nichts für unser Haus weil der Baugrund ziemlich abseits der anderen Häuser im Ort ist.

    Aber da habe ich auch schon von einigen Problemen gelesen. Es sind auch viele Stromnetze nicht für die massive Einspeisung ausgelegt, Man gilt dann als Stromerzeuger und ist quasi den großen Stromerzeugern (EON, Vattenfall,...) gleichgestellt und die Bürokratie natürlich:)

  • Je mehr ich da nachlese, desto komplizierter wird es:) Man kommt immer wieder auf neue Sachen drauf, die man davor nicht bedacht hat. Aber ich wusste auch schon vorher, Hausbauen wird viele Nerven kosten.

    Einerseits finde ich es gut, dass man quasi aus dem Vollen schöpfen kann und alles aufeinander anpassen kann, andererseits ist die Auswahl dann oft viel zu groß und es dauert länger.

    Aber gut, wir fangen auch nicht nächste Woche mit dem Bauen an. Von daher ist es wohl sehr wichtig sich alles durch den Kopf gehen zu lassen und viel zu recherchieren, Informationen sammeln und auch Erfahrungen von anderen einholen.

    Ich denke es wird wohl besser sein mal einige Beratungsgespräche zu führen. Dann erhält man mal einen guten Überblick und es lässt sich wohl besser einschätzen, welche Variante für die eigenen Ansprüche am besten ist.

  • Berbar


    Als normaler Mensch baut man ja nicht alle Tage ein neues Haus.

    Es ist sicher richtig, dass man sich im Voraus etwas Zeit lässt und sich gut überlegt, was man wirklich will und braucht.

    Wenn man sich ein Energie Plus -Haus bauen will, dann sollte man darauf achten, dass man einen Architekten findet, der sich in der Thematik auskennt.

    wir haben hier versucht ein paar allgemeine Hinweise zu geben, auf was man achten soll.

  • Berbar


    Das Haus kann ich dann ja auf die ideale Variante anpassen. Wenn ich eine Tiefenbohrung machen lasse, brauch ich kein großes Dach für die zusätzliche Photovoltaikanlage. Die Photovoltaikanlage würde aber bei einer Luft/Wasserwärmepumpe sinn ergeben.


    Passen sie hier etwas auf.

    Verknüpfen sie nicht zu viele Dinge direkt miteinander!


    Wenn sie die verschiedenen möglichen Energie-Lieferanten direkt in einem einzigen System kombinieren...

    Dann liegt das ganze System flach, wenn eine einzige Komponente nicht mehr funktioniert.


    Ich würde eine PV -Anlage auf dem Dach nur indirekt mit dem Bezüger (Wärme-Pumpe) kombinieren.

    Fällt Pumpe aus, können sie zumindest teilweise mit PV noch heizen.

    Fällt PV aus .... frieren sie nicht gleich sofort ein, falls sie noch einen Netzanschluss haben.

  • Berbar


    Wenn ich hier nicht etwas überlesen habe, dann planen sie einen Neubau.


    Bei Bestandsimmobilien ist die Sache oft um einiges komplizierter....


    Wenn sie in einem "denkmalgestürzten Bau" ein energetische Sanierung machen wollen, oder vielleicht sogar mal sollten... können sie wahnsinnig werden.


    Nur schon ein Ortsbildschutz lässt durchdrehen....

    In der Schweiz lassen es die Gesetz zu, dass sich ein "Billerbock" zu einem Landvogt aufschwingen kann...

  • Berbar  Transmitter


    Also ich würde Heizung und Kühlung vorsehen und vom Heisswasser trennen. Und eine Umluft-Klima-Anlage dafür vorsehen.

    Mir kämen relativ grosse Fenster rein für die passive Sonnenenergienutzung, aber "elektrochomatische" damit man im Sommer den besonders energiereichen Teil abschirmen kann und trotzdem fast keinen Unterschied sieht.


    Heisswasser braucht man das ganze Jahr und ein dafür optimiertes Gerät ist besser und billiger.

    So oft und viel wie heute geduscht wird fällt dafür im Durchschnitt 60% vom Wärmeenergie-Bedarf an.


    Die Umluftanlage hat zwei Vorteile. Es gibt einen Wärmetauscher von aussen angesaugter frischer und nach aussen abgebener Luft.

    Ausserdem gibt es einen Luftfilter der Pollen, Luftgifte, Ozon und Feinstaub abhält. Die Luft braucht dabei nicht hoch erwärmt werden.

    Damit ist eben Heizen und Kühlen möglich. Inzwischen gibt es mehr Kompetenzen, dass das mit dem Luftzug im Griff ist.


    Ein Backup für das Heizen, das letzendlich nur existenziell wichtig ist, könnte ein Holzofen sein.


    Beim Neubau eines Hauses würde ich so planen/bauen, dass nachdem die Kinder aus dem Haus sind, leicht eine Unterteilung zu schaffen ist,

    quasi eine Einliegerwohnung abtrennen.

  • Berbar

    oytenkratos bringt hier Gedanken ein, die ich im Prinzip nur stützen kann.


    Bei der Heizung (Wärmepumpe) würde ich mir überlegen, ob ein Eisspeicher nicht die bessere Lösung sein kann, als eine Erdsonde. (Tiefenbohrung).


    Wichtig scheint mir das Prinzip zu sein, nicht alles auf eine Karte zu setzen.

    Also mehrere Systeme die sich gegenseitig ergänzen, aber auch unabhängig voneinander funktionieren können.

  • Hallo


    Es gibt die Möglichkeit die WP Innen oder Aussen aufzustellen, bei beidem muss die Schallemission betrachtet werden. Gibt es bei Eurer Gemeinde Vorschriften was erlaubt ist und was nicht?

    Als zweite Frage kann eine Erdsonde gebohrt werden oder nicht, hier sind auch die Zusatzkosten zu betrachten.

    Was ich aber auf jeden Fall machen würde ist die Wärmepumpe zu koppeln mit der Warmwassererzeugung (Boiler) und gegebenenfalls den alten Elektroboiler zu ersetzen. Dann sollte die Anlage mit einer intelligenten Steuerung versehen sein und mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt werden können. Nimm ein Produkt welches bei uns gut verbreitet ist auf dem markt, sodass auch etwaige spätere Reparaturen und Wartungen einfacher sind.

  • Peter_69


    Heizung und Brauchwasser würde ich nicht unbedingt miteinander koppeln.


    Das hängt primär damit zusammen, dass man die Heizung am Besten mit Fussboden / Decken-Heizung realisiert. Da der Heizkreislauf dann mit eher niedriger Temperatur arbeiten kann.


    Brauchwasser aber mindestens die doppelte Temperatur haben sollte. Das macht man besser mit thermischen Solarkollektoren.


    Es gibt auch Kombi-Kollektoren. Thermisch und Photovoltaisch.

  • mupli  Transmitter


    Allerdings gibt es in der Türkei eine viel höhere Sonneneinstrahlung.

    Von ca. 1500 KWh bis ca. 2000 KWh von der Mitte bis zum Süden. (Schweiz ca. 1000 KWh pro Jahr)

    Im Süden werden auch nur die einfachen und billigen Plattenkollektoren verbaut, weil es nicht so kalt wie in der Schweiz wird, an der südlichen Mittelmeerküste.

  • Transmitter

    An manchen Stränden gibt es Duschen, deren lange Zuleitungen unter der Erde oder dem Sand sind.

    Nach einigen Tagen mit viel Sonne und wenn wenige duschen hat man dann da erträgliche Temperaturen.

    Wird viel u. oft geduscht hat das Wasser oft nur 10°.


    In Nordspanien gibt es relativ lange flache Strände in schon fast Fjorden.

    Da erreicht das einströmende Meerwasser von 14-15° angenehme Temperaturen auf dem Sand der schon im April Mai schon fast zu heiss für barfuss bei Windstille wird. Schwimmen kann man da noch nicht, aber es ist ein angenehmes Bad bis das einströmende Meerwasser so ca. 30-50 cm ansteht.

  • mupli

    Eine Person aus dem etwas erweiterten Kreis von Prakticus & Co. ist ebenfalls in Richtung Südafrika ausgewandert.

    Ursprünglich ein Deutscher. Mit Abschluss als Baumeister....

    Jedenfalls hat er den Fehler gemacht, dass er in einem Ort mit notorischem Wassermangel ein WC in sein Haus einbaute. Anstatt der dort üblich angesagten Trocken-Plumpse....


    Jetzt wollte er sich das aber nicht anmerken lassen, Und baute folglich eine biologische Kläranlage gleich noch dazu. Mit irgendwas muss er ja seinen Gemüsegarten auch noch bewässern.

    So weit so gut... jedenfalls gärtnerte er Samstags und Sonntags wie wild.... Und auch mit recht gutem Erfolg. Doch dann beichtete er seinen Hobbyfach- nebst anderen Leidensgenossen sein Ungemach.

    Jetzt hätte er doch ein ganzes Beet voll "Eggfruits" angesät. Und da wären bloss so zwei mickrige Dinger rausgekommen.... Und er reisse das Zeugs jetzt wohl wieder raus. Und das wärs dann wohl gewesen....

    Fragte ihn dann, wie viele Pflanzen denn da stehen würden? Und er meinte so an die Zwanzig.

    Sagte ihm dann, dass er die zwei Stärksten zu Versuchszwecken stehen lassen soll... Falls er doch noch mit Eierfrüchtchen handeln will ....und der Rest in den Kompost.

    Er sah mich da etwas schräg an.... machte aber offenbar was ich sagte.

    Etwa ein Jahr später trafen wir uns mal wieder auf ein gemütliches Abendessen....

    Ganz nebenbei sagte er mir dann noch... er könne schon bald keine "Eggfruits" mehr sehen... Zum Morgenessen, Mittagessen und dann auch noch am Feierabend....


    Was soll ich sagen? Wer nicht hören will, muss fühlen. Und die, die manchmal auch noch hören, halt manchmal auch.... :D 8)

  • Als normaler Mensch baut man ja nicht alle Tage ein neues Haus.

    Eben. Und genau deshalb finde ich es wichtig alle Infos zu sammeln und sich gut Beraten zu lassen. Ich will ja jetzt keine Ausbildung machen aber zumindest die einfachsten Dinge verstehen. Mit der zeit werden dann ja auch meine dummen Fragen weniger - das hilft auch allen schon weiter:)

    Verknüpfen sie nicht zu viele Dinge direkt miteinander!

    Ja aber leider hängen da viele Dinge zusammen. Ändert man da etwas, hat das Auswirkungen auf dort usw. Bis man das mal alles abgewogen hat (auch was finanziell Sinn ergibt) dauert es leider. Aber ich habe Zeit und keinen Stress.

    Ein Backup für das Heizen, das letzendlich nur existenziell wichtig ist, könnte ein Holzofen sein.

    Holzofen möchte ich nicht, der macht mir zu viel Schmutz. Und man wird auch nicht jünger, irgendwann kann man das Holz nicht mehr selbst tragen usw. Schön anzusehen und wenn ich es bei anderen sehe finde ich es auch toll, selbst möchte ich aber keinen Holzofen haben:)

    Wichtig scheint mir das Prinzip zu sein, nicht alles auf eine Karte zu setzen.

    Also mehrere Systeme die sich gegenseitig ergänzen, aber auch unabhängig voneinander funktionieren können.

    Ok, danke. Werde das mal beachten. Kann das schon nachvollziehen. Überall aber auch nicht immer machbar oder?


    Wir waren jetzt einmal bei Vaillant falls es wer kennt. Wir haben uns dort alle Typen erklären lassen, war recht interessant, hat auch lange gedauert. jetzt haben wir mal einen groben Überblick. Um genauer einschätzen zu können welcher Typ, der für uns am geeignetsten ist, braucht es aber noch mehr Infos, dann kann man da genauere Angaben machen. Aber für die erste Beratung war das schon genau was ich wollte. Denke erst wenn man einen gewissen Überblick hat, kann man dann in die Details gehen.

  • Dachte es wäre eine gute Idee schon jetzt mit der Informationssuche zu starten. Das Haus kann ich dann ja auf die ideale Variante anpassen. Wenn ich eine Tiefenbohrung machen lasse, brauch ich kein großes Dach für die zusätzliche Photovoltaikanlage. Die Photovoltaikanlage würde aber bei einer Luft/Wasserwärmepumpe sinn ergeben.

    Es ist auf jeden Fall eine gute Idee sich so früh wie möglich darum zu kümmern. Zu Bauen ist unfassbar viel aufwändiger und zeitintensiver, als man sich das vorstellen könnte, bevor man nicht selbst drin steckt. Wie ich lese, habt ihr euch inzwischen beraten lassen. Was kam dabei raus? Ich als Laie würde nämlich davon ausgehen, dass sich eine PV-Anlage durchaus auch mit Wärmepumpen rentiert, die die Energie aus dem Erdreich oder dem Grundwasser gewinnen. Wurde ja schon angesprochen, dass es auch um Warmwasser, Kühlen und so weiter geht.


    Wenn ich freie Hand hätte, würde ich am liebsten so autark wie möglich bauen und so energiesparend wie möglich.

    Eine gute Dämmung vom Haus ist auch enorm wichtig. Dann muss im Winter nicht so viel Energie zum Heizen verwendet werden und im Sommer bleibt die Hitze weitestgehend draußen. Je nach Gegend in der man lebt.


    Es gibt die Möglichkeit die WP Innen oder Aussen aufzustellen, bei beidem muss die Schallemission betrachtet werden.

    Stimmt. Aber nur für Luft-Wasser-Wärmepumpen. Moderne Geräte sind zwar in der Regel flüsterleise, aber ja, sollte man beachten. Es gibt aber auch noch Modelle, die einen Flächenkollektor in der Erde haben oder die die Energie aus dem Grundwasser beziehen. Die geben in Betrieb keine hörbaren Geräusche von sich.


    Allerdings gibt es in der Türkei eine viel höhere Sonneneinstrahlung.

    Wir leben inzwischen in Österreich und haben in der Bestandsimmobilie, die wir demnächst sanieren und erweitern wollen, auch eine PV-Anlage für das Warmwasser im Sommer. An einzelnen Tagen muss mit Holz geheizt werden, aber das hält sich auch hier in Grenzen. In den meisten Gegenden der Schweiz sicher auch.