Welche Wärmepumpe für neues Haus - Erfahrungen?

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  • molinetti


    Eine Bestandsimmobilie Haus- und Energietechnisch zu sanieren ist oft deutlich aufwendiger, als bei einem Neubau die Möglichkeiten regenerativer Quellen zu nutzen.

    Doch je nach Situation kann sich die hohe Investition doch in relativ kurzer Zeit bezahlt machen.


    Wir haben ein Problem mit einer Liegenschaft. Da können wir wegen den Baugesetzen fast gar nichts machen. Die Liegenschaft steht unter Denkmalschutz.

  • Rodizia

    Das Zitat betraf eine Aussage von "mupli" dass es in der Türkei einfache Anlagen tun, um eine höhere Temperatur zu erreichen.

    Auch nur ein langer Schlauch genügt dort.

    Die Schlauchanlagen bei uns in Mitteleuropa erwärmen das Wasser in den Schwimmbecken nur gering.
    https://www.udo-leuschner.de/basiswissen/SB128-02.htm


    Wollen Sie das Wasser in einem Kessel nur direkt mit elektrischer Energie aus einer Silizium basierten Solaranlage (PV) erwärmen ?


    Andererseits gratuliere ich Ihnen dazu, dass Sie inzwischen in wenigstens in Österreich leben.


    Ich stehe kurz vor Abschluss eines Kaufvertrags für ein flaches unbebautes Grundstück in Meeresnähe (2 km) mit ca.. 6000 qm Fläche.

    Dort gab es oft gar keine Heizung, nur in der Wohnküche war es warm.

    Es hat dort fast nie Temperaturen unter 5° oder über 25°, eben ein ausgeglichenes Meeresklima.

    In 25-30 Jahren soll allerdings die Hitze doch über das kantabrische Gebirge kommen.

    Duschen kann man am Strand und das Wasser ist warm wegen den langen Zuleitungen unter dem Sand.

    Sonneneinstrahlung ist wie auf der Höhe von Rom oder an der Küste der Nordtürkei.

  • Sorry, ich war jetzt zwei Wochen auf Urlaub. Deshalb konnte ich nicht antworten.

    Es ist auf jeden Fall eine gute Idee sich so früh wie möglich darum zu kümmern. Zu Bauen ist unfassbar viel aufwändiger und zeitintensiver, als man sich das vorstellen könnte, bevor man nicht selbst drin steckt. Wie ich lese, habt ihr euch inzwischen beraten lassen. Was kam dabei raus? Ich als Laie würde nämlich davon ausgehen, dass sich eine PV-Anlage durchaus auch mit Wärmepumpen rentiert, die die Energie aus dem Erdreich oder dem Grundwasser gewinnen. Wurde ja schon angesprochen, dass es auch um Warmwasser, Kühlen und so weiter geht.


    Eine gute Dämmung vom Haus ist auch enorm wichtig. Dann muss im Winter nicht so viel Energie zum Heizen verwendet werden und im Sommer bleibt die Hitze weitestgehend draußen. Je nach Gegend in der man lebt.

    Denke jetzt ist es noch viel wichtiger geworden weil eben hohe Rohstoffpreise, man nicht zu jeder zeit alles bekommt und auch die Handwerker sehr ausgelastet sind. Aber wie gesagt, wir haben keinen Stress, wenn wir eben ein paar Monate später anfangen, dann ist das auch kein Beinbruch. Vielleicht wird ja dann wieder alles günstiger und die Handwerker sind verfügbar (Hoffnung stirbt zuletzt:))

    Die Beratung war mal ganz allgemein. Mir war wichtig zu sehen welche Wärmepumpe, wo ihren Vorteil hat und wie man das unterstützt bzw. zu welchen Umfeld die verschiedenen Typen passen. Wir sind da jetzt noch nicht auf einen Typ eingestiegen, sind auch wirklich noch für alles offen. Wir würden halt gerne alles aufeinander abstimmen. Denke im Endeffekt muss alles passen, da kann man dann schon das ein oder andere Mal von seinen Plänen abrücken. (Betrifft jetzt viele Bereiche).

    Aufs Kühlen achten wir auch genug. Beginnt mit der passiven Kühlung durch gute Dämmung etc. und sollte dann halt auch mit der Wärmepumpe möglich sein. Denke es wird nicht kühler werden, auch in unseren Breitengraden.

    Für den Winter liegt unser Grundstück im Grunde ideal. Ist nach Süden ausgerichtet und man hat im Winter von früh bis spät Sonne.



    Doch je nach Situation kann sich die hohe Investition doch in relativ kurzer Zeit bezahlt machen.

    Es gilt abzuwägen welche Investitionen auch Sinn ergeben bzw. muss sich da alles gut ergänzen oder braucht wieder spezielle Anforderungen, damit es Sinn ergibt.

    Wenn wir jetzt eine Tiefenbohrung machen lassen dann braucht die Wärmepumpe weniger Strom weil auch im Winter ziemlich unabhängig von den Temperaturen und man dann quasi nicht mit Strom heizen muss. Heißt die PV-Anlage könnte man weglassen oder sie müsste zumindest nicht so groß ausfallen. Trotzdem würde man dann aber genug Strom erzeugen. Würde ich jetzt mehr Strom erzeugen wollen (und das möchte ich) braucht es wieder einen großen Speicher und der ist teuer. Man muss auch schauen ob und zu welchen Konditionen einem der Strom abgenommen wird. Und das kann sich ja auch alles schnell ändern und dann steht man da mit erzeugten Strom, der einem nicht abgenommen wird oder nur zu Spottpreisen.

  • Berbar


    Es ist schwierig ihnen so aus der Ferne einen Rat zu geben.

    Ich persönlich bin zwar der Meinung, dass man ein Plus-Energie-Haus bauen sollte.

    Doch sie müssen schon selbst entscheiden, welche Investition da für sie passend ist. Und welches Risiko sie da eingehen können und wollen.


    Bei der PV-Anlage würde ich auf jeden Fall mal den eigenen Bedarf etwas grosszügig einschätzen. Und das in einer ersten Phase dann mal so realisieren. Nachrüsten können sie später immer noch.

    Beim Bau des Hauses sollten sie vor Allem unterscheiden, was sehr langfristige und was eher kurzfristige Investitionen sind.

    Die Grundmauern und die Isolation sind langfristige Investitionen.

    Wärme-Pumpe und PV oder auch thermische Kollektoren für Brauchwasser sind kurzfristige Investitionen.

    Die Tiefenbohrung für die Wärme-Pumpe würde ich aber eher zu den längerfristigen Investitionen zählen.

  • Berbar


    Bei einem Neubau und mit einer sauberen Planung und Ausführung sind sie mit einer PV-Anlage zur Deckung des eigenen Bedarfs auf der sicheren Seite.

    Unsicher ist eine Überproduktion mit einer Netzeinspeisung.

    Hier wissen sie nicht so genau, wann sie wie viel Strom und zu welchem Preis sie dann auch wirklich verkaufen können.

    Für eine Netzeinspeisung muss aber nicht zwingend ein grosser Speicher vorhanden sein.

    Ausserdem kann es sein, dass eine komplette Dacheindeckung mit Solarpanels als eigentliche Wetterhaut des Daches nicht viel teurer ist, als wenn sie es mit anderen Materialen eindecken.

  • Berbar


    Beim Neubau eines Hauses würde ich auch besonders darauf achten, dass der Bau als Ganzes geeignet ist, um Energie zu sparen, oder gar zu "produzieren".

    Und hier geht es um das Grundkonzept und die langfristigen Investitionen.

    Je nachdem ist das gesamte Bauwerk energetisch optimaler, oder suboptimaler ausgelegt.

    Ich würde mir auf jeden Fall einen Architekten suchen, der nicht nur schöne Häuslein baut, sondern auch noch energetisch Funktionale.

    Ich selbst würde mir ein neues Haus so bauen, dass es eine passive Heizung und Kühlung zulässt. Zumindest als grundlegendes Prinzip. Doch an den meisten Standorten in der Schweiz muss es doch noch durch weitere Haustechnik unterstützt werden.

  • Rodizia


    Kennen Sie das Tech The Teacher (TTT) Problem ?


    Es wir bemängelt, dass es viel zuwenig Fachkräfte gibt in energetischen Sachverhalten, die auch noch komplex sind.

    sowohl auf sekundärer als auch auf tertiärer Bildungsstufe gibt.

    Vor allem fehlen gute Ausbildner.

    Die wenigen wirklich kompetenten Architekten, Installateur-Fachbetriebe und Fachkräfte sind auf 1 Jahr ausgebucht mit steigender Tendenz.

    Kein reaktionären Politiker, reaktionärer Entscheider oder reaktionärer Wähler übernimmt die Verantwortung dafür, dass es nun zu spät ist.


    Bekannte von mir haben ein Haus gebaut, mit Keller/Halbpatterre. Im Sommer kühl, im Winter warm, wenns mal erwärmt ist.

    Dass es da dunkler ist macht denen wenig aus, seit es LED-Lampen mit "warmen" Licht gibt.

  • oytenkratos


    Ja. Das TTT-Problem ist mir dem Faden nach schon bekannt. wie ausgeprägt das bei komplexen energetischen Sachverhalten ist, weiss ich aber nicht.


    Aber so ganz allgemein?

    Also ein Hochschuldozent sagte mal:

    Lehrer zu belehren sei noch schwieriger als ein Perpetuum Mobile zu bauen. ^^

  • Eine Bestandsimmobilie Haus- und Energietechnisch zu sanieren ist oft deutlich aufwendiger, als bei einem Neubau die Möglichkeiten regenerativer Quellen zu nutzen.

    Doch je nach Situation kann sich die hohe Investition doch in relativ kurzer Zeit bezahlt machen.

    Ja, sicher. Aber wenn man schon mal eine Immobilie hat, ist wegreissen und neu bauen auch nicht immer die langfristig nachhaltigste Lösung. Kommt immer auf viele Faktoren an, bei uns spielt auch noch die Rolle, dass in einer Wohneinheit in unserem Haus ein Familienmitglied lebenslanges Wohnrecht hat. Es wird also auf Sanierung + Erweiterung rauslaufen. Ob das nach und nach zu einem Plus-Energie-Haus werden kann, weiß ich nicht. Wir wollen aber unser Möglichstes tun, um das Ziel erreichen oder ihm wenigstens recht nahe kommen zu können.


    Die Beratung war mal ganz allgemein. Mir war wichtig zu sehen welche Wärmepumpe, wo ihren Vorteil hat und wie man das unterstützt bzw. zu welchen Umfeld die verschiedenen Typen passen. Wir sind da jetzt noch nicht auf einen Typ eingestiegen, sind auch wirklich noch für alles offen. Wir würden halt gerne alles aufeinander abstimmen.

    Gut, dass euch alles erklärt wurde. Dann könnt ihr die Informationen auch erst mal sacken lassen, dann gegebenenfalls nochmal detaillierter nachfragen und anschließend eine Entscheidung treffen.


    Was meinst du mit "alles aufeinander abstimmen"? Also Heizung, Kühlung, PV-Anlage? Oder noch mehr?


    Ich persönlich bin zwar der Meinung, dass man ein Plus-Energie-Haus bauen sollte.

    Vom Ansatz her finde ich das definitiv auch am sympathischsten. Ist aber wahrscheinlich auch immer eine Frage, was man sich sofort leisten kann. Zu Plus-Energie kann man aber sicher auch nach und nach nachrüsten, oder? Zum Beispiel indem man sich für eine Vergrößerung der PV-Anlage entscheidet oder so ähnlich?

  • Ja, sicher. Aber wenn man schon mal eine Immobilie hat, ist wegreissen und neu bauen auch nicht immer die langfristig nachhaltigste Lösung. Kommt immer auf viele Faktoren an, bei uns spielt auch noch die Rolle, dass in einer Wohneinheit in unserem Haus ein Familienmitglied lebenslanges Wohnrecht hat. Es wird also auf Sanierung + Erweiterung rauslaufen. Ob das nach und nach zu einem Plus-Energie-Haus werden kann, weiß ich nicht. Wir wollen aber unser Möglichstes tun, um das Ziel erreichen oder ihm wenigstens recht nahe kommen zu können.


    molinetti


    Ob es sinnvoll ist eine bestehende Immobilie ab zu reissen, um Platz für einen Neubau zu machen, hängt von vielen Faktoren ab. Das muss man schon gut überlegen.

    Ein lebenslanges Wohnrecht muss hier kein Hindernis sein.


    Ob sie eine bestehende Immobilie zu einem Plus-Energie -Haus umbauen können, hängt auch von mehreren Faktoren ab. Rein theoretisch wäre es schon möglich.


    Im Prinzip ist es auch möglich nach und nach aufzurüsten. Jedenfalls teilweise.


    Wichtig ist hier, dass sie von Anfang an ein gutes Konzept festlegen, welches sich dann auch schrittweise realisieren lässt.


    Beachten sie hier, dass die verschiedenen "Umbauten" teilweise auch recht gravierende Eingriffe in die bestehende Bausubstanz sein können. So insbesondere beim Einbau einer Wärmepumpenheizung.

    Da ich von ihrer Liegenschaft so gut wie gar nichts weiss, ist es mir auch kaum möglich ihnen hier Tips zu geben.

    Für das Konzept müssen sie sich schon von Fachleuten beraten lassen.


    (PS: Mein Vater war Architekt. Und von ihm habe ich wohl den Knacks geerbt, dass ich auch heute noch gerne mal eine Städtereise mache. Nur um mir irgendein berühmtes Bauwerk anzusehen). :)

  • Ja natürlich ist es jetzt schwer für Außenstehende da konkrete Tipps zu geben. Bin aber für jeden Ratschlag dankbar und notier mir die auch alle. Dann kann ich es nachprüfen ob es für uns Sinn ergibt oder ich habe wieder neue Ideen wo es hingehen könnte. Also auch die Erfahrungen anderer bringen einem ja ein gutes Stück weiter.

    Finde die Tipps hier fast besser als die von Freunden, hat auch etwas negatives wenn man da zu nahe dran ist oder jeder einem nur von seinem Haus überzeugen möchte. Zumindest hab ich da bei einigen bei mir um Umfeld das Gefühl:) Mag schon sein, dass es das ideale Haus für die ist, muss aber nicht heißen, es ist dann auch das ideale Haus für andere.


    "alles aufeinander abstimmen" heißt für mich halt ein Konzept durchziehen und nicht Stückchenweise alles zu machen. Habe ich eine gute Dämmung brauch ich jetzt keinen riesen Heizkessel. Wenn ich eine Wärmepumpe habe, wird wohl eine Fußbodenheizung gut sein. Wenn die auch kühlen kann hat man auch gleich eine Alternative zu einer Klimaanlage. Dennoch sollte man dann nicht auf passive Kühlung verzichten.... Denke da mein ich jetzt nichts außergewöhnliches, so werden ja die meisten vorgehen.

    Was ich jetzt nicht möchte (abgesehen ob es machbar ist oder finanzierbar) mir überall das teuerste nehmen weil teuer ja für einige gleich gut heißt und dann am Ende nicht zusammenpasst. Ich brauche keinen riesen Speicher für den Strom wenn ich ihn nicht brauche.

  • Berbar


    sie haben vollkommen recht, dass sie fuer sich herausfinden müssen, welche lösung am geeignetsten fuer sie ist. die bedürfnisse von freunden und verkäufern müssen nicht auch ihre bedürfnisse sein.


    entsprechend sehe ich auch da den ersten schritt, naemlich in der spezifikation ihrer bedürfnisse, aus denen sie dann die anforderungen ableiten.

  • Berbar zur Info: Transmitter  Rodizia


    Nach den drastischen Preiserhöhungen und der zunehmend unsicheren Versorgung mit Brennstoffen und elektrischer Energie sollten Sie sich auch über Solarthermie beraten lassen. Eine kleine Wärmepumpe sollte dazu kombiniert werden, die mit dem kostengünstigeren Nachtstrom den Solarthermiespeicher, falls selten nötig, zusäzlich auf die gewünschte höhere Temperatur bringt. Zuerst kann die Wärmepumpe die Restwärme von ca. 40° bis 5° mit sehr hohem Wirkungsgrad noch nutzen. Eine Luftwärme-Pumpe mit viel geringeren Investitionskosten wird in den eher selten Fällen doch deutlich wirtschaftlicher sein, trotz der höheren Stromkosten dieses Typs.

    Die Solarthermie-Kollektoren sollten wenn möglich an der Südfassade angebracht werden.

    Da gibt es von November dies höchste Sonneneinstrahlung und nicht auf dem Dach.
    Auf einer senkrechten Fläche bleibt auch kein Schnee liegen.
    https://www.solaranlage-ratgeb…-kollektoren-im-vergleich

    Es braucht dann auch keine Superisolierung.


    Es gab gerade einen Bericht auf der dt. Wirtaftssendung *Plusminus" über die wenigen Gemeinden, die bereits in allen öffentlichen Gebäuden der Gemeinde so gemacht haben. Die haben jetzt erst Recht kein Problem mit den um 2-3 fach höheren Kosten für Wärme-Energie.

    Schon vor der jetzigen Preiserhöhungen war das rentabler, als auch neueste Hezungen mit fossilen Energieträgern oder auch Wärmepumpen.


    Für mich habe ich es überschlägig berechnet. Ich bin erstaunt wie wenige dies so machen.

  • Bei uns wird es auf ein Sanieren und nach und nach Modernisieren hinauslaufen. Uns würde es schon reichen, wenn wir irgendwann weitestgehend autark sein könnten. Aber natürlich wäre ein Plusenergiehaus das Optimum. Ein Bekannter von uns hat gemeinsam mit seinem Bruder vor wenigen Jahren eine riesengroße Solaranlage aufgestellt und sie speisen viel Strom ins Netz ein. Durch die Preisentwicklung der letzten Zeit, wird sich die Investition für sie noch schneller als gedacht amortisieren. Und ja, bei uns wird ein laufender Austausch mit Leuten vom Fach anstehen.


    "alles aufeinander abstimmen" heißt für mich halt ein Konzept durchziehen und nicht Stückchenweise alles zu machen. Habe ich eine gute Dämmung brauch ich jetzt keinen riesen Heizkessel. Wenn ich eine Wärmepumpe habe, wird wohl eine Fußbodenheizung gut sein. Wenn die auch kühlen kann hat man auch gleich eine Alternative zu einer Klimaanlage. Dennoch sollte man dann nicht auf passive Kühlung verzichten.... Denke da mein ich jetzt nichts außergewöhnliches, so werden ja die meisten vorgehen.

    Was ich jetzt nicht möchte (abgesehen ob es machbar ist oder finanzierbar) mir überall das teuerste nehmen weil teuer ja für einige gleich gut heißt und dann am Ende nicht zusammenpasst. Ich brauche keinen riesen Speicher für den Strom wenn ich ihn nicht brauche.

    Heizung und so weiter sollten selbstverständlich an das Haus und die individuellen Gegebenheiten angepasst werden und richtig dimensioniert werden. Ob und inwiefern die Kühlfunktion einer Wärmepumpe als vollwertiger Ersatz für ein Klimagerät dienen kann, hängt auch von den jeweiligen Umständen ab. Und auch natürlich davon, was man haben will und was man braucht. Was Speicher für Strom aus PV-Anlagen angeht, muss man sich durchrechnen, ob und wie schnell sich das wirklich amortisiert. Es soll wohl auch so kommen, dass Speicherbatterien in den nächsten Jahren noch günstiger werden könnten.

  • molinetti

    Wie ich es schon sagte, ist es aus der Ferne und ohne jegliche Kenntnisse der Liegenschaft, Zustand der Liegenschaft und anderer örtlicher Umstände, fast unmöglich ihnen hilfreiche Tips zu geben, auf was sie achten sollten.


    Was verstehen sie unter "Sanierung" und was unter "Modernisierung"?


    Ein Stück weit kann man eine "energetische Sanierung" etwas "modulartig" machen.

    Aber diverse Bereiche einer solchen Sanierung greifen derart verzahnt ineinander, dass man von Anfang an ein ganzheitliches Konzept machen muss.

    Idealerweise macht man die ganze Sanierung an einem Stück.

    Eine Stück für Stück-Sanierung kann sich sehr schnell in einen Flickenteppich ausarten, der viel mehr kosten wird, als eine Einmalsanierung.

  • molinetti


    Noch ein Hinweis zu PV-Anlagen und den Speichern:

    In den vergangenen Jahren waren nicht nur die Panels teuer, sondern auch die Speicher und Wechselrichter.

    Während es bei den Panels eine garantierte Lebensdauer von 20 Jahren schon lange gab, war das bei Wechselrichtern und Speichern nicht der Fall.

    Bei den Wechselrichtern war es immer recht unklar wie lange sie halten. Bei den Speichern konnte man von maximal 10 Jahren ausgehen, wenn sie pfleglich behandelt wurden.

    Das musste also bei der Planung einer PV-Anlage entsprechend einkalkuliert werden.

    Die Lebensdauer von Speichern hängt stark davon ab, wie sie geladen und entladen werden.

    Entwicklungen beim Lademanagement haben die Lebensdauer der Speicher deutlich erhöht. So kann heute eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren erreicht werden. Also etwa gleich lang wie moderne Solarpanels.

    Wie der Stand bei den Wechselrichtern heute ist, weiss ich nicht. Bekannt ist, dass sich schnelle Lastwechsel ungünstig auf die Lebensdauer auswirken. Eine einigermassen gleichmässige Einspeisung ins Netz wäre also wünschenswert.

    Aktuell wird in Deutschland eine sehr grosse Fabrik für Speichermodule errichtet, welche eine wesentlich höhere Lebensdauer haben, als Herkömmliche. Und aufgrund der Massenproduktion werden die nicht viel mehr kosten, als die bisherigen. Genaue Zahlen sind mir aber noch nicht bekannt. Unter dem Strich wird sich das aber für den Verbraucher bestimmt rechnen.

    Wenn ich heute eine PV-Anlage in Betrieb nehmen müsste, würde ich eher auf Durchlauf als auf Speicherung des Stroms setzen. Also nur einen relativ kleinen Speicher zum Puffern. Mit grösseren Speichern würde ich noch etwas zuwarten, bis die neueren Speicher auf dem Massenmarkt ausreichend verfügbar sind.

    Wichtig ist, dass der Wechselrichter richtig dimensioniert ist und auch richtig ins System eingebunden wird. Doch dazu müssen sie sich von Experten beraten lassen.

  • Für ein EFH ist ein Speicher von mir aus gesehen, auch mit den Strompreisen von nächstem Jahr ein teurer Luxus. Für rund 10'000 CHF kriegen Sie 7-8 kWh Speicher, wenn Sie diesen einmal täglich füllen und dann nachts leeren haben Sie im besten Fall 2 CHF Stromkosten gespart. Amortisiert ist das Teil also nach frühestens 5000 Tagen, also 13-14 Jahren. Bis dahin wird aber die Speicherkapazität, auch bei noch so gutem lade/Entlademanagement abnehmen.


    Fakt ist dass die Bauteile immer besser, effizienter und wohl auch preiswerter werden, egal ob Panels, Wechselrichter oder Speicher.


    Es gilt nach wie vor, je mehr selbsterzeugter Strom selbst verbraucht werden kann, desto besser. Hier gibt es zwar keine Einspeisevergütung, dafür fallen die ganzen Gebühren und Netznutzung nicht an.

    Bei uns werden die Bezugspreise nächstes Jahr um etwa 50% erhöht, die Einspeisevergütung wurde dafür verdreifacht. Ich kriege mittlerweile für jedes kWh gleichviel geld wie ich für den Bezug bezahlen würde. Abgesehen von den ganzen Nebenkosten/Gebühren die dann noch kommen.

  • Peter_69


    Ich bin mir gerade etwas unsicher. Aber ich glaube ihre Zahlen zu den Kosten für Speicher sind etwas veraltet. Möchte hier aber nichts behaupten, ohne es zuerst noch einmal nach zu prüfen.

    Sicher ist, dass die Kosten für Speicher in nächster Zeit noch sinken werden.


    Ansonsten passt das, was sie geschrieben haben ganz gut.