Welche Wärmepumpe für neues Haus - Erfahrungen?

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  • Berbar

    entsprechend sehe ich auch da den ersten schritt, naemlich in der spezifikation ihrer bedürfnisse, aus denen sie dann die anforderungen ableiten.

    Ja das hat man uns bei der Beratung auch gesagt. War aber auch so mal gut alle verschiedenen Wärmepumpen zu sehen und sich alles erklären zu lassen. Nächster Schritt wäre uns alles genau zu überlegen was uns beim haus wichtig ist, wenn wir das alles haben, sollen wir wieder zu Vaillant gehen und dann geht man gezielt auf uns ein - dann kann man die entsprechende Wärmepumpe finden usw. So werden wir auch vorgehen. Jetzt gilt es einmal abzuklären ob bei uns eine Erdbohrung möglich ist. Da hoffe ich drauf weil es eine Thermengegend ist.


    Ich denke die Technik wird schnell besser werden aber man kann ja nicht immer noch länger zuwarten. Das ist ja nicht nur jetzt der Fall sondern vieles entwickelt sich weiter. Wer vor 10 Jahren gebaut hat, könnte jetzt auch schon wieder vieles modernisieren (ob das jetzt viel Sinn macht mal ausgeschlossen). Denke da ist auch viel Spekulation dabei - was wird in 10 Jahren sein und wie kann ich mich jetzt schon darauf vorbereiten. Wenn ich mir beispielsweise jetzt überlege wie viel Strom ich mit der PV-Anlage produzieren möchte, spekuliere ich auch drauf, dass die Geräte immer weniger Strom verbrauchen und mein E-Auto dann viel weniger Strom braucht bzw. mit weniger Strom auskommen wird. Mach ich deshalb jetzt schon eine kleinere Anlage aufs Dach oder rechne ich lieber mit den jetzigen Zahlen. Kann auch anders kommen und der Stromverbrauch steigt weiterhin an.

    Alles nicht so leicht abzuschätzen, für irgendwas muss man sich dann aber festlegen sonst kommt man aus der Planungsphase nie raus:)

  • Berbar


    ja das sehen sie richtig, dass man sich irgendwann festlegen sollte wenn man über die planungsphase heraus kommen will.


    hier helfen ihnen wahrscheinlichkeiten.

    wie wahrscheinlich ist es, dass in den naechsten 10 jahren eine ausgereifte neue technologie zur verfügung steht. wie wahrscheinlich ist es dass genau diese ihre bedürfnisse abdeckt? etc.


    bei der dimensionierung der anlage, wenn sie vom stromverbrauch ausgehen, werden sie ja auch nicht auf einen exakten verbrauch peilen sondern eine bandbreite bzw. ein maximalverbrauch pro zeit festlegen. wie stark sich ihr verbrauch in den naechsten jahren verändern wird ist wieder eine wahrscheinlichkeit. dass er sich massiv verändert (zunimmt) ist wohl eher unwahrscheinlich. müssen sie im detail anschauen welche verbraucher sie haben und wie sich das künftig entwickeln kann. relevant sind die grossen verbraucher oder viele kleine. eine aufstellung schafft hier klarheit.

  • Berbar


    Der Forist DamienS hat sie zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass sie als Erstes eine gute Abklärung ihres eigenen Bedarfs machen sollen. Das ist auf jeden Fall eine Voraussetzung in der Planung.

    Bei einer PV - Anlage sollten sie diverse Faktoren berücksichtigen.

    Personen aus dem Kreis von Transmitter haben schon sehr lange Erfahrung mit solchen Anlagen. In dieser Zeit hat sich aber auch Einiges verändert.

    Rückblickend sagen sie, dass das Hauptproblem nicht das generieren von Strom ist. Stattdessen sei es auf der Seite des Verbrauchers. Und es sei nicht wenig ein mentales Problem der Verbraucher.

    Der europäische Verbraucher ist sich gewohnt, dass er jederzeit beliebig viel Strom aus dem Netz beziehen kann.

    Das ist bei einer autarken Stromversorgung mit PV so nicht immer möglich. Ausser man verwendet entsprechende Speicher.

    Nun hat sich bei den Speicherlösungen zwar auch schon Einiges geändert. Doch die Faustregel von damals gilt wohl auch heute noch:

    Speicher ist teurer als die Panels.

    Und:

    Spannungswandler / Wechselrichter sind teuer und störungsanfällig.

    Fazit daraus ist, möglichst auf Speicher und Wechselrichter zu verzichten. Und dafür muss man gewisse Gewohnheiten etwas ändern. Und allenfalls auch im Bereich der Haustechnik gewisse Anpassungen machen.

    Elektrische Langzeitspeicher sind heute noch viel zu teuer. Etwas salopp ausgedrückt würde sie ein Li-Ion-Speicher fürt die saisonale Langzeitspeicherung von Heizenenergie wahrscheinlich mehr kosten, als der Bau ihres Hauses. Und müsste schon nach etwa einem Jahrzehnt ersetzt werden. Also eine völlig abstruse Idee.

    Es macht nach Ansicht des Kreises um @ / Prakticus & Co. keinen Sinn, wenn sie sich noch lange überlegen, ob sie noch zuwarten sollen, weil es in Zukunft vielleicht noch bessere und kostengünstigere Speicher geben könnte. Letzters ist wahrscheinlich bald einmal der Fall.

    Sie sollten das Problem von einer anderen Seite her angehen.

    Als erstes sollten sie hier mal berechnen, was ihr Mindestbedarf an elektrischer Energie zu der Jahreszeit ist, wo die PV-Anlage an ihrem Standort am Wenigsten liefert.

    Das ist dann das Mass der Dinge, wie sie die PV-Anlage dimensionieren müssen.

    Beachten sie hier, das dies auch damit zusammenhängt, dass die Grundkonstruktion des Hauses eine massgebliche Voraussetzung für die Installation der PV darstellt.

    Wenn eine PV-Anlage auf das Dach kommen soll, dann muss das in der Planung entsprechend einbezogen werden.

    Transmitter hat mehr dazu in einem anderen Thread geschrieben und ein paar grobe Berechnungen angestellt.

    Auch wenn diese Berechnungen jetzt nicht eins zu eins auf die Schweiz übertragbar sind, muss man sich das dahinter liegende Konzept mal überlegen.

  • Die Einspeisevergütungen kommen mit den Erhöhungen des Strompreises so langsam in interessante Bereiche. Egal ob Sie speichern und brauchen oder nur brauchen und einspeisen, belegen Sie von Anfang an soviel m2 wie möglich ihres Hauses. In der Schweiz sind die Arbeitsstunden der Kostentreiber, nicht das Material.


    Ein Speicher ist nett und erhöht die Möglichkeit des Eigenverbrauches, aber er kostet auch viel Geld und hochgerechnet auf eine gewisse Lebensdauer und er maximal beziehbaren Strommenge, erhalten ie daraus extrem teuren Strom. Interessanter wird es mit einem mobilen Speicher (e-Auto) welches bi-direktionales Laden erlaubt.


    Der Einsatz eines Wechselrichters und evtl. einer Notstrombox sind aber auch im Hinblick auf zu erwartende Versorgungsengpässe auf jeden Fall eine Überlegung wert. Der spätere Anschluss eines Speichers sollte aber bei der Planung mit berücksichtigt erden und wenn s geht ich die Kopplung mit einer evtl. vorhandenen Wärmepumpe und einem WP-Boiler.

  • Ich bin mir gerade etwas unsicher. Aber ich glaube ihre Zahlen zu den Kosten für Speicher sind etwas veraltet. Möchte hier aber nichts behaupten, ohne es zuerst noch einmal nach zu prüfen.

    Sicher ist, dass die Kosten für Speicher in nächster Zeit noch sinken werden.


    Ansonsten passt das, was sie geschrieben haben ganz gut.

    Eher Nein, die Zahlen sind ziemlich aktuell, wir haben die Anlage und Speicher seit 2019. Kurz- und vielleicht auch mittelfristig steigen die Speicherpreise jetzt erst mal wieder etwas an, auch aufgrund höherer Rohstoff- und Beschaffungskosten. Wie sich das weiterentwickelt kann niemand voraussagen.

  • Rodizia


    Angesichts dem absehbaren Mangel an Winterstrom sind für mich mittelfristig (~5 J.) Wärmepumpen wieder megaout.

    Solarthermie war bereits wirtschaftlicher und ist es jetzt erst recht, für Heizung und Heisswasser.

    Die direkte Speicherung von Wärmeenergie ist auch viel kostengünstiger als die von elektrischer Energie.


    Derzeit zeichnet sich für die stationäre Speicherung von elektrischer Energie ab, dass sich die Natrium-Ionen-Akkumulatoren durchsetzen werden.

    Das geschickt verteilt in den Sub-Netzen oder direkt bei den Verbrauchern.

    Akkutechnik: Neue Natrium-Ionen-Akkus von Lifun aus China ab 2023 - Golem.de
    Weil Lithium auf dem Weltmarkt knapp wird, kündigen nun auch kleinere Firmen in China die Produktion von Natrium-Ionen-Akkus an.
    www.golem.de

    Nur einer von vielen Beiträgen, wenn in einer Suchmaschine "Natrium-Ionen Akku" eigegeben wird.


    Inzwischen findet die unabhängige Versorgung mit Rohstoffen mehr Beachtung, neben einem tiefen Preis.

    Natrium ist im Meerwasser (Salzwasser) nahezu unerschöpflich vorhanden.


    So grossartig wie Mehrschicht Dünnschicht Solarmodule sind, el. Energie pro Fläche, sind die dabei nötigen "Seltenen" Erden ein Risiko.

    Silizium gibt es auch nahezu unerschöpflich.

  • oytenkratos


    Danke dafür, dass sie die Solarthermie noch einmal in Erinnerung bringen.

    Sie und Transmitter hatten sich darüber bereits etwas ausführlicher unterhalten.


    Wegen den Medienhype rund um die Wärmepumpen geht die gute alte Solarthermie etwas in Vergessenheit. Und das völlig zu Unrecht.

    Denn in gewissen Bereichen läuft die Solarthermie in Verbindung mit latenten Wärmespeichern der strombasierten Wärmegewinnung den Rang ab.


    Ich zähle die Solarthermie zu den passiven Systemen zur Nutzung der solaren Einstrahlung. Obwohl diese üblicherweise noch Pumpen enthalten, die zur Umwälzung des "Wassers" im Kreislauf benötigt werden. Deren Strombedarf ist aber gering im Vergleich zu einer Wärmepumpe.


    DamienS hatte zu Recht darauf hingewiesen, dass bei der Planung eines Neubaus, aber auch bei der Sanierung einer bestehenden Baute, als erstes mal eine Bedarfsanalyse gemacht werden soll.

    Hier dreht es sich dann auch um die Frage, wie viel ist der Bedarf an thermischer Energie und welcher Bedarf an Energie muss durch elektrische Energie gedeckt werden.

    Wenn der Grundbedarf (Bandenergie) an Wärme (Brauchwasser und Heizung) über die passive Nutzung der solaren Einstrahlung gedeckt wird, ist dies langfristig kostengünstiger als der Umweg über die elektrisch basierte Nutzung.

    Die elektrisch basierte Nutzung hat den grossen Vorteil, dass sie besser und schneller reguliert werden kann. Daher bietet sich diese hauptsächlich zum Ausgleich der Lastspitzen an.

    Und diese Lastspitzen müssen nur teilweise durch eine eigene / autarke Speicherung von Energie abgedeckt werden können.

    Es ist der Kern des zellulären Ansatzes, dass nicht nur die Produktion von Energieträgern, sondern eben auch die Speicherung dezentral erfolgt. Aber durch den Verbund der Zellen in einem Organismus (öffentliche Versorgung) so ins System eingebettet ist, dass dieses durch die Masse von Produzenten und Konsumenten eine Trägheit des Systems bekommt.

    Diese Trägheit im System sichert dann auch die Grundlast.


    In diesem Sinne kann ich auch Peter_69 zustimmen.

    Er schrieb sinngemäss etwa Folgendes:

    Aktuell den unabdingbaren Eigenbedarf selber speichern und den Rest ins Netz einspeisen.

    Angesichts des weiter steigenden Strombedarfs ist hier eine gewisse Investitionsicherheit seitens des Marktes gegeben.

  • Neben dem breiten, technischen Know-how, das zur Beantwortung von Berbers allgemeiner Frage nötig ist möchte ich noch einen grundlegenderen Gedanken einbringen. Da ich 2019 ein Holzhaus gebaut habe, kenne ich Berbers Fragen bestens.

    In der Schweiz wird beim Bauen der Minergie-Standard hoch gehalten und staatlich gefördert. Ein Minergie-Plus- Haus benötigt meines Wissens eine Belüftungsanlage und eine luftdichte Gebäudehülle. Der Luftaustausch erfolgt also maschinell kontrolliert. Ohne Strom für die Belüftungsanlage muss manuell gelüftet werden, sonst beginnt das Haus früher oder später von innen her zu gammeln. Für die luftdichte Gebäudehülle wiederum werden i.d.R. petrochemische Folien eingebaut, welche alles andere als ökologische Baustoffe sind. Bei manueller Lüftung stört der Energieverlust durch die offenen Fenster die energetische Muster-Rechnung, weshalb viele Minergie-Plus-Häuser einen Teil der Fenster so einbauen, dass sie sich nicht öffnen lassen.

    Ich habe beim Bauen den Fokus auf ökologische Baumaterialien gelegt, die nicht als Sondermüll anfallen, sollte das Haus eines Tages rückgebaut werden. Der Wärmedurchgangkoeffizient kann mit reinen Holzwänden sehr tief ausfallen - d.h. eine sehr hohe Isolation kann allein mit Holzwänden erzielt werden. Anders als bei luftdichten Gebäudehüllen *atmen* Holzwände. Das Resultat ist ein wohngesundes Klima im Haus ohne Luftströme und ohne stets arbeitende Belüftungsanlage im Hintergrund. Ich habe für mich die Antworten "Low-Tec", "reduziertes Bauen" und "ökologische Bausubstanzen" gefunden. Zum einen brauche ich damit sehr wenig Strom, denn wo immer möglich habe ich "altmodische" Lösungen gefunden, statt stromkonsumierenden Geräte einzubauen. Andererseits habe ich bewusst auf alles verzichtet, was nicht elementar wichtig ist. Neben den tieferen Kosten gewann ich dadurch Freiraum für kreative Lösungen. Neubauhäuser vom Architekten sind gewöhnlich bis aufs letzte Detail durchdacht, eher Wohnmaschinen als Wohnhäuser. Mein Haus basiert auf einer hochwertigen Bausubstanz, ist jedoch einfach gehalten (im Sinn von "kein Luxus" und im konzeptionellen Sinn) und lebt und entwickelt sich mit seinen Bewohnern weiter. Heizkosten für den letzten Winter: insgesamt ca. 400 Fr. für Pellet und Strom plus zusätzlich die jährlichen Service-Kosten für den Pellet-Ofen und den Kaminfeger. Schade ist nur, dass CO2 anfällt durch das Feuer im Ofen, ansonsten bin ich sehr glücklich mit meinen lebensfreundlichen Haus. Auf die Solaranlage muss ich noch sparen, auch hätte ich keine Fördergelder bekommen, hätte ich die Anlage direkt gebaut.

    Ich hoffe, Berber kann mit meinem Erfahrungsbericht auch etwas anfangen.

  • Zu der notwendigen Technik meines Lowtec-Hauses: Wir nutzen einen Wärmepumpenboiler und einen Wohnraum-Pelletofen mit Warmluftrohren, die die Wärme verteilen. Der Boiler kann später mit der Solaranlage kommunizieren und nur dann Wärme erzeugen, wenn die Sonne scheint. Zur Zeit läuft er mit Nachtstrom. Die Sonne nutzt das Haus aktuell nur passiv, indem das Vordach im Süden so ausgelegt ist, dass die Wintersonne bis tief ins Haus hineinscheint, im Hochsommer die Fenster im Süden jedoch ganztags beschattet sind. Das funktioniert wunderbar, durch die hervorragende Isolation bleibt die Temperatur im Haus an Hitzetagen angenehm. Diesen Sommer mit seiner extremen Hitze wurde es nie wärmer als 24 Grad im Haus. Wasserzähler und Stromzähler ziehen auch etwas Strom, zudem müssen diese künftig obligatorisch umgerüstet werden auf Funkkommunikation mit dem Anbieter. Leider. Eine elektronische Hausglocke gibt es nicht, bei uns wird angeklopft, oder man läutet die kleine Metallglocke.

    Die Holzwände sind fast ein halber Meter dick, sie bestehen aus einer massgefertigten Brettschichwand (Schweizer Fichtenholz aus der Region), aussen mit Holzfaser aufgedämmt und mit einer hinterlüfteten Holzfassade vor dem Wetter geschützt.

  • Was verstehen sie unter "Sanierung" und was unter "Modernisierung"?


    Ein Stück weit kann man eine "energetische Sanierung" etwas "modulartig" machen.

    Aber diverse Bereiche einer solchen Sanierung greifen derart verzahnt ineinander, dass man von Anfang an ein ganzheitliches Konzept machen muss.

    Idealerweise macht man die ganze Sanierung an einem Stück.

    Eine Stück für Stück-Sanierung kann sich sehr schnell in einen Flickenteppich ausarten, der viel mehr kosten wird, als eine Einmalsanierung.

    In unserem Fall geht es um eine Bestandsimmobilie. Das Haus ist auf dem Stand der frühen 80er Jahre und dementsprechend kann noch einiges verbessert werden. Das Dachgeschoss sollte dringend besser gedämmt werden, nicht nur um die Wärme im Winter drinnen zu halten, sondern auch um sie im Sommer besser draußen halten zu können. Auch die Fassade gehört neu gemacht und besser gedämmt. Die Holzfenster sind auch schon in die Jahre gekommen und müssen in den nächsten Jahren zwangsläufig ausgetauscht werden, natürlich dann gegen besser isolierte.


    Ob das, wenn man es nach und nach machen lässt, mehr kostet, als wenn man es auf einen Ruck machen lässt, kann man nicht sagen. Vor allem nicht in Zeiten wie diesen, in denen die Preisentwicklungen komplett verrückt spielen.


    Aktuell wird in Deutschland eine sehr grosse Fabrik für Speichermodule errichtet, welche eine wesentlich höhere Lebensdauer haben, als Herkömmliche. Und aufgrund der Massenproduktion werden die nicht viel mehr kosten, als die bisherigen. Genaue Zahlen sind mir aber noch nicht bekannt. Unter dem Strich wird sich das aber für den Verbraucher bestimmt rechnen.

    Wenn ich heute eine PV-Anlage in Betrieb nehmen müsste, würde ich eher auf Durchlauf als auf Speicherung des Stroms setzen. Also nur einen relativ kleinen Speicher zum Puffern. Mit grösseren Speichern würde ich noch etwas zuwarten, bis die neueren Speicher auf dem Massenmarkt ausreichend verfügbar sind.

    Von der Fabrik lese ich zum ersten Mal, aber die weiteren Informationen decken sich mit dem, was ich in einem Forum speziell zum Thema Photovoltaik gelesen habe. Die fachlich versierten Personen dort raten auch derzeit eher nicht zum Speichern des mit Sonnenenergie erzeugten Stroms, sondern zum Durchlaufen und gegebenenfalls ins Netz einspeisen. Ein Puffer wäre mir persönlich, wenn man mal ein einen möglichen Blackout denkt, dennoch sympathisch. Auch wenn ich es auch für wahrscheinlich halte, dass die Speicher in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch günstiger werden.


    War aber auch so mal gut alle verschiedenen Wärmepumpen zu sehen und sich alles erklären zu lassen. Nächster Schritt wäre uns alles genau zu überlegen was uns beim haus wichtig ist, wenn wir das alles haben, sollen wir wieder zu Vaillant gehen und dann geht man gezielt auf uns ein - dann kann man die entsprechende Wärmepumpe finden usw. So werden wir auch vorgehen. Jetzt gilt es einmal abzuklären ob bei uns eine Erdbohrung möglich ist. Da hoffe ich drauf weil es eine Thermengegend ist.

    Klingt nach einer gelungenen Erstberatung. Keine Ahnung, ob jetzt die endgültige Auswahl direkt beim Hersteller getroffen wird oder ob der euch an einen seinen Fachpartner vermitteln wird, aber da seid ihr auf jeden Fall gut aufgehoben.


    Je nachdem in welchem Land ihr lebt, geht es bei Erdbohrungen aber nicht nur um die Frage, ob das möglich ist, sondern auch darum, ob man eine Genehmigung dafür bekommt. Flächenkollektoren sind da oft, im Vergleich zu Tiefenbohrungen, eine weniger komplizierte Angelegenheit. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe steht für euch derzeit wohl gar nicht mehr zur Debatte?


    Der Einsatz eines Wechselrichters und evtl. einer Notstrombox sind aber auch im Hinblick auf zu erwartende Versorgungsengpässe auf jeden Fall eine Überlegung wert. Der spätere Anschluss eines Speichers sollte aber bei der Planung mit berücksichtigt erden und wenn s geht ich die Kopplung mit einer evtl. vorhandenen Wärmepumpe und einem WP-Boiler.

    Ja, das denke ich eben auch. Ohne Strom funktioniert praktisch gar nichts mehr. Keine Heizung, kein Licht, kein Handyladen, keine Toilettenspülung. Notstromaggregate könnten da auch helfen, aber ich denke mir, wenn man eh schon eine PV-Anlage hat, warum nicht gleich auch einen kleinen Speicher? Und ja, der sollte dann im Zweifelsfall natürlich auch Wärmepumpe und Boiler versorgen können.

  • Was die Zukunft bringt, weiß man heute leider noch nicht. Sonst wäre vieles leichter. Man kann nur versuchen sich so gut es geht vorzubereiten. Heißt aber leider auch, man muss gewisse Dinge auswählen, ohne überhaupt zu wissen ob es eintreten wird. Da muss man einfach irgendwann eine Entscheidung treffen. Stimmt schon, in 10 Jahren wird es wieder neue Technologien geben oder die heutigen werden auch weiterentwickelt. Aber deshalb kann man ja nicht einfach 10 Jahre warten. Dieses "Problem" hat man ja in 10 Jahren wieder.

    Von meiner Sicht kann ich nur jedem dazu raten, und das ist ja auch in vielen vielen antworten deutlich geworden, man sollte sich wirklich die Zeit nehmen um erstens, seine eigenen Vorstellungen genau abzustecken und zweitens, sich gut beraten zu lassen. Lieber alles zweimal nachfragen und auch zeigen lassen als mit einigen Fragezeichen den nächsten Schritt zu machen. Gut, das kostet natürlich einiges an Zeit - aber diese sollte man sich nehmen. Ein Haus baut man ja auch nicht nur für die nächsten 10 Jahre. Mittlerweile kenne ich den Berater bei Vaillant schon sehr gut weil wir schon 3x dort waren. Aber ich bin da halt sehr genau und will alles wissen bevor wir diesen Punkt als erledigt angesehen haben. Ich muss aber auch ehrlich sagen, auch wenn wir immer auf Nummer sicher gehen und ein zweites Mal nachfragen, hat man sich immer bemüht so gut es geht auf unsere Fragen einzugehen. Ich denke man weiß auch selbst, dass eine gute Beratung wichtig ist und setzt da auch stark darauf.

    Wir haben jetzt eine Entscheidung getroffen und planen schon die nächsten Punkte. Wahrscheinlich geht es im Frühjahr dann los. Die Grundlegenden Fragen haben wir mal geklärt. Was dann noch kommt, kann man auch während des Bauvorgangs entscheiden. Das sind dann aber eher Kleinigkeiten, die nicht am eigentlichen Konzept des Hauses ändern.

    Danke für die viele Hilfe und die sehr interessanten Antworten. Sie haben uns definitiv geholfen einen Schritt weiterzukommen.

  • Ja, das denke ich eben auch. Ohne Strom funktioniert praktisch gar nichts mehr. Keine Heizung, kein Licht, kein Handyladen, keine Toilettenspülung. Notstromaggregate könnten da auch helfen, aber ich denke mir, wenn man eh schon eine PV-Anlage hat, warum nicht gleich auch einen kleinen Speicher? Und ja, der sollte dann im Zweifelsfall natürlich auch Wärmepumpe und Boiler versorgen können.

    Da erscheint schon ein Widerspruch, mit einem kleinen Speicher versorgen sie den Boiler und die Wärmepumpe nicht wirklich lange mit Strom, vorallem wenn es kein WP-Boiler ist und eine normale WP, denn das sind zwei der grossen Verbraucher im Netz,

    Ein Speicher hat meist so 7 oder 10 kWh, der Boiler braucht gegen 10kWh pro Tag und eine normale WP hat Peak von gegen 4kWh, einzig Grossspeicher, zum Beispiel in einem Elektroauto mit bidirektionalem Laden wären hier ausreichend.

  • Peter_69


    Ich komme jetzt gerade mit ihren Zahlen nicht ganz klar...

    Aber was sie schreiben stimmt grundsätzlich!


    Das heisst, dass sie die Zusammenhänge richtig sehen und benennen. In früheren Diskussionen zwischen den Foristen oytenkratos und Transmitter wurde das Thema Speicher heiss diskutiert.


    Beide Foristen sind der Ansicht, dass das Thema Solarthermie vernachlässigt wird in der Diskussion rund um die Strommangellage.


    Transmitter ist darüber hinaus noch der Ansicht, dass die latenten Wärmespeicher zu wenig mit einbezogen werden. ( oytenkratos widerspricht hier nicht).


    Der (Plus-) Punkt bei der Solarthermie ist, dass damit verlustreiche Energieumwandlungen entfallen. Und das spart auch Investitions-Kosten.

    In der Vergangenheit war bei einer PV-Anlage ein ganz wesentlicher Anteil der Investitionskosten bei der Speicherung zu finden.

    Die Speicher kosteten viel und hatten eine vergleichsweise kurze Lebensdauer. Dasselbe bei den Wechselrichtern.


    Transmitter sagte dazu, dass man den Speicher so klein wie möglich halten sollte. Wenn möglich ganz darauf verzichten. (Macht er selbst mehrheitlich bis heute noch so). Und weiter sagte er, dass es doch allenfalls Sinn macht einen verhältnismässig kleinen Speicher einzubauen, weil dieser ein "Buffer" darstellt. Und dieser Buffer allenfalls notwendig ist.

    (Dazu muss ich vielleicht später noch mehr schreiben).


    Die Entwicklungen auf Stromspeicher sind in der Zwischenzeit aber auf einem anderen Niveau, so dass die Speicherung von Strom deutlich kostengünstiger geworden ist.

    Die Speicherung von Strom im Li-Ionen -Akku eines Autos und die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens ist auf jeden Fall sinnvoll, weil dies ebenfalls ein Buffer darstellt im System. Gehört aber zu den teuersten Speichervarianten. Und ist nur zur Diskussion, wenn man auf ein E-Mobil angewiesen ist. ( Andere Vehikel sind von der Diskussion ausgeschlossen).


    Bei einer stationären Speicherung von Strom dürfte die (nächste) Zukunft bei den "Salzbatterien" sein. Vergleichsweise kostengünstig und langlebig. Eine weitere Alternative sind derzeit immer noch die Redox-Flow-Speicher.


    Um es etwas auf den Punkt zu bringen:

    Strom sollte gespeichert werden, um den unabdingbaren Bedarf an Strom zu decken. Für die Heizung sollte eher auf Solarthermie und latente Wärmespeicher gesetzt werden.


    Oder wie sehen sie das?

  • Rodizia


    Solarthermie hat den grossen Vorteil, nach der Installation entstehen kaum noch laufende Kosten.

    Für den Bezug von elektrischer Energie bei den Wärmepumpen sehr wohl.


    Mitunter kann die vorhandene Gasheizung oder Heizöl-Heizung bleiben.

    Dann kann der Wärmespeicher kleiner und zu weniger Kosten dimensioniert werden.


    Und nochmals und vor allem, je grösser ein Haus ist, umso wirtschaftlicher ist Solarthermie gegenüber Wärmepumpe.

    Die Versorgungsicherheit ist da am höchsten.

    Energiedörfer haben gerade bei Wärme-Energie die besten Möglichkeiten, mit einem kleinen relativ günstigen Fernwärmenetz.

    Wärmepumpen sind da keine wirtschaftliche Alternative mehr, für einzelne Einfamilienhäuser schon gar nicht.

    Wenn die Dorfgemeinschaft organische Abfälle sammelt, stärkt das die Gemeinschaft, wie jede gemeinsame Arbeit.

    In manchen Gemeinden sammelt die Dorfjugend das Zeitungspapier.


    Aber bei den vielen relativ KLEINEN Energieerzeugern machen die monopolartigen "Fossilen Energieträgern (Grossprduzenten und Grosshändler) weniger Gewinne und Machtmittel zu noch mehr Vormacht. Deshalb die arglistige Täuschung gegen Sonne- und Wind-Kraft.

  • Berbar


    " Was die Zukunft bringt, weiß man heute leider noch nicht. "


    Dieses absolute "nicht" weise ich entschieden zurück. Es ist viel mehr ein "mehr oder weniger".


    Bei Wärmeenergie für Heizung und Heisswasser wird sich zunehmend Solarthermie gegenüber Wärmepumpen durchsetzen,

    nicht immer, aber immer öfter.


    Bei der Entscheidung Wärmepumpe oder Solarthermie sollten nicht nur die Vertreter der Wärmepumpen befragt werden.

    Wer einen Sumpf austrocknen möchte, sollte nicht nur die Sumpfbewohner befragen.

  • Berbar und oytenkratos


    Es macht aus meiner Sicht nicht viel Sinn noch lange zu zu warten, was die F&E in Zukunft noch für neuere und bessere Lösungen bringen wird.

    Die heute verfügbaren Lösungen auf dem Markt sind bereits ausreichend vorteilhafter, als die bisherigen Lösungen, basierend auf den fossilen Energieträgern.

    Energietechnische Anlagen (Haustechnik!) müssen sie auf einen Zeithorizont von 25 Jahren abschreiben können.

    Wichtig ist, dass ihr Haus von der Baustruktur und dessen Substanz so optimiert ist, dass sie die sich schnell verändernde Haustechnik da sinnvoll einsetzen lässt.


    Selbst wenn sie heute die noch nicht optimalst mögliche Lösung einsetzen, fahren sie damit bereits besser, als wenn sie es nicht tun.