Muss das sein ?

Übersicht der Foren

Zur Liste der Foren gelangen Sie hier: Foren

Möchten Sie einen neuen Beitrag erstellen, wählen Sie bitte ein Forum aus der Foren-Liste und klicken sie auf die Schaltfläche "Neues Thema" oben auf der rechten Seite.

  • Transmitter


    Ist mir klar letzter Beitrag war off-tropic von mir, hat mit dem Thema nicht allzu viel zu tun - ausser dass ich noch einen Verbrenner mit 4 Räder fahre.

    Bezüglich Stromversorgungssicherheit gibt es ja so viele Experten weltweit. Mit den Experten meine ich aber nicht die Politiker.

    Von neuen eventuell geplanten Kohlekraftwerken um Energie zu gewinnen schreibe ich lieber nicht.


    Bin jetzt nur gespannt was mir mein Freund vom Workshop aus den letzten Tagen von Berlin berichtet. Daran teilgenommen haben über 300 Leute vom Fach. Nebenbei auch beim Kongress an der ETH vor 3 Wochen waren weltweit gegen 400 Fachleute gekommen und diesen 2-tägigen Kongress zu moderieren war äusserst anspruchsvoll. Anschliessend war es für unseren Freund dann Erholung pur, zusammen etwas zu unternehmen.

    Zu erwähnen ist aber, dass es auch grosse Unterschiede gibt bezüglich der Meinungen von Fachleuten.


    Ob mein Freund sich in seiner vor rund 20 Jahren gegründeten "(steuerbefreiten) Organisation wieder in den Vorstand / Präsident wählen lassen will, ist für ihn offen.

    Natürlich machte er in Deutschland Versuche sich Rentnergruppen anzuschliessen (Radfahren od. wandern). Die Teilnahme an den Veranstaltungen (Kirchlich organisiert) waren sehr interessant für ihn und es fanden gute Gespräche statt mit netten Leuten. Nur auf seine Frage, ob er sich da anschliessen könnte; kamen Aussagen sie seien eben eine geschlossene Gruppe, von etwa 50 Leuten und da sei es schwer neue Leute einzubringen

    So etwas wie eine Pro Senectute gibt es dort anscheinend nicht.

  • mupli

    Die folgende Geschichte ist nicht mir passiert. Aber hätte auch mir passieren können.

    Denn ich habe fast das gleiche gesundheitliche Problem wie dieser Freund. Nicht was den eigentlichen medizinischen Hintergrund betrifft. Aber was die Auswirkung im Alltag anbetrifft.

    Jedenfalls braucht der Freund manchmal auch Notfallpille. Genauer ein entzündungshemmendes Schmerzmittel.

    Vor gut 20 Jahren ging er mal etwas Hals über Kopf in die Ferien. Und sah nicht nach, ob die Reiseapotheke richtig nachgefüllt war.... Und dann brauchte er Notfallpille ... und keine mehr da. Also sofort in die nächste Apotheke....

    Jetzt dürfen sie mich nicht auf die genauen Zahlen behaften. Ich kann mich nicht mehr an jedes Detail erinnern. Aber von der Grössenordnung her, müsste ich das noch zusammenbekommen.

    Jedenfalls hatte Freund vom Arzt in der Schweiz das Medikament verschrieben (Rezeptpflichtig). Und das hiess pro Rezept zwei Schachteln à 12 Tabletten zu 12.5 mg. Und kostet pro Schachtel etwa 15 Franken.

    Nun das Schweizer Pharmaunternehmen produziert das Medikament nicht in der Schweiz. sondern zufällig dort, wo Freund in den Ferien war.

    Jetzt stand er also ohne Rezept dort in der Apotheke und wollte dringend das Medikament haben, ohne zuerst zum Arzt gehen zu müssen.... konnte ja kaum noch gehen...

    Da fragte der Apotheker ganz nonchalant... ja wie viel müssen sie denn haben? Und Freund meinte: Ja, also wenn sie mir wenigstens eine Schachtel für den Notfall?....

    Der Apotheker gab ihm dann eine Schachtel. Die war aber doppelt so gross, wie die sonst in der Schweiz üblich verschriebenen.... und kostete umgerechnet keine 5 Schtuzz?

    Die ganz grosse Überaschung kam dann, als er die Schachtel aufmachte und die Pillen viel grösser waren, als die, welche er sonst immer hatte. Das waren 50 mg. Also vier mal mehr pro Pille.

    Und das rezeptfrei.

    Und jetzt kommt der Hammer. Wie viele Male musste Freund beim Arzt Grundkonsultation für Rezept bezahlen, um die gleiche Menge Wirkstoff zu bekommen?

    Also Grundkonsultation für Rezept kostete ja etwa gleich viel wie die Medikamente in der Kleinpackung....

    Kann sich jeder mal selbst etwas nachrechnen.

    Freund und ich haben noch etwas gemeinsam. Wir gehen fast nie zum Arzt. Normal nur um die Reiseapotheke wieder à Jour zu bringen. Was konkret heisst, die meisten Medikamente, die abgelaufen sind, zu ersetzen. Konsultation eigentlich unnötig.

    In meinem eigenen Fall ist mein langjähriger Durchschnittsverbrauch an entzündungshemmendem Schmerzmittel eine "Familienpackung" pro Jahr. Die kostet keine 45 CHF. Und meinen Arzt rief ich jeweils an und gab ihm durch, was ich für die Reiseapotheke brauche und fragte, wann ich es abholen kann. Ohne weitere Konsultation.

    Kürzlich ging mein Arzt aber in Pension....

    Hmm? Also wann ich eigentlich das letzte Mal in der Sprechstunde beim Arzt war ... weiss ich schon gar nicht mehr. Meistens sitzen wir bei Dorffesten mal wieder zusammen am Tisch. Kam die letzten drei Jahre aber nicht mehr vor.

  • Transmitter


    Unglaublich, wie wir in der Schweiz, egal bei welchem Produkt wir über den Tisch gezogen werden. Zum Glück brauche auch ich selten einen Arzt.

    Nun bin ich zwar wieder in Behandlung bei einem Knochenspezialist wegen meiner langweiligen Kniegeschichte.

    Die abgeschlossen Therapiesitzungen im letzten Jahr haben sehr viel gebracht. Zwar keine Schmerzen mehr, aber das Gelenk knackt zwischendurch mal wieder. In etwa 10 Tagen dann die zweite Sitzung um auch die Röntgenbilder zu besprechen.

    Bezüglich Medikamente haben wir uns früher auch in der Türkei stets gut eingedeckt. Etwa zum Preis der Hälfte wie in Deutschland.

  • mupli


    Also ich habe bisher nichts davon mitbekommen, dass in Deutschland neu Kohlekraftwerke geplant sind.

    Aber ich bekomme auch nicht immer alles mit.

    Tatsächlich habe ich aber gehört, dass man allenfalls den Ausstieg aus der Kohlekraft hinausschiebt. Und das konkret als Folge des Ukrainekriegs.

    Da war auch die Rede davon, dass man bereits stillgelegte Kraftwerke nachrüstet und wieder hochfahren könnte.

    Es gibt auch eine recht grosse Zahl von Deutschen, die gar nie aus der Kohle aussteigen wollten.

    Kohlekraftwerke länger zu betreiben wäre für Deutschland nicht die schlechteste Option in der aktuellen geopolitischen Situation. Nur muss man den CO2-Ausstoss irgendwie kompensieren / eliminieren können.

    Technisch ist das bei einem Kraftwerk einigermassen gut machbar. Aber noch ist das ziemlich teuer.

    Die Entwickler der betreffend Anlagen rechnen zwar damit, dass sie den Preis noch deutlich runterbringen werden. Aber so von Heute auf Morgen schaffen sie es wohl nicht.


    PS: Und ja. Die vielen Experten sind sich gar nicht immer so einig....

  • mupli


    Es ist zwar reichlich off-topic hier... Aber es ist halt auch ein Thema...


    Ich kann mir vorstellen, dass es ihrem Freund ziemlich langweilig werden könnte, wenn er dann mal seine heutige Tätigkeit aufgibt. Jedenfalls wenn er sie vollständig aufgibt.


    Ist wohl schon richtig so, dass er sich das mal überlegt, wie lange er die heutige Tätigkeit noch ausführen kann. Das kann doch recht anstrengend sein. Und er ist unterdessen auch nicht mehr der Jüngste.

    Dass er auch wegen seinen vielen Reisen ein etwas anderes soziales Netz entwickelt hat, als die Meisten anderen in seinem Alter, würde mich auch nicht wundern. Und dass er so langsam versucht sich wieder etwas neuen (Rentner-) Gruppen anzuschliessen, hat wohl seine Gründe.


    Was sie aber in ihrem Beitrag zu solchen Gruppen geschrieben haben, ist aber eigentlich schon mehr als nur betrüblich.

    Ich habe in diesem Zusammenhang keine eigenen Erfahrungen. Habe mich so gesehen noch nie versucht mich so einer gruppe an zu schliessen.

    Aber man hört immer wieder Geschichte darüber, wie alte Menschen nach und nach vereinsamen.

    Das gibt mir zu denken.

  • Transmitter


    Stimmt was Sie schreiben, ganz vollständig aufgeben kann mein Freund seine Tätigkeiten nicht. Gut ist, dass er vor einem Jahr aus seiner Tätigkeit in Brüssel ausgestiegen ist, nachdem sein dortiges Präsidium zu Ende gegangen ist, stellte er sich nicht mehr zur Wahl.


    Sein soziales Netzwerk sind hauptsächlich seine beruflichen Tätigkeiten. Kenn zwar unglaublich viele Leute aus Forschung, Wirtschaft und Politik aber persönliche Freundschaften zu knüpfen ist praktisch fast unmöglich. Hinzu kommt, dass alle seine Bekannten auch irgendwo ständig unterwegs sind.


    Leider ist seine Frau und gute Freundin von uns auf tragische Weise vor über 2 Jahren verstorben. Wäre sie noch unter und, wäre es einfacher aus seinen Tätigkeiten auszusteigen. Hatten oft offen darüber gesprochen und ich riet ihm dann einfach seine Arbeit vielleicht etwas zu reduzieren. Ganz aufgeben geht eben auch nicht, ansonsten ihm vermutlich zu Hause die Decke über den Kopf bricht.

    Unsere Freundschaft besteht seit bald 47 Jahren. Besuchte ihn früher oft in Berlin und wir machten mit seinen damaligen Studienkollegen stets schöne Ausflüge in der damaligen noch geilten Stadt.

    Einige damalige Freunde haben uns auch in der Schweiz besucht. Leider wurde deren Kreis immer kleiner. Zwei gute Freunde sind leider verstorben, einer mit 42 mit diesem hatte ich als er in Köln lebte noch oft Kontakt. Ein feiner Kerl mit dem ich mich ausgezeichnet verstand ist vor ein paar Jahren an Demenz erkrankt. Mein Freund hatte aber immer mit allen den Kontakt aufrecht erhalten.


    Nebenbei habe ich vom Benediktinermönch Antwort erhalten. Gab mir dann nach einem fast logischer Erklärung 4 Seiten mit. Verstehen tue ich die Sache nur insofern, dass solche Vorkommnisse mit einem Tier, wie schwarzer Schmetterling und dem Mann mit schwarzem Zylinder, welcher an die Türe klopfte oft und immer wieder vorkommen. Resultat: Die Verstorbenen teilen einem mit, dass sie gut auf der anderen Seite angekommen seien. Die Sache habe ich jetzt ruhen lassen.

  • mupli


    Wundert mich gar nicht, was sie über ihren Freund schreiben.

    Er ist wohl eine recht ähnliche Charaktere, wie die drei Väter aus der Gruppe Transmitter, die ihn persönlich etwas kannten.

    Die hatten auch ihr Hobby zum Beruf gemacht, oder auch umgekehrt. Arbeiteten auch Alle weiter bis es endgültig nicht mehr ging.

    Zumindest Zwei von ihnen hatten aber ein vielseitiges Beziehungsnetz. Welches eben nicht hauptsächlich mit dem Beruf im Zusammenhang stand.

    Der Andere war seit jeher etwas ein Eigenbrödler. Aber auch ein feiner Kerl.


    Was mir im Zusammenhang mit der Vereinsamung im Alter noch so aufgefallen ist: So lange man einigermassen mobil ist, ist es leichter soziale Kontakte zu pflegen, oder auch Neue zu knüpfen.

  • Transmitter


    Da kann ich nur zustimmen. Vereinsammen wird mein Freund glücklicherweise mit all seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten nicht. Zu jungen Menschen seinen Studenten hat er einen sehr guten Draht, verkörpert nicht den üblichen Professor wie aus einem Lehrbuch und lässt seine Studenten diskutieren, bringt sich nur in die Diskussionsrunde ein mit speziellen Fragen und dies kommt sehr gut an. Sie fragen ihn gewöhnlich auch, ob er mit ihnen zum Lunch mitkommen möchte. Die Studenten arbeiten wirklich sehr gerne mit ihm.


    Eigentlich sei er ja nur 3 Jahre jünger als Präsident Biden sagte ich zu ihm, aber ohne aufgespritzte Botox - Bäckli.... hüpfe auch noch nicht die Flugzeugtreppe tänzelnd hoch wie der Joe Biden....hast noch 3 Jahre Zeit und Botox treibe ich sicher dann auch auf. . Oh wir krümmten uns nach diesem Gespräch vor lachen.

    Wie ich schon erwähnt habe, muss er sich mit seinen Tätigkeiten nicht den Lebensunterhalt verdienen denn es werden nur die Spesen vergütet. Der Workshop dieser Woche in Berlin war ein grosser Erfolg. Von erneuerbarer Energie Windräder. PV und Wasserstoff war alles intensiv abgehandelt worden. Natürlich auch Speicherkapazitäten. Bekannte Leute aus Wirtschaft und führende Politiker waren dabei im Workshop. Die erneuerbaren Energien waren ein Kernthema. Ebenso wurde über Umsetzungen eingehend diskutier Meine Frage nach dem Südlink wurde wurde intensiv besprochen. Für deren Umsetzung ist es jetzt konkrete Sache der ganzen Politik....bereit ist eigentlich alles aber mit den Umweltverbänden sind noch einige Nüsse zu knacken,

  • mupli


    Ich setzte mich ja auch für den Umweltschutz ein.

    Doch gelegentlich kommt es auch vor, dass mir "Super-Grüne" auf den Geist gehen.


    Auch unter den Umwelschützern gibt es Einige, die den Durchblick für das Wesentliche etwas verloren haben. Aber dafür irgendeine kleine Sache enorm hochbauschen.

    Da habe ich öfters mal etwas den Eindruck, dass es mehr darum geht, sich selber zu inszenieren, als um echten Umweltschutz.

    Der Südlink ist so ein leidiges Thema.


    Bei der Trasse gab es Einsprachen, die wohl etwas Sinn machten. Aber vermutlich war der grösste Teil mal von Leuten gemacht worden, die vor allem ihre ganz eigenen Interessen durchsetzen wollte. Aber mit echtem Umweltschutz nur sehr wenig zu tun haben.


    oytenkratos hat es schon mehrmals angedeutet:

    In den Ländern wo Demokratie gross geschrieben steht, ist es schwierig ein staatliches Konzept umzusetzen. Zwar wollen es irgendwie ja Alle... Nur jeder will es anders.

  • In den Ländern wo Demokratie gross geschrieben steht, ist es schwierig ein staatliches Konzept umzusetzen. Zwar wollen es irgendwie ja Alle... Nur jeder will es anders.

    Jeder will es anders. Das ist das Problem. Und auch die Meinungen liegen weit auseinander. Zahlreiche Leute lesen solche Berichte dann auch nicht mehr.

    Überzeugungsarbeit müsste da geleistet werden. Seit der Pandemie (hat zwar nur indirekt etwas damit zu tun) können viele Leute auch erneuerbare Energien nicht einordnen und manche fragen sich; in welchen Punkten werden wir wieder angelogen. Ergeht mir selber manchmal ähnlich.

  • mupli


    Im Fernsehen war während dem WEF ein Interview zu sehen mit irgendeiner wichtigen Frau von der Bertelsmannstiftung. Kann mich an den Namen nicht erinnern.

    Kann mich auch nicht mehr so richtig erinnern, was sie da alles sagte. Weltbewegend war es wohl nicht.

    Es ging im Interview eigentlich am Meisten darum , warum so ein Event wie der WEF wichtig sei.

    Und sie meinet es sei gerade jetzt so wichtig, wie kaum zuvor....

    Denn die Welt, speziell Europa hatte derzeit gerade vier grosse Krisen zu bewältigen.

    Klimawandel, Corona-Pandemie, Ukraine- Krieg und Energiekrise, und admit verbunden Wirtschaftliche


    Und der WEF würde helfen Perspektiven zu eröffnen.....


    Nun. Ein Stück weit mag das ja stimmen. Viel Konkretes habe ich davon nicht gesehen.

    Was aber an den Äusserungen der Frau sicher stimmte, ist dass die oben erwähnten Ereignisse in der Bevölkerung Unsicherheit verursacht.


    Latent vorhandene diffuse Existenzängste drängen ins Bewusstsein und Mensch sucht Orientierung.


    Leider ist es so, dass Menschen in solchen Situationen unterschiedlich reagierten. Und man kann da mal zwei Grundtypen etwas unterscheiden:

    Die einen rücken näher zusammen und suchen Schutz in der Gemeinschaft und versuchen die Gemeinschaft zu stärken.

    Und die anderen rücken auch enger zusammen, wollen aber im Endeffekt das Individuum stärken, Also eigentlich nur sich selbst.

    In diesen beiden Gruppen sind die Ziele quasi diametral entgegengesetzt.

    Und die Strategien sich gegen das eigentliche Problem zu wehren und es zu lösen, sind dann im Allgemeinen auch diametral entgegengesetzt. ist fast so was, wie ein Naturprinzip.

    besonders krass zeigt sich "die Spaltung in der Gesellschaft" dann, wenn es für die Probleme keine offensichtliche Lösung gibt.

    Dann handeln Menschen immer weniger rational. Sondern Verfallen eher in eine Art Glaubenskrieg.

    Die eigene Ideologie wird wichtiger, als als ein rationales Vorgehen.


    Das ist dann ein neues und schwerwiegendes Problem . Denn der Kampf darum wessen Ideologie nun zu besseren Strategie des eigentlichen Problems dient erschöpft die Fähigkeit das Problem zu lösen.


    Jedenfalls sieht es für mich schon etwas danach aus.

  • oytenkratos


    Unter dem Titel : "Muss das sein" kann man alles Mögliche schreiben....


    Da wir etwas mit Energie und Verkehr schon angefangen haben, ist mir noch ein anderer Gedanke im Zusammenhang gekommen.

    Was ist eigentlich mit den Wasserwegen in der Schweiz los?

    Also ich bin da vielleicht nicht so ganz richtig informiert....

    Aber als Kind hörte ich mal: Also der Transport auf dem Wasser kostet eine Einheit Energie. Auf der Schiene zehnmal mehr und auf der Strasse noch mal zehnmal mehr.


    Gehe mal davon aus, dass die Zahlen nicht stimmen. Aber die Reihenfolge dürfte immer noch richtig sein.

    Und soweit ich es gerade weiss, ist der Transport auf dem stehenden Wasser mit dem geringsten Energieaufwand zu betreiben. Mit Betonung auf stehendem Wasser.


    Schon vor Jahrhunderten gab es mal ein Projekt eines Transhelvetischen Kanals der Rhein und Rhone miteinander verbinden sollte.

    Dieses Projekt fiel diversem Ungemach zum Opfer. Aber Teile davon wurden realisiert.

    Mich liess die Idee nicht los. Und frage mich, ob man mit den heutigen Umständen die Idee nicht wieder aus der Schublade holen sollte.


    Das hat verschiedene Gründe, warum ich die Idee gar nicht so abstrus finde.

  • Transmitter


    JA, ich hätte das "DAS" schon in der Überschrift betonen müssen oder DIES schreiben müssen.

    Z.B. "Muss DIES sein" oder muss "Muss DAS sein".


    Im Rahmen von Energiepolitik ist die Art und Weise des ausufernden Gütertransports auch viel entscheidender,

    als der Energieverbrauch einer "Connect Box". Inwischen bekommt die neue Box den Netzanschluss nach dem Abschalten wieder wie gewohnt innerhalb von ca. 3 Minuten, meistens. Da jetzt der Router integriert ist, brauchen ich insgesamt 0,5 A weniger.


    JA, mit ihrer Anmerkung haben sie ein weiteres riesiges Fass zu recht aufgemacht. Gütertransport, Produktion zu niedrigeren Kosten in anderen Ländern, externe Kosten die für den Abnehmer nicht anfallen, Kostenvorteile in der Massenproduktion von Ländern mit einer hohen Binnennachfrage, ...

    Übrigens finde ich das gut, wenn Sie solche wichtigen , aber schwer verständlichen Sachverhalte aufgreifen.

    Schade, dass nicht auch mehr über Gedanken gemacht werden, um den Öffentlichen Nahverkehr in grösseren Städten/Agglomerationen.


    Der nötige Energie beim Transport mit Schiffen steigt nicht linear mit der Schiffsgrösse oder Transportgewicht.

    sondern proportional nach dieser Faustformel : T ^(2/3) für die Schiffgrösse / T(-1/3) pro Tonne bei der Schiffsgrösse

    Oberflächen steigen mit der 2. Potenz, Volumen mit der 3. Potenz.

    Ein Binnenschiff von 1000 Tonnen proportional 100 , also relativ 0,1 pro Tonne

    Ein grosses Containerschiff mit 300'000 Tonnen 4'481 , also relativ 0,015 pro Tonne


    Durchschnittlich braucht die Binnenschifffahrt für 100 Tonnenkilometer etwa 1,3 Liter Diesel,

    die Bahn etwa 1,7 Liter und der LKW-Verkehr etwa 4,1 Liter. Wenn die Bahn mit elektr. Energie aus Erneuerbaren Energien fährt ist das allerding ökologischer und auch Binnenschiffe mit Batterieantrieb wird noch lange nicht sinnvoll sein.


    Auf dem Sender ntv (bestimmt nicht links/grün versifft aber auch nicht US-libertär) haben die Journalisten all die vielen Probleme aufgezählt,

    die von den G7-Treffen besprochen werden. Die Frage war dann, ist das alles auch nur unter den G7 "abgestimmt" zu bewältigen.

    Die Kommentatoren waren sich ziemlich einig, es hat sich viel zu viel aufgestaut und eigentlich wurde so gut wie nichts von zentraler Wichtigkeit gelöst.

    EIn G7 Gipfel ohne die VR China ist gelinde gesagt suboptimal.

  • oytenkratos


    Im Zusammenhang mit Schiffahrtswegen gab / gibt es teilweise recht verrückte Bauwerke.

    Damit sind insbesondere gewisse Hebewerke gemeint. Aber auch Brücken. Da fahren die Schiffe nicht unter der Brücke durch. Sondern auf der Brücke....

    Nun. Im Kreis von Prakticus & Co unterhielten wir uns auch gelegentlich mal zu den Wasserwegen. Und das hatte nicht nur mit Transport und Energie zu tun, sondern auch mit der Wasserwirtschaft.

    Die Überlegungen, welche wir diskutierten, waren praktisch in der Kategorie: Was wäre, wenn...

    Alles ziemlich hypothetisch. Fern der Realität. Zumindest im "Königreich Europa". Da hat es zu viele Könige.

    Der Hauptgrund warum wir die Gespräche mit teils völlig utopischen Ideen führten, war das Thema Wasserwirtschaft.

    Im Wasserschloss Schweiz wurde das Thema lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Vielleicht ändert sich das mit der der stetig ansteigenden Erderwärmung.

    Italienische Bauern bitten darum, dass die Schweiz Wasser aus den Stausseen ablassen soll, damit die Landwirtschaft in der Poebene die aktuelle Dürre übersteht.

  • oytenkratos


    Im Zusammenhang mit Schiffahrtswegen gab / gibt es teilweise recht verrückte Bauwerke.

    Damit sind insbesondere gewisse Hebewerke gemeint. Aber auch Brücken. Da fahren die Schiffe nicht unter der Brücke durch. Sondern auf der Brücke....

    Gibt es auch in Frankreich. Das Verrückteste wo ich gesehen habe, war in der hübschen Kleinstadt Moissac (sw-Frankreich) mit der Wasserbrücke, welche sogar über einen kleinen See gebaut wurde. Wird heute noch genutzt von Hausbooten.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!