Biodiversität Schweiz

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  • Es ist unsere Wachstumsgesellschaft mit ihrem ständigen Mehrverbrauch an Ressourcen aller Art (Energie, Rohstoffe, Kulturland, etc.), welche die Biodiversität in ihrem Fundament gefährdet. Was nützen Optimierungen in Teilbereichen, wenn bei Interessenabwägungen für grosse, für die Biodiversität relevante Entscheidungen (z. B. Personenfreizügigkeit, Bauzonenerweiterungen, Infrastrukturprojekte, Landwirtschaftspolitik) die Interessen der Biodiversität den wirtschaftlichen Interessen ständig unterliegen? Was nützen die Investitionen in ein stets feineres Monitoring zur Biodiversität, wenn wir von vornherein wissen, dass uns das Wirtschafts- und das Bevölkerungswachstum daran hindern, unsere Biodiversitätsziele zu erreichen? Wenn die Strategie „Biodiversität Schweiz“ nicht fundamental Einfluss nehmen kann auf unseren Ressourcenverbrauch, wird sie eine reine „Pflästerlipolitik“ bleiben wie die Raumplanungspolitik. Alex Schneider, Küttigen

  • alescha01


    Versuchen sie hier die Interessen der Grünen und sonstigen Umweltschützern dafür zu Nutzen, um ihr politisches Hauptziel zu unterstützen?


    Transmitter hat ihnen in einem ihrer früheren Threads schon einmal versucht aufzuzeigen, dass ihre Argumentation zwar nicht grundlegend falsch ist. Aber dass sie klar zu kurz greift.


    Und der Hauptgrund liegt hier in der allgemeinen menschlichen Eigenschaft, dass der Mensch seinen vermeintlichen Wohlstand immer weiter steigern will.


    Der Zusammenhang mit der Zahl der Menschen, die auf einer bestimmten Fläche leben ist zwar eindeutig gegeben. Doch in der Problematik nicht primär, sondern sekundär wirksam.

  • alescha47

    Hierzu passend - WACHSTUMS-SATIRE «Vom Wachstum zum Wachsdumm.»


    Von den meisten kurzfristig denkenden Politikern und vor allem auch deren finanzkräftigen Steigbügelhalter aus der Wirtschaft hört man nur noch Wachstum, Wachstum und noch einmal Wachstum muss her. Alle meinen nicht die Millionen weltweit am Hungertuch nagenden, nicht die steuerzahlenden Normalbürger, sondern die habenden, die sagenden, die heischenden nimmersatten Rufer nach mehr Schröpfung der Nichts-Habenden und was da noch zu holen ist. Dies möglichst ohne geben zu müssen.....


    Nehmen wir an, die BRICS-Staaten würden unseren Standard erreicht haben. Der Trend geht unhaltbar in diese Richtung. Wo werden wir Wachstums-Hysteriker dann wohl gelandet sein? Um Potenzen weitergewachsen oder schlicht mit Pauken und Trompeten und kläglichem Winseln nach noch mehr Wachstum untergegangen? Will aber irgendjemand den bevölkerungsreichsten Ländern das Wachstum verbieten? Nein, wir wollen ihnen doch helfen und verlegen unsere Produktionsstätten in diese rasant emporstrebenden Billiglohnländer und werfen bei uns die arbeitslos gewordenen dem Sozialstaat vor die Füsse, denen die Wirtschaft die Unterstützung weitestgehend verweigern will. Und wenn diese dann auch noch leben wollen und um Unterstützung vom Staat bitten, wird ihnen diese mit der abgedroschenen Weisheit einer Umverteilung von Oben nach Unten kaltschnäuzig verweigert, dieweil die Umverteilung andersrum bestens floriert. Wir driften unweigerlich weiter in eine Gesellschaft, der die Arbeit zunehmend ausgehen wird, die nicht mehr weiss wohin und mit was sie wachsen soll und immer kläglicher nach mehr Wohlstand heulend «verrecken».


    Die Erde erträgt China, Indien, Afrika und Südamerika im "Weststandard" nicht mehr. Die Rohstoffe - woher? Energie - woher? Umwelt- wo ist sie noch intakt? Unsere grössten Abfalldeponien sind Erde, Meere und Atmosphäre. Wir nehmen Natur, verarbeiten sie zu Reichtum und schmeissen sie in der Folge in diese Abfalldeponien. Wir sind nicht mehr in der Lage, aus den von unseren Polit- und Wirtschaftsgrössen geschaffenen Sachzwängen auszubrechen. Die meisten Politiker sind weder willens, noch fähig, noch in der Lage, Kursänderungen nur schon glaubwürdig zu beschreiben, geschweige einzuleiten. Der Schrei nach Eigen- bzw. Selbstverantwortung steht als Ausrede für eine Verantwortungslosigkeit mit dem Wissen, sich mit Abgangs-Millionen aus der Verantwortung stehlen zu können. Beispiele gibt es zur Genüge. Man denke nur an Swissair, Banken, Verkehr und Energie.


    Wir sind zu einer Scherengesellschaft mutiert und winseln weiterhin nach Wachstum. Das geht nicht mehr ohne irgendwen irgendwo massiv zu (be-)stehlen. Wir Schweizer leben zu einem vollen Drittel auf den landwirtschaftlichen Grundflächen anderer Nationen, profitieren von diesen in einer unerträglichen Arroganz und rühmen uns, Weltmeister in Wohltätigkeit und Solidarität zu sein. Dieweil profitieren wir um das mehrfache unserer Entwicklungshilfe von den armen Ländern bei denen wir vorgeben, ihnen zu helfen. wir plündern sie aus und unterstützen damit erst noch in vielen Ländern exquisit deren äusserst korrupten Machthaber. Unseren Wohlstandsdreck über Erde, Luft und Wasser dürfen sie dann gnädigst haben und wir auf unseren Banken deren Korruptions-Fluchtgelder. So schliesst sich der Kreis des nimmersatten Wohlstandes. Und das wird wohl noch lange so bleiben und auch wir werden zu diesen «Wachsdummen» verkommen. Wie sagt der Franzose treffend? «Les extremes se touchent.»