Endokrine Disruptoren verringern ?

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  • Diese Dokumentation wurde auf SRF gesendet. Aber ich habe diese erst jetzt auf ARTE gesehen :

    DOK - Krank durch Plastik - Play SRF
    Immer mehr Frauen erkranken an Brustkrebs, Paare bleiben ungewollt kinderlos und Aufmerksamkeitsstörungen nehmen zu. Forschungsergebnisse zeigen, dass…
    www.srf.ch


    Immer mehr Frauen erkranken an Brustkrebs, Paare bleiben ungewollt kinderlos und Aufmerksamkeitsstörungen nehmen zu. Forschungsergebnisse zeigen, dass Chemikalien in Kunststoffen das ungeborene Kind beeinträchtigen können. Dies kann im Laufe des Lebens zu negativen gesundheitlichen Folgen führen.

    Nach meinem Eindruck nimmt der geistige Verfall der Menschheit zu. Bisher hatte ich dafür kaum eine Erklärung.


    Weniger Plastik wäre in vielerlei Hinsicht ein Segen, Schomal weil es aus fossilen Energieträger hergestellt wird, Andererseits weil die lebensnotwendigen Meere damit zusäztlich in ihren Funktionen stark beeinträchtigt werden.

  • oytenkratos

    Hat den Titel des Themas von „Endogene Disruptoren verringern ?“ zu „Endokrine Disruptoren verringern ?“ geändert.
  • DamienS


    Danke für den Hinweis. Tatsächlich wird in der Dokumentation der Fachbegriff "ENDOKRINE" Disruptoren verwendet.

    Ich habe während der Sendung den Fachbegriff auf die Schnelle (falsch) mitnotiert, oder unbewusst richtig mitgedacht.


    OBWOHL, die dt. Apothekerzeitung schreibt auch "Endogene Disruptoren", hier :

    Endogene Disruptoren entlarven


    Da Sie mehr Fachverständnis in der Sache haben, könnten Sie bitte den Unterschied aufklären.

    Möglicherweise liegt es auch an unterschiedlichen Fachsprachen.

    Unabhängig davon, ist die unbewiesen Unterstellung von "Irreführung" kein konstruktiver Diskussionsstil.


    Nach meinem Kenntnisstand bedeutet der wissenschaftliche Fachbegriff "endogen" allgemein, dass etwas aus dem 'Inneren' heraus nach Aussen wirkt. Mitunter auch auf einen anderen Teil des Inneren. (Je nachdem, was unter INNEN verstanden wird.)

    Hier werden aus dem Inneren von Kunststoffen (Plastik) künstlich geschaffene schädliche Substanzen für Körper und Geist freigesetzt.

    Insofern könnte "endogen" richtig sein, wenn nicht sogar zutreffender.


    Nach meinem Kenntnisstand bedeutet der wissenschaftliche Fachbegriff "endokrin" für Mediziner die Absonderung (Sekretion) einer wirksamen natürlichen (hormonellen) Substanz aus biologischen Zellen (Drüsen), die über die Blutbahn weiter gegeben werden, an andere Zellen.

    Es handelt sich hier schon um das Hormonsystem, aber auch noch um hormonähnliche Fremdstoffe von aussen.

  • oytenkratos


    danke fuer den link der apothekerzeitung. die haben ganz sicher den titel falsch geschrieben. im text kommt nur 'endokrine disruptoren' vor.


    die bedeutung von endogen (med. von innen (im körper) entstehend) kann eigentlich nicht zutreffend sein fuer umweltgifte, da diese von aussen kommen. der funktion nach ist ein endokriner disruptor ein stoff, welcher die funktion von hormonen stört. dies wurde nach meinem wissen das erste mal in den 60iger jahren in den usa oder kanada von einer dame erforscht, deren name ich gerade nicht mehr weiss. da ging es darum, dass feuerhemmende stoffe die in sofabezügen oder auch kinderstrampleranzügen verwendet wurden die schilddrüse beeinflussten, weil der disruptorstoff chemische aehnlichkeit mit den schilddrüsenhormonen hatte, konnte dieser anstelle des richtigen hormons an die zellen andocken.


    wenn man sich den körper anschaut, müssen die stoffe (umweltgifte) nicht zwingend nur hormonelle störungen verursachen sondern können auch direkt die zellen irritieren z.b. in form einer lokalen allergischen reaktion. daher würde man dann aber nicht mehr von einem disruptor sprechen sondern von einem irritant (reizstoff), das in dem falle von aussen kommt (exogener erreger bzw. erregende substanz)


    argumentiert heisst das: der begriff endokrine disruptoren macht sinn, da es um beeintraechtigung (disruption) von hormonen geht, die am zielort ihre wirkung nicht entfalten können.

    und endogen passt daher nicht wirklich, weil die stoffe eben nicht von innen kommen.

  • oytenkratos


    Aus meiner Sicht ist endogen im Titel verwirrend.

    Ich sehe das auch eher so wie DamienS.

    Aber es ist aus meiner Sicht eben auch nicht gänzlich falsch, weil die Stoffe eben von aussen zugeführt werden.

    Das wurde aber etwas klarer im ersten Beitrag. Und man konnte da auch verstehen, um was es eigentlich wirklich geht.


    Im Zusammenhang mit Plastik sind die "Weichmacher" als problematisch bekannt. Da gibt es hormonähnliche Substanzen.

    Bei Fischen konnte festgestellt werden, dass diese den Hormonhaushalt derart stören, dass es zur Verstümmelung der Geschlechtsorgane kam. Und folglich zu Unfruchtbarkeit. In einzelnen Fällen soll es gar zur Geschlechtsumwandlung gekommen sein.


    Noch recht wenig erforscht ist, ob und wie sich Mikroplastik in bestimmten Organen ansammeln kann.

  • oytenkratos


    ich glaube sie befinden sich überall im kunststoff, an der oberfläche wie auch innen.


    der begriff endogen wird 'eigentlich' nur im biologischen (inkl. medizin), geologischen und im psychologischen sinne verwendet. bei materialien die sich ja nicht im natürlichen sinne verändern, spricht man eher von migrationsprozessen, die nach physikalischen begebenheiten ablaufen. also weichmacher die aus dem kunststoff an die oberfläche oder an verbundflächen migrieren z.b..


    bei der frage nach der verringerung von endokrinen disruptoren denke ich ist es relevant wofuer sie eingesetzt werden und in welchen mengen. diese substanzen grundsaetzlich zu verteufeln waere mit kanonen auf spatzen geschossen. mir erscheint es wichtig, dass substanzen welche mit organismen in kontakt kommen auf deren unbedenklichkeit hin getestet werden. vgl. medikamente werden rigoros getestet, bevor die behörden eine zulassung erteilen. wenn kleiderhersteller ihre kleider auf den markt bringen, interessiert niemand gross was drin ist. muss zuerst eine kausalitaet aufgezeigt werden können. dasselbe gilt fuer zig zusatzstoffe der nahrungsmittelindustrie wie z.b. künstliche süssstoffe. hier waer eine striktere vorgabe seitens der regulierenden behörden sinnvoll. es spielt ja keine rolle ob es sich um ein implantat handelt oder um ein t-shirt welches man über eine lange zeit traegt. oder ob man in einem haus wohnt wo die isolation feuerfest behandelt ist und die disruptoren in die umgebung entlaesst. relevant ist, was ein stoff bewirkt und ab welcher konzentration es gefaehrlich wird. das testen solcher stoffe bietet natuerlich gefahren, denn wenn sie verboten werden oder nur restriktiv verwendet werden dürfen, braucht es alternativen. sonst gehen die geschaefte ein. oder anstatt pet landen wir wieder beim glas. was so dumm gar nicht waere... aber der umsatz...


    im moment ist der ansatz halt sehr reaktiv. wird etwas bemerkt, wird es untersucht, dann wir lobbyiert und es vergehen jahre.


    beim beispiel der babystrampler war es so, dass dies geändert wurde.. einige jahre später hatte es aber genau dieselben stoffe wieder drin. war halt günstiger.