Gericht ordnet bei Trennung per xx.xx.xxxx Gütertrennung an

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  • In einer Trennungsvereinbarung wird die Gütertrennung per xx.xx.xxxx vom Gericht angeordnet.


    Was sind die Folgen für eine gemeinsame Immobilie? Bleibt diese im je hälftigen Miteigentum bis die Scheidung erfolgt ist und allenfalls eine Person die Immobilie übernimmt?


    Oder kann das bereits vor der Scheidung geklärt werden, im Hinblick, wenn sie z.b. ein Partner "querstellt"?

  • So ohne exakte Angaben kann ihre Frage nicht beantwortet werden. Mit welchen Gelder wurde die gemeinsame Immobilie gekauft? Wie umfassend ist die angeordnete Gütertrennung? Nach meiner Erfahrung wird im Eheschutzverfahren nur selten eine Gütertrennung angeordnet. Besteht die Gefahr, dass vorhandene Errungenschaft über den (Familien-)Bedarf hinaus bezogen wird und das Gericht deshalb Gütertrennung angeordnet hat?


    Die Aufteilung einer gemeinsamen Liegenschaf bei einer Scheidung ist immer problematisch, wenn die Parteien so zerstritten sind, dass keine gemeinsame, vernunftbasierte Lösung gefunden werden kann. Daran wird die angeordnete Gütertrennung nichts ändern. Stellt sich einer der Eigentümer "quer", dann ist zu befürchten, dass dadurch ein jahrelanger Rechtsstreit entsteht.

  • In der Trennungsvereinbarung steht betreffend lediglich:


    Es wird per xx.xx.xxx die Gütertrennung angeordert.


    Detailierte Erläuterung gibt es dazu nicht, auch nicht zu der Immobilie. Der Unterhalt der Kinder wird noch geregelt und ein paar weitere kleine Details.



    Die Finanzierung der Immobilie erfolgt nicht aus Mittel, welche während der Ehe erworben wurden. Einen Teil des Geldes hatte ich vorher, der Rest kam von meinen Eltern. Entsprechende Belege sind vorhanden.


    Ich möchte in einem ersten Schritt die Gütertrennung im Hinblick auf die Immobilie "vollziehen" und erst in einem zweiten Schritt die Scheidung weiterziehen. Wie muss ich dazu vorgehen?

  • Die Wertsteigerung der Liegenschaft seit der Heirat (oder dem Kauf) fällt in die Errungenschaft.

    Sie haben einen andern Thread angefangen mit dem Thema grundpfandrechtliche Sicherstellung bei Wohneigentum, bei Sozialhilfebezug. Haben diese beiden Themen einen Zusammenhang?

  • Sozialhilfe war kurzzeitig ein Thema, hat sich aber erledigt.


    Wie ist das Vorgehen um die Gütertrennung zu vollziehen? Geht das nur mit Hilfe des Gerichts (wenn sich die Parteien nicht einig sind), oder lässt sich das auch ohne Gericht machen?

  • Bei umfassender Einigung geben die Parteien ihre Vereinbarung gemeinsam bei Gericht ein und brauchen dazu keine anwaltliche Vertretung (wobei ich dazu rate, die Vereinbarung von jemandem formulieren zu lassen, der weiss, wie das gemacht wird und welche Punkte darin geregelt werden müssen). Sind sich die Parteien darüber einig, wie sie sich güterrechtlich auseinandersetzen wollen, braucht es auch keine vorhergehende Gütertrennung.

    Natürlich können die Ehepartner nur soweit über ihr Vermögen verfügen, wie sie nicht anderweitig verpflichtet sind.

    Eine Scheidungsvereinbarung ist erst dann gültig, wenn sie gerichtlich entschieden/akzeptiert ist. Ohne Gericht geht's also nicht.