Wenn Abstimmungen knapp ausgehen

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  • Viele Abstimmungen in der Schweiz gehen knapp aus. Dabei fragt es sich, ob das geltende Prinzip der einfachen Mehrheit noch im bisherigen Umfang gelten soll. Enorm knappe Mehrheiten bleiben umstritten. Oft werden dann erneute Abstimmungen verlangt. Diese Bedenken sollten berücksichtigt werden. Dazu ist nur eine geringe Änderung der Verfassung – oder möglicherweise nur eine neue Prozedur – notwendig. Je enger eine Abstimmung ausgeht, desto mehr sollte der Zwang bestehen, die gegenteiligen Auffassungen in einem Konsensverfahren zu berücksichtigen. Die unterschiedlichen Meinungen müssen in einem formalen Prozess berücksichtigt werden, wobei der Mehrheitsmeinung mehr Gewicht zukommen sollte. Die knappen Verlierer müssen ihrerseits neue Vorschläge einbringen, die für eine grosse Mehrheit akzeptabel sind. Am Ende soll dem Volk eine neue Vorlage unterbreitet werden, die dann erwartungsgemäss einen grossen Teil der Abstimmenden überzeugt. (Auszug aus Prof. B.S. Frey in der NZZ vom 6.10.2016)

  • Bei einem knappen Resultat wird die Verliererpartei eh nach Wegen suchen, um doch noch auf Umwegen an ihr Ziel zu gelangen. Das verlängert den Entscheidungsprozess enorm. Wenn die angenommene Vorlage relativ gut war, könnte sie in einer zweiten Runde durch ein Konsensverfahren mit der Minderheit umgehend verbessert werden.

  • Die Gewalt im STAAT (Verwaltung der Gesellschaft) geht zunehmend von wenigen Kapitalgewaltigen aus und immer weniger vom Grossteil der kapitalschwachen Bevölkerung. Kapitalgewaltige geht es am A... vorbei, was in der Scheindemokratie abläuft.
    Hauptsache der Grossteil der Bevölkerung glaubt und meint, wie im späten Christendumm.


    Aldous Huxley schreibt von der Genuss-Diktatur, die zur freiwilligen Selbst-Versklavung führt.

    Frei sind nur Minimalisten, die mit einem Mindestmass an Genuss ihren Frieden finden.


    Wirklich sehenswert diese ARTE-Sendung :
    https://www.arte.tv/de/videos/…rge-orwell-aldous-huxley/

  • Das US Prinzip ist das Versprechen auf Nachsorge. wenn etwas schief läuft.

    Das Europ. Prinzip war lange Vorsorge, dass möglichst wenig schief läuft.


    Bevor die Gewinner den Konsens mit den Verlierern suchen sollen, bei knappen Mehrheiten,

    wäre es ja möglich den Konsens schon im Vorfeld zu suchen.


    Auf Konsens gebürstet ist fast immer zum Nachteil der Schwächeren.