Lösung für neues französiches AKW-Problem ?

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  • Bei einem kleinen Teil der alten franz. AKW (900 MW Typ) wurde nebenbei Spannungsrisskorrosion in erheblichen Ausmass festgestellt,
    das ausgerechnet bei den Rohren der Notkühlung.

    Notkühlung wird unbedingt gebraucht, wenn es zu einem plötzlichen Lastabfall oder einem grösseren Störfall kommt.

    Wenn in einer schon kritischen Situation auch noch die Notkühlung versagt, überhitzt das Wasser und tritt als Dampf explosionsartig aus dem Reaktor aus.

    Fällt das Wasser als Moderator aus, kommt es wie in Fukushima zur Kernschmelze, mithin Nuklearkatastrophe.


    Beim grösseren Teil der alten franz. AKW wurde die Verrohrung der Notkühlungen noch nicht untersucht.
    Sollen nun die AKW's vom 900 MW Typ in Frankreich wieder ans Netz ?

    Das technische Fachpersonal sagt NEIN, das politische Lager um Macron sagt JA.


    Spannungsrisskorrosion ist die transkristalline (durch das Gefügekorn) oder interkristalline (entlang der Korngrenzen des Gefüges) Rissbildung in Werkstoffen unter dem gleichzeitigen Einfluss einer rein statischen Zugspannung oder mit überlagerter niederfrequenter Zugschwellspannung und eines spezifischen Angriffsmittels, das zu Korrosion an der Innenwand eines Rohres führt.

  • Interessiert es keinen, was diese Nachricht bedeutet ?

    - diesen Winter kaum elektr. Energie aus Frankreich

    - Wurden die wasserführenden Leitungen in den Notkühlungs-Systemen der Schweizer AKW genau auf Spannungsrisskorrosion analysiert ?


    Gemäss der Verhaltensforschers Irenäus Eibl-Eibesfeldt ist der Mensch ein risikiertes Lebewesen,

    weil er kurzfristige eigene Vorteile schnell und zutreffend erkennt,

    aber langfristige und viel grössere Nachteile für die Menschheit kaum erkennen kann oder will.

  • oytenkratos


    In der Gruppe Transmitter / Prakticus &Co gibt es Leute, die früher für die Schweizerische Nuklearindustrie gearbeitet hatten.

    Seit sie nicht mehr für diese Industrie und auch nicht mehr für die Schweizerische Rüstungsindustrie tätig sind haben wir in der Gruppe Transmitter nicht mehr so viele aktuelle Informationen darüber, welche Sicherheitsprüfungen in den Schweizer AKW durchgeführt werden.

  • rodizia

    Wäre es möglich in der Gruppe Transmitter nachzufragen, ob während deren Tätigkeit sorgfältig auf Spannungsriss-Korrosion geprüft wurde ?

    In welchen Leitungen und mit welchen Messmethoden das Material "tiefer" analysiert wurde ?


    Es ist ja nicht auszuschliessen, dass nur eine gewisse "oberflächliche" Korrosion festgestellt wurde und diese als unbedeutend gewertet wurde.

    In Frankreich wurde es ja auch nur angeblich mehr zufällig entdeckt. Details fehlten dazu in meiner Quelle.

    Möglicherweise hat ein übereifriger Ingenieur eine neue Messmethode ausprobiert.


    In Spanien gibt es noch 7 Atomreaktoren am Netz.

    Es besteht hier grosse Einigkeit, die Atomreaktoren abzubauen.

    Die Erdgasversorgung für die Gaskraftwerke ist relativ sicher, weil die eine Gaspipeline von Algerien aus haben.

    Solange sicher bis die der operative Teil der US-Geheimdienste die nicht sprengt, damit auch Spanien mehr LNG aus den USA braucht.

    Die Täter sind dann irgendwelche terroristischen Islamisten,Kommunisten, Putin oder DIE Chinesen.

    Übrigens sind die Sparbemühungen bei Strom hier hoch, damit die Gaskraftwerke weniger laufen müssen und mehr Gas aus Algerien nach Frankreich geliefert werden kann. Einen Vorteilhat der jetzige Klimawandel, der Ertrag aus Windkraft nimmt zu.

    Die meisten Spanier, die ich hier in Asturien kennen gelernt habe, haben verstanden, dass Unabhängigkeit bei der Energieversorgung ungeheuer wichtig ist und dass nur eine einige Europäische Union und ihre Nationen sich gegen die übermächtigen Supermächte USA und VR China erwehren können. Hier die Anteile an der span. Energieerzeugung vom Feb. 2022 :

    Stromerzeugung nach Energieträgern in Spanien 2021 - Strommix | Statista
    Die Statistik zeigt den Anteil der einzelnen Energieträger an der Nettostromerzeugung in Spanien im Jahr 2021.
    de.statista.com

    Derzeit wird vorrangig in Spanien Windkraft ausgebaut, in naher Zukunft auch vor den Küsten,
    gegenüber Sonnenkraft, weil das unter spanischen Bedingungen wirtschaftlicher ist.
    Die Speicherkraftwerke laufen hier auch nur, wenn erneuerbare Energien nicht genug liefern und Frankreich mehr Strom braucht.


    Also ich fühle mich mit diesen Menschen in Spanien viel sicherer.

  • oytenkratos


    Im Prinzip kann ich schon mal nachfragen. Die betreffenden Personen sind aber meistens ausserhalb des Mobilfunknetzes und haben dann keinen Internetzugang.

    Ausserdem fürchte ich, dass die Nachfrage hier nicht viel bringt. Da diese Personen seit mehr als 30 Jahren nicht mehr für die genannten Industrien tätig sind.


    Das Problem mit der Spannungsrisskorrosion ist, dass diese meinem Wissen nach, erst nach vielen Jahren / Jahrzehnten sichtbar wird.

    Wie gut diese mit den damals üblichen Prüfmethoden, Ultraschall und Röntgen erkannt werden konnten, weiss ich nicht.

    Und ich weiss auch nicht, was da und wie oft da geprüft wurde.


    Hinzu kommt, dass bei installierten Anlagen die Prüfung mit den obgenannten Methoden, auch wenn die in der Zwischenzeit wahrscheinlich auch noch besser geworden sind, eine Prüfung nicht so einfach gemacht werden kann. Man kann die Qualität der Prüfung da auch noch in Zweifel ziehen.


    Spannungsrisskorrosion ist ein typisches Problem der Materialermüdung.


    Man darf also ruhig fragen, wann es Zeit ist die Notkühlsysteme zu prüfen, oder auch zu ersetzen.

  • Wäre es möglich in der Gruppe Transmitter nachzufragen, ob während deren Tätigkeit sorgfältig auf Spannungsriss-Korrosion geprüft wurde ?

    In welchen Leitungen und mit welchen Messmethoden das Material "tiefer" analysiert wurde ?


    Es ist ja nicht auszuschliessen, dass nur eine gewisse "oberflächliche" Korrosion festgestellt wurde und diese als unbedeutend gewertet wurde.

    Hier sind Zwei Artikel darüber (übersetzbar):


    EDF hat ein Inspektionsprogramm für die gesamte Nuklearflotte definiert:

    • 2022 werden die Reaktoren der 900-MW-Reihe im Rahmen ihres zehnjährigen Wartungsprogramms überprüft. Dies betrifft die Reaktoren Tricastin 3, Gravelines 3, Dampierre 2, Blayais 1 und Saint Laurent B2.
    • Das Inspektionsprogramm für die Reaktoren der 1300-MW-Serie wird erstellt, nachdem die Erkenntnisse aus den laufenden Bewertungen und Inspektionen der Hilfskreisläufe des Reaktors Penly 1 integriert wurden.

    Zum jetzigen Zeitpunkt für 2022 ist EDF der Ansicht, dass es nicht notwendig ist, neue Reaktorausfälle zu antizipieren, um diese Kontrollen durchzuführen.


    Der Austausch mit der Behörde für nukleare Sicherheit über das Programm zur Behandlung von Spannungskorrosion wird fortgesetzt.

    Link


    und hier: Risse: die Nuklearflotte unter Zwängen

  • insich+  rodizia


    Maschinell übersetzter Ausschnitt aus "TECHNIQUES DE L´INGENIEUR :
    Die Risse wurden auf zwei Arten von Kreisläufen festgestellt.
    Zunächst einmal zum Sicherheitsinjektionskreislauf (RIS), der dazu bestimmt ist, boriertes Wasser in den Hauptprimärkreislauf des Reaktors einzuspritzen, um ihn zu kühlen. Es handelt sich um ein Sicherheitssystem, das betriebsbereit sein muss, um den Energiestoff im Falle eines Zwischenfalls im Primärkreislauf zu kühlen.

    Dann auf den Abschaltkühlkreislauf (RRA), der, wie der Name schon sagt, eine Zirkulation und einen Mindestwasserstand im Primärkreislauf zulässt, um die Restwärme aus den radioaktiven Brennelementen abzuführen, wenn der Reaktor abgeschaltet wird.


    Diese beiden Kreisläufe sind daher unerlässlich, um eine Überhitzung des Reaktorkerns im Falle einer Abschaltung oder eines Störfalls zu verhindern. Das Vorhandensein von Rissen wurde durch eine Laboranalyse der betroffenen (und herausgeschnittenen) Teile des RIS-Kreislaufs des Civaux 1 bestätigt, die sich in der Nähe der Schweißnähte befinden, wo die Rohrleitung mehrere Biegungen aufweist (siehe Diagramm). Ihre Größen sind nicht zu vernachlässigen, da sie von 0,75 bis 5,6 mm für Rohre mit einer Dicke von 30 mm reichen.
    Mindestens einer dieser Risse wäre umlaufend, das heißt, er hat sich um das ganze Rohr herum gebildet oder ausgebreitet. ...


    Code
    Der Verband Global Chance hat in seinem Bericht ein ähnliches Ereignis wie das, was jetzt passiert,
    identifiziert. 1998 wurden nach einem großen Wasserleck von 30 m³/h Risse im RRA-Kreislauf des Civaux 1 
    festgestellt, die durch thermische Ermüdung aufgrund des Temperaturunterschieds (mehr als 80 °C) zwischen heißem und kaltem Wasser entstanden waren. Das in anderen Reaktoren festgestellte Phänomen hatte in allen Kraftwerken zum vollständigen Austausch der betroffenen Abschnitte des RRA geführt! So waren 1999 16 Reaktoren, 2000 35 und 2001 3 Reaktoren Gegenstand von Arbeiten. Das IRSN, das wegen dieses "Versehens" kontaktiert wurde, erklärt dies, indem es auf den Unterschied in der Natur zwischen thermischer Ermüdung und Spannungskorrosion hinweist. Laut Institut gab es daher keinen Anlass, diese Rückmeldungen zu erwähnen. IRSN erkennt an, dass die Ursachen der „aktuellen Störungen […] noch nicht vollständig aufgeklärt sind“. Spannungskorrosion ist jedoch seit den 1970er Jahren in Siedewasserreaktoren in den Vereinigten Staaten sowie in einem Dutzend Fällen in Frankreich an Druckwasserreaktoren bekannt. Aber, schlussfolgert das IRSN, „diese spezifischen Fälle haben 
    Ursachen erklärt (im Allgemeinen zufällige chemische Verschmutzung und/oder besondere Situation der Dampfleitungen) und es wurden Modifikationen geplant, um die Reproduktion dieser Fälle zu vermeiden. Auch wenn das IRSN die Frage nach der Rolle des Sauerstoffs bei den derzeit beobachteten Defekten weiter untersucht,
    sind diese letzteren Defekte neu und waren unerwartet. Vor allem ihr Ausmaß ist beispiellos.