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  • Und wieder stellte unser Herrliberger SVP Oligarch Blocher vergangene Woche die Diskussion über das Waldsterben in der NZZ als Waldssterbens-Lüge der Wissenschaft in den Raum.


    Unsere Wälder sind nicht gestorben – Freuen wir uns doch.


    Im Zusammenhang mit den Klimadiskussionen wird für die angeblich unwahren Resultate und Prognosen der Klimawissenschaft als Querbeweis immer wieder von einer "Waldsterbenslüge" gesprochen. So bei erneut den Eidgenössischen Räten, wo sich so mancher schlaue Populist mit diesem Totschlagwort gegen die Klimawissenschaft in die Nesseln seines blanken Unwissens setzte. Maria v. Roth schrieb schon: Wer nichts weiss, hat selten die Gabe, trotzdem zu schweigen.


    Was hat dieses Wort Waldsterbenslüge mit dem Treibhauseffekt auf sich, und in welchen Zusammenhang steht es zu diesem? Die Populisten bedienen sich bei jeder sich bietenden Klima-Diskussion dieses Synonyms "Waldsterbenslüge", um die gesamte Klimadiskussionen schon im Keim zu ersticken. Den Klimawissenschaflern wird eigennütziges Lügen und Ämterschacher unterstellt. Das grenzt nicht nur an, sondern das ist blankes Unwissen und Nachschwätzen in Ermangelung von Basis-Wissen. Mit dieser litaneiartig nachgeplapperten Plattitüde wird eine bewusste politische Irreführung betrieben. Die Treibhausproblematik steht mit dem Waldsterben nur in sehr beschränktem Zusammenhang. Für die seinerzeitige negativen Auswirkungen auf die Wälder waren weitgehend andere, auf die regionale Vegetation einwirkende Luftschadstoffe, verantwortlich. Der bis in grosse Höhen gemessene saure Regen, übersäuerte Bergseen und Waldböden sowie auch die nicht zu übersehende Zunahme der Baumkronen-Verlichtungen waren dannzumal unübersehbare Folgen unseres Tuns.


    Das Szenario Waldsterben, etwa Mitte der Siebzigerjahre schon beobachtet, war eingangs der Achtziger Jahre von lokaler bzw. regionaler und nicht globaler Tragweite. Es war weder von den Emissionskomponenten noch von den Auswirkungen her abhängig von den signifikanten Treibhausgasen und hat somit höchstens am Rande mit dem Klima etwas gemein. Man wies dazumal mit Bildern, Messungen, Zahlen und Fakten nach, was sich in den Schweizerwäldern anbahnte. Bilder, auch aus umliegenden Ländern, wo in Regionen nur noch dürre Stämme zu sehen waren, die wie "Zündhölzer" aus dem Böden ragten waren Thema länderübergreifender Diskussionen. Die nächsten solcher stacheligen Wald-Kuppen ausserhalb der Schweiz bereits im Schwarzwald, aber vor allem auch hinter dem dazumaligen eisernen Vorhang, wo das Wort Umweltschutz wohl noch nicht erfunden war.


    Die Forschung zeigte klar belegbare Resultate vor und sprach mit diesen harten Fakten im Rücken von einem Waldsterben. Das allerdings unter der Prämisse, wenn nichts unmittelbar unter grössten Anstrengungen dagegen unternommen würde. Diese Prämisse wird in den aktuellen Diskussionen geflissentlich bewusst unterschlagen.


    Da die Schadens-Auslöser klar definiert werden konnten, wusste man auch, wo die Hebel anzusetzen waren – und sie wurden zum Wohle und Genesung der Wälder auch angesetzt, schnell und drastisch. Ebenso war bekannt, aus welchen Schloten und Auspuffanlagen diese in die Atmosphäre gelangten und vor allem auch wie sie sich unter den unterschiedlichen topographischen und lokalklimatischen Voraussetzungen auswirkten. Nicht diejenigen, die dazumal von einem Waldsterben sprachen, wenn nichts zur Rettung der Wälder unternommen würde, waren und sind die Waldsterbens-Lügner, sondern jene, die diese der Waldsterbenslüge bezichtigen.

  • Ergänzung zum bessere Verständnis über die Gründe der dazumaligen Dreckluft-Schleuderer, an die ich mich besonders erinnern kann, da ich in der Energiebranche für Grossfeuerungsanlagen für Heizungen und Produktionsanlagen tätig war.


    In den Sechziger und Siebziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts galt das Wort Umweltbelastung eher als Fremdwort. Dies nicht zuletzt auch, weil man die stetig steigenden Abfallmengen in unzähligen Deponien verlochte, ganze Deponiefelder stanken glimmend in die Regionen und was sich energetisch nutzen liess, wurde über Heizungskamine entsorgte. Einzige Einschränkungen, die Feststoffe waren so gut wie dazumal möglich zurückzuhalten. Sehr viele Autowerkstätten heizten ihre Räumlickeiten mit verbrauchten und verschmutzten Motoren- und Getriebeölen die mit mehr oder weniger giftigen Additiven angereichert waren. Diese fielen in grossen Mengen an, weil dazumal alle 2'000 bis 3'000 Fahrkilometer die Öle gewechselt werden mussten. Transfomatotrenöle von Trafostationen und sogar hochgradig kontaminierte Eisenbahnschwellen wurden verheizt. Die Anforderungen der Feststoff-Feuerungen in den grossen Lebensmittel-Verteilzentren waren ebnenso entsprechend niedrig. Es schloteten in der Schweiz sehr viele, auf heutige Anforderungen bezogen, schlechte "Abfallentsorgungen" mit Wäremenutzung.


    Für die chemischen Reinigungen, die mit FCKW-haltigen Reinigungsmittel betrieben wurden und die sich dazumal exlplosionsartig vermehrenden, galten für die äusserst schädlichen Treibhausgase marginale Emissions-Vorschriften. Dasselbe für die Kältemitten der sich zahlenmässig ebenso in einem steilen Anstieg befindenden Kühlzentralen wie auch die häuslichen Kühlschränke, Tiefkühgeräte und Wärmepumpen.

  • @skwywings


    Sie haben schon recht. Eine Ausländerfeindlichkeit ist hauptsächlich bei den Rechtsbürgerlichen zu erkennen.


    Doch eine zu starke und zu schnelle Zuwanderung macht auch anderen Wählern Sorgen. Hier erreicht die SVP mit ihren Vorlagen zur Migration auch Stimmbürger, denen ich jetzt nicht eine eigentliche Ausländerfeindlichkeit unterstellen würde.

    Allen Vorlagen, Initiativen und Referenden der SVP liegt in den letzten Jahrzehnten in der Argumentation aber praktisch ausnahmslos eine systematische Angstmacherei zugrunde, welche kaum auf realen Fakten beruht, sondern vielmehr auf einer falschen Deutung von Fakten.

    Fragt man nach den Quellen der Fakten, respektive deren Deutung, kommen die in der Regel nicht von der (neutralen) Wissenschaft, sondern von politisch Indoktrinierten, die sich gegenseitig abschreiben und nachplappern.


    Tatsächlich gibt es unter diesen "Schwätzern" auch noch solche mit Hochschulabschlüssen und Doktortitel. Das sieht dann nach wissenschaftlich aus, obwohl sich diese oft zu politischen Themen äussern, die mit ihrem Titel wenig zu tun haben.


    Manchmal erinnern mich solche "Schwätzer" an den Präsidenten eines südafrikanischen Landes. Als Doktor für Afrikanische Geschichte hielt er Vorlesungen vor Studenten der Wirtschaftswissenschaften. Dabei lobte er den Präsidenten Zimbabwes über allen Klee als genialen Volkswirtschafter.

    Der Doktor für Afrikanische Geschichte wurde von den Studenten ausgelacht. Wenige Jahre darauf war Zimbabwe endgültig Bankrott.

    Ach ja... einen Doktor für Afrikanische Geschichte gibt es nur einen Einzigen und in einem einzigen Land. Gibt auch keine Universität die einen solchen Studiengang unterhält.

  • noldi


    Vielen Dank für ihre guten Beiträge betreffend Waldsterben.

    Wie sie sachlich und informativ schrieben, hatte das Waldsterben von damals mit der Klimaerwärmung so gut wie nichts zu tun. Dessen Ursache war der saure Regen als Folge der Luftverschmutzung.

    Erst seit relativ kurzer Zeit lässt sich eine neue Form von Waldsterben erkennen, welches nun aber tatsächlich im Zusammenhang mit dem Klimawandel auftritt.

    Hier gibt es Faktoren, die direkt wirken und solche die "nur" indirekt wirken. Zusammen aber immer verheerender wirken.

    Auch das wird von wissenschaftsresistenten Gläubigen vehement geleugnet.


    Frau Martullo - Blocher kann sich darüber freuen...

    Je mehr Wald notgeschlachtet werden muss, desto billiger kann sie aus dem eigenen Holzschnitzelkraftwerk Energie beziehen um die Produktion noch weiter anzukurbeln. Das ist höchst erfolgreich....

  • noldi


    In ganz Europa und bis weit in den Norden hinauf, haben wir es in den letzten Jahrzehnten mit einer anderen Form des Waldsterbens zu tun.

    Dieses Sterben beruht nicht auf dem sauren Regen wegen der Luftverschmutzung, sondern hat direkt mit der Klimaerwärmung zu tun. Diese wirkt sich regional unterschiedlich stark aus. Und die Schweiz hat hier nicht gerade die die Position inne, wo sie sich beruhigt zurücklehnen kann. Weil das ja nur Andere betrifft....

    Je nach lokalen Verhältnissen trocknen Böden immer häufiger in einem Mass aus, welche das Wachstum der Bäume nicht nur kurzfristig behindert, sondern nachhaltig schädigt. Und selbst die durchschnittlich erhöhte Temperatur als Solches, ist bestimmten Baumarten nicht gerade förderlich.

    Dann kommt hinzu, dass durch die erhöhte Temperatur bestimmte Schädlinge bessere Lebensbedingungen vorfinden und ihre Reproduktionsrate dadurch erhöhen können. Verschärfend kommt noch hinzu, dass Bäume, die unter Trockenheit leiden, die eigenen Abwehrmechanismen nicht mehr ausreichend mobilisieren können.


    Die hochnoble Gilde der Klimaleugner ignoriert das völlig. Klimawandel ist nur eine Erfindung der boshaften Linken und Grünen, die sowieso nichts anderes wollen, als den Aufrechten an den Geldsäckel... etc.


    Und selbst die Klima-Skeptiker reihen sich dann da noch reichlich fleissig ein. Denn die wollen auch nicht wahrhaben, denn die wollen auch nicht begreifen, dass kein Klimaschutz teurer werden wird, als aktiver Klimaschutz.

    Die begreifen auch nicht, dass aktiver Klimaschutz nicht nur kommende Kosten einsparen kann, sondern auch wirtschaftlich neue Perspektiven / Märkte erschliessen kann.

    Wenn Schweizer Bauern aber die Obstbaumplantage (abartiger Wald) unter seinen Händen verdorrt, vergeht kein Jahr, bis Bauer nach Nothilfe vom Bund schreit.

    Scheint mir eine höchst zukunftsweisende Politik zu sein.... Ööööh?


    Vielleicht kann sich unser Waldschrat Raziel zu den aktuellen Lebensproblemen unserer Wälder noch etwas weiter äussern?

    Also ich bin ja ein etwas verkappter Fan von Waldschraten. Aber ansonsten nicht vom Fach...