Darf ich Papa zu Dir sagen?

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  • Ich kenne das Thema aus einer anderen Perspektive, aus der des neuen Partners. Ich bin für die Beibehaltung des Sorgerechts bei der Frau.

    Ich behaupte, dass alle Gesetze nichts nützen, wenn die Eltern (inklusive der neuen Partner) sich nicht verstehen. Streit, ob privat oder gerichtlich, ist immer eine Belastung für die Kinder.

    Ich hoffe mit Offenheit, Verzicht auf gegseitige Anschuldigungen, Beantwortung der Fragen der Kinder und aufzeigen der Vor- und Nachteile von Entscheidungen der Eltern, welche in den Augen von kleinen Kindern wohl noch die 'Alleskönner' sind, unsere Kinder dennoch positiv auf das Leben vorzubereiten.

    Wenn ich das Verhalten userer Kinder richtig interpretiere ist es schöner mit der Mami und zwei Papis die Welt zu erkunden, als mit einem Gerichtsbeschluss, der nichts taugt.

  • Ich stimme Deiner Meinung zu, nur das ganze funktioniert nur, wenn man unter den Erwachsenen nicht emotional "Verhandelt" - sondern auf der sachlichen, Kindergerechten Ebene.

    Es wird nur allzuoft das Kind als Mittel zur "Erpressung" von der Frau missbraucht.

    Und wer leidet unter der Sache: Kurzfristig: der Mann

    Kurz- und Mittelfristig; "nur" das Kind

    Die Erwachsenen sollten lernen die Probleme zu trennen, dh. da gibt es in erster Linie das Kind und lange danach die Erwachsenen, welche ja über der Sache stehen sollten und sich auch entsprechend verhalten müssten.

  • Probleme trennen? Mache ich nicht. Ich sehe Eltern und Kinder auf einer Stufe. Auch wenn ich für Kinder andere Worte wähle und mit viel, viel mehr Zeit nehme, versuche ich 'Problembewältigung' als Teil des Erwachsenwerdens zu sehen.

    Auch Eltern können noch erwachsen(-er) werden.

    Ich hoffe die Kinder/Eltern lernen daraus Probleme zu bewältigen mit dem Gefühl etwas gewonnen zu haben, anstatt Probleme zu verdrängen (Irgenwann holen einen die verdrängten Probleme wieder ein).

    Auch sehe ich mich nicht als Problem-Schutzschild für die Kinder. Insbesondere Beziehungsprobleme, die sie so oder so mitbekommen, bespreche ich mit ihnen.

    Ausserdem:

    Kinderargumente sind mitunter viel einfacher und besser als die mit Hintergedanken durchzogene Denkakrobatik der Erwachsenen. Wobei ich sagen muss - dafür musste auch ich erst lernen zuzuhören. Oft kommt eine Bemerkung der Kinder erst Tage oder Wochen nach dem Gespräch (in einem völlig anderem Zusammenhang).

    Gegen das Machtspiel Sorgerecht(Frau)/Alimente(Mann) gibt es aber sicherlich kein Patentrezept.

    Ebenso eine Trennung 'nicht emotional' hinzubekommen ist ein schwieriges Unterfangen, da die Ehe ja irgenwann stark darauf aufgebaut war.

  • Wolfgang: Genauso könnte man das alleinige Sorgerecht für den Mann fordern und dann behaupten, es sei schöner für die Kinder, die Welt mit dem Papi und zwei Mamis zu erkunden. Denk mal drüber nach, wie Deine Partnerin das wohl finden würde ...

  • Richtig - wenn es der Standard wäre, dass Männer die Kinder auf die Welt bringen, die Kinder aufziehen und mit grosser Wahrscheinlichkeit weniger Geld für den gleichen Job bekämen ...

    Biologie und das soziale Umfeld unterscheiden sehr wohl zwischen Mann und Frau.

    Klar könnte es im Einzelfall besser sein, dass der Mann das Sorgerecht bekommt. Aber ein Gesetz soll eine Regel darstellen, die die Bestmöglichste Lösung darstellt. Es gibt ja schliesslich die Option in begründeten Fällen von der Regel abzuweichen.

  • Es gibt auch Männer wo erpressen!

    Mein Ex ist so weit gegangen mir folgendes zu sagen: Erst wenn du aus d. gemeinsamen Haus ausziehst und das gerichtliche abklemmst bekümmere ich mich um die Kinder!!

    Jetzt wo es soweit ist, vom mir aus kann er alles behalten,will er das Haus nicht mehr, da seine Freundin im den Laufpass gegeben hat. Wie kann man mit einem solchen Menschen noch verhandeln?????Ich habe mein Ex noch nie erpresst, ich wünsche nur dass er eines Tages mit seinen Kinder eine unbeschwerte liebevolle Beziehung gestalten kann.Bei einer Trennung gibt es keine Gewinner/Verlierer.

  • Verhandeln kann man da im Moment gar nicht (Hoffnung nicht aufgeben, dass es vielleicht doch wieder einmal der Fall sein könnte).

    Aber zurück zur ursprünglichen Frage: Gemeinsames Sorgerecht oder nur die Mutter? Wenn man seine Beziehung zu den Kindern von dem Besitz von Dingen abhängig macht, dann weiss der Ex-Partner nicht zwischen Dingen und Kindern zu unterscheiden. Vielleicht sollte man es nicht SorgeRECHT sondern SorgePFLICHT nennen. Dann würde viellecht dem ein oder anderen klar, dass es hier nicht um Nehmen, sondern um Geben (Liebe, Fürsorge, Trost, Hilfe, Erfahrung, Unterstützung, ZEIT!, ...) geht. Nicht nur dann wenn mann gerade Lust dazu hat.

    Vielleicht würde das dazu führen den Streit der Ex-Parter und die Beziehung zu den Kindern etwas zu entkoppeln?