Vollkaskomentalität - nein danke

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  • Wozu brauchen wir hier auch noch eine teure Vollkaskoversicherung? Wollt ihr junge Familien noch mehr belasten, damit die Angehörigen von betagten Personen mehr erben können?

    Wozu braucht ein 80-jähriger noch ein Vermögen, wenn nicht zur Finanzierung seines letzten Lebensabschnittes?

    Wenn es nicht mehr reicht: In der Schweiz muss niemand unter dem Existenzminimum leben, dafür haben wir gut ausgebaute Sozialwerke und es ist keine Schande, diese für die Finanzierung des Altersheimes in Anspruch nehmen zu müssen. Zudem werden diese solidarisch durch Steuern finanziert und nicht durch eine Einheitsprämie, welche vor allem die wirtschaftlich Schwachen belastet und juristische Personen gar nicht in die Finanzierung miteinbezieht.

    Warum sind die Kosten in den Alters- und Pflegeheimen so hoch wie im Spital oder einem Fünfsternhotel? Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie es dort läuft und wieviel Personal es dort hat. So etwas ist völlig unakzeptabel.

    Leute, die ihre Angehörigen bis zum Schluss zu Hause pflegen, werden bestraft, indem sie die Altersheim-Abschiebementalität von anderen gezwungenermassen mitfinanzieren müssen!

    Sollten die Altersheime zusätzlich auch noch den Krankenkassen aufgebürdet werden, so würde das bedeuten, dass wir rund doppelt so hohe Prämien bezahlen müssen!

    Kaum zu glauben, dass heute noch solche Forderungen aufgestellt werden können. Der KVG-Leistungskatalog muss drastisch reduziert und nicht immer noch mehr aufgeblasen werden!

  • Bravo ! Mit dieser Meinung stimme ich vollkommen überein. Leute, die das Glück hatten in ihrem Leben ein Vermögen anzusammeln sollten es auch im Alter einsetzen, bevor sie sich die Pflege von der Allgemeinheit bezahlen lassen.Die "Schmerzgrenze" ist höchstens erreicht für spätere Erben.

    Uebrigens sollten wir mehr Respekt den Pflegern entgegenbringen, die diese schwere Arbeit verrichten.

  • mit dem meisten was sie schreiben gehe ich einher. mit einem aber nicht.

    "es muss keiner in der schweiz uner dem existenzminimum leben".

    das stimmt nicht!

    es gibt mehr menschen die massiv unter dem existenzminimum leben als wir ahnen und wahrnehmen.

    es gibt einige alte menschen die wurden von arbeitgebern, mit der ahv beschissen. stehen heut mit fast gar nichts mehr da. auch findet jedes amt gerne ein schlupfloch, damit es eben nicht zahlen muss und derjenige der sich nicht zu weren weiss wird von amt zu amt, zu instituion zu institution geschickt mit dem endergebnis 0 wieder auf die strasse gestellt.

    so wie im leben ist es eben auch im alter.

    die reichen können sich ein luxus altenheim leisten und die büezer und chrampfer, die immer mit einem kleinen lohn haben leben müssen kommen ins armenhaus, oder in ein veraltetes, personalunterbesetzes heim, wo es wieder grad nur das nötigste an pflege gibt.

    das die armen für die reichen, hört selbst beim sterben nicht auf.

    der büezer, der ein leben lang für die reichen gekrüppelt hat kriegt ein einfaches holzkreuz, der reiche sack, der sich ein leben lang hat gut gehen lassen auf kosten der mindestlohn verdiener, hat natürlich dann einen prunkstein auf seinem grab.

    moni

  • Lieber Herr Hofer: Wohr wissen Sie denn diesen Unsinn (Entschuldigung!) dass die Kosten im Altersheim gleich hoch sind wie im Spital? Diesen Vergleich müssten Sie mir mit entsprechenden Abrechnungen belegen. Jeder Spitaltag wird mit über 1000 Franken verrechnet. Im Altersheim kosten Wohnen und Essen rund um die 100 Franken und die Krankenkassen zahlen im Kanton Zürich für drei Stunden Pflegearbeit 70 Franken... - Gerne komme ich mit Ihnen ins Gespräch.

  • Von wegen Unsinn: die Tagespauschale im KANTONSSPITAL TG beträgt für Erwachsene zwischen 156 und 202.-. In kleineren Spitälern deutlich weniger. In Abteilungen für intensiv pflegebedürftige Chronischkranke wie z. B. der Psychogeriatrie zwischen 124 und 139.-. Nachzulesen unter

    http://www.spitaeler-tg.ch / custom/upload/docs/Geschaeftsbedingungen_ksf_ksm_010104.pdf

    und

    http://www.spitaeler-tg.ch / custom/upload/docs/Geschaeftsbedingungen_tkk_pflegeabteilung.pdf

    In einem guten Hotel bezahlt man auch nicht mehr.

    Es ist beim besten Willen nicht einzusehen, warum in einem ALTERSHEIM gleich hohe Kosten bezahlt werden müssen, wie z. B. bei meinem Onkel und meiner Tante 148.- und 166.- / Tag. Dafür könnte man einen gut bezahlten Krankenpfleger FULL-TIME für jede Person anstellen, und genau das werden wir bald wohl auch machen. Wo geht dieses Geld hin?

  • Liebe/r T.Hofer

    Ich rate Ihnen, das mit dem Full-Time-Krankenpfleger zu versuchen, wenn Sie tatsächlich das Gefühl haben, dies sei für Sie die beste Lösung. Ich kann Ihnen aber versichern, es braucht mindestens 2-3 Pflegende pro Mann/Frau. Dies kann ich bestätigen, da meine Mutter bei einem Betagten arbeitet und ich immer wieder miterlebe, welch grosse Organisation dies mit sich bringt. Ausserdem bezweifle ich, ob diese Variante günstiger ist.

    Ich finde es ziemlich witzig, dass hier gemeckert und bemängelt wird, obwohl man ja andere Varianten vor Augen hat. Warum nicht gleich ausprobieren? Viel Glück B.Ambühl

  • Liebe moni, welche ERfahrung steckt wohl hinter deinem Beitrag. Ich erlebe es ganz anders. Durch meinen Beruf habe ich schon viele Menschen im Alter begleitet, gerade auch solche ohne Vermögen, mit der kleinsten AHV. Aber auch sie erhalten ganz selbstverständlich ein Zimmer und alle Betreuung in einem unserer Heime wie alle vermögenden Leute. Und dazu ein Taschengeld von Fr. 400.-- durch die ERgänzungsleistung .Soviel hatten viele oft noch nie in ihrem Leben. DA schafft unser Sistem wirklich ausgleichende Gerechtigkeit. Und darüber bin ich froh.

  • liebe erika

    schön, dass sie das anders erleben.

    von 400 fr. ergänzungsleitungen, habe ich noch nie was gehört, geschweige gesehen.

    bei den fällen die ich kenne, persönlich kenne, hat das niemand bekommen.

    angehörige sind auf die gemeinden, haben nachgefragt.

    diese ergäzungsleitung, gibt es, aber nicht für jeden. es wird ausgesucht, wer die kriegt und wer nicht.

    auch wenn jemand im alter auf der strasse lebt, kriegt er die nicht. wenns dann so bestimmt wird, von den behörden.

    gerechtigkeit und oder ausgleichende gerechtigkeit, gibts schon lange nicht mehr.

    für sein recht muss man sich einsetzen und nicht alle können das und nicht alle können sich das leisten.

    das ganze verleugnen, der missstände, das ganze schönreden und abstreiten, hilft den betroffenen nicht.

    wer behauptet, es gäbe altersarmut in der schweiz nicht, wer behauptet, alles ginge immer und bei allem gerecht her und zu, und wer behauptet in der schweiz muss niemand hungern und in der schweiz wird keiner im stich gelassen,

    : der hat entweder ein problem mit dem falschen schweizerstolz, oder er lügt.

    der glaubt entweder noch an den osterhasen oder an den weihnachsmann, oder der geht blind oder mit scheuklappen durchs leben.

    man kann alles und jedes im leben schönbeten oder durch eine rosarote brille sehen.

    dennoch bleibt der "ist" zustand der gleiche.

    die induviduelle wirklichkeit, ist eben oft nicht die tatsächliche wahrheit.

    moni

  • Was heisst hier "Glück haaten in ihrem Leben ein Vermögen anzusammeln"???

    Ist das die Art wie Leute wie sie ihr eigenes Unvermögen vertuschen, selber ein Vermögen zu erschaffen?

    Wer sich ein Vermögen erspart hat in seinem Leben, musste dafür hart arbeiten und hat im Alter ein Recht darauf, mit diesem Ersparten zu tun und zu lassen was er oder sie auch immer möchte. Alles andere ist sozialistische Planwirtschaft die früher oder später zu Armut aller führen wird.

    Die Menschen sollten von ihrem Einkommen und ihrem Vermögen unabhängig beurteilt werden. In der Schweizer Verfassung steht klipp und klar, dass vor dem Gesetze alle Menschen gleich seien. Nur vor dem Steuergesetz müssen gut verdienende proportional viel mehr Steuern dem immer grösser werdenden Leviathan abdrücken. Daher kommt der Stress und die Ellenbogenmentalität der heutigen Zeit.

  • JEDER und JEDE in der Schweiz hat Anrecht auf ein staatlich garantiertes Existenzminimum, wenn es im Alter die AHV nicht abdeckt, dann übernimmt die Fürsorge den fehlenden Betrag gemäss SKOS-Richtlinien. Erst recht bei Pflegeeinrichtungen, dem Altersheim, usw. Das wird immer bezahlt. Es gibt NIEMAND, der nicht aus freiwilligen Motiven auf der Strasse lebt. Das ist ein grosses Plus unseres (teuren!) Sozialstaates und hat mit falschem Nationalstolz nichts zu tun.

    Zusätzliche staatliche Zwangsversicherungen sind Luxus und völlig fehl am Platz. Wer sich weitergehend versichern oder vorsorgen will, kann das selbstverständlich auf freiwilliger Basis jederzeit tun. Wir können nicht ständig die Staatsquote auf eine x-beliebige Höhe ansteigen lassen.

  • Liebe Moni,

    hiezu kann ich nur eines sagen: BRAVO. Deine Worte könnten meine sein . Genau SO IST es. Doch das war immer so, ist immer noch so, und wird wohl auch immer so bleiben. Menschen bleiben Menschen, und dieses ganze Leben ist ein einziger Knäuel an himmelschreienden Ungerechtigkeiten.

    Gruss - Irene

  • Mein lieber Köbi!

    Was Du Moni hier bietest, ist eine schlichte Unverschämtheit! Würdest DU so einen Job - Pflegeberuf! - für 3000 Franken im Monat brutto leisten!! Und dann hast Du wohl noch das Gefühl, sie "jammere" - sie hält nur TATSACHEN fest!!! Ich weiss ja nicht, was DU machen musst für Dein Geld - offenbar kriegst du für Deine Malocherei auch sehr wenig Geld, dass Du mitreden kannst ob man "jammern" dürfe oder nicht - wenn Du mehr hast, dann kannst Du wohl nicht mitreden, wenn gleichviel, dann bewundere ich Dich - dann bist Du ein zufriedener Typ!! (ich auch. Aber das kann ich auch sein - habe gleich wiel Geld wie Moni im Monat, allerdings netto. Und dann auch noch für leichtere Arbeit als Moni (hatte). Darum bin ich zufrieden. Und auch noch, weil das Geld, das ich habe, mir für die Dinge, die mir wichtig sind, reicht. würde mich aber noch interessieren, was Du tun musst zum Dein Geld verdienen, und warum Du nicht jammerst - ich jammere ja auch, aber nicht wegen mir selber, sondern weil vieles echt ungerecht ist - wie eben dass Leute, die so einen harten Job haben (hatten...) wie PFLEGEN so VERDAMMT WENIG Geld dafür verdienen! - Gruss - Irene

  • Lieber Herr Hofer

    ... und der Rest bezahlt der Steuerzahler. Also auch Sie. Ich leite ein privates Heim und lade Sie herzlich ein, vorbei zu kommen und meine Zahlen anzuschauen. Dann sehen, wo das geld hingeht...!

    Herzlichst: Urs Bangerter

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