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  • Frau Schneider,

    Sie müssen sich aber schon entscheiden, ob Sie gegen Beschneidungen sind oder welche herbeiführen möchten.

    Das finanzielle Desaster ist sicher oft ein markantes Problem. Der Spielsucht selbst jedoch, könnten Sie mit solchen Massnahmen nie erfolgreich entgegenwirken.

    Und deshalb kommen Sie mit einer solchen Idee? Sie denken auf eine Beschneidung mehr oder weniger würde es nicht (mehr) ankommen?

    Zwischen Budgetberatung und Festlegung eines Existenzminimums ist schon ein gewaltiger Unterschied.

    Vormundschaftsbehörde und Sozialamt nenne ich im gleichen Zusammenhang, weil beide Institutionen, unter anderem, gewisse Menschen finanziell leiten / beraten / überwachen.

    Andere Ideen? Sie kennen meine Ideen bereits. Zumindest den Tenor derer. Aber ich möchte sie hier nicht nochmals zerreden lassen. Jene Menschen, für die meine Botschaften bestimmt waren, haben es wohl verstanden.

    Gruss veritim

  • Ja, banco,

    ich wollte es nicht so krass ausdrücken.

    Ich hoffe, dass Ihr Aufruf: von vielen wahr gemacht wird. Doch Sie wissen wahrscheinlich ebenso wie ich, dass es oftmals nicht leicht ist, diesem Slogan zu folgen; dass es viele Menschen gibt, die diese Herausforderung nie richtig gelernt haben und es denen daher besonders schwer fällt, etwas aus sich zu machen. Ändert aber nichts an der grundlegenden Richtigkeit Ihrer Aussage.

    Niemand behauptet, dass das Leben stets leicht sein muss. Im Gegenteil. Es ist doch so, dass wir erfahrungsgemäss mehr Freude an den selbst erkämpften Zielen als an den geschenkten haben. Daher ist auch erklärbar, warum oftmals „finanziell Privilegierten“ das Leben keinen Spass macht. Die innere Einstellung ist m.E. fast das Wichtigste.

    Gruss veritim

  • @ Banco

    "... oder soll derjenige der eine Bescheinigung hat das vom Steueramt gespahrte Geld noch mehr ins Casino tragen?"

    Als Prävention wär's eine Idee. Und wenn man von einer Prävention ausgeht, ist damit gemeint, dass hier zu Beginn noch gar keine Sucht besteht. Es wäre ein Weg zu einem Schutz vor übertriebener Sucht und den nachfolgenden möglichen Schäden, die ja dadurch entstehen können.

    Und um jemanden zu "schützen", gibt es ja bei uns gerne mal gewisse "Einschränkungen" dafür. Das muss aber nicht negativ sein. Oftmals wird manches bei uns ja gesetzlich so geregelt: z.B. "Tempo 30" in einer Innerstadtzone ist eine Einschränkung, sie gilt als Gesetz, und es geht darum, sich gegenseitig zu "schützen". (Auch wenn manche Autofahrer darüber schimpfen.)

    Ich hab's mit meiner Idee eher in diesem Sinne gemeint.

    Da fällt mir ein: Es gab mal eine lange Zeit, wo das schweizer Volk darüber an der Urne abgestimmt hat, dass es keine Spielcasinos oder Geldautomaten haben will. (Erinnern wir uns an die Gründe dafür.) In den siebziger Jahren mussten sämtliche Restaurants ihre Geldspielautomaten wegschaffen. - Radikallösung. - Naja, irgendwann haben wir uns dann aber wieder dafür entschieden. Aber ohne Präventions-Ideen dazu. Vielleicht war das ja ein Fehler?

    "... aber kann diese Ursache nicht auch schon bei der Geburt beginnen."

    Hm, ich glaube kaum, dass man als Baby schon spielsüchtig auf die Welt kommt. - Meiner Meinung nach entwickeln sich Veranlagungen in der Regel im Laufe des Lebens. Das ist nicht negativ gemeint, denn es gibt ja immer schlechte ODER gute Veranlagungen.

    Ich denke, die Ursache liegt an der Erfindung des Geldspiels selbst. Es ist eigentlich ein Spiel mit den Schwächen des Menschen (Wünsche, Hoffnungen, Reize). Und es mag Menschen geben, die mögen es ertragen und im Griff haben, und solche, die dies nicht schaffen, weil sie dem Reiz schneller erlegen sind. (Wobei man auch nicht vergessen darf, dass Geld eben eine ungeheure Anziehungskraft haben kann.)

    Aus einer Sucht heraus zu kommen, betrachte ich als das eine Thema, und nach einer Lösungssuche/Prävention für alle zu suchen, ist ein anderes Thema. Beides ist aber wichtig, denn beides ergänzt sich dann ja wieder.

    Ich halte aber ganz und gar nicht stur an meiner hier vorgebrachten Idee fest, im Gegenteil. Andere Ideen wären mir auch lieb.

    Vielleicht kann man aber ja darüber nachdenken? Als Süchtiger. Oder Ex-Süchtiger. Und sich überlegen, ob so eine Einschränkung durch eine Behörde einem damals vielleicht eher geholfen hätte?

    Brigitte Schneider

    Basler Armutskonferenz von unten

  • @ Veritim

    "... Sie müssen sich aber schon entscheiden, ob Sie gegen Beschneidungen sind oder welche herbeiführen möchten."

    Ich bin dagegen. - Das heisst aber ja nicht, dass ich hier nicht trotzdem ähnliche Ideen bringen dürfte. (Abgesehen davon suche ich nicht nach einem "Verbot", sondern nach einer "Zwischenlösung"(bzw. Einschränkung) als Prävention. - Ist doch auch okay, oder?)

    "... Der Spielsucht selbst jedoch, könnten Sie mit solchen Massnahmen nie erfolgreich entgegenwirken."

    Da ist es ähnlich wie mit der Raucher-Sucht. Hier sucht man nicht nach einer "Zwischenlösung" (wo Raucher in der Freiheit draussen noch rauchen dürfen), sondern man will es nach und nach überall gleich ganz verbieten. Geholfen ist damit den Süchtigen aber auch nicht. - Hingegen scheint man diese extreme "Beschneidung" hier aber mehrheitlich zu akzeptieren.

    Süchte kann man aber eh kaum mit einem "Verbot" durchsetzen. Das gibt meist eine menge neue Probleme. Die wenigen, die sich durch den Verbots-Zwang von der Sucht losreissen können, sind sicher rar. Es ist schliesslich ein zünftiger Gewaltakt auf sie. - Da haben also nur gewisse "Einschränkungen" bzw. "Beschneidungen" (die man auch als Übergangslösung betrachten könnte), vielleicht eher Chancen.

    Da aber der Grundtenor eben herrscht, dass niemand "beschnitten" werden soll in seiner Entscheidungs-Freiheit (was ja auch okay ist, aber seltsamerweise immer dann so extrem hartnäckig eingehalten wird, wenn es schlussendlich vor allem um Geldeinnahmen für den Staat geht, ... aber kaum dann, wenn es darum geht, als Staat dem Einzelnen mal was zu GEBEN - hier schiebt man dann sämtliche Grundrechte gerne mal als Unwichtig zur Seite), will man auch unmöglich nach einer solchen "Zwischenlösung" suchen. Da lässt man lieber "geschehen" und lässt Süchte entstehen , und macht dann danach NUR die Symptombekämpfung.

    "... Sie denken auf eine Beschneidung mehr oder weniger würde es nicht (mehr) ankommen?"

    Nein, so denke ich nicht. Die Frage lautet, warum man es zulässt, an JENER Ecke Menschen beschneiden zu dürfen, und an der ANDEREN Ecke bei ANDEREN Menschen soll man es keinesfalls dürfen? - Hier hat es im Hintergrund einen diskriminierenden Ansatz.

    (Das ist einfach eine theoretische Frage, die sich jeder selber stellen kann.)

    "... Zwischen Budgetberatung und Festlegung eines Existenzminimums ist schon ein gewaltiger Unterschied."

    Ein Existenzminimum ist ein von Aussen (Staat /Kanton) festgelegtes Budget. Da hat der Einzelne, der mit diesem Budget auskommen muss, nichts mehr zu melden. Und er hat es keinesfalls selbst entschieden.

    Ich kann Ihnen als Staat z.B. nur Fr. 50.- geben im Monat. Festgesetzt als Existenzminimum, als Gesetz. Das ist dann Ihr Budget. Ob Sie wollen oder nicht. - Natürlich kann ich Sie hier auch noch nett BERATEN, WIE Sie mit diesen Fr. 50.- im Monat auskommen sollen. - Letzten Endes hatten Sie aber Null Entscheidungs-Freiheit über dieses vorgesetzte Budget.

    Dies meinte ich mit den üblichen Einschränkungen, die der Staat eh schon gibt.

    "... Andere Ideen? Sie kennen meine Ideen bereits."

    Zur Prävention der Spielsucht? Nö, kenne ich noch nicht, Veritim. - Oder habe ich was in Ihren Einträgen überlesen?

    Brigitte Schneider

    Basler Armutskonferenz von unten

  • Frau Schneider,

    Beschneidung per Gesetz:

    Wenn Sie wirklich dagegen sind, müssen Sie eine andere Idee bringen. Ansonsten wirkt alles etwas unglaubwürdig.

    Anderorts wird auch eingeschränkt:

    Erstens ist Rauchen und Spielen rein vom Passivus her höchst unterschiedlich. Der Passivraucher kann gesundheitliche Schädigung(en) erleiden, der Passivspieler wohl eher weniger.

    Ich bin z.B. gegen ein generelles Rauchverbot, wie es langsam sich zu entwickeln scheint. Zugleich befürworte ich aber viele andere Anstrengungen, um der Rauchersucht entgegen zu wirken. Insbesondere die Massnahmen, die ein Raucher selbst ergreift. Von der Seite des Staate erwarte ich eher Aufklärung, Hinweise, vielleicht auch die überteuerten Preise zur Steuerung des Tabakkonsums. Ich der Meinung, wenn man schon mal so dumm war anzufangen, sollte man irgend wann mal gescheiter werden um aufzuhören.

    Dass man Süchtigen mit einem Verbot nicht wirklich helfen kann sind wir wohl einig.

    >> ... aber kaum dann, wenn es darum geht, als Staat dem Einzelnen mal was zu GEBEN - hier schiebt man dann sämtliche Grundrechte gerne mal als Unwichtig zur Seite.....
    Man beschneidet auch den Spieler – durch Kontrollen, Vormerkungen, Casinoverbot etc. Also ganz sooo frei ist ein Spielsüchtiger auch nicht!

    Ein Budget ist die Aufteilung eines bestimmten, zur Verfügung stehenden Betrages für zu erwartende Ausgaben. Der Staat bestimmt den (Sozial)Betrag aufgrund bestimmter fester Ausgaben (diese sind dann tatsächlich Posten gleichen Betrages im Budget des Empfängers), zuzüglich dem (individuellen) persönlichen Bedarfs. Dieser ist aus Erfahrungswerten (Anzahl Kinder, Region, gesundheitlicher Zustand etc.) zusammengestellt. Vielleicht mag auch die finanzielle Lage des Kantons / der Gemeinde eine Rolle spielen. In andern Foren hatten wir dies schon mehrmals ausgiebig besprochen.

    Zu meinen Ideen? Ja, da haben Sie vielleicht einiges übersehen.

    Gruss veritim

  • @ Veritim

    "... Beschneidung per Gesetz: Wenn Sie wirklich dagegen sind, müssen Sie eine andere Idee bringen. Ansonsten wirkt alles etwas unglaubwürdig."

    So unglaubwürdig ist dies schon nicht, wenn ich eben gleichzeitig darauf hinweise, dass es ursprüngliche Beschneidungen per Gesetz schon längst auch gibt. Wir fassen sie einfach als "normal" auf, und merken erst dann, dass es z.B. eine enorme "Beschneidung" sein kann, wenn es uns selber betrifft.

    In der Regel haben wir es aber tagtäglich mit "Beschneidungen" durch das Gesetz zu tun. Im grossen und ganzen macht dies Sinn und ist in der Regel harmlos, um im Kollektiv miteinander zu leben oder um sich gegenseitig zu schützen. - Nur: Manche dringende Dinge werden eben wiederum so arg "Beschnitten" (meistens eben dann, wenn's um's Geld-Ausgeben des Staates handelt), dass es schon eher einem "Verbot" ähnelt, oder wo es gar ans Existenzielle des Einzelnen geht.

    "... Der Staat bestimmt den (Sozial)Betrag aufgrund bestimmter fester Ausgaben ... - Dieser ist aus Erfahrungswerten (Anzahl Kinder, Region, gesundheitlicher Zustand etc.) zusammengestellt ..."

    Diese "Erfahrungswerte" entsprechen kaum der Realität, Veritim, sondern sind jeweils ein eingeschätzter "Schnitt". Er wird meist von Leuten "gemacht", die das selber gar nicht kennen und auch nicht damit leben. Und dieses dann meistens noch unter dem "Sicherheitssiegel" einer Wissenschaft. (Dass Wissenschaft aber auch irren kann, ... daran denkt man kaum.)

    Genau hier aber kann's an's Existenzielle gehen und tut es meistens auch. Der Einzelne selbst hat hier aber von Anfang an nichts zu melden und schon gar nichts selber zu entscheiden. - Wenn nun nämlich diese eingeschätzten "Erfahrungswerte" nicht stimmen, dann ist es auch eine völlig falsche "Beschneidung" von Anfang an.

    Es ist richtig, dass der Einzelne mit seinem Geld tun soll, was er will. Freie Entscheidung. Finde ich auch.

    Aber hallo: Es ist plötzich DANN nicht mehr richtig, wenn z.B. Sozialhilfebezügern vorgeschrieben wird, WAS sie sich kaufen, bzw. leisten dürfen. Ergo: Krasse Entscheidungs-Beschneidung dieser Menschen. Und es ist ja anscheinend nur DARUM nicht mehr richtig, weil es ja Steuergelder sind, die hier ausbezahlt werden.

    "Schade, diese Einflechtung", sagen Sie zu meinen folgenden Worten: "... hier schiebt man dann sämtliche Grundrechte gerne mal als Unwichtig zur Seite...".

    Nein, diese "Einflechtung" ist eben dringend zu erwähnen. Ansonsten unterstützen wir ja eben die Diskriminierung. Denn warum soll man DENEN die freie Entscheidung über ihr Geld lassen, und den ANDEREN wiederum nicht?

    Naja, dies nur Nebenbei. Schlussendlich hat's aber als Erklärung zu meiner Präventiv-Idee hier schon seine Gründe.

    "... Man beschneidet auch den Spieler – durch Kontrollen, Vormerkungen, Casinoverbot etc. Also ganz sooo frei ist ein Spielsüchtiger auch nicht!"

    Ja, das sind aber sehr "sanfte" Beschneidungen. Abgesehen davon ist dabei die Gefahr der Willkür wieder da.

    Wir können das Ganze auch mal ganz krass und nüchtern betrachten: Wenn eingeschätzt 80% der Casino-Spieler bereits süchtig sind, müssen wir davon ausgehen, dass das Casino-Spiel als solches uns nicht gut tut und nur schadet. (Abgesehen von den tollen Geldeinnahmen für den Staat.) - Also wäre die Abschaffung von Casinos und Geldspielen allgemein eher eine Präventiv-Lösung. (Wie wir es ja auch schon mal lange Zeit so hatten.)

    Nur haben wir hier dann eben wiederum ein GANZES VERBOT (und wiederum keine "Zwischenlösung" gefunden.) Wäre also so eine Radikal-Idee eher annehmbar? Ich glaube kaum.

    "... Zu meinen Ideen? Ja, da haben Sie vielleicht einiges übersehen."

    Präventiv? - Vielleicht können Sie mir ja etwas helfen und sagen, in welchem Eintrag von Ihnen ich dies finde?

    Gehen Sie bitte mal vom Anfangspunkt aus:

    a) in der Schweiz gibt es noch keine Casinos und Geldspiele sind verboten

    b) Nun will man sie wieder und stellt an die 20 Casinos in der Schweiz verteilt auf

    c) Welches sind hier die Präventiv-Lösungen (vorbeugend) dazu, um die (erfahrungsgemässen nachfolgenden und damit verbundenen) Spielsüchte zu vermeiden oder um diese so niedrig wie möglich zu halten?

    1. Man überlässt es den Casinos, darüber zu urteilen, wer süchtig sein soll? Ausgerechnet die Casinos beurteilen dies, die die Kunden (bzw. deren Geld) ja brauchen?

    2. Oder überlässt man es den Spielern selbst, zu urteilen, ob sie süchtig sind? Ist es für alle möglich, sich selbst Grenzen zu setzen?

    3. Oder greift man zu einer "Beschneidung" durch den Staat (oder Steuerbehörde), die von Anfang an für alle gewisse Grenzen setzt?

    4. Oder soll man ein Gesetz "erfinden", wo kein Spieler alleine ein Casino betreten darf, und eine Begleitperson mitnehmen muss, die ihn in "Grenzen" hält? (Lach!)

    5. Oder soll man das Ganze schlussendlich doch gleich ganz verbieten?

    6. Oder soll man das Ganze einfach völlig "frei" lassen, und den Süchtigen dann einfach den Sündenbock zuwerfen? (Das ist anscheinend die einfachste Methode.)

    Die Frage nach der Präventiv-Lösung, die vorbeugend gelten soll, ist schwierig, Veritim. Grundsätzlich wird eine Präventiv-Massnahme aber wahrscheinlich immer eine Form von Beschneidung oder Einschränkung sein. Nur welche ist die akzeptabelste, die umsetzbarste und für alle auch die fairste?

    (Oder man kann auch fragen: Was ist wichtiger: Die Geldeinnahmen für den Staat, oder das Sucht-Schicksal des Einzelnen?)

    Hier habe ich keine Präventiv-Idee von Ihnen in Ihren Einträgen gefunden. Welche haben Sie denn? Könnten Sie's vielleicht nochmals wiederholen?

    Brigitte Schneider

    Basler Armutskonferenz von unten

  • Einfach toll , wie sie schreiben . Fabelhaft .

    Ich schliesse mich an ihre Gedankenstösse an .

    Lässt uns der Staat mündig sein oder nicht ?

    Wie gesagt : Es steht an der Türe des Casinos , wie alt jemand sein muss , damit dieser jemand rein darf . Fertig Schluss . Was hat sich der Staat da einzumischen ?

    Ich sehe im jetzigen Zustand nur die Willkür herrschen .

    Dieser Zustand wird sich nicht ändern , denn es verdienen ja alle mit auf Kosten des Spielers .

    Deshalb habe ich meine Spielstrategie komplett geändert .

  • @Matador

    Der Ordnerstruktur nach zu urteilen, antworteten Sie Frau Schneider. Frau Schneider aber vertritt die Meinung, dass eben die Spielmöglichkeit / -Erlaubnis des Einzelnen via Staat (Steuramtbescheinigung) kontrolliert werden sollte. Verstehen Sie das als gelebte Freiheit? Dann habe ich Sie aber gründlich missverstanden.

    Gruss veritim

  • Es sind eben ihre Gedankenstösse . Sie befasst sich mit diesem Problem und gibt sich Mühe , um eine bessere Lösung zu finden .

    Meine Meinung kennen Sie ja schon .

    Ich habe da meine Gedankenstösse und Sie haben ihre .

    Es sind ja keine Entscheidungen .

    Es wird aber Zeit , dass der Bund sich entscheidet , ob er jenes falsche Spiel mit der Prävention weiterspielt .

  • Ich sehe grad, dass hier im Forum die "Registrierung" nicht so ganz funktioniert ...

    @ Matador

    Stimmt, es sind ja nur Gedankenstösse. Keine Entscheidungen. Leider fällt mir selber aber auch nichts besseres ein für eine Präventiv-Lösung, als diese "Beschneidung" des Staates. (Wobei diese ja vielleicht gar nicht so extrem wäre, wenn "nur" die Grenzen eines Geldbetrages festgesetzt wären. Das wäre dann zumindest kein ganzes Verbot.) Aber symphatisch ist mir diese Lösung eben auch nicht, weil wir ja wissen, wie schnell es auch zu einer sehr argen Beschneidung werden kann, und weil dann der Staat eben am Ende eh das letzte Wort hat.

    Wenn an der Spielcasino-Türe draussen als Massnahme das Mindestalter als Präventions-Massnahme aufgeführt ist, sehe ich dies jedoch keinesfalls als Prävention gegen eine Spielsucht. Das Alter schützt vor Süchten schliesslich nicht. (Genauer gesagt: Es gilt ja somit lediglich als Verbot für die "Jungen".)

    @ Veritim

    Ich bin sehr gespannt auf Ihre Präventiv-Idee. Wenn Sie eine bessere haben, warum schreiben Sie es hier nicht nochmals hin? Ich (und alle anderen hier) würden sich sicher darüber freuen, wenn es eine bessere Idee zur Prävention gäbe ...

    Brigitte Schneider

    Basler Armutskonferenz von unten

  • Warum interessiert sich der Staat , ob ich spielsüchtig bin oder nicht , besser gesagt , ob ich mit meinem Geld umgehen kann oder nicht ?

    Der Staat sitzt selbst auf einen riesigen Schuldenberg .Trotzdem darf er weiter wursteln .

    Gewisse Manager , die falsch gewirtschaftet haben ,

    dürfen auch weiter wursteln , aber einfach woanders .

    So und jetzt zum kleinen " Spielsüchtigen " ; dem wird einfach schweizweit eine Sperre erteilt und als Kranker abgestempelt und somit ist das Problem gelöst . Dazu wird eine Alibistatistik geführt und schon hält man die Bevölkerung ruhig . Ja , es gibt ein Paar Spielsüchtige , aber die sind ja ausgesperrt .

    Weiter wird geschwiegen , dass eine grosse Mehrheit weiterhin krankhaft in den Casinos spielt .

    Vorschlag :

    Ab sofort dürfen alle für krankhaft erklärte Spieler wieder ins Casino . Wenn andere weiter wusteln dürfen , dann darf dies auch der Spielsüchtige .

    Jeder ist für sich selbst verantwortlich . Wenn Einer kein Geld mehr hat , dann kann er auch nicht mehr ins Casino .

  • @ Matador

    "... Warum interessiert sich der Staat , ob ich spielsüchtig bin oder nicht , besser gesagt , ob ich mit meinem Geld umgehen kann oder nicht ?"

    Gute Frage. - Ich stelle hier mal ein paar mögliche Antworten hin:

    a) weil der Staat den Bürger kontrollieren will. Oder aus purer Gewohnheit inzwischen kontrollieren muss.

    b) weil der Staat grundsätzlich gar kein Vertrauen in den Bürger hat.

    c) weil er findet, er muss den Bürger "schützen" (wobei der Staat dann vergisst, sich selbst zu schützen).

    d) weil der Staat (Bund) vergessen hat, dass er selbst als Vorbild fungiert.

    e) weil es so cool ist und den "Mächtigen" ein so erhabenes Gefühl gibt, wenn sie die Macht über den Bürger haben.

    f) weil Fremdbestimmung anscheinend besser ist (man sagt dem Einzelnen, was gut für ihn ist), statt dem Einzelnen seine eigene Erfahrung in der Selbstverantwortung selbst machen zu lassen.

    g) weil der Staat nur die "Folgekosten" im Auge hat: Je mehr Spielsüchtige und finanzielle Ruine, um so weniger Steuern kommen dann rein, oder um so mehr Krankheiten entstehen, die wiederum die sozialen Kassen belasten.

    Wahrscheinlich hat's von allem ein bisschen.

    Aber da gibt es noch eine andere Seite, die ebenfalls verständlich ist:

    Auch der Staat (Bund) trägt eine Verantwortung für das Volk, bzw. er muss schauen, dass das Volk nicht auf den "falschen Weg" kommt. Man stelle sich vor, wie das dann auf's Ausland wirken würde, wenn bekannt würde, dass es statistikmässig in der Schweiz die meisten Spielsüchtigen gäbe! Da hat der Staat schon zu schauen, dass sein Image gut erhalten bleibt! Hm-hm!

    Naja. Aber IN dieser Vertantwortung kann natürlich auch ein sozialer Gedanke herrschen, welcher lediglich gut gemeint ist, und welcher "helfend" sein soll.

    Stellen Sie sich vor, Matador, Ihr bester Freund gerät in die Spielsucht. Sie selbst, als Freund, wollen ihm da doch auch irgendwie helfen. Aber was tun Sie dann?

    Versuchen Sie hier nun als Freund etwas zu unternehmen, damit ihm geholfen ist (wobei dies grad bei einer Sucht sehr schwer ist, und vielleicht eben mit einer "Einschränkung" am besten zu wirken scheint), ... oder lassen Sie's von Anfang an sein, sagen dem Freund, er müsse selber wissen, was er tut, ... und lassen ihn somit OHNE Hilfe in den finanziellen Ruin und in die Krankheit rasseln?

    Wir können uns auch fragen, ob eine "Einschränkung" (egal in welcher Form) grundsätzlich eine Hilfe sein kann? (Natürlich kommt es hier wieder darauf an, wie stark diese "Einschränkung" ist.)

    Hilft eine Einschränkung gegen Süchte? - Offenbar scheint man ja irgendwie davon auszugehen.

    Ziehe ich z.B. einem Computer-Süchtigen den Stecker aus der Dose, packe ihn am Arm und gehe mit ihm spazieren, ... dann habe ich ihn genauso "eingeschränkt", aber eben auf eine ablenkende und manipulative Art.

    Oder erhöhe ich die Preise für Zigaretten für einen Zigaretten-Süchtigen, dann habe ich ihn genau so "eingeschränkt", und zwar genau so manipulativ, weil ich nämlich davon ausgehe, dass er sich irgendwann die Zigaretten nicht mehr leisten kann, und dann automatisch von seiner Sucht loskommen wird.

    WIE ich's aber "meine" - diese Hilfe - so kann dies eigentlich sehr "gut gemeint" sein. Für den Betreffenden mit seiner Sucht selbst hat aber diese meine "Hilfe" immer eine sehr krasse Form von "Einschränkung", "Verbot", "Fremdbestimmung", usw. Er könnte mich schliesslich killen für das, was ich helfend und gutgemeint für ihn tue.

    Wär's daher nicht das "Mass" der Einschränkung selbst, die zählt? Wenn Einschränkung wenigstens ein bisschen helfen kann, ... kann sie doch auch eine Form von Hilfe sein? Zumindest beim Thema "Sucht"?

    Brigitte Schneider

    Basler Armutskonferenz von unten

  • Ein herzliches Hallo

    Betreffend Einschränkungen möchte ich folgendes festhalten.

    Einschränkung heist für mich nicht das Kasinos weg müssten oder dass ich gut beraten werde wie ich mit dem Geld umgehen soll, sondern viel mehr, wir müssen eine Stufe weiter gehen, dem Süchtigen (Kranken) muss das Geld komplet gesperrt werden er muss in allen Kasinos gesperrt werden, auch liegt es in seiner Eigenverantwortung diese Wege einzuschlagen, demzufolge muss er seine Such zuerst auch akzeptieren um diese Wege gehen zu können.

    Fangen wir bei der süchtigen Person an und rütteln nicht an seinem Umfeld.

    http://www.privatepro.ch/rotsch43 meine Homepage und Geschichte.

    Lieber Gruss

    Banco

  • Wenn ein Freund von mir mit seinem Geld nicht umgehen kann und mich um Hilfe bittet , dann werde ich ihn erst einmal zuhören .

    Helfen aber , muss er sich selbst , denn der Umgang mit dem Geld muss gelernt sein .

    Entweder habe ich Geld oder ich habe es nicht .

    Hab ich Geld , dann darf ich in das Casino .

    Hab ich kein Geld , dann darf ich nicht in das Casino . So einfach sollte es sein .

    Also weg mit diesen Sperren , Kontrollen und Einschränkungen .Sie verursachen nur falsche Interpretationen , Missverständnisse und Aerger .

    Das Profilierungsgehabe des Staates nützt keinem , sondern verursacht nur weitere Unkosten .

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