Beiträge von virus

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    mupli Genau etwa so stelle ich mir eine Beziehung vor. Man unternimmt gemeinsam Sachen, jedoch „trennt“ man sich auch mal und unternimmt Dinge mit Freunden. Und das, indem man sich gegenseitig voll und ganz vertrauen kann :).

    Ebenfalls männlich und 26 Jahre alt und Dauersingle😌. Gab Momente, wo ich mir sehr eine Freundin gewünscht hätte, bin zurzeit jedoch sehr glücklich als Single. Wieso es bei mir bisher nicht geklappt hat? Zu hohe Ansprüche, früher unter Ängste/Minderwertigkeitskomplexe gelitten, sehr freiheitsliebender und sehr tiefgründiger Mensch.


    LG Virus aus der Ostschweiz :)

    Herzlichen Dank auch für deine hilfreiche Antwort auf meine Frage "oytenkratos". Ich ging ebenfalls stark davon aus, dass sie unter Verlustängste litt, da sie sich wie bereits erwähnt sehr fest an mich geklammert hat und mich auf eine Art und Weise sehr eingeengt und meinen Freiheiten bedroht gefühlt habe. Dies hat schlussendlich auch dazu geführt, dass ich eine Angst in mir verspürt habe.


    Mir ist ganz klar bewusst, wenn man sich auf eine Beziehung einlässt, dass man natürlich nicht mehr so unabhängig und frei leben kann. Trotz allem wurde mir das leider zu viel.


    Nochmals vielen Dank für deine Hilfe!

    Hallo zusammen


    Ich danke jetzt schon mal allen, die sich die Mühe machen, meinen langen Text aufmerksam durchzulesen und gegebenenfalls eine hilfreiche Antwort zu hinterlassen.


    Ich (m/25 Jahre) lernte Ende November eine sehr attraktive Frau übers Internet kennen. Wir haben beide sehr schnell nur anhand über das Schreiben gemerkt, dass wir auf einer sehr ähnlichen Wellenlänge sind und wir uns sehr gut verstehen. Nach gut 1 Woche schreiben schlug sie mir vor, ob wir mal zusammen telefonieren könnten. Ich willigte ein, obwohl ich eigentlich sie gerne zuerst persönlich kennengelernt hätte statt übers Telefon. Nun gut, an einem Abend kam es dann zu unserem 1. Telefongespräch, welches gut 2-3h dauerte und wir uns auch so blendend verstanden. Gut 1 Woche später haben wir uns dann das 1. Mal getroffen bei ihr Zuhause und stiessen mit einer Flasche Rotwein zusammen auf unser persönliches Kennenlernen an und quatschten über Gott und die Welt. Anhand vom vielen Schreiben, vom Telefongespräch und auch während unserem 1. Treffen merkte ich schnell, dass auch sie sehr interessiert war an mich (ständiger Blickkontakt, tief in die Augen geschaut, Gegenfragen gestellt,...). Nun gut, nach 1-2h Gesprächsstoff musste ich mal aufs Klo und als ich wieder retour kam, küsste ich sie (das war im Nachhinein ein Fehler von mir!)*. Ich habe gedacht, jetzt sei der passendste Zeitpunkt, sie zu küssen, und dass sie nur darauf wartet, da sie nach 30min den Vorschlag brachte nach meinem Besuch, wir könnten ja auf ihr Zimmer gehen. Wir knutschen an diesem Abend rum und ich durfte danach auch bei ihr übernachten. Ich bin froh, ist es während dieser Nacht nicht zu mehr gekommen, sonst wäre ich total überfordert gewesen mit der aktuellen Situation.


    *Ich erlebte mal eine sehr ähnliche Situation, als ich mal bei einer Frau Zuhause war. Dort machte auch die Frau den Vorschlag, wir könnten ja auf ihr Zimmer gehen. Damals hätte ich mich nie getraut, den 1. Schritt zu machen. Als ich damals mit ihr auf dem Bett lag, und sie mir da irgendwelche Bilder auf dem Handy zeigte, kam sie mir immer näher, legte sich in meinen Arm, bis sie schlussendlich mich küsste und es danach zum Sex kam.


    Durch dieses Erlebnis dachte ich, jetzt "muss" ich in der aktuellen Situation den 1. Schritt machen, dass ich mir eine solch grosse Chance nicht entgehen lassen darf. Ich war von Anfang an nicht nur auf das eine aus, sondern mein Wunsch war es schon immer, eine Partnerin an meiner Seite zu haben. Über dies wusste sie schon von Anfang an Bescheid.


    Ich muss noch kurz erwähnen, dass ich mit meinen 25 Jahren nicht sonderlich viel Erfahrungen mit Frauen gemacht habe, da ich leider oft über ein zu niedriges Selbstwertgefühl und viele Ängste verfügte und mich kaum traute, Frauen anzusprechen bzw. anzuschreiben. Ausserdem habe ich bisher "nur" eine Kurzbeziehung, welche gut 3 Monate dauerte. Ausserdem war/bin ich schon immer eher ein Einzelgänger gewesen, genoss jedoch meine vielen Freiheiten sowie Unabhängigkeiten.


    Nun gut, nachdem ich bei ihr übernachten durfte, und am nächsten Morgen noch mit ihr für Prüfungen gelernt habe, verabschiedete ich mich gegen Mittag von ihr. Während der Heimfahrt und auch als ich Zuhause ankam, merkte ich, dass ich total geflasht/überfordert war mit der Situation und ich das alles in Ruhe verarbeiten musste, da ich noch nie bei bzw. mit einer Frau übernachtet habe (Fehler 2: Es ging alles viel zu schnell). Und vor allem auch, dass sich eine solch attraktive, gut aussehende Frau für mich so grosses Interesse gezeigt hat. Während den nächsten Tagen folgten wieder sehr vieles Schreiben und 1-2 sehr lange Telefonate (da bemerkte ich das erste Mal, dass ich mich leicht eingeengt fühlte, Fehler 3: Ich sollte ihr das klar kommunizieren!), bis es am Wochenende zu einem weiteren Treffen kam, und es dann schlussendlich auch noch zum Sex gekommen ist (da bin ich froh, habe nicht ich dieses mal diesen Schritt unternommen). Nach dem Sex gestand sie mir, dass sie sich in mich verliebt hätte und sie schon vorher Gefühle für mich empfand. Im Nachhinein wurde mir bewusst, dass ich mir selber etwas vorspielte und ich das Gefühl hatte, dass ich ebenfalls in sie verliebt war, obwohl dies leider nicht der Fall war. Ich würde es eher als Schwärmen bezeichnen. Doch leider "belog" ich mich und sie zeitgleich selber und sagte ihr, dass ich mich ebenfalls verliebt hätte (Grösster Fehler!). Danach haben wir wieder sehr, sehr viel geschrieben und telefoniert.


    Durch das viele Schreiben und telefonieren bemerkte ich immer mehr und mehr, dass ich fast keine Zeit mehr für andere Dinge hatte und mein Alltag komplett auf den Kopf gestellt wurde. Ausserdem war meine Aufmerksamkeit praktisch nur noch auf sie gelenkt. Ich schlug ihr vor, ob wir nicht ein wenig weniger schreiben bzw. telefonieren könnten. Ich schlug ihr sogar vor, ob wir nicht alle 2 Tage schreiben könnten. Sie antwortete mir, weniger schreiben könnte man machen aber für "nur" alle 2 Tage hatte sie kein grosses Verständnis dafür. Ich willigte schlussendlich ein.


    Irgendwann kam es dann unter der Woche zum 3. Treffen bei ihr Zuhause, da durfte ich wieder bei ihr übernachten. Um 4:00Uhr morgens nahm sie dann plötzlich meine Hand und legte sie auf ihren Bauch. 5 Minuten später auf die Brüste und weitere 5 Minuten zwischen die Beine. Von da an wurde mir klar, auf was sie hinauswollte und ich willigte ein, weil ich für dies auch gerade in Stimmung war. Auch dieses Mal war es wieder sehr schön und für mich ein wunderschönes Erlebnis.


    Den Rest der Woche merkte ich jedoch, dass ich extrem unter Schlafmangel litt und ich wusste, ich muss am Wochenende unbedingt Schlaf nachholen, und für dies will ich nirgends mehr hingehen. Leider wurde ausserdem bei mir der Druck durch das viele tägliche Schreiben und Telefonieren so gross, dass ich mir eingestehen musste, dass von meiner Seite aus mehr als Freundschaft doch nicht in Frage kommt, obwohl ich mir bis dahin immer noch die Hoffnung gemacht habe, dass zwischen uns was werden könnte und ich mich in sie schon noch verlieben werde. Als wir am Samstagabend wieder telefonierten, gestand ich ihr, dass für mich leider doch nicht mehr als Freundschaft in Frage kommt, da mir alles in den letzten Wochen zu viel wurde. Sie reagierte sehr verletzt (zurecht) und machte mir Vorwürfe, ich hätte sie ja angeschrieben, ich hätte ja so grosses Interesse gezeigt etc., warum auf einmal so etwas? Ich erklärte ihr nochmals, dass mir vor allem das viele Schreiben und Telefonieren mir viel zu viel wurde, ich mich so immer mehr und mehr in eine Ecke gedrängt fühlte und ich schlussendlich keinen Ausweg mehr sah, das Ganze zu beenden. Wir telefonieren an diesem Abend sicher wieder um die 2h. Am Schluss stellte sie mir ein Ultimatum, ich komme jetzt zu ihr oder ich bleibe Zuhause. Sie respektiere beides. Da ich durch diese viele Vorwürfe total aus dem Ruder kam und nicht mehr richtig überlegen bzw. mich konzentrieren konnte, sagte ich ihr klar, ich brauche jetzt 15min Bedenkzeit und schreibe ihr kurz, wie ich mich entschieden habe. Ich entschied mich, Zuhause zu bleiben, da ich total müde war und einfach nur noch meine Ruhe haben wollte. Es kam dann nur eine Antwort mit "Ok".


    Am nächsten Tag schrieb ich ihr das letzte Mal über Whatsapp direkt, kurz und bündig, dass für mich leider mehr als Beziehung nicht in Frage kommt, und dass ich ihrer Wünsche nicht gerecht werden kann (tägliches Schreiben, Telefonieren,...). Sie akzeptierte meinen Entscheid, obwohl ich genau wusste, wie sehr ich sie damit verletzte, wie schon gestern.


    Obwohl mir ein riesiger Stein vom Herzen gefallen ist, dass ich ihr das gesagt habe, ging es mir in den nächsten paar Tagen sehr schlecht, da ich wusste, wie sehr ich sie verletzt habe. Vor allem, dass sie vor mir schon von 2 anderen Typen ausgenutzt worden sei und jetzt komme ich noch. Meine Absicht war jedoch nie, sie nur ins Bett zu kriegen und sie auszunutzen. Das gestand ich ihr auch alles nochmals schriftlich anhand eines Briefes, welcher ich ihr dann 1 Tag später in den Briefkasten legte. Sie hat mir danach auf den Brief noch geschrieben und sich bei mir bedankt, dass ich noch so viel Anstand und Respekt gegenüber ihr hätte, was mir sehr gut getan hat. Ich dachte eher, sie würde den Brief vielleicht gar nicht lesen und schon gar nicht mehr sich bei mir melden.


    Ich habe mich über das Internet ein wenig schlau gemacht und habe sehr stark das Gefühl, dass ich unter Bindungsangst leide. Durch diese Situation habe ich allerdings gelernt, dass ich beim nächsten Mal beim Kennenlernen einer Frau das Ganze viel viel langsamer angehen will als bei dieser.


    Meine Frage(n) an euch:


    1. Ist es möglich, dass ich unter Bindungsangst leide und sie vielleicht sogar unter Verlustängste? Hat da jemand Erfahrung?

    2. Bei einer neuen Kennenlernphase mit einer Frau: Das Ganze viel langsamer angehen und von Anfang an sagen, dass ich unter (Bindungs-)ängste leide? * Zurzeit schreiben wir wieder hin und da. Für mich ist aber klar, dass mehr als Freundschaft nicht in Frage kommt, und das weiss sie auch nach wie vor. Was würdet ihr mir da vorschlagen? Ganz sein lassen? Ich will nicht, dass sie sich innerlich doch noch Hoffnungen macht durchs Schreiben, dass zwischen uns etwas ergeben könnte und ich sie so ein weiteres Mal verletze.LG Virus

    @Transmitter Vielen herzlichen Dank für dein Kompliment. Habe mich sehr darüber gefreut! Es tut auch mir nach wie vor immer wieder gut, wenn ich über meine Probleme wieder mal Auskunft geben darf.

    Wasserloewe23


    Ich erkenne sehr viele Parallelen zwischen dir und mir. Ich bin männlich, 25 Jahre jung, ebenfalls im Verkauf tätig und hatte ebenfalls in den letzten Jahren immer wieder mit Depressionen zu kämpfen. Als ich im Mai einen Arbeitsunfall hatte, und ich für über 1 Monat lang krank geschrieben wurde, wurde meine alt bekannten Depressionen (Minderwertigkeitskomplexe, nichts erreicht mit 25, ...) immer stärker und stärker sodass meine letzte Chance war, mir einen Psychologen aufzusuchen, da ich es alleine nicht mehr aus dem Teufelskreis rausgeschafft hätte. Vorher habe ich mich immer mit Kineseologie über Wasser gehalten. Mit dieser Methode ging es mir danach für kurze Zeit wieder gut/besser, habe so jedoch eher meine Probleme immer wieder rausgeschoben, als das ich sie angegangen bin. Ich habe auch während der Lehre sehr viel Computerspiele gespielt und nie viele Freunde gehabt, dafür aber richtige und solche, bei denen ich so sein konnten, wie ich bin und mich immer unterstützt hatten, wenn es mir nicht gut ging. Im Juni/Juli dieses Jahres hatte ich beim Psychologen meinen ersten Termin und er erkannte sofort, dass ich unter einer "Sozialen Phobie" leide (Angstzustände mit anderen Leuten). Durch die Manuals, welche ich als Hausaufgaben bekam und durch die verschiedenen Übungen, die ich durchführen durfte, lernte ich so mich immer mehr und mehr, meinen Problemen und Ängsten zu stellen. Inzwischen geht es mir wieder viel besser als damals, merke jedoch immer noch in gewissen Situationen, dass bei mir Ängste aufkommen. Es braucht seine Zeit, bis man seine Ängste überwunden hat, aber je mehr man sich seinen Ängsten stellt, desto mehr macht man Fortschritte in die richtige Richtung.


    Würde mich sehr freuen, von dir was zu hören. Alles Gute und viel Kraft während dieser Zeit!


    LG aus Rapperswil SG, Virus

    Selbstbewusster zu werden habe ich hauptsächlich durch einen sehr guten, kleinen Kollegenkreis gelernt, welche auf mich immer wieder gut eingeredet haben und gesagt haben, ich sei völlig in Ordnung so, wie ich bin und durch meine Kinesiologin, welche mir auch sehr wertvolle Tipps dafür geben konnte, um mein Selbstbewusstsein besser aufzubauen. Heute bin ich sicher selbstbewusster als früher, jedoch auch nicht immer jeden Tag.


    Grundsätzlich hätte ich schon auch gerne eine feste Beziehung, jedoch bin ich zurzeit auch sehr zufrieden als Single, denn ich war und bin auch jetzt noch immer ein sehr freiheitsliebender Mensch und geniesse es sehr, wenn ich auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Aber wie du sagst, manchmal gibt es wieder Zeiten, da wird auch der Drang bei mir wieder grösser, jemanden an meiner Seite zu haben. Und ich denke auch, dass dies bei Frauen öfters der Fall ist als bei Männer.


    Wenn du magst, können wir sonst gerne mal auf Whatsapp (0793435808) uns noch mehr austauschen über dieses Thema.


    Ps.: Auch mir tut es gut, wenn man weiss, dass es da draussen noch viele andere Leute gibt, welche ebenfalls noch nie eine Beziehung hatten :). Aber es gibt noch viel schlimmeres als das, glaube mir.


    LG und einen guten Wochenstart wünscht dir Thomas

    Hallo Anna, sehr interessantes Thema! Ich befinde mich in einer sehr ähnlichen Situation wie du. Ich bin m/24 Jahre jung und hatte bisher auch noch nie eine feste Beziehung. Ich hatte damit auch sehr lange Zeit zu kämpfen und hinterfragte mich immer, wieso klappt es bei mir nie/nicht. Der Grund dafür war, dass ich sehr lange Zeit immer ein eher schlechtes Selbstbewusstsein hatte und ich mich gegenüber anderen mich nicht so präsentierte, wie ich eigentlich bin. Oft war ich auch sehr zurückhaltend und schüchtern gegenüber Frauen und hatte selten den Mut, mal eine im Ausgang oder sonst wo anzusprechen.


    Heute sieht das Ganze alles ganz anders aus. Ich bin zurzeit an meinem Selbstbewusstsein am arbeiten, versuche mich so zu sein, wie ich bin und auch mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Ich habe mich auch sehr oft von dieser 0815-Gesellschaft beeinflussen lassen, aber ich merke einfach, dass ich überhaupt nicht in dieses Schema hineinpasse. Heute fällt es mir auch schon viel leichter, mit Frauen zu kommunizieren/flirten als noch in den letzten paar Jahren.


    Ich hatte mal die Chance, eine Freundin zu bekommen, jedoch wollte ich da nichts eingehen, da sie mir optisch sowie charakterlich überhaupt nicht meinen Vorstellungen entsprochen hat. Nur, dass ich hätte sagen können, ich habe jetzt auch eine Freundin, dass war es mir trotz allem nicht wert, schliesslich wollte ich schon immer wenn ich eine Freundin habe, dann auf ehrlicher Basis.


    Merk dir eines: Auch wenn du oder sonst jemand mit 20, 30 noch nie eine Beziehung hatte, wegen dem ist man noch lange kein schlechter oder komischer Mensch! In dieser 0815-Gesellschaft herrschen meiner Meinung nach immer gewisse Regeln im Sinn von: "Mit 15 sollte man das erste Mal gehabt haben", "mit 18 den ersten Freund", "mit 30 heiraten und Kinder kriegen" etc. Ich gehe meinen eigenen Weg. Meine 4-5 besten Freunde wissen, dass ich noch nie eine Beziehung hatte und haben überhaupt kein Problem damit. Jemand aus meinem Freundeskreis ist (w/25) und sogar noch Jungfrau. Und jetzt? Ist sie wegen dem eine Verliererin? Nein, ganz sicher nicht!


    Aber ich verstehe dein Problem zu gut. Ich habe mich auch immer wieder hinterfragt, wieso klappt es bei mir nicht, ich muss mich langsam beeilen usw. Man baut sich den Druck leider oft selber auf. Versuche die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist und hinterfrage nicht mehr zu viel. Denn glaub mir, man macht sich so nur selber kaputt.


    Vielleicht können wir uns mal privat austauschen wenn du Interesse hast (geht mir nicht ums Daten), sondern vielmehr über dieses interessante Thema weiter zu diskutieren :-).


    LG Thomas

    Regenbogen31: Ich kenne deine Situation sehr gut (befinde mich in einer ähnlichen Situation wie deine). Ich erlebte auch schon oft Schicksalsschläge in meinem Leben (meine Mutter ist dieses Jahr im März mit "nur" 63 Jahren gestorben, ich bin erst 24) und es macht mich auch jetzt immer noch traurig. Ich habe zwar noch meinen Papa und meine Schwestern, Verwandte und ein paar wenige, dafür sehr gute Freunde, aber trotz allem beschäftige ich mich auch mit meinen Problemen oft alleine.


    Auch ich verspüre immer wieder eine Art "Hass" auf die Menscheit, vor allem wenn ich sehe, dass die meisten Menschen praktisch alles haben (Freundin/Frau, eigenes Haus/Wohnung, guter Job, Eltern, Grosseltern ja sogar noch Urgrosseltern,) und dennoch sind sie meistens nicht einmal glücklich und wollen immer noch mehr. Ich durfte nur noch meine Grossmutter kennenlernen, alle anderen Grosseltern sind bereits vor meiner Geburt verstorben sowie auch mein Gotti, welche auch nur mit 46 Jahren im Jahr 2002 gestorben ist. Weisst du, manchmal frage ich mich auch, wie ich das bloss verdient habe(?)!! Ich bin (eigentlich) ein sehr positiv, freundlicher und aufgestellter Mensch, wenn ich andere in meinem Leben fertiggemacht hätte, Vandalismus betrieben hätte oder einfach schlechte Dinge in meinem Leben getan hätte, dann würde ich das ja noch halbwegs verstehen aber mir geht es einfach nicht in den Kopf hinein, wie ich das verdient habe....(vielleicht kennst du dieses Gefühl).


    Auch ich denke oft über das Leben nach, stelle vieles in Frage, träume viel etc. Obwohl ich sonst bei der Arbeit und im Privatleben ein gutes Umfeld habe, fühle ich mich dennoch auch manchmal wie "als würde ich nicht hierhergehören" - traurig nicht wahr? Auch wenn ich zum Glück noch ein paar sehr gute Freunde haben, würde ich mich auch eher als Einzelgänger beschreiben. Ich mache seeeehr oft auch Sachen alleine (Baden, Ski fahren, Spazieren, Biken), wobei ich sagen muss, dass ich es sehr oft auch geniesse, wenn ich einfach für mich alleine sein kann.


    Leider kann ich auch mit dieser 0815-Gesellschaft sowie mit den allermeisten Gleichaltrigen nicht viel anfgangen, da die alle anders ticken als ich und immer nur alles oberflächlich betrachten - mit solchen Leuten kann ich nichts anfangen.


    Kurz zusammengefasst: Ich halte von den meisten Menschen auch nicht viel, für mich ist die Erde eh schon Überbevölkert und die Dummheit von vielen Leuten regt mich auch immer wieder zum nachdenken an. Aber eines darfst du nie vergessen(!): Es gibt auch noch gute Menschen auf diesem Planeten, nur leider sind sie extrem in Unterzahl und schwierig zu finden!


    Ich würde mich über eine Nachricht von dir sehr freuen :)


    LG Virus

    @marikowari

    So, nun habe ich endlich mal wieder Zeit gefunden, dir in aller Ruhe auf deine Beiträge antworten zu können. Ich versuche so gut es geht, mich kurz zu halten und das Nötigste zusammenzufassen :-). Es war einmal mehr wieder sehr interessant, mir deine ausführlichen Textnachrichten durchzulesen. Wie du jetzt auch etwas von dir erzählt hast, konnte ich auch gewisse Ähnlichkeiten aus deinen Texten mit mir feststellen. Ich denke, wenn ich einen grösseren Freundeskreis, mehr Selbstbewusstsein und bessere Sprachkenntnisse hätte, wäre ich sicher auch so ein "Wandervogel" wie du *lach*, aber ich denke, dass kommt bei mir auch noch zum gegebenen Zeitpunkt.


    Das mit deinem besten Freund tut mir sehr Leid, war er krank? Und darf ich fragen, wie alt er wurde? Meine Mutter starb leider dieses Jahr auch mit 63 Jahren an einem Hirntumor, diagnostiziert wurde er im Januar 2018 und am 05.03. durfte auch sie Zuhause friedlich und ohne Schmerzen für immer einschlafen. Momentan merke ich extrem, wie sehr sie mir fehlt, und wie sehr es mich traurig macht, wenn man einen geliebten Menschen oder den wertvollsten Menschen den es je gab, für immer gegangen ist (geht dir sicher mit deinem Freund auch so, oder)?


    Ich finde, so wie ich dich über dieses Forum kennengelernt habe, hast du dein Leben voll und ganz im Griff. Natürlich gehe ich auch davon aus, dass auch du nicht immer auf der Sonnenseite stehst, aber ich bin überzeugt, du kommst mit deinem Leben sehr gut klar und sehr gut zurecht.


    Das mit dem ziellos durch die Städte schlendern liegt sicherlich daran, dass ich gerne mein Umfeld oder wildfremde Leute "heimlich" beobachte und Allerlei von Ihnen unter die Lupe nehme (Haltung, Gestik, Mimik, Gesichtsausdrücke,...). Und ausserdem mag ich, wenn rundum mich rum (ein wenig) was los ist. Gerade vorgestern war ich wieder in der Stadt Zürich unterwegs, und auch da habe ich es wieder voll genossen, alleine unter Leuten zu sein. Ich gehe auch sehr gerne mal alleine in die Natur spazieren/wandern ohne Menschen und Lärm, allerdings vermisse ich dann die "Aktion", welche man in der Stadt oder sonst wo hat, wo viel los ist ;-).


    Betreffend George Floyd, es ist einfach nur schrecklich, was da abgegangen ist. Das Video bei der Verhaftung von ihm habe ich auch gesehen. Ich fand es auch sehr schlimm, wie der Polizist ihm so lange die Kehle zugedrückt hat, bis er erstickt ist. Ich muss dir allerdings sagen, dass mich hauptsächlich Kinder in armen Ländern mehr unter die Haut gehen, welche von Hungersnot und Armut betroffen sind. Wenn ich im TV wieder eine Reportage über Flüchtlingskinder oder unterernährte Kinder sehe, dann bekomme ich oft Augenwasser, ohne dass ich dagegen was tun kann. Aber nebst solchen Sachen verletzt mich am meisten, wenn man mich oder meine Familie beleidigt (kommt eigentlich so gut wie nie vor), oder wenn man das Gefühl hat, aus dieser tollen Bekanntschaft konnte sich eine neue gute Freundschaft entwickeln und am Schluss muss man leider feststellen, dass diese "Bekanntschaft" doch nicht sonderlich an einer Freundschaft interessiert ist. In diesem Punkt wurde ich leider schon oft enttäuscht.


    So, nun hoffe ich, dass ich mal zu ein paar Fragen von dir eine Antwort geben konnte (wahrscheinlich nicht zu allen ;-)), und dass ich schon bald wieder was von dir hören werde. Wünsche dir noch einen schönen Abend (oder Morgen? habe das mit den Zeitverschiebungen nicht so im Griff :-)) und Liebe Grüsse, virus

    Hallo Sonnenscheine, ich fand es sehr interessant, mir deinen Beitrag durchzulesen. Auch wenn ich einiges jünger bin als du, mir geht es sehr ähnlich wie dir. Ich bin mittlerweile 24 Jahre alt und hatte auch noch keine richtige Beziehung. Ich hatte auch sonst bis und mit 23 Jahre keine (grossen) Erfahrungen mit Frauen sammeln können. Komischerweise aber hatte ich letzten Herbst im Oktober durch eine Flirtapp aufs Mal 2 Frauen kennenlernen dürfen. Mit der einen bin ich zwei mal im Bett gelandet, mehr aber lag vor allem von meiner Seite aus nicht drin, und mit der anderen mit ich sozusagen "zusammengekommen", aber diese "Beziehung" dauerte gerade mal 3 Monate. Wir haben uns im gegenseitigen Einverständnis getrennt, da wir doch füreinander zu wenig empfunden haben als gedacht. Meine beste Kollegin ist 25 Jahre alt, ist noch Jungfrau und hatte ebenfalls noch nie eine Beziehung. Obwohl sie eher extrovertiert ist, auf Leute locker zugehen kann, hat es bei ihr auch noch nie geklappt.

    marikowari Tut mir Leid, dass es ein bisschen länger gedauert hat dir zu antworten. Ich hatte die letzte Woche viel auf der Arbeit zu tun während der Auffahrt und war daher kaum mehr am PC aktiv.


    Praktisch bei allem kann ich mich dir nur anschliessen. Wenn ich mal eine Freundin hätte, dann wäre mir auch am wichtigsten, dass sie mich so akzeptiert wie ich bin, und mich nicht danach beurteilt, was ich trage, was ich gerne mache etc.


    Betreffend sexuelle Erfahrungen habe ich mir leider sehr oft den Druck selbst gemacht, da ich mit meinem eher hohen Alter keine bis sehr wenige sexuelle Erfahrungen mit Frauen hatte. Auch ich habe mich stark beeinflussen lassen und gedacht, du musst jetzt auch endlich eine Frau "flachlegen" können wie alle anderen. Traurig aber wahr (man kann es so sehen, wie man will) aber mir ist sowas von ein grosser Stein und Druck vom Herzen gefallen, als ich das letzte Jahr im Herbst 2019 mit diesen 2 Frauen meine ersten sehr grossen sexuellen Erfahrungen machen durfte, obwohl ich es bei anderen überhaupt nicht schlimm fände, wenn man jetzt halt auch noch mit 25,26,27,... noch Jungfrau wäre.


    Cool, seit wann bist du schon nach Afrika ausgewandert? Und deine letzte Aussage kann ich nur bestätigen sowie kann ich noch anfügen "Freunde kommen und gehen und manche bleiben für ein Leben lang erhalten".


    So jetzt wünsche ich dir noch ganz einen schönen Abend und vielleicht bis bald wieder, LG

    @marikowari Ich gehe davon aus, dass du in deiner Kindheit schon ein sehr gutes Selbstbewusstsein hattest(?) :) Ich finde, früher hatte ich auch ein gutes Selbstbewusstsein, in der Oberstufe wurde dieses leider zerstört und in der Lehre bis und mit 24 ist es mal besser, mal wieder schlechter. Ich hoffe, ich kann mir in den nächsten paar Monaten (oder halt doch Jahre?) ein stabileres Selbstbewusstsein wieder aufbauen.

    @BleibtStark Zuerst einmal vielen herzlichen Dank für das Lesen meines Beitrags sowie für deinen netten Kommentar. Da hast du voll ins Schwarze getroffen betreffend zu nett erzogen, zu dieser Erkenntnis bin ich auch schon gekommen und es entspricht auch der Wahrheit. Eigentlich traurig, wenn man sagen muss, dass das in der heutigen Zeit nicht mehr gut ist, wenn man zu anständig erzogen wird. Ich behaupte, wenn alle auf eine Art "anständig" erzogen würden, hätten wir viel weniger Probleme auf diesem Planeten als heute. Das mit dem "Ellenböglen" bin ich immer noch so ein bisschen am lernen, leider klappt es erst, wenn es schon zu spät ist, dafür aber heftig. "Wehren können" war leider noch nie meine grosse Stärke. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich das bis und mit 6. Schulklasse nie lernen musste, da ich von allen Leuten stehts voll und ganz akzeptiert wurde. Heute denke ich oft, wenn ich das schon früher gelernt hätte, wäre ich da drin inzwischen schon viel stärker als heute. Dennoch bleibe ich dran an diesem Punkt zu lernen und auch öfters mal "Nein" zu sagen.


    marikowari Auch möchte ich mich bei dir herzlich dafür bedanken für deinen Kommentar, war sehr interessant, ihn durchzulesen! Verstehe ich das richtig, dass du auch (eher) zu den hochsensiblen Leuten gehörst? Lange Zeit dachte ich immer, ob mit mir etwas falsch läuft, bis ich meinen jetzigen, besten Kollegen im Jahr 2018 kennenlernen durfte und er mich zu dieser Erkenntnis gebracht hat, dass ich ziemlich sicher wie er auch hochsensibel sein muss. Von da an konnte ich mich schon viel mehr so akzeptieren, wie ich bin und öfters mein Ding durchziehen, wie ich wollte oder es für mich passte. Wie du auch erwähnt hast, habe ich noch ein paar weitere Kollegen/-innen, welche auch (ein wenig) anders ticken als ich. Mit ihnen verbringe ich auch mal gerne meine Zeit mit ihnen, jedoch genügt mir das voll und ganz, wenn ich sie dann wieder für eine längere Zeit nicht mehr sehe. Die einen Freunde sieht man öfters, andere weniger, andere 4-5 im Jahr usw. Mit Smalltalk kann ich ebenfalls nicht viel anfangen, da ich solche Themen meistens uninteressant finde. Lieber spreche ich mit Personen im Sinn von "Wie geht es dir? Wie läufts im Job? Wie läufts im Privatleben?" (persönliche Dinge erfahren) anstatt "Schönes Wetter heute, nicht wahr? Gestern ass ich zum Abendessen ein Stück Brot mit Honig" oder so in der Art ;-). Und eigentlich ist es auch gut so, dass wir Menschen nicht alle gleich ticken sofern ich mir doch manchmal wünschte, es dürfte mehr sensiblere Leute auf unserem Planeten geben. So, jetzt aber muss ich auch einen Schlussstrich ziehen, sollte noch Einkaufen gehen.


    Wünsche euch allen einen schönen Tag und liebe Grüsse


    Virus

    Hallo zusammen


    Ich wollte euch alle mal fragen, ob sich vielleicht jemand mit mir identifizieren kann betreffend Charaktereigenschaften, Gefühle, Momente usw. Mich interessiert es, ob es hier draussen oder in diesem tollen Forum ebenfalls sehr ähnliche Personen gibt wie mich, oder sich zu einem gewissen Teil mit mir identifizieren können.


    Kurz zu meiner Personenbeschreibung: Ich bin männlich, 24 Jahre jung, hochsensibel und arbeite im Detailhandel.


    Ich würde mich als sehr freundlicher, hilfsbereiter (manchmal schon fast zu hilfsbereit) Menschen bezeichnen. Ich bin sehr sensibel, wenn mich jemand schon nur leicht verletzt kann mich das noch tagelang beschäftigen. Ich bin auch jemand, der leider sehr oft gedanklich nicht abschalten kann, vieles in Frage stellt etc. obwohl ich das eigentlich gar nicht möchte und mir das sehr viel Energie raubt. Ausserdem habe ich manchmal wieder mit leichten Depressionen zu kämpfen, jedoch sind diese Depressionen nicht allzu schlimm und vergehen von alleine wieder oder Mithilfe meiner Kinesiologin.


    Meine tollste Kindheit erlebte ich von der Spielgruppe bis hin zur 6. Primarklasse, da hatte ich wirklich sehr viele Freunde, genoss das Leben, war mit meinen Schulkameraden sehr oft draussen am spielen und machte mir überhaupt keine Gedanken über dies und das sprich, ich genoss das Leben in vollen Zügen ohne mir damit grosse Gedanken zu machen. In der Oberstufe geriet ich leider in eine sehr schlechte Klasse, welche keinen Zusammenhalt hatte und man sich gegenseitig übereinander ablästerte. Ausserdem wurde ich dann plötzlich in dieser neuen Klasse zum Aussenseiter und wurde ausgeschlossen (glücklicherweise kein extremes Mobbing und ohne Gewalt). Das Krasse an dieser ganzen Sache war, bis und mit 6. Primarschulklasse kannte ich die Gefühle von Ausgrenzungen, Mobbing, Auslachen, Traurigkeit etc. alles nicht! Deshalb traf es mich immer wieder voll ins Herz, wenn mal jemand aus meiner Klasse einen dummen Spruch über mich machte oder so in der Art, was mich noch für lange Zeit verletzte (auch heute zum Teil noch). ich denke, andere konnten oder können solche Situationen leichter wegstecken als ich. Ich denke mal, dass das an meine extremen Sensibilität (Hochsensibilität) und Verletzlichkeit liegt. In der Lehre hatte ich glücklicherweise wieder eine bessere Klasse, in welche ich wieder akzeptiert wurde, jedoch konnte ich mich mit sehr vielen Leuten auch nicht identifizieren, da die Themen immer nur um Drogen, Frauen, Schlägereien, Ausgang usw. gingen. Dazu muss ich sagen, dass ich mich dem Gruppenzwang angeschlossen habe und Dinge getan habe, welche eigentlich überhaupt nicht zu mir passen (in der Berufsschule nachgelassen mit den schulischen Leistungen, Blödsinn gemacht, selten mitgekifft). Nachdem die Lehre fertig war kam ich glücklicherweise zum Entschluss, dass ich mit diesen Leuten nichts mehr zu tun haben möchte und ich wieder so sein will, wie ich bin.


    Zurzeit arbeite ich im Detailhandel im Bereich Lebensmittel als normaler Arbeiter. Der Job gefällt mir zum Glück soweit sehr gut und auch sonst bin ich zurzeit im Grossen und Ganzen mit vielem zufrieden. Mein Privatleben ist soweit auch in Ordnung, manchmal habe ich das Gefühl, noch nicht viel oder sehr wenig im Leben erreicht zu haben (noch nie gross im Ausland gewesen, keine Weiterbildungen gemacht,...) Ich denke auch, manchmal vergleiche ich mich noch immer zu oft mit den anderen, ich muss immer noch ein wenig lernen, mein Leben so zu leben, wie es für mich passt und nicht für andere.


    Was das Thema Frauen anbelangt konnte ich wie durch ein Wunder über eine Dating-App letzten Jahres 2 Frauen kennenlernen, mit welchen ich auch das erste Mal sexuell was hatte. Das war für mich auch immer eine sehr grosse Belastung in der Oberstufe, Berufsschule und auch danach, dass ich noch nie eine Freundin hatte und auch noch lange Zeit Jungfrau war. Eigentlich kann man sagen, dass ich noch nie eine Freundin hatte, ich würde das Verhältnis mit der einen Frau eher als Techtelmechtel beschreiben, obwohl wir für gut 2 Monaten "zusammen" waren. Ich konnte durch diese 2 Frauen viele neue Erfahrungen sammeln, für welche ich immer noch heute sehr dankbar bin. Das Tragische allerdings finde ich, dass man in der heutigen Zeit sehr oft schräg angeschaut wird, wenn man nicht der 0815-Gesellschaft entspricht. Auch ich fühlte mich sehr oft minderwertig und hinterfragte mich oft, was ich falsch mache dass ich noch nie Sex geschweige eine Freundin hatte. Meine persönliche Meinung ist: Jeder soll so sein Leben leben wie er/sie möchte, ohne dass er/sie anderen Gewalt anwendet, mobbt oder Sachen beschädigt etc. Ich finde es in der heutigen Welt auch sehr traurig, wie oberflächlich die meisten Leuten sind (Aussehen, teures Auto, Markenklamotten,...).


    Zum Glück habe ich 3 sehr gute Kollegen/-innen, mit welchen ich über alles reden kann und mir auch immer wieder gut tut, wenn ich mit Ihnen was unternehmen kann. Zurzeit aber verbringe ich meine Freizeit wieder sehr gerne alleine für mich, obwohl ich mich dann wieder (ein wenig) einsam fühle (völlig widersprüchlich, ich weiss). Und seit gut 3-4 Wochen fahre ich an meinem freien Tag (Montag) mit dem Roller immer von mir Zuhause aus Richtung Zürich und schlendere ziellos durch die Stadt, fahre mit den verschiedenen Trams umher, besuche Geschäfte, Läden etc. und komischerweise ist das für mich zurzeit die volle Erholung. Für sehr viele Leute mag das auf eine Art "hobbylos" klingen, ich jedoch geniesse die Tage sehr wenn ich sie so verbringen kann. Sonst gehe ich noch sehr gerne in Thermalbäder baden und Erholen, Spazieren, wandern und im Winter Ski fahren. Ich mache solche Sachen auch oft zusammen mit meinen besten Freunden, oder auch alleine. Party machen, Fasnacht, Discotheken besuchen zählte noch nie zu meinem grossen Hobbys, mir genügt es, wenn ich im Jahr ca. 3-4 Mal in den Ausgang unter grösseren Menschenmengen gehe. Da ich im Job sonst schon immer unter den Leuten bin, geniesse ich es sehr oft, wenn ich mal auch für mich alleine sein kann. Ich bin auch jemand, der lieber in kleineren Gruppen, am liebsten zu zweit (max. 3 Personen) unterwegs ist als in grösseren Gruppen.


    Wahrscheinlich konntet ihr ein wenig aus meinem Text entnehmen, dass ich ein wenig anders ticke als die meisten Menschen. Auch meine Zukunftspläne sind noch sehr bescheiden, eine Familie gründen wollte ich auch noch in keinem Lebensjahr, da ich mit grosser Wahrscheinlichkeit in meiner Freizeit sehr eingeschränkt und aktuell überfordert wäre (kann sich natürlich immer noch ändern aber der Wunsch nach einer Familie hatte ich noch nie). Und auch der Drang, endlich eine Freundin zu haben hat sich seit letztem Jahr wieder gelegt als ich mit der einen Frau diese Erfahrung machen konnte. Momentan bin ich sogar sehr glücklich, Single zu sein. Da ich leider noch keine wirklichen Ziele in meinem Leben habe, habe ich auch schon oft Gedanken gehabt, dass ich mir nicht vorstellen kann, bis 60 zu leben, keine Angst, ich bin zu 0% Suizidgefährdet aber ich habe mir auch schon oft gedacht, es wäre schön, wenn ich nur noch bis ca. 30 leben müsste, weil ich das Gefühl habe, dass ich schon vieles gesehen habe oder gewisse Sachen gar nicht mehr erleben müsste (neue Länder entdecken, Weltreise machen, Karriere,....), was zu einem gewissen Teil natürlich auch nicht wieder wahr ist.


    Hinzu kommt noch komischerweise, dass ich schon immer sehr grosse Mühe mit lernen hatte und die Schule, Prüfungen usw. schon immer sehr hasste. Nur schon der Gedanke eine Weiterbildung zu machen gurkt mich zurzeit an, da ich dann wieder viel lernen müsste und mich auf Prüfungen einstellen müsste.


    So, das war es Mal von meiner Seite aus, falls ihr an meinem Beitrag interessiert seid, dann meldet euch doch bitte :), ich diskutiere sehr gerne über tiefgründigere statt oberflächliche Themen. Ich musste einfach wieder mal alles von meiner Seele schreiben und bin gespannt, ob ihr gewisse Punkte nachvollziehen könnt oder ihr euch in welchen selbst wieder erkennt. Auf jeden Fall danke ich allen, die meinen Beitrag sich durchgelesen haben!


    Ich wünsche euch allen noch ein schönes Wochenende und weiterhin gute Gesundheit!


    MfG aus dem Kanton SG


    Virus

    Hey ich bin so ziemlich äh nlich wie du - falls du hier noch aktiv bist und immer noch mit den gleichen Problemen zu kämpfen hast, dann melde dich doch bitte, ich würde dann auch ausführlich über mine Probleme/Depression erzählen (bin 23)

    Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, wie man mit einem alkoholabhängigen sowie gewalttätigen Mann zusammen sein konnte. Ich bin jedoch sehr erleichtert, dass du dich von ihm endgültig getrennt hast. Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und hoffe, du wirst das alleinige Sorgerecht für deine Tochter erhalten. Viel Glück und lass dich nicht unterkriegen!