Beiträge von hallo123

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    Guten Tag


    Vorab: Uns ist klar, dass eine Hochzeit in der Schweiz ohne Standesamt nicht rechtsgültig ist und eine kirchliche Hochzeit so auch nicht möglich ist (anders als z.B. neu in Deutschland, wo nur kirchliche Trauungen möglich sind).


    Wir sind ein Paar Anfang 20ig, 1 gemeinsames Kind und seit 6 Jahren zusammen ohne geheiratet zu haben.


    Wir würden schon lange sehr gerne heiraten, jedoch sehen wir darin einfach relativ viele Nachteile. So rechnen wir mit ca. 30-40% mehr Steuern (gem. Kalkulation im K-Tipp Steuerrechner). Dies wäre ja notfalls noch verkraftbar und wird hoffentlich in einigen Jahren auch mal abgeschafft.


    Momentan arbeitet er Vollzeit, sie teilzeit. Da wir aber eben so jung sind, werden wir später noch viele Jahre beide voll in die AHV einbezahlen und würden dann im Alter nur 1.5 Renten bekommen. Altersarmut wird ohnehin immer mehr ein Thema und eine Änderung dieses Nachteils ist nicht wohl nicht in Sicht. Wir finden den Gedanken, nur wegen der Entscheidung zu heiraten, im Alter für Lebensmittel zur Tafel gehen zu müssen, doch etwas abschreckend.


    Hinzu kommt ein Scheidungsrecht, bei dem selbst meine Partnerin sagt, sie würde als Mann hier niemals heiraten.


    Vorteile hingegen gibt es kaum mehr, vieles wurde auch für langjährige Konkubinatspaare optimiert. Bezüglich finanzieller Absicherung lässt sich vieles via Testament regeln oder wie bei mir, wo noch nicht viel zu erben wäre, einfach via einer hohe Todesfallkapitalversicherung mit dem Partner als Begünstigter.


    Deshalb die Frage: Gibt es hier Paare, welche ohne Standesamt "geheiratet" haben?


    Z.B. einfach als Feier mit der Familie inkl. alles was zur Zeremonie gehört? Oder in einem Land, in dem die Ehe danach in der Schweiz nicht rechtsgültig ist, im anderen Land aber schon?


    Kennt jemand da gute Möglichkeiten?


    Würden uns freuen, wenn ihr mitteilt, wie ihr dies gehandhabt hattet.


    Beste Grüsse

    Guten Tag


    Ich habe eine Frage bezüglich des Unterhaltsvertrag, wir wurden mittels Brief aufgefordert einen zu erstellen und der Kesb einzureichen.


    Wir leben gemeinsam mit unserem Sohn glücklich in einem Haushalt. Zur Zeit ist es so, dass ich ein grosser Teil der Kosten trage, da meine Partnerin das letzte Jahr unseren Sohn betreut hat. Nun holt sie eine Ausbildung nach und hat deshalb ein sehr geringes Einkommen. Wir haben nie Streit bezüglich Geld und teilen uns einfach alles nach unseren jeweiligen Möglichkeiten auf, die grössten Posten gehen zurzeit natürlich für die Kita und Miete drauf.


    Wir wohnen im Kanton Aargau, falls das relevant ist. Die Vaterschaft habe ich bereits vor der Geburt anerkannt.


    Nun sollen wir obligatorisch diesen Unterhaltsvertrag erstellen und die Vorlage erschreckte uns: Wir sollen angeben, wer im Trennungsfall zu wieviel Tagen das Kind betreut von Geburt bis zur abgeschlossenen Ausbildung und wer wieviel in dieser Zeit verdient und dem Anderen schuldet.


    Was soll das? Das Wissen wir doch nicht. Aktuell verdiene ich (direkt nach der Lehre) den einen Betrag, in ein paar Jahren vielleicht ein riesen Einkommen und wieder etwas später nicht mal das Existenzminimum. Auch die Betreuung würden wir im Fall der Fälle je nach Situation klären, wir können doch nicht jetzt schon für einen Fall vorsorgen, der hoffentlich gar nie eintrifft?


    Wie sieht das aus, wie regelt man sowas. Sowohl meine Freundin als auch ich wollen so einen Vertrag zurzeit nicht. Zurzeit könnten wir sowieso unmöglich zwei Haushalte finanzieren, sie einen Lehrlingslohn und ich erreiche gerade maleinen extrem tiefen Einstiegslohn.


    Leben können wir zurzeit nur, da sie noch eine Alimente für sich erhält, unsere Wohnung extrem günstig ist (meine Mutter ist meine Vermieterin) und ich mit Erst, Zweit + Nebenjob viel arbeite, was auf Dauer auch kein Zustand wäre und mein Verdienst schon nur deshalb keine kontinuierliche Zahl sein wird.


    Wie löst man dies und wieso müssen dies nur unverheiratete Paare? Auch bei Verheirateten ist doch mit der Eheschliessung noch nichts über die genauen Beträge geregelt? Wieso dann bei unverheirateten Paaren? Und geht es hier nur um Unterhalt gegenüber dem Kind oder auch des Partners, wie bei der Ehe üblich?


    Kann mir jemand mal grundlegend den Sinn eines Unterhaltsvertrags vor Trennung und mit nicht kontinuierlichen Einkommen für die nächsten 20 Jahre erklären? Ich verstehe dies nicht ganz und die JEFB, die laut Kesb zuständig ist konnte mir das auch nicht erklären.


    Der Betrag ist ja bereits nach kurzer Zeit vielleicht wieder total unrealistisch zu bezahlen und auch die benötigte Betreuung ist total unterschiedlich.


    Die Alternative ist angeblich, wir reichen einfach einen Eheschein ein, dann braucht es den Vertrag anscheinend nicht mehr. Eigentlich wollten wir aus Prinzip und da kein Bedarf nicht heiraten, allerdings würde das wohl das Theater vereinfachen :).


    Hat jemand ebenfalls in einer ähnlichen Situation so einen gemacht? Wie habt ihr das gelöst?


    Vielen vielen Dank für eure Antworten.