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    mupli

    Jetzt noch etwas zur Teuerung in anderen Ländern.

    Da sind die Preise für die elementaren Grundnahrungsmittel in den letzten drei Monaten massiv gestiegen.

    Und hier erzähle ich noch von einem Totalverlust bei einer meiner Beteiligungen. Vor einigen Monaten hatte ich einer Frau Geld geliehen, damit sie einen Quartierladen eröffen kann. Die Frau kommt mit ihrem Lohn als Angestelle nicht über die Runden.

    Item. Sie eröffnete den Laden und es lief eigentlich ganz gut. Bis sie eines Tages zur anderen Arbeit ging. Und ihr in dieser Zeit das ganze Haus ausgeräumt wurde. Alles was nicht Niet- und Nagelfest war, war weg.

    In der Zwischenzeit hat sich die Frau etwas neu organisiert. Und hat jetzt jemanden, so dass immer jemand im Haus ist.

    Und hat mich jetzt gefragt, ob ich ihr nicht noch einmal einen Kredit geben könne, damit sie den Laden wieder öffnen kann.

    Hmm? Also das erste Mal brauchte sie 5000 um den Stock zu kaufen. Und um exakt den gleichen Stock zu kaufen, braucht sie jetzt 8000.

    Gewisse Grundnahrungsmittel kosten jetzt doppelt so viel wie vor dem Krieg in der Ukraine.

    Dabei gibt es noch regionale Unterschiede. In sehr ländlichen Gegenden sind die Preise noch stärker gestiegen als in den Städten.

    mupli

    Damit es keine Missverständnisse gibt:

    Das Comix für Öko-Dummies gab/ gibt es tatsächlich. Und war eigentlich recht clever gemacht.

    Im Buch wurden solche Basteleien etwas recht auf die Schippe genommen, welche theoretisch zwar etwas Energie liefern konnten, aber in solchen Kleinmengen, dass es nicht der Rede wert war.

    Einige der Sketche waren gar nicht so dumm. Und einige zeigten auch gewisse Denk- und Verhaltensweisen der Menschen in einer sehr witzigen Art auf.

    Leider weiss ich nicht mehr, wie das Buch genau hiess. Ist mindestens dreissig Jahre her...

    mupli


    Die lustige Idee Zitteraale als Kraftwerk zu nutzen, stammt wohl aus einer Comix -Ausgabe des Bastelbuches für Öko-Dummies.

    Tatsächlich können diese Tiere als Folge eines Muskelzitterns Stromstösse abgeben, die tüchtig reinhauen.

    Ev. selbst für grössere Organismen tödlich sein können, wenn sie der Schlag exakt im falschen Augenblick erwischt.


    Die Aale können aber nicht beliebig oft solche Stromschläge produzieren.

    C-O-R-A


    Diese Bemerkung bezieht sich darauf, dass sie in ihrem Beitrag erwähnt haben, dass jetzt die ukrainischen Flüchtlinge den Schweizer Bedürftigen das Foodwasteangebot streitig machen.


    Mich interessiert schlicht nicht, welcher Nationalität eine "Bedürftige Person" angehört.

    Fakt ist einfach nur, dass es gegenwärtig auch in der Schweiz mehr solche "Bedürftige Personen" gibt.

    Wenn die Läden sich unbedingt als Wohltäter aufspielen wollen, dann drücken sie mupli eine Portion Geschenkkarte in die Hand. Die verteilt er seinen Hilfsbedürftigen. Gemeinsam gehen sie dann wie alle anderen stolz und selbstbewusst ihren täglichen Bedarf im Laden einkaufen und lernen wie man auch in der teuren Schweiz mit wenig Geld recht anständig leben kann.


    So brauchen wir keine Menschen, die wegen unseren Sorgen um die Umwelt unsere Resten unserer Überflussgesellschaft aufessen muss.


    C-O-R-A

    Sorry.

    Aber das ist jetzt voll daneben, wenn es um das Thema Foodwaste geht!


    Das ist die Kategorie einer Französischen Königin die gerne sagte: Wenn das Volk kein Brot hat, soll soll es eben Kuchen essen.

    Seit der Ankunft der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind in den Läden, die Rabattangebote 50% und mehr stark zurückgegangen. Für die Menschen, die sich bis jetzt noch stolz selber zu helfen wussten, wird es so immer enger:


    Ohoo...


    Ist es ihnen jetzt auch etwas eng geworden?


    Aus meiner Sicht ist es eine positive Entwicklung, wenn weniger Essen im Müll landet.

    Und hier setze ich mal die erste Priorität!


    Mir persönlich ist es völlig egal, wer sich noch an den Foodwaste-Angeboten etwas bereichern kann.


    Es ist mir insbesondere auch egal, welcher Nationalität die Bedürftigen angehören. Mir reicht es, wenn ich diese Menschen der Kategorie " Bedürftig" zuordnen muss.

    Wenn dies zutreffend ist, so braucht es auch keine freiwillige Helfer/Fahrer, welche die Resten unserer Überflussgesellschaft einsammeln, um sie als Almosen zu verteilen.


    C-O-R-A

    Hier vertauschen sie Äpfel mit Birnen!


    Wer in der Schweiz arm ist, hat allen Grund zu sparen, wo es nur geht. Selbstverständlich hilft es diesen Personen, wenn sie Essen bekommen können, welches sonst einfach nur im Müll landen würde.

    Deshalb braucht es auch etwas Leute wie mupli die solche Aktionen als freiwillige Helfer noch unterstützen.

    Noch wichtiger wäre es hier, wenn auch mehr Läden dies unterstützen würden.


    Insich hat aber recht, wenn er schreibt dass der Hauptanteil von Foodwaste nicht am Ende der Produktions- und Distrubutionskette stattfindet. Sondern mittendrin.

    oytenkratos


    Übrigens noch einmal ein Danke für die Links in ihrem letzten Beitrag.


    Wer sich für die Thematik interessiert, sollte unbedingt den Ersten der Beiden anschauen.


    Betreffend dem Klimawandel ist das oberste Gebot die Förderung und Verwendung fossiler Brennstoffe zu unterbinden.

    Statt weiter CO2 aus fossilen Brennstoffen in die Atmosphäre zu emittieren, muss bereits überschüssiges CO2 entfernt werden.

    Dieses muss gelagert und wiederverwendet werden. Mit dem Ziel Kreisläufe zu schliessen.

    Dabei müssten die Kreisläufe so geschlossen werden, dass mehr CO2 aus der Atmosphäre wieder eingezogen werden kann, als neu ausgestossen wird.


    CO2 in den Boden zu pressen, um damit noch mehr fossile Brennstoffe zu fördern, ist kontraproduktiv und muss als Greenwashing bezeichnet werden.


    Für solche Projekte öffentliche Forschungs- und Fördergelder zu verwenden, bewegt sich im Grenzbereich zum Betrug.


    Allerdings gibt es auch Forschungsprojekte in dieser Richtung, welche zielführend sein können.


    Die Abscheidung von CO2 aus der (Ab-) Luft mittels Mikroorganismen, welche das CO2 auf natürliche Weise in Edukte wandeln, die industriell wieder verwertet werden können, sind ein Baustein auf dem Weg zur CO2-Neutralität.


    In der bisherigen Energiepolitik wurde CO2 als ein allenfalls missliebiger Abfallstoff behandelt. Und nicht als ein wertvoller Grundstoff.

    Diese Haltung muss sich ändern.


    Investitionskosten in eine entsprechende Technologie / Technik müssen gegen die Kostenfolgen einer weiteren Erwärmung der Erdatmosphäre gerechnet werden.

    oytenkratos


    Wir werden aber nicht darum herum kommen künftig mehr Energie in der einen oder anderen Form zu speichern.

    Und zwangsläufig wird das eine Kostensteigerung bei Energieträgern bewirken.

    Und die grosse Greta-Frage ist hier, was es denn mal kosten wird, wenn wir es nicht tun.


    Es ist schon sehr erstaunlich, dass eine Mehrheit der Menschen und insbesondere noch in der so hoch gebildeten Schweiz, eine Realität einfach auszublenden scheint.

    mupli

    Die ganze Geschichte ist hier eigentlich auch etwas off -topic....

    Hat aber mit unterschiedlichen Wahrnehmungen zu tun. Und das scheint mir hier gerade noch so ein Nebenthema zu sein.

    Vor etwas mehr als 15 Jahren war ich mit einem befreundeten Paar und deren Kindern auf einer Offroad -Tour in Afrika.

    Freund Schweizer wollte natürlich, dass es ein unvergessliches Erlebnis für die Kinder wird. Und machte den Vorschlag, dass wir bei den Einheimischen eine Ziege kaufen. Die dann selber Schlachten.... etc...

    Ich riet dann davon ab. Nicht, dass ich die Idee für völlig abstrus hielt... Ein Erlebnis für die Schweizer wäre das sicher geworden.... Allerdings konnte ich mir ziemlich plastisch vorstellen... was dann läuft.

    Jedenfalls einigten wir uns darauf im nächsten Ort einfach unseren Vorrat an Frischfleisch nachzufüllen. Und kauften da dann auch tüchtig ein. Natürlich Ziege. Was anderes gab es nicht.

    Nachdem wir den kleinen Laden fast ausgekauft hatten.... Mittagessen mit Ziege....

    Jetzt muss ich hier vielleicht noch sagen, dass das schönes Fleisch war.... nämlich beste Stücke! Nur halt Ziege....

    Jedenfalls dann als das Ragout fertig zum Essen war und Frau Schweizer als Erste probierte .... war der GAU eingetreten....

    Das böckelt ja furchtbar! Das kann ich nicht Essen!

    Sagte dann zu Herr Schweizer... du ich habe noch ein paar Büchsen John Wayne geladen... und ich bringe mal Ziege zurück....

    Der Ladenbesitzer wollte das Fleisch nicht zurückkaufen....der hatte den Cash wohl sonst schon irgendwie verheizt.....

    Jedenfalls stand ich mit einem halbwarmen Bier und etwa 5 kg Ziegenfleisch, welches auch immer wärmer wurde, etwas ratlos vor dem Laden herum....

    Da fiel mir ein kleines Mädchen auf, welches recht ärmlich bekleidet war. Und ich rief es zu mir. Wirklich sprechen konnte ich mit ihr nicht. Denn ich konnte ihre Muttersprache nicht. Und sie kein Engelich, oder so was.....

    Jedenfalls hielt ich ihr den Sack mit dem Fleisch unter die Nase. Sie schaute rein, und dann mich mit grossen Augen an.

    Versuchte ihr dann irgendwie klar zu machen dass sie den Sack nehmen soll...das funktionierte zuerst nicht. Dann kam der Ladenbesitzer irgendwie zu Hilfe und sagte was zu ihr.

    Da packte die Kleine den Sack und lief laut schreiend auf Nimmerwiedersehen davon.