Beiträge von DamienS

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    schwarz2402.


    verstehe ich es richtig, dass ihr fall noch in der prüfung bei der IV ist, aufgrund der von ihnen eingereichten dokumente, die von der IV nach der anmeldung angefordert wurden.


    in dem falle müssen sie den entscheid der IV abwarten.


    eine prüfung kann einige zeit in anspruch nehmen.


    sie koennen sich aber jederzeit über den stand ihrer prüfung bei der IV informieren. in ihrem falle wuerde ich ihnen raten das zu tun.


    andere frage:


    mit welchem bedürfnis möchten sie sich an eine beratungsstelle wenden?


    über was sollen die sie aufklaeren?


    was wuenschen sie sich von denen?

    Transmitter


    meine antwort bezieht sich auf die antwort von becca am 09.06. um 20:08, nicht auf die antwort von niva.


    es ist manchmal eine herausforderung den überblick zu behalten.


    ich kann die meinung von niva insofern auch unterstützen, und fühlte mich von deren beitrag auch gar nicht betroffen. wurde ja auch nicht genannt.

    @BeccaCH


    es tut mir sehr leid, wenn sie meine antwort so interpretieren. die absicht ist und war es, ihnen inputs zur genesung zu liefern.


    in ihrem eröffnungsbeitrag stellten sie die frage, wie sie sich verhalten sollen, da ihnen weder facharzt noch hausarzt sagen können wie sie mit der attribuierung "sie seien infektanfälliger" umgehen sollen.


    wenn sie sagen, dass ihr immunsystem die gelenke angreift, dann haben sie recht. das ist so. die frage ist warum greift ihr immunsystem die gelenke an. und genau da bietet die "schulmedizin", wie sie es nennen, im moment keine ursächliche als nur eine symptomatische therapie. das dem so ist, ist auch kein geheimnis und steht auch in den leitlinien, welche (uns) medizinern zur verfügung stehen.


    ich distanziere mich davon ihnen geraten zu haben, die medikamente abzusetzen. ich habe ihnen geraten, nutzen und risiken gut abzuwägen und alles in ihrer macht stehende zu tun (ernährung, stressbefreiung, bewegung) um ihre beschwerden zum abklingen zu bringen.


    ich gebe ihnen recht, es gibt wenige studien, welche die wirkung der ernährung auf die RA untersuchen. ich berichtete ihnen über meine persönliche erfahrung. während der ausbildung wird auch ein spruch immer wieder mal vermittelt: "es hilft, was hilft". warum es nicht mehr studien gibt, kann ich beantworten, auch das aufgrund über 20 jahren erfahrung im "system". das interesse daran ist gering, da damit kein geld verdient werden kann. und ja, auch medizin ist ein geschäft, ein sehr grosses mittlerweile.


    sie als patientin entscheiden selbst, welche behandlung sie in anspruch nehmen wollen und welche nicht. während die einen leute pillen schlucken wollen, wünschen andere, unabhängig zu sein und wählen alternativen zu medikamenten. es gibt sehr viele experimentelle ansätze, welche nicht nach wissenschaftlichen standards durchgeführt wurden (deshalb heissen sie ja experimentell), die personen helfen, welche sie nutzen. das system arbeitet langsam und so schaffen es dann die ein oder anderen doch mal in die sogenannte evidenzbasierte medizin, da folgt der beleg dann durch erfahrung und nicht durch studien. auch das ist wissenschaftlich.


    falls sie die leitlinien noch nicht kennen sollten, habe ich ihnen unten die links eingefügt.


    S3 Leitlinie Management frühe RA


    S2e Leitlinie Therapie RA mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten


    ich wünsche ihnen von herzen eine gute besserung.

    @BeccaCH


    so wie sie schreiben haben sie eine fortgeschrittene RA mit schweren einschraenkungen.


    das problem bei einer therapie ist, dass wenn der schaden an den gelenken zu gross ist, dieser nicht mehr voll hergestellt werden kann. mir stellt sich aber die frage nach der ursache. also durch was die entzündungen ausgeloest sind. stress, ernaehrung, noxen, medikamente, etc.


    und ob sie mit lebensstilaenderungen eine besserung erzielen koennen. in der regel via ernaehrungsanassung und bewegung.


    des weiteren stelle ich mir die frage, ob sie überhaupt von den immunsuppressiva profitieren, die sie permanent einnehmen. damit meine ich, verhindern die medikamente ein fortschreiten der RA? und wie stellen sie bzw. ihre aerzte das fest?


    und rechtfertigen die nebenwirkungen und risiken (infektanfaelligkeit durch supprimiertes immunsystem) die permanente einnahme. sprich, wenn sie nicht klar ausmachen können ob die medikamente helfen, tun sie sich mit der einnahme dann einen gefallen?


    waegen sie fuer sich selbst ab ob der nutzen die risiken überwiegt. und probieren sie unbedingt eine ernaehrungsumstellung. damit habe ich schon viele erfolge gesehen.


    bei all diesen 'autoimmunerkrankungen' herrscht immer noch sehr viel ungewissheit. und da bin ich mit jeglichen medikamentösen therapieempfehlungen sehr vorsichtig geworden. ein beispiel aus der praxis: eine 35 jaehrige dame mit gutem allgemeinzustand erhielt aufgrund von haeufigen durchfaellen und nach einer koloskopie die diagnose morbus crohn von ihrem gastroenterologen und erhielt entsprechend immunsuppressiva. nach und nach verschwanden die beschwerden. und die immunsuppressiva sollte sie gem. GE lebenslang einnehmen. da sie immer wieder an erkaeltungen erkrankte und die sich teilweise über monate hinzogen, riet ich ihr anhand ihrer vorgeschichte auf die immunsuppressiva zu verzichten. nach ein paar wochen war die fast chronische erkaeltung weg und der 'morbus crohn' flammte seither nie wieder auf. muss dazu noch erwaehnen, dass ihr 'schub' auftrat, als sie im begriff war sich von ihrem mann zu trennen. und sie die medikamente 2 jahre nach der trennung abgesetzt hat. aufgrund ihrer vorgeschichte wuerde sie heute, wenn sie einen schub hat, die medikamente nur noch vorübergehend wieder nehmen. komischerweise ist sie aber nun seit fast 10 jahren 'schubfrei'. hat sich nach der trennung anders zu ernaehren und mit sport angefangen.


    langer rede kurzer sinn:


    - waegen sie nutzen und risiken gut ab


    - achten sie vor allem auf eine gute, antientzuendliche ernaehrung


    eine sendung die ich ihnen dazu empfehlen kann ist: 'die ernaehrungs docs' finden sie u.a. auf youtube und die resultate sind enorm. und das ohne medikamente, nur mit ernaehrung.


    alles gute!

    Anonymistgut


    unter kontrollbeduerfnis kann man das innere bedürfnis eines menschen nach der beeinflussung von dingen verstehen. im prinzip hat jeder mensch ein gewisses kontrollbeduerfnis. die einen aber sogar zwanghaft und die anderen fast gleichgueltig. dabei unterscheiden sich die dinge, ueber die kontrolle ausgeübt werden will von person zu person.


    beim kontrollbedürfnis der lehrerin dachte ich explizit an die beziehung zu ihren schuelern, die sie mit ihrer art kontrolliert, was ihr vermutlich ein gutes gefuehl gibt, weil sie subjektiv das gefuehl hat einfluss auf andere zu haben.


    das gegenteil von kontrolle ist ohnmacht oder auch vertrauen.


    jemand der gerne dinge kontrolliert hat in der regel ein bedürfnis nach sicherheit, weil unsicherheit sich unangenehm anfuehlen kann. entsprechend ist kontrolle eine strategie die emotionen zu regulieren, um funktional bleiben zu koennen.


    ich hoffe meine ausführungen waren hilfreich fuer dich.

    Anonymistgut


    es ist eine schwierig zu beantwortende frage. unbeliebtsein macht ja vermutlich niemand extra und hat oft mit dem innenleben eines menschen zu tun wie z.b. unsicherheit aus mangelndem selbstwertgefuehl, angst vor naehe bzw. schaffen von distanz z.b. aufgrund von aengsten man koenne die autoritaet verlieren oder der versuch autoritaer zu wirken. es kann auch eine art der selbstwerterhöhung sein, indem man andere nieder macht steht man im vergleich besser da. vielleicht hat sie auch ein kontrollbeduerfnis.


    gebt ihr der lehrerin als kinder feedback, wie sie auf euch wirkt?


    falls nicht, waere das vielleicht en versuch wert. ihr ist vermutlich nicht bewusst wie sie auf andere wirkt und durch ehrliches feedback, kann sie sich hinterfragen.


    in welcher klasse bist du überhaupt?


    ich finde deine beitraege spannend und auch gut geschrieben. und wie Transmitter auch schon gesagt hat, gibt es keine dummen fragen (ausser der nicht gestellten) und sorgen dass du zu viel zum thema schule schreibst solltest du dir auch keine machen. hierzu ist das forum ja da und niemand muss deine beitraege lesen oder beantworten.


    liebe grüsse

    @SandraKalt


    die anspannungen verschwinden in der regel schon wieder. es hängt aber davon ab, wie schnell sie das medikament reduzieren. zu diesem thema habe ich einen beitrag eröffnet, wo sie sich das notwendige wissen zum sicheren absetzen aneignen können.


    https://www.beobachter.ch/fore…fklarung-literatur-e.html


    ihre problematik deutet darauf hin, dass sie es zu schnell absetzen. also zu grosse dosisanpassung (von 20mg auf 10mg sind ja 50%). entsprechend erhalten sie unaushaltbar starke absetzsymptome und sie enden wieder auf der vorigen dosis.


    wenn sie es vielleicht mit 25% igen reduktionen probieren, könnte es besser gehen. falls nicht, mit 12.5%. bis sie die schrittgrösse gefunden haben, mit der es geht.


    escitalopram gibt es übrigens auch in flüssiger form. da können sie viel besser dosieren.


    aber lesen sie am besten die guides im beitrag und setzen dann einen sorgfältigen plan auf, auch mit strategien (was, wenn...)


    liebe grüsse

    User 8068

    @Tilia


    einige tees bzw. tisane (frz.) können auch sehr gut helfen um etwas zu entspannen.


    baldrian, lavendel, hopfen, melisse, kamille, eisenkraut
    die können auch der stimmung noch gutes tun. und im gegensatz zu tees machen sie nicht wach.


    und im gegensatz auf kaffee verzichten, das verspannt zusätzlich.


    allenfalls könnten ihnen auch kräuter die in der traditionellen chinesischen medizin verwendet werden noch unterstützend helfen.


    ich sehe schon, sie machen sehr viel und vor allem gutes. behalten sie das bei! und entschuldigen sie sich bitte nicht für ihre knappe zeit wegen zu wenig energie. es nimmt ihnen niemand übel. mein persönlicher wunsch für sie ist, dass es ihnen gut geht. weniger haben sie nämlich nicht verdient!

    User 8068

    @Tilia


    es ist gern geschehen!


    bezüglich "schmiermittel" gibt es ein paar sehr gute aus der natur, wobei da eher die bezeichnung wärmemittel angebracht ist. ingwer gerieben auf ein dünnes tuch (ein abwaschtuch z.B.) und dann auf oder um die betroffene stelle. das wärmt bzw. regt dadurch die durchblutung an und gibt ausserdem antientzündliche stoffe an die haut ab. das ist besser als jede salbe die man käuflich bekommt. aber halt auch viel günstiger, was das wiederum erklärt :)


    hatten sie nicht geschrieben, dass sie einen mann haben? können sie ihn bitten sie dort einzureiben wo sie selber nicht hinkommen?


    bezüglich des sirdaluds wissen sie es vielleicht schon, da können sie auch in einen teufelskreis geraten, wenn sie es zu oft nehmen können rebound-phänomene auftreten. das heisst die muskulatur verkrampft sich mehr wenn das medikament abgebaut wird. wenn sie es regelmässig nehmen und dann nicht mehr, können die schmerzen und verkrampfungen zuerst schlimmer werden.

    @Tilia


    bezüglich ihren schmerzen, verspannungen und ängsten noch ein paar worte zu einem möglichen zusammenhang, anhand dessen sie allenfalls etwas linderung verschaffen können.


    das menschliche nervensystem verfügt ja grundsätzlich über die möglichkeit der wahrnehmung von äusseren reizen wie z.B. temperatur oder dem ausführen innerer reize wie z.b. dem willen des heben des armes und der entsprechenden bewegung des armes.


    das heisst also, das anspannen der muskulatur kann von zwei möglichen reizquellen stammen.
    a) von innen, also wenn man z.b. eine bewegung ausführt oder willentlich die muskulatur anspannt, aus welchem grund auch immer und
    b) von aussen, wenn z.B. die muskulatur sich anspannt z.B. wegen kälte, schmerz, strom etc. also etwas was nicht willkürlich passiert


    das signal, das unser nervensystem empfängt ist aber in beidem falle dasselbe, nämlich "muskel angespannt" und das wiederum führt zu einer kaskade von reaktionen unter anderem auch im nervensystem. muskel anspannen heisst grundsätzlich kampf- oder fluchtbereitschaft, ergo ausschüttung von stresshormonen (adrenalin, cortisol, etc.). wenn also eine anspannung zu lange anhält, werden dauerhaft stresshormone ausgeschüttet und das führt dann auch zu weiterer anspannung bzw. eben verspannung. der körper will möglichst viel energie zur verfügung stellen für die kampf- fluchtreaktion. problematisch dabei ist, dass durch das nichteintreten einer entspannung eben immer schön weiter stresshormone ausgeschüttet und produziert werden. wenn man jetzt solche chronischen verspannungen lösen will gibt es den "chemischen" weg wie muskelrelaxantien oder eben auch temesta, welches einen relaxierenden effekt hat. oder es gibt den "mechanischen" weg, indem die betreffenden muskelpartien gedehnt und angespannt und gedehnt und gelockert werden. durch das dehnen und anspannen wird der muskel gut durchblutet, was ihn "weich" macht und entsprechend eben auch entspannen lässt. daneben gibt es noch den "meditationsweg", also die muskeln bewusst probieren zu entspannen. dies hilft aber oft nicht bei starken verspannungen.


    bei ihnen scheint ja mit dem einbezug der halswirbelsäule eine mögliche reizung des nervensystems vorzuliegen, weshalb die nackenmuskulatur und andere verspannt sind. das ist zwar wahrscheinlich eine folge ihrer chronischen verspannung, aber mittlerweile auch ein grund, warum sie sich nicht gut lösen lässt.


    deshalb mein tipp: versuchen sie die muskulatur(en) die verspannt sind mit dehnübungen (2 min pro muskel und position) und durch anspannung (30 sek) zu lockern. zur hilfe können sie die muskeln mit einer wärmesalbe einschmieren, wärme ist gut für die durchblutung.


    auf youtube gibt es einige gute videos zur lockerung der nackenmuskulatur z.b. die von liebscher & bracht finde ich sehr gut. da ist für praktisch jede muskulatur etwas gutes mit dabei. ich selber mache einige übungen davon und meine verspannungen sind dadurch viel besser geworden.


    liebe grüsse

    @marcellustone


    danke für den hinweis zum dokument der RCPsych. leider kann ich den link nicht öffnen und mir ist nicht klar, welches dokument auf deutsch sie genau meinen.


    ich habe folgendes dokument auf englisch gefunden, dass sich im prinzip an die NICE guidance haltet.


    https://www.rcpsych.ac.uk/docs…ble.pdf?sfvrsn=2c9a63e0_2


    wenn sie mir den link kopieren, ergänze ich es sehr gerne!


    ich habe bisher mal die englische version ergänzt.


    liebe grüsse

    User 8068

    @Tilia


    nur kurz: woher kommen ihre angstzustaende? wenn es keine 'entzugsreaktionen' sind, haben sie diese schon psychotherapeutisch bearbeitet?


    lavendelöl hat in einigen studien vergleichbare resultate wie temesta gehabt. ich spreche hier von lasea bzw. laitea. sind beide dasselbe, nur das eine ist auch auf rezept erhaeltlich. probieren sie es aus. vielleicht hilft es ihnen. alternativ wuerde ich ihnen magnesium empfehlen, das hat auch eine beruhigende, entspannendre wirkung und koennte somit auch auf die schmerzen lindernd wirken.


    wegen den einnahmen von 0.2mg temesta aller paar tage sollten sie sich nicht als versagerin fuehlen. fuer mich zumindest sind sie es keineswegs! ich bewundere sie, wie sie trotz der herausforderungen gewillt sind und nicht klein bei geben. ausserdem sind ihre schmerzen und die aengste nicht eingebildet. da darf man schon mal zur erleichterung greifen. so lange man nicht süchtig wird und genau dem entkommen sie ja. und langsam wird es immer besser werden.

    marcellustone


    ohne lang zu schreiben wuerde ich ihnen raten das ambulatorium der upk aufzusuchen, da koennen sie ohne voranmeldung hin und erhalten aerztliche behandlung.


    https://www.upk.ch/erwachsene/…uns/walk-in-ambulanz.html


    da kriegen sie vorerst ambulante behandlung und haben mit jemand 'neuem' zu tun. wenn ihnen die aerztin oder der arzt zusagt, bietet sie/er vermutlich auch sprechstunden an oder kann sie verweisen an jemanden, den sie oder er kennt und fuer passend befindet. alternativ koennen sie parallel selber nach ärzten in ihrer umgebung suchen und sobald sie zufrieden sind eine therapie beginnen. primaer scheint mir wichtig, dass sie jederzeit zugang haben und betreut sind. das erhalten sie in der upk walk-in klinik.


    sie müssen da auch nicht den perfekten therapeuten finden. für's erste ist ihnen glaube ich geholfen, wenn sie stabil werden koennen.


    ich hoffe meine worte waren etwas hilfreich fuer sie.

    schwarz2402.


    wenn sie eine iv anmeldung machen, gibt es 2 moeglichkeiten.


    1. sie machen eine früherfassung (bei immer wiederkehrender krankheit oder wenn die gefahr eines eintritts einer invaliditaet droht) oder


    2. eine normale erfassung (wenn sie erkrankt sind und bereits nicht mehr arbeiten können)


    in beiden faellen wird die iv die arbeitsfaehigkeit prüfen anhand von berichten und gutachten sowie mit massnahmen. es sei denn das es von anfang an aussichtslos ist. bei psychischen erkrankungen ist es schwierig abzuschaetzen in welchem grad die arbeitsfaehigkeit eingeschraenkt ist.


    hier werden in der regel einige dinge geprueft, bevor eine rente ausgerichtet wird. je nach laenge und anzahl der erkrankungsepisoden bzw. der art der einschraenkung wird geprueft, welche arten von taetigkeiten noch moeglich sind. und dann in welchem pensum. oft werden hier job coaches und belastbarkeits- und oder aufbautrainings eingesetzt um zu sehen ob eine restarbeitsfaehigkeit vorhanden ist. das kann gut 1-2 jahre in anspruch nehmen. ebenfalls wird dann geprueft ob eine umschulung notwendig ist. und ob eine stelle im 1. oder 2. arbeitsmarkt angepeilt werden soll. ausserdem wird die medizinische behandlung geprüft, falls es therapien gibt, die den zustand bessern koennen, koennen sie gezwungen werden sich diesen zu unterziehen, solange sie von der iv leistungen beziehen wollen. andernfalls kann die iv den anspruch verweigern.


    da sie an schweren depressionen leiden stellt sich die frage wo genau ihre einschraenkung im jetzigen beruf besteht. also z.b. ob sie aufgrund mangelnder konzentration mehr zeit fuer dinge benötigen oder mühe haben sich aufzuraffen um überhaupt zur arbeit zu erscheinen. und dann stellt sich die frage ob es moeglichkeiten der arbeitsplatzanpassung gibt. z.b. flexible arbeitszeiten, laengere pausen, homeoffice etc.


    da die meisten depressionen episodisch verlaufen und somit keinen chronischen charakter haben, gelten diese in den wenigsten faellen als invaliditaetskrankheiten. es sei denn die episoden haben eine sehr hohe frequenz und die einschraenkungen sind gravierend. bei chronischen depressionen sieht es etwas anderst aus, da diese eben nicht mehr episodisch verlaufen und die heilung bzw. symptomlinderung eher schwierig bzw. langwierig ist. aber auch da haengt die rentenprúfung vom grad der einschraenkung und der damit verbundenen einschraenkung der arbeitsfaehigkeit ab.


    da ich ihre geschichte im detail nicht kenne, rate ich ihnen alle therapieoptionen zu prüfen. psychotherapien (kvt, tiefenpsychologische verfahren, schematherapie, etc.), medikamentöse therapien (antidepressiva, augmentationen, neuroleptika, etc.), neurostimulation (rtms, tdcs, ekt), neurofeedback, alternative therapien (akupunktur, akupressur, schröpfen, etc), ernaehrungsumstellungen (kein zucker, koffeein, alkohol), ebenfalls körperliche ursachen ausschliessen wie hormonveraenderungen, entzündungen, verdauungsstörungen, gefaesserkrankungen, nervenerkrankungen, allfaellige medikamente auf nebenwirkungen prüfen... und und und.


    ich hoffe ihnen mit meinen ausführungen etwas geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen grüssen

    @Tilia


    vielen dank für ihre ausführungen und die komplimente!


    wenn ich ihre zeilen lese, kommt einiges zusammen. halswirbelsäule, borreliose, triggerpunkte, ängste. und vermutlich haben ihre beschwerden irgendwo auch im zusammenspiel ihren ursprung.


    ich selber hatte vor jahren einen motorradunfall und fand erst ca. 10 jahre später zufällig heraus, dass die bandscheiben der halswirbelsäule auf höhe c5/6 betroffen war, was die jahrelangen schmerzen und verspannungen erklärte. ausserdem litt ich zeitweise immer wieder unter einem so genannten "gutartigen lagerungsschwindel", welchen ich niemals damit in verbindung gebracht hätte. in der theorie hat das etwas mit den otokonien im innenohr zu tun. auf jeden fall liess ich mir eine künstliche bandscheibe einsetzen und die "nervenschmerzen" waren sofort weg und seit dort hatte ich auch nie wieder einen lagerungsschwindel. wenn ich eines gelernt habe, dann das unser körper trotz allem wissen immer noch ein mysterium ist und es nichts gibt, was es nicht gibt. womit ich wieder auf ihren fall zurückkomme. eine umfassende theorie lässt sich bestimmt aufstellen um ihre beschwerden zu erklären, aber die theorie löst die beschwerden ja nicht auf. bei dem punkt frage ich mich gerade, welches nun eigentlich ihre hauptbeschwerde ist. den thread haben sie bezüglich der benzo-abhängigkeit eröffnet und im weiteren verlauf sind diverse punkte dazu gekommen, welche so weit ich das beurteilen kann ebenso eine beeinträchtigung der lebensqualität sind wie die "entzugssymptome" vom temesta. da sie geschrieben hatten, dass sie das temesta am reduzieren sind würde ich vorschlagen da weiter zu machen und die übrig bleibenden beschwerden nach und nach anzuschauen.


    wo stehen sie diesbezüglich? konnten sie weiter reduzieren? ohne entzugssymptome?

    @Tilia


    danke vielmals! es ist gerne geschehen!


    für mich ist es auch nicht nachvollziehbar, warum die schmelztabletten nicht in kleinerer dosierung erhältlich sind oder "nur" zur besseren einnahme geteilt werden sollen/können. dahinter dürften wohl wirtschaftliche überlegungen stecken. dass sie keine aussage zum absetzen vom hersteller erhalten haben, wundert mich nicht. die sind da immer vorsichtig und gestehen auch fehler oft erst nach jahren ein, wenn es keine zweifel mehr an einer sache gibt. an dieser stelle sollte man aber nicht vergessen, dass es auch "gute" arzneimittel gibt, die von denselben firmen entwickelt, hergestellt und vertrieben werden.


    bezüglich dem medikamentenspiegel ist es so, dass dieser keine aussage darüber zulässt ob und wie stark entzugssymptome auftreten werden. der spiegel sagt nur etwas über die konzentration des stoffes im blut aus, daraus kann man schliessen ob sie viel oder wenig von einem medikament/stoff eingenommen haben, aber viel mehr dann auch nicht.


    dass sie das temesta in flüssigkeit auflösen ist natürlich eine gute methode um es fein zu dosieren. im falle von entzugssymptomen könnten sie die lösung über den tag verteilen.


    eine umstellung auf ein anderes medikament birgt immer gewisse risiken. einige vertragen gewisse präparate einfach schlechter. und bei der umrechnung bzw. äquivalenzdosen ist zu beachten, dass unterschiedliche stoffe unterschiedlich verstoffwechselt werden. die einen geben die äquivalenzdosis nach wirkungstärke an und die anderen nach chemischen äquivalenzen wie bindungsstärken, halbwertszeit etc.. äquivalenzstudien sind selten, daher sind die angaben immer mit einer gewissen ungenauigkeit zu betrachten und individuell zu prüfen, wenn man eine umstellung macht.


    das umstellen auf medikamente anderer wirkstoffklassen ist auch immer risikobehaftet und da es wenig literatur zum thema gibt und die faktoren sehr vielfältig sind, ist es im einzelfall immer ein versuchen. es kann gelingen, muss aber nicht.


    das verlängern der einnahmezeitpunkte kann funktionieren. meiner erfahrung nach ist eine konstante verabreichung mit am wenigsten problemen verbunden. was ich mich so erkläre, dass unser organismus stetig einen gleichgewichtszustand aufrechtzuerhalten versucht. je weniger schwankungen er erfährt, umso einfacher/feiner die regulation.


    es ist gut möglich, dass ihre probleme anteilsmässig mit dem stromunfall zusammenhängen. allenfalls wurden da gewebe geschädigt oder quetschungen verursacht durch die verkrampfung der muskulatur. wurde mal ein mri oder ct gemacht von der wirbelsäule und dem schädel?
    wie sieht ihr elektrolytstatus aus? (v.a. natrium, kalium)


    können sie noch etwas über den stromunfall erzählen? mit was für strom und wie lange sind sie in kontakt gekommen? (höhe der spannung, gleichstrom, wechselstrom, dauer)
    erlitten sie verbrennungen?


    beim autounfall könnte ebenfalls eine verspannung/quetschung aufgetreten oder getriggert worden sein.


    wo spüren sie die verspannungen? dort wo sie den strom auch spürten?
    sind die muskeln hart? haben sie triggerpunkte? wohin strahlen die aus?

    @Tilia


    der schmerzspezialist hat nicht unrecht, wahrscheinlich haben sie eine sogenannte low-dose-dependence entwickelt. 0.25mg lorazepam (temesta (CH) /tavor (DE)) ist in der schweiz gar nicht erhältich mit der dosierung. bei uns gibt es als kleinste dosis 1mg. daher nehme ich an, dass sie in deutschland beheimatet und ärztlich betreut sind? das ist relevant für den entzug.


    aufgrund ihrer schilderungen haben sie tavor erhalten aufgrund von angstzuständen und so wie ich das sehe, haben sie diese immernoch, richtig?


    es kann durch den gebrauch von benzodiazepinen passieren, dass sie genau dieselben symptome entwickeln, wie sie sie vorher gehabt haben. nur sind diese jetzt chemisch ausgelöst und nicht psychisch. was nicht heisst, dass ihre psychische grundtendenz zu ängsten verschwunden sein muss. aber es kann sein, dass die "abhängigkeit" sie mittlerweile mehr schwächt als ihre ursprünglichen ängste. das hängt aber etwas davon ab, mit welcher regelmässigkeit sie das medikament einnehmen und wie empfindlich sie auf das medikament reagieren. wenn sie mit 0.25mg schon eine wirkung spüren, dann würde ich sie eher als empfindlich, nicht im sinne von sensibel als mehr sensitiv einstufen.


    für einen entzug gibt es mehrere optionen, die sie "ambulant" durchführen oder stationär machen können.


    a) harter entzug: von 100 auf 0, nicht empfohlen weil sie mit ausschleichen schon probleme gehabt haben. hier wäre es spannend von ihnen zu erfahren, wie sie das genau gemacht haben?


    b) gradueller entzug: hierbei nehmen sie 4x am tag eine dosis ein (wenn sie 0.5mg pro tag einnehmen, dann nehmen sie alle 6 stunden 0.125mg ein. dies ermöglicht ein möglichst gleichbleibender medikamentenspiegel und verhindert so, dass sie untertags in einen "entzug" kommen). bei dieser variante reduzieren sie dann die dosis über mehrere tage und wochen immer mehr, bis sie bei 0 angekommen sind. eine möglichkeit wäre die reduktion von 0.125mg auf 0.1mg und so weiter. stationär kann dies sehr gut mit infusionen gemacht werden, da wird die lösung dann über 24h verabreicht und somit erhalten sie die höchste konstanz an medikament, die man erreichen kann. in deutschland führt dr. rüdiger holzbach benzoentzüge mit dieser methode durch oder hat dies früher getan, also er hat es ohne infusion gemacht aber mit der mehrmaligen gabe über den tag verteilt. damit hat er leute von schweren abhängigkeiten (10mg temesta pro tag und mehr) innerhalb von 40 tagen clean bekommen. klar ging es nicht bei allen aber bei glaube ich 70% der fälle. ander benötigten etwas länger. aber reduzieren konnten alle.


    c) substitution mit anderem benzodiazepin: bei dieser methode wechselt man auf ein andere benzodiazepin mit längerer halbwertszeit (wie valium bzw. diazepam) und ermöglicht so den körper sanfter daran zu gewöhnen. das kann man dann auch beim graduellen entzug so machen. bedingt allerdings, dass sie das andere benzo mindestens genau so gut vertragen wie das jetzige.


    d) substitution mit einem neuroleptika oder stark sedierenden medikament wie gewisse trizyklische antidepressiva oder antihistaminika oder einem beta-blocker. hier nehmen sie ein medikament ein, zusätzlich zum temesta, während dem sie dies reduzieren. dadurch, dass das substitut auf anderen transmittersystemen aktiv ist, besteht die möglichkeit die entzugsymptome zu dämpfen. hierbei besteht das risiko, dass sie nachher beim absetzen des substituts probleme kriegen, wenn sie es zu lange nehmen, bzw. der absetzprozess zu lange dauert oder aufgrund der wirkung die entzugssymptome nicht wahrnehmen. für die wahl des medikaments müsste man über ihre symptome genauer bescheid wissen. wenn sie z.b. herzrasen haben, dann wäre eine betablocker indiziert, wenn sie agitiert sind, dann eher ein neuroleptikum.


    als unterstützende massnahmen zu allen entzugsformen empfiehlt sich alles was die stresshormone positiv beeinflusst wie meditation, kalte bäder, sauna, entspannungstees etc.


    meine frage wäre noch:
    ob bei ihnen ursächlich geklärt worde, woher bei ihnen diese angstzustände kommen. denn es gibt auch körperliche ursachen wie schilddrüsenüberfunktion, blutzuckerschwankungen (diabetes o.ä.), vielleicht liegt es gar nicht am temesta, vielleicht haben sie eine zugrunde liegende geschichte. ein phäochromozytom z.B.?


    können sie noch etwas zu ihrer "komplexen" schmerzproblematik sagen? um was für schmerzen, verursacht durch was, handelt es sich hier und wie sieht die therapie aus?


    fazit:
    entzüge sind möglich in verschiedenen formen. vor beginn sollten sie allfällige körperliche ursachen ausschliessen und dann den entzug planen (ambulant, stationär).


    ich hoffe meine ausführungen waren etwas hilfreich für sie.

    sgishere


    ein darmverschluss ist eine möglichkeit, solange sie noch etwas stuhlen können und keine weiteren beschwerden haben besteht kein grund sich grosse sorgen zu machen. trotzdem sollten sie in den naechsten tagen zum arzt wie oben geschrieben.


    je nach ursache des darmverschlusses sieht die therapie anders aus, eine operation ist nicht in jedem fall notwendig.


    um ihren darm zu entleeren könnte ihnen auch ein einlauf helfen, ein einlauf mit warmem kaffee z.b. koennen sie sehr gut selber machen.

    @FlavioB


    prüfen sie mit dem mieterverband welchen anspruch sich aus der temporären nichterfüllung des mietvertrages sich durch die verwaltung ergibt. im angehängten merkblatt sind reduktionen um 20% für heizungsausfälle angegeben, die bei gerichtsfällen erzielt worden sind. beachten sie, dass es nicht der ausfall der heizung ist, der zu einer reduktion berechtigt, sondern die nicht erreichte wohnungstemperatur, welche meines wissens 20°C nicht unterschreiten darf. je nach höhe der abweichung haben sie anrecht auf eine höhere entschädigung.


    sehen sie hier:


    https://www.mieterverband.ch/d…el-senkungsentscheide.pdf


    fazit:
    -bei mietkosten von 2'000.- ergeben sich bei 20% eine reduktion von ca. 13.- pro Tag, über 10 Tage wären dann also 130.- angemessen.
    - bei zusätzlichen einschränkungen kumulieren sich diese, dürfen aber 100% der mietkosten nicht überschreiten.


    ich hoffe meine ausführungen waren etwas hilfreich für sie.

    @sgishere


    für ihre verstopfung kann es zahlreiche ursachen geben. da dies spontan auftrat und sie ansonsten nie solche beschwerden hatten, scheint mir die möglichkeit eines darmverschlusses in betracht zu kommen. hier sollten sie unbedingt in ärztliche behandlung, da dies fatale folgen haben kann.


    falls die beschwerden zunehmen bitte unverzüglich zum arzt, notfalls auch ins spital!


    zur ursache ihrer "verstopfung" kann ich aus der ferne nicht viel sagen, da es zahlreiche mögliche ursachen geben kann. in jedem falle würde ich am mittwoch zum arzt gehen, auch wenn es bis dahin wieder weg ist, könnte eine unterliegende problematik vorhanden sein.


    der tipp von @mupli ist übrigens eine gute angewohnheit mit zahlreichen positiven effekten für den menschlichen organismus, sollten alle so machen.


    ich hoffe meine ausführungen waren etwas hilfreich für sie.