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    @Dorgal


    Hallo Dorgal


    Für die obligatorische Pensionskasse (PK) gilt nicht der Bruttolohn auf der Lohnabrechnung als massgebender Lohn. Die Pensionskassenbeiträge werden auf dem sogenannten koordinierten Jahreslohn abgezogen. Das bedeutet, dass zunächst vom Jahreslohn (inkl. 13. ML, weitere Lohnbestandteile z.B. Schichtzulagen) der sogenannte Koordinationsabzug gemacht wird. 2019 betrug der Koordinationsabzug CHF 24885.-. Manchmal wird nicht der volle Koordinationsabzug abgezogen, z.B. bei Teilzeitanstellungen, wenn dies der Arbeitgeber in seinem betriebseigenen Pensionskassenreglement als überobligatorische Leistung so vorsieht.


    Beispiel ausgehend von deinen Angaben (2019):


    massgebender AHV-Jahreslohn: 12 x 4200 = 50'400
    minus Koordinationsabzug 24'885


    = Koordinierter Lohn 25'51 (pro Monat also 2126.-)


    Die PK-Abzüge für den ganzen Jahreslohn werden 12 x (auch bei 13. Monatslohn), also jeden Monat, vorgenommen. Die Höhe des Abzugs hängt vom Alter ab. Du solltest die Höhe der Abzüge in deinem damaligen Arbeitsvertrag oder in den Pensionskassenunterlagen finden.


    Es scheint, dass dein Arbeitgeber überobligatorische Leistungen vorsah oder dass du phasenweise mehr verdient hattest, da dein koordinierter Lohn deutlich höher ist als der oben berechnete Wert.


    Falls die Erklärungen nicht weiterhelfen: Bei Unklarheiten unbedingt Rücksprache mit der Pensionskasse (bzw. einer Fachperson) nehmen und dir die Zahlen erklären lassen.

    @Nuzzi


    Hallo Nuzzi


    Die vorigen Antworten erwähnen das meiste bereits.


    Die Sozialhilfe erbringt erst Leistungen, wenn keine Sozialversicherung leistungspflichtig (oder in zu geringem Umfang) ist, wenn keine Forderungen mehr gegenüber dem Arbeitgeber vorliegen und wenn Ihr Vermögen bis auf einen kleinen Rest aufgebraucht ist. In Ihrem Fall läuft das Verfahren gegen den Arbeitgeber ja bereits, da er zur Unzeit gekündigt hat. Er hätte erst nach den 16 Wochen Mutterschafturlaub kündigen können. Das Verahren dürfte allerdings etwas dauern, v.a. wenn der Arbeitgeber nicht einlenkt. Auch das Vermögen haben Sie bereits aufgebraucht. Bleib noch das RAV.


    Haben Sie sich beim RAV direkt nach dem letzten Arbeitstag gemeldet gehabt? Wenn Sie deren Voraussetzungen erfüllen (hier v.a.: mind. 12-monatige Beitragszeit innerhalb der letzten 2 Jahre, Vermittlungsfähigkeit, Wohnsitz in der Schweiz), haben Sie auch Anspruch auf Leistungen (zunächst 70% des letzten Lohnes). Auch das RAV kommt erst zum Einsatz, wenn keine arbeitsrechtlichen Forderungen mehr offen sind, bzw. nachweislich geltend gemacht worden sind. Die Voraussetzungen sind gemäss Ihren Angaben erfüllt. Sie sollten also jedenfalls die Arbeitslosenentschädigung bekommen. Dazu müssen Sie sich beim RAV anmelden, falls nicht bereits gemacht. Das RAV bezahlen erst ab diesem Zeitpunkt. Sobald das Kind da ist, übernimmt während des Mutterschutzes die EO. Nach dem Mutterschutz sollten Ihnen dann auch 80% beim RAV zustehen.


    Nochmals zur Sozialhilfe: Können Sie nachweisen, dass Sie sich beim RAV angemeldet haben (und die bisher aus irgendeinem Grund nicht geleistet haben) und dass Sie auch die arbeitsrechtlichen Forderungen geltend gemacht haben, dann sollten Sie eigentlich Überbrückungsleitungen bzw. eine Art Darlehen bekommen. Dieses müssten Sie zurückzahlen, sobald der ehemalige Arbeitgeber - hoffentlich - bezahlt. Die Sozialhilfe ist kantonal geregelt und auch die Gemeinden können noch Besonderheiten haben. Details zu solchen Überbrückunsleistungen müssten im Sozialhilfegesetz Ihres Kantons (und evtl. auch der Gemeinde) enthalten sein.


    Verfahren vor der Sozialhilfe: Sind Sie mit einem Entscheid nicht einverstanden, verlangen Sie eine beschwerdefähige Verfügung. Mit dieser gehen Sie dann am besten zu Ihrem Anwalt oder zu einer Beratungsstelle (s. unten). Sie können aber auch selber Beschwerde einlegen. In der Rechtsmittelbelehrung steht, wie Sie vorgehen müssen (Frist, wohin die Beschwerde geht, evtl. auch inhaltlich Anforderungen). Dann können Sie sich auch hier informieren: http://www.skos.ch. Die SKOS hat auf der Website eine Liste von Anlaufstellen für Betroffene: https://skos.ch/beratung/anlaufstellen-fuer-betroffene


    Die Soziale Sicherheit ist in der Schweiz sehr komplex. Es lohnt sich deshalb fachmännische/frauische :) Hilfe in Anspruch zu nehmen.


    Ich drücke Ihnen die Daumen, dass es endlich vorwärts geht.