Beiträge von Silberpudel

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    @CORA


    Aber :!: Sei es bei der Mutter gewesen oder jetzt bei mir. Meine Erfahrung mit deutschen und österreichischen ÄrztInnen war bis jetzt vor allem betreffend dem menschlichen Umgang sehr positiv. Sie waren m.E. in dieser Hinsicht den meisten ihrer schweizerischen KollegInnen überlegen.

    Das kann ich jederzeit unterschreiben. Deshalb sind auch die plakativen Lösungen à la SVP meist nicht tauglich. Man muss die Problematik in ihrer ganzen Komplexität anschauen und analysieren.

    oytenkratos  rodizia

    Mir fehlt ein wenig die tiefe Gläubigkeit an die tertiäre Bildung, obwohl ich selber in den Genuss gekommen bin. Auch frage ich mich, ob die verschiedenen Abschlüsse aus dem Ausland 1:1 mit den schweizerischen vergleichbar sind. Ich weiss es einfach nicht.

    Mir fehlte bei meinen Kollegen mit der entsprechenden Ausbildung öfter mal das vernetzte Denken. Eine Fähigkeit, die mehr und mehr dem Fachidiotentum Platz gemacht hat. Analysieren - Lösung entwickeln - Lösung überprüfen - handeln. So habe ich es mal gelernt. Total altmodisch.


    Worin wir uns wohl alle einig sind, dass es mit unserem Schulsystem im Argen liegt. Bei unserem Sohn hiess es ab der 4. Klasse, er solle nur noch 2 Mal pro Woche in der Schule erscheinen. Ihm sei sonst nur langweilig. Klasse überspringen bringe auch nichts, da spätestens nach einem halben Jahr die Situation wieder gleich sei. Das war in den 90er Jahren und seither hat es sich nicht zum Besseren geändert. Was lese ich letzte Woche in der Zeitung: die Schule im Kanton Zürich will ab kommendem Schuljahr das Schreiben von Aufsätzen abschaffen. Ja heiterefahne!

    rodizia

    Ich muss gestehen, dass mir das Bevölkerungswachstum in der Schweiz auch Sorgen macht. Die Geschwindigkeit ist bedenklich. Dabei spielt es keine Rolle ob zugewandert oder nicht. Eine "Ein-Kind-Strategie" wie einst in China schwebt mir allerdings nicht vor ;)

    Meiner Meinung nach ist es nicht zielführend, über Wahlkampfpolemik gewisser Parteien lang und breit zu diskutieren, insbesondere da die Sprüche alle 4 Jahre ungefähr gleich klingen. Gut, das Problem ist auch schon ein paar Jahre alt. Was mir von den anderen Seiten fehlt sind Lösungsansätze über die man diskutieren könnte. Da schimpfen doch wir lieber über die zweifelhafte Rhetorik von Herrn Chiesa und lassen das Problem weiter links (oder rechts?) liegen.

    sunex

    Wir mussten von beiden alle Angaben und den Betreibungsregisterauszug sowie Lohnausweise mitschicken. Ich denke, bei den professionellen Liegenschaftsverwaltungen ist das üblich. Es wurden auch Reverenzen bei beiden Arbeitgebern eingeholt, um zu prüfen, ob das alles stimmt. Ein privater Vermieter kann natürlich machen, was er will.

    Der Mietvertrag einer Familienwohnung lautet immer auf beide Partner. Alleine unterzeichnen geht nicht. Die Kündigung muss ja auch an beide gerichtet bzw. von beiden unterschrieben sein.

    Ich denke bei der heutigen Wohnungsknappheit sind unvollständige Bewerbungen eher nicht von Erfolg gekrönt.

    @CORA


    An diese Zeit kann ich mich auch noch erinnern (veritim etc.) ;) Wobei der recht kompetent war. Nun kann ich gewisse Post von Ihnen eher nachvollziehen, obwohl ich den Sinn meistens immer noch nicht erkenne und verstehe. Jä nu.


    P.S.: Grosis Lammtopf mit grünen Bohnen und Vollreis aus dem völlig zerfledderten Kochbuch war ausgezeichnet. :saint:

    rodizia, @CORA

    Der Spruch "Syt dihr öpper oder nämet dihr Lohn?" stammt von Madame de Meuron (1882-1980), einem bekannten Stadtoriginal aus Bern und nicht aus einem Basler Witz. Die eigenwillige Dame war dafür bekannt, dass sie Tram stets ohne Billet fuhr mit der Begründung "I bi vor em Tram da gsi".

    Ich hege Zweifel, dass das Zurverfügungstellen von mehr Geld an Organisationen einen echten Wandel herbei führen wird. Der Besitz von viel Geld ändert auch Menschen, von denen man es nie vermutet hätte. Es werden Begehrlichkeiten geweckt, die man besser hätte schlafen lassen.


    Ich sehe die einzige Chance in der Abkehr von den Wachstumsstrategien. Nur Verzicht jedes Einzelnen bringt die Änderung, auch wenn der Einzelne für sich alleine nicht viel zu bringen scheint, die Menge machts. Heute hätten wir noch die Wahl, worauf wir am ersten verzichten könnten/möchten. Irgendwann haben wir diese Wahl nicht mehr und es hagelt Verbote.


    Beispiel: am Anfang der Pandemie war eine Solidarität unter der Bevölkerung, die man nicht vermutet hätte. Plötzlich lernte man Nachbarn kennen, weil sie Hilfe angeboten und auch angenommen haben. Nach ein paar Monaten später war dann klar, dass diese Pandemie die Möglichkeit der Machtentfaltung bietet und nicht zu letzt eine grosse Cashcow ist und man damit richtig Kohle machen kann. Zack, und schon war es vorbei mit der Solidarität. Die Hofläden wurden nicht mehr berücksichtigt und man schaute nach Schnäppchen. Zuerst kam man selber wieder an erster Stelle. Ein "hallo, wie geht es dir heute" fand nicht mehr statt.

    Wir hätten so viel lernen können, aber es sollte nicht sein. Wahrscheinlich war es noch zu früh und die Schmerzgrenze noch nicht erreicht.

    Seit Jahren frage ich mich jeweils, was C-O-R-A mit ihren Posts bezweckt und warum es mir nie aber auch wirklich gar nie gelingt, die Aussagen nachzuvollziehen und zu verstehen. Ich hatte öfters die Vermutung, dass CORA das Forum einfach gerne mal aufmischt. Da ich mich als schlichte Seele eingestuft habe, dachte ich, dass es wohl an mir liegt, wenn ich das nicht verstehe.

    Nun bin ich erleichtert, dass die Aussagen dieses Forumteilnehmers für andere auch nicht wirklich verständlich ist. Vielleicht bin ich doch nicht so eine schlichte Seele wie gedacht ;)

    frau_m2

    Wäre eine Autismus-Spektrumsstörung nicht schon längst während der Schulzeit aufgefallen? Lehrpersonen sind darauf geschult, solche zu erkennen. Wie sollen Ihre Eltern als Laien etwas erkannt haben, wenn es den Lehrern im Gymnasium nicht aufgefallen ist?

    Eine nachträgliche Haftung der Eltern oder gar Geschwister halte ich für ausgeschlossen. Die greift nur bei Kleinkindern die ihr Tun noch nicht abschätzen können. Dafür sind Sie zu lange mündig.

    DamienS

    wenn mir mein kind so wenig lieb/wichtig ist, dass ich es ausserhalb meiner familie betreuen lassen will (ich spreche nur von denen die das aus 'bequemlichkeit' machen und grenze die aus, die nicht anderst können) dann ist das ja die ursache dafür, dass man kitas oder aehnliche einrichtungen haben muss.

    Puh, da fehlen mir doch die Worte, wenn unterstellt wird, dass Mütter ihren Nachwuchs aus Bequemlichkeit in eine KITA geben. Von Freiwillig kann keine Rede sein.

    Eine junge Frau muss sich heute im Klaren sein, dass ein Ja zum Kind gleichzeitig auch ein Ja zu ihrer künftigen Altersarmut bedeutet. Die Lücke in der BVG lässt sich praktisch nicht mehr schliessen. Die Vorschläge die im Parlament momentan diskutiert werden, führen künftig zu noch tieferen Renten. Zusammen mit der AHV komme ich auf deutlich unter 3'000 Franken im Monat und das reicht nicht. Alles wie gehabt. Opfer ist und bleibt die Frau.

    Ich kann also nachvollziehen, wenn die eine oder andere sich gegen ein Kind entscheidet. Vielleicht ist das für den Planeten ja auch besser so.

    DamienS  rodizia und insich+

    Da gilt es den Begriff "qualifiziert" zu definieren. Eine Matur mit Masterabschluss sagt gar nichts aus über die Eignung zur Kinderbetreuung der betreffenden Person.

    Ich fand die Realitätsferne und das "Verkopfte" der Betreuungspersonen unseres Sohnes erschütternd. Deshalb haben wir die Übung abgebrochen. Genügend Personal, das dann auch die Zeit und die Geduld aufbringt mit den Kleinen ist mehr Wert als jedes Diplom.

    Die Eignung der Bewerberinnen und Bewerber für die Kita-Stelle herauszufinden ist natürlich schwieriger als einfach nach einem Diplom zu fragen.

    oytenkratos


    Im dem von vielen Schwyzerdütschen verhassten französisch sprechenden Teil der Schweiz gibt es viel weniger der genannten Sprachprobleme.

    Versuchen Sie mal einen Romand dazu zu bringen, mit Ihnen Deutsch zu reden. :)


    Mit den Welschen Kollegen haben wir uns geeinigt, wir D-CH reden und schreiben auf Französich. Die Romands schreiben Französisch zurück, am Telefon aber gibt es die Antwort auf Englisch. Funktioniert bestens.

    rodizia  DamienS

    Meine Erfahrungen aus dem Umfeld beschränken sich auf physische Krankheiten. Das ist ein Mü einfacher, da es bildgebende Diagnosen und labortechnische Werte gibt. Bei psychischen Krankenheiten stelle ich mir das wesentlich schwieriger vor.


    Zum RAV: dort gibt es nur Taggelder, wenn die Voraussetzung gegeben sind (Berufstätigkeit in den Vormonaten etc.). meknassi schreibt nichts über eine Arbeitstätigkeit. IV-Anmeldung ist kein Grund auf ein Anrecht. Bei 100% Arbeitsunfähigkeit ist der Kunde nicht vermittlungsfähig und hat auch keinen Anspruch. Bei teilweiser Arbeitsfähigkeit müssen die vom RAV vorgeschlagenen Massnahmen (Kurse etc). mitgemacht werden. Sonst droht eine Kürzung. Es werden Bewerbungen auf 100% Stellen erwartet, wenn vor der Erkrankung 100% gearbeitet wurde. Für einen kranken Menschen ist das sehr belastend.


    Zur IV: wer glaubt, dass die IV einem eine Stelle sucht, für einen Arbeitsversuch wartet je nach Ausbildung des Kandidaten monatelang. Im von mir betreuten Fall habe ich dank netzwerken eine Stelle gefunden und die IV gebeten, mit dem Arbeitgeber zu verhandeln. Das hat geklappt. Es ist korrekt, dass in den seltensten Fällen eine volle IV-Rente gesprochen wird. Da kommt es noch auf den Kanton an.


    Ich bin ebenfalls der Meinung: "wir haben dieses Sozialsystem und wer Bedarf hat, soll es nutzen dürfen". Die Realität ist leider eine andere.


    So oder so, mit Problemen mit dem Migrationsamt ist zu rechnen.

    alescha01

    Das Nachlassen der Sprachkompetenz ist etwas, das ich auch beobachte. Mittlerweile gibt es schon Orthographiefehler bei der NZZ. Traurig aber wahr.

    Das Problem könnte angegangen und eine Verbesserung herbeigeführt werden. Ich denke dabei, dass an den Schulen wieder vermehrt Diktate und Aufsätze geschrieben werden. Dass schon auf Primarstufe Fehler korrigiert werden und man von der Meinung: "du kannst so schreiben wie du sprichst" weg kommt. Die Frustrationstoleranz der Schüler wird damit auch gleich ein wenig gesteigert ;) und sonst wie bei allem: üben, üben, üben.

    Ihr Hinweis auf den Schweizer Pass ist kontraproduktiv. Das impliziert, dass Menschen ohne deutsche Muttersprache Deutsch auch nicht lernen können. Sind Sie sich bewusst, dass das alle Schweizer einschliesst? Weil wirklich Deutsch ist das nicht, was hier gesprochen wird.

    Ach warum denn schon wieder die Ausländerkeule herausholen (kopfschüttelunddavonlauf).

    alescha01

    Ich denke die Erwartungen an die Wirkung des Schengen Abkommens waren auf allen Seiten zu hoch. Die Thematik der Kriminalität, ob durch Inländer oder durch Ausländer verübt, ist so komplex, dass nur ein einziger Lösungsansatz (SIS) nicht ausreicht. Das ist bei vielen, wenn nicht bei allen Problemen / Krisen / Herausforderungen so. Es muss über mehrere Massnahmen nachgedacht werden, die sich ergänzen und miteinander verzahnt sind. Das wäre dann die Herausforderung an die Politik.

    Dass den Bürger manchmal ein ungutes Gefühl beschleicht gilt es ernst zu nehmen und nicht herunter zu spielen. Sonst entwickelt sich aus dem unguten Gefühl eine Denkweise und soziale Einstellung, die wir alle auch nicht wollen.