Beiträge von rainer_zufall

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    Hallo Rainer_Zufall,

    Die Zusammenfassung der Schuldenberatung finde ich als Information sehr gut. Es liegt an Ihnen die Finanzen in den Griff zu bekommen, daher ist es Wichtig mit dem Betreibungsamt eine Lösung zu suchen. Herzlichste Grüsse

    Danke für den Anhang. Diese Zusammenfassung kannte ich noch nicht, aber zu dem Thema ist es eine der besten die ich kenne. Die wichtigsten Erkenntnisse werden hier besonders vorbildlich auf den Punkt gebracht.


    Zum Anliegen erhielt ich Antwort vom Betreibungsamt: es wurde die Lohnpfändung einfach in meiner Abwesenheit vollzogen, und die Berechnung des Existenzminimums erhielt ich auf Nachfrage hin per Mail. Leider entspricht diese vorne und hinten nicht meinen aktuellen Ausgaben und bezahlten Rechnungen des aktuellen Monats. Aber das ist ein anderes Thema.


    Dank dem Artikel weiss ich jetzt wenigstens dass ich im Zweifelsfall tatsächlich den Gang zur Sozialhilfe in Erwägung ziehen könnte.. scheint ja beinahe an der Tagesordnung zu sein als gelernter Facharbeiter mit 100% Arbeitspensum wegen absurder Lohnpfändungspraxis beim Sozialamt antraben zu müssen - köstlich. Aber in die Tat umsetzen werde ich das vermutlich nicht, is klar ne..

    Fasse mich so kurz wie möglich:


    Hatte über Jahre Lohnpfändung aufgrund immer neuer Schulden. Letztes Jahr nach Todesfall und Erbe sämtliche Betreibungen & co mit Betreibungsamt geregelt, seit 10 Jahren offiziell schuldenfrei, Lohnpfändung weg, Vollzeitarbeit seit 6 Jahren. Soweit so gut.


    Jetzt habe ich vom Betreibungsamt mehrere Vorladungen versäumt, und auch nicht irgendwie sonst auf Pfändungsabholung (bitte auf jegliche Meinungen (subjektiv) darüber als solches verzichten danke) reagiert.

    Grund sind nicht bezahlte Krankenkassenprämien der letzten 6 bis 8 Monate oder mehr.


    Alles völlig in Ordnung bis hierhin.


    Vor par Tagen erhielt ich dann meinen Monatslohn und Abrechnung, und siehe da: Teil davon ding ans Betreibungsamt, alles kein Problem meinetwegen. Doch jetzt kommt das Problem: Ich wurde darüber nicht in Kenntnis gesetzt und habe für diesen Monat auch Miete, Strom, sowie Steuern per Dauerauftrag bezahlt. Ausserdem überfällige Telefonrechnungen oder ÖV Abo usw. Nun steht mir ja laut Gesetz ein Existenzminimum theoretisch zu. Auszug darüber in den


    Zitat

    "Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG"


    Verschiedene Auslagen
    Stehen dem Schuldner zur Zeit der Pfändung unmittelbar grössere Auslagen, wie für Arzt, Arzneien, Franchise, Geburt und Pflege von Familienangehörigen, einen Wohnungswechsel etc. bevor, so ist diesem Umstand in billiger Weise durch eine entsprechende zeitweise Erhöhung des Existenzminimums Rechnung zu tragen.
    Gleiches gilt, wenn diese Auslagen dem Schuldner während der Dauer der Lohnpfändung erwachsen. Eine Änderung der Lohnpfändung erfolgt hier in der Regel jedoch nur auf Antrag des Schuldners.




    Jetzt berechnet mir das Betreibungsamt nicht mein Existenzminimum von 1200.- sowie Mietzins und Krankenkasse. Eine Abrechnung oder Inkenntnissetzung über den gepfändeten Monatslohn habe ich sowieso nicht. Und die aktuellen Monatsprämie für Krankenkasse kann ich ja schlecht bezahlen und die Quittung zur Rückerstattung vorlegen, wenn mir die dafür benötigten Geldmittel meines Lohnes dafür gar nicht erst zur Verfügung stehen. Theoretisch müsste ich jetzt zum Sozialamt, weil mir das Geld für Existenzminimumsachen wie zB Lebensmittel usw ja trotz 100% Arbeitstelle nicht reicht.


    Nun meine Frage: Kann ich dagegen irgendwie vorgehen? Oder sind den Mitarbeitern des Betreibungsamt da die Hände gebunden und ich bin einfach der Depp? Tips wie Anwalt oder rechtlich dagegen vorgehen kommt für mich nicht in Frage, es sei denn jemand zeigt mir den Juristen welcher kostenlos aus Nächstenliebe arbeitet. Anträge oder Beschwerden helfen mir auch nicht weiter über den Monat zu kommen. Ich habe Mietzins und Quittungen der Kosten des laufenden Monats vorliegend, aber die Steuern werden mir sowieso nicht angerechnet, was auch ok wäre wenn man mich vorgängig über die Lohnpfändung informiert hätte.


    Mit welcher Argumentation soll ich da beim Betreibungsbeamten antanzen? Ich kann gut drauf verzichten mich dort zum Affen gehen zu machen, und Bargeld gibts dort sowieso nur für Einzahlungen, für Auszahlungen hingegen wartet man bis zu einer Woche nur per Banküberweisung.


    Kann ich die bezahlten Telefonrechnungen und Steuern geltend machen oder nicht?


    Ist die Lohnpfändung ohne Zustellung eines Schreibens dessen Vorankündigung zulässig oder nicht?


    Laut Gesetz stehen mir ja mindestens Lebenskosten, Miete, Krankenkasse zu. Das wären 1200 + 1480 + 420 Fränkli. Also ohne von Sachen wie Fahrten zum Arbeitsplatz oder etwaige Arztbesuche uvm überhaupt erst anzufangen.


    Ausgezahlt vom Arbeitgeber habe ich 2700.- bekommen. Ohne Vorankündigung oder Abrechnung oder sonstige Mitteilung. Was soll das für eine Praxis bitte sein? Wo ist mein Geld und was passierte damit? Steht mir trotz vollem Lohn jetzt etwa Sozialhilfe zu oder was?

    Man sollte diese Probleme auch nicht unbehandelt lassen. Das kann auch ernstere Probleme mit sich bringen.

    Selbstverständlich sollte man Probleme nicht unbehandelt lassen. Noch viel schlimmer ist es aber anstatt den Problemen auf den Grund zu gehen, sich in einer Apotheke gegen Bezahlung irgendwelche vermarktete Präparate in bunten Verpackungen und tollen Werbeslogans andrehen zu lassen, in der Hoffnung man würde damit die Probleme angehen. Aber wem es hilft soll dies tun.

    Ich persönlich schätze es zwar sehr in einem Land mit einem der fortschrittlichsten Gesundheitssystemen zu leben, allerdings halte ich die Praxis hierzulande für dennoch fraglich und sehr kritisch zu bewerten


    Ich für meinen Teil war seit mindestens 5 Jahren nicht beim Arzt, und in der selben Zeit habe ich auch keinen einzigen Tag auf der Arbeit gefehlt wegen Krankheit oder meinetwegen auch Unfall. Ich könnte jedoch jederzeit eine Arztpraxis nach der anderen abklappern, bis ich einen Arzt finde der mich krankschreibt. Am Ende zahlt der Spass ja sowieso jemand anderes. Nämlich der Prämienzahler mit einem sozialen Bewusstsein, oder nennen wir ihn Depp.


    Das Thema würde hier den Rahmen sprengen, aber es ist ohnehin zu kompliziert verständlich zu erläutern worauf ich hinaus will.


    Ich kann jedenfalls jedem Mitmenschen hierzulande nur raten an den gesunden Menschenverstand zu appellieren, und den menschlichen Organismus niemals zu unterschätzen.


    Und PS: Ärzte sind übrigens auch nur Menschen



    Mit freundlichen Grüssen


    Ein Mensch mit gesundem Menschenverstand

    alescha01


    Welche Schweizer, die nicht völlig von Sinnen sind, haben denn solche Illusionen


    Solche absurde Illusionen fallen oftmals schnell bei jeglicher Art von Konversationen. Es scheint als wäre es für manche Menschen selbstverständlich zu wissen wie und was fremde Drittpersonen über was auch immer denken. Der Klassiker sind Aussagen mit dem Wort "man", wie z.B. "Heutzutage glaubt man [..]" oder "und dan glauben die [...] dass man mit [..]" usw.


    Aus diesem Grunde ist bei solchen Aussagen eine weitere Diskussion grundsätzlich gleich beendet.


    Gruss

    Dafür müsste aber ein finanzieller Schaden nachgewiesen werden

    Das könnte problemlos auch nachgewiesen werden, sofern die versprochene Rückerstattung am Ende gar nicht erfolgt (was hier auch der Fall ist).

    Zitat

    Wenn jemand einen solchen Aufwand betreibt, nur um sich zwei oder drei Wochen lang einige Hundert Franken auszuleihen, dann drängen sich Fragen zu seiner mentalen Gesundheit tatsächlich auf.

    Unter Umständen nimmt man diesen Aufwand gerne dafür in Kauf, z.B. wenn sämtliche Möglichkeiten an Geld zu gelangen bereits vollständig ausgeschöpft sind. Die mentale Gesundheit aufgrund dessen anzuzweifeln ist absurd, es gibt sogar Schuldner mit einer weitaus stärkeren psychischen Verfassung als die Mehrheit der Personen mit positiver Bonitätsprüfung. Insbesondere in Anbetracht gewisser Berufe oder Berufsgruppen lassen sich Rückschlüsse auf die mentale Gesundheit durchaus schliessen.

    Okay,ich formuliere die Frage vielleicht anders:


    SWIM inseriert auf diversen Plattformen (ausgenommen kostenpflichtige* Portale wie z.B. eBay und Ricardo, wo in den Nutzungsbedingungen genaue Fristen für Antwort, Zahlung und Versand definiert sind) regelmässig verschiedenste Artikel, welche auch erfolgreich verkauft werden jeweils. Nachdem die Zahlung durch den Käufer erhalten wurde, bleibt ein Versand der bezahlten Artikel jedoch aus. Stattdessen werden die Käufer darüber informiert, dass Ende Monat den Kaufpreis zurückerstattet bekommen (was in fast allen Fällen auch stets zutrifft). SWIM nutzt somit bewusst Falschinformationen um an Geld zu gelangen, welches jedoch Ende Monat jeweils inklusive einem freiwilligen(?) Entschädigungszuschlag zurückerstattet wird. Im Falle von Handys ist dies natürlich als Käufer mitunter ärgerlich, da z.B. ein dringend benötigtes Ersatzhandy dann nicht erhalten wird, und auch nicht anderswo stattdessen ein solches gekauft werden kann, da die Kohle ja erstmal weg ist bis Monatsende.


    Keine Frage: Diese Art von Vorgehensweise ist absolut unmoralisch, unfair, verwerflich, und in der Regel auch strafbar (was konkret strafrechtlich relevant ist müsste natürlich individuell beurteilt werden). Die Frage ist halt inwiefern es rechtlich zulässig ist statt dem bezahlten Artikel das Geld erst Wochen (Monatsende) zurückzuerstatten. Dass es eine Schweinerei ist und sowas scharf verurteilt werden muss steht dabei ausser Frage. Aber der Punkt ist halt der dass SWIM keineswegs ein Betrüger ist sondern ein Spielsüchtiger in Notlage welcher nie im Leben einen anderen Menschen mutwillig um sein Geld durch Inseratebetrug prellen könnte, geschweige denn jemals die Absicht besass sich zu bereichern oder Gelder zu erschleichen. Das soll keine Rechtfertigung darstellen, sondern dient bloss zur Erläuterung der Motivation dafür.


    Ich hoffe es ist einigermassen verständlich wie die Fragestellung formuliert ist. Man könnte es auch Mikrokredit unter falschem Vorwand oder sonstwie bezeichnen (falls dies zur besseren Symbolisierung dient).

    Meine Freundin hat auf einer Inserateplattform im Internet ein gebrauchtes Handy für einen Preis von 100.- CHF gekauft und bezahlt. Der Verkäufer hat im Inserat keine näheren Angaben zu der Versanddauer angegeben, ausser dass man als Käufer das 9CHF Porto trägt, welches zum Kaufpreis dazu überwiesen wurde vor drei Werktagen. Nun antwortete der Verkäufer nicht mehr und das Handy wurde auch nicht verschickt. Stattdessen kam heute eine Antwort dass man mir das Geld Ende Monat zurücküberweisen würde.


    Ist das zulässig? Habe ich nach Art. 104 OR Anrecht auf einen Verzugszins auf den geleisteten Kaufbetrag? Welche Fristen gelten bei Rückerstattung wenn jemand die Ware nicht liefert? Ist das Betrug?