Beiträge von alescha01

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    Rebound-Effekte

    Effizienzsteigerungen senken oft die Kosten für Produkte oder Dienstleistungen. Dies kann dazu führen, dass sich das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer ändert: Sie verbrauchen mehr - die ursprünglichen Einsparungen werden teilweise wieder aufgehoben. Dieser Effekt wird Rebound genannt.


    Dazu mehr: Siehe Wikipedia

    Der Kanton Bern erhält jährlich rund 1 Milliarde CHF aus dem Nationalen Finanzausgleich (NFA). Man lebt mit dem Geld der finanzkräftigen Zahler-Kantone ZH, ZG, BS, GE.


    Der Anreiz, mehr für die Standortentwicklung und –ansiedlung von wertschöpfungsintensiven Unternehmen zu tun, ist im behäbigen Kanton Bern gering.

    Sinnlos ist Energie sparen nicht, aber der Rebound- oder Bumerangeffekt ist halt schon gross. Mit hohen Einkommen und Vermögen ist daher das Energie sparen schwierig. Gut, man könnte in Kunst, Briefmarken, etc. investieren; dort ist der Energieverbrau gering.

    Wenn wir Energie sparen, sparen wir auch Geld. Was machen wir aber mit dem gesparten Geld? Wir geben es anderweitig für Konsumgüter aus, was wiederum Energie – z. B. „graue Energie“ – braucht oder wir bringen es den Banken und Versicherungen als Spargeld, wodurch diese in die Lage versetzt werden, Kredite für Investitionsgüter zu geben, deren Produktion, Betrieb und Unterhalt wiederum Energie braucht. Das einzig wirksame Mittel gegen zu hohen Energieverbrauch ist die Reduktion des Einkommens für diejenigen Bevölkerungsschichten, die sich das leisten können oder wollen. Weniger Einkommen, dafür mehr Freizeit; das ist doch auch eine Lebensperspektive! Die materialistische Gesellschaft in den reichen Ländern wird abgelöst werden, entweder freiwillig oder aufgrund von Verteilungs-, Ressourcen- oder Umweltproblemen, die wir zwangsweise lösen müssen.

    Die weitere Zunahme der Weltbevölkerung hängt nicht zuletzt von der Familienplanung und vom Recht auf Selbstbestimmung der Frauen ab. Beide dieser Menschenrechte sind alles andere als selbstverständlich. In den meisten armen Ländern brauchen Frauen dringend Unterstützung: Sexuelle Aufklärung, reproduktive Selbstbestimmung, Zugang zu Verhütungs- und Abtreibungsmitteln.


    Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bisher nur 16 Prozent der Gelder zugesagt, die nötig wären, die schlimmsten geschlechtsspezifischen Ungleichheiten zu beseitigen – darunter Kinderheirat, geschlechtsspezifische Gewalt und ungedeckter Bedarf an Familienplanung.“ (Quelle: Andreas Thommen in Infosperber vom 8.11.2022)

    Klimapolitik der Schweiz: Realistisch bleiben!


    Bei der Klimadiskussion müssen wir die Ungewissheiten, den Beitrag der Schweiz und die politisch möglichen Reaktionen realistisch einschätzen. Der Zubau erneuerbarer Energien wird nicht ausreichen, um den Klimawandel aufzuhalten. Energie muss mit Suffizienzwirtschaft und Technologieeinsatz gespart und der Bevölkerungszuzug in energieintensive Länder gestoppt werden.


    Die Schweiz kann sich sicher etwas mehr Massnahmen zum Klimaschutz leisten als ärmere Länder und damit Vorbild sein. Aber mit Abstand einzige Musterschülerin zu sein, ist politisch nicht mehrheitsfähig und bringt auch insgesamt nichts.


    Die Musterschülerinnen Leuthard und Sommaruga müssen durch Bundesrät:innen mit realistischer Perspektive abgelöst werden.

    Wesentliche Ursachen für das Leiden unseres Planeten, die Überbevölkerung und das Wirtschaftswachstum, werden im Bericht des Weltklimarats IPCC übergangen.


    Noch immer halten viele Länder an einer expansiven Bevölkerungspolitik fest, welche eine hohe Geburtenrate fördert.


    Auf globaler Ebene sind das BIP/Kopf und das Bevölkerungswachstum die stärksten Beschleuniger der Erdölverbrennung geblieben. (Quelle: Martin Rott: „Klimarat verschweigt den Einfluss des Bevölkerungswachstums“ in Infosperber vom 13.11.2022)

    Moralischer Appell (moral suasion): Gut gemeint, aber langfristig wirkungslos


    Sich nur individuell für das Gute einzusetzen (Energie sparen, nachhaltige Produkte kaufen, etc.) ist naiv! Man zahlt ja auch nur Steuern, weil es andere auch tun müssen. Moral suasion - das lernen Ökonom:innen im ersten Semester - wirkt nur für die rund 3% der reichen Idealisten und dies auch nur kurzfristig.

    Die ganze Welt hat den Positionsbezug des Bundesrats zu den Wirtschaftssanktionen als Abkehr der Schweiz von ihrer traditionellen Politik der Neutralität verstanden. Weltweit wurde entsprechend reagiert. Sich den Kriegs-Ersatzhandlungen einer Partei anzuschliessen, bedeutet Aufgabe der Unparteilichkeit, bedeutet Parteinahme.


    Es war seinerzeit die Schweiz, welche alle anderen Nationen aufrief, ihre Neutralität völkerrechtlich anzuerkennen. Und es sind jetzt diese Länder, welche der Schweiz die Neutralität seinerzeit garantiert haben, die heute feststellen, dass die Schweiz mit ihrer Aufgabe der Unparteilichkeit der Neutralität entsagt.

    Die Förderung der Alternativenergien ist extrem teuer und bringt dem Klima wenig. Die allermeisten Länder können sich die Dekarbonisierung ihrer Volkswirtschaften nicht leisten, oder sie wollen das nicht einmal.


    Die Klimapolitik muss deshalb pragmatisch angepackt werden. Zuerst müssen die Emissionsreduktionsziele nicht mehr als absolute Gesamtzahlen von Tonnen definiert, sondern als Tonnen pro Einwohner formuliert werden, so dass die Zuwanderung die Emissionsreduktionsanstrengungen nicht unterläuft.


    Dann muss die Reduktionswirkung von Forschungsleistungen zur Entwicklung neuer und besserer erneuerbarer Energien und zur Entnahme von Treibhausgasen aus der Luft auf die Klimabilanz angerechnet werden.


    Es zeigt sich, dass die Schweiz schon längst vor 2022 klimapositiv war. Die öffentliche Diskussion muss sich also auf die Frage verlagern, wie sich die Schweiz an den Klimawandel anpassen soll. Da die erwartete Erwärmung im Bereich derjenigen der Zeit von 1870 bis 2022 mit in der Schweiz bekanntlich 2,1 Grad bleibt und diese damals kaum als Problem gesehen wurde, war vielen plötzlich unklar, was eigentlich in Zukunft das Problem ist. (Quelle: Prof. Reiner Eichenberger in Weltwoche vom 28.10.2022)