Beiträge von Nike

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    @ prbi

    Gut, ich habe verstanden. Du bist nicht diskussionsfähig.

    Nicht, wenn es um das Thema Frauen geht. Davon - und von der Geschichte der Frau - willst Du nichts wissen.

    (Womit Du auch die Geschichte selbst nicht verstehen willst.)

    Schade. Eigentlich müsstest Du als Gott-Gläubiger da etwas weiser und einsichtiger sein. Ich glaube kaum, dass Gott Dir gesagt hat, Du sollest auf alle Frauen wütend sein, oder Dich nicht mal mit ihren geschichtlichen Unterdrückungs-Problemen beschäftigen.

    Und ganz sicher hat er Dir auch NIEMALS gesagt, dass Du für das Leid von Unterdrückungen anderer Menschen ignorant sein sollst.

    Es ist wieder mal die typische "Überheblichkeit" von Gläubigen (damit meine ich nicht mal NUR die Männer), wenn da solche Sprüche kommen wie:

    " ... Gläubige könnt ihr nicht hinters Licht führen. Keine Chance! ..."

    WAS für besserwisserische Worte! - Merkst Du's nicht? Du meinst, Du bist etwas Besseres als andere?

    Du meinst also auch, ich will Dich hinter's Licht führen? Weil ich das Thema Frauen anschneide?

    Ich wiederhole es nochmals: Ich gehöre nicht zu diesen Frauen, vor denen Du so Angst hast. - Ich schreibe lediglich hier im Beoforum zum Plaudern und Diskutieren. Und wenn Du hier einen Thread aufsetzt, in welchem Du Frauen allgemein als "schuldig" hinstellst, dann habe ich das Recht, hiezu meine Meinung zu äussern. Und da Du ja nichts davon wissen willst, bin ich noch so nett, und versuche Dir die weibliche Sicht in längeren Beiträgen zu erklären, damit Du darauf eingehen kannst.

    Doch dabei fällt Dir nichts besseres ein, als mich zu fragen:

    " ... Hast du einen BEMUTTERUNGS-KOMPLEX? ..."

    Nein, Fakt ist wohl eher, Du hast ein totales Frauen-Problem, hm?

    Offenbar kann ich Dir da nicht helfen.

    Selbst schuld. - Frag mal den lieben Gott danach, er wird's Dir vielleicht noch besser als ich erklären können.

    Patrick, Du hast für mich jetzt zünfige Minuspunkte eingesackt. Du wirkst als Gläubiger jetzt auch ziemlich ungläubig. Schau, es ist mir völlig gleichgültig, WER oder WAS Du bist (von mir aus kannst Du auch der Papst persönlich sein), ... Fakt ist für mich immer nur der MENSCH, mit dem ich spreche.

    Wenn Du willst, dass ich Respekt vor Dir habe, ... als Mann ... dann musst Du Dir diesen Respekt schon auch ein bisschen verdienen.

    Ich wollte mit Dir bloss diskutieren.

    Aber mit solch einer Ignoranz ... kannst Du Dir einen Respekt weder bei mir, noch bei anderen Frauen verdienen.

    Dann mach's gut. - Und vergiss nicht zu beten. Hoffen wir mal, dass Gott nicht auch so umspringt mit Dir, wie Du mit den Frauen, hm?

    Nike

    @ prbi

    " ... Eine Frage hätte ich noch zu dem Gott, den die Weiblichen erfunden haben. Ist das dieser Botox, von dem man immer wieder hört? Oder der Risperdal? Oder wie heisst der? Ich kenne mich den heidnischen Götternamen nicht so aus...."

    Das weiss ICH doch nicht, ich sagte Dir doch schon, ich bin keine Extreme!

    Ich habe Dir lediglich zu erklären versucht, was die Ursache, das WARUM ist, ... wie Frau - durch die ganze Unterdrückungs-Geschichte - überhaupt dazu kommt, Gott weiblich zu machen.

    Wie es auch gerne die "Schwarzen" (Afrikaner) tun, die ihren Gott ebenfalls "schwarz" sehen können.

    Okay?

    Kannst Du wenigstens DAS nachvollziehen?

    Stell Dir vor, in der ganzen Menschen-Geschichte wäre für Männer ... alles um sie herum immer nur WEIBLICH. Die Frauen hätten das Sagen, die Frauen herrschten, sie wären die Vorbilder für alles, die Weisen, die Erbauerinnen von allem, die Dichterinnen auf die man hört, usw., ... und sie würden ihre Männer nur so zum Spass und zur Bequemlichkeit und zur Fortpflanzung benutzen. Sie würden also die Männer nur unterdrücken, ihnen keine Rechte zugestehen, ihnen den Zutritt hier und dort verweigern, ihnen das Lernen über das Lesen und Schreiben und Rechnen verweigern (weil Frauen meinen, dass Männer sowieso dumm sind), ihnen Dinge verbieten, wofür nur Frauen Rechte hätten, und auch die Religionen wären weiblich, es gäbe NUR einen weiblichen Gott, ... usw. ...

    ... was meinst Du, was geschehen wird? Die Männer würden sich emanzipieren wollen! Immer wieder. Über Jahrhunderte hindurch. Nur wird das schwierig, wenn eben ALLES festgefahren und über Jahrhunderte immernoch WEIBLICH bleibt. Da hätten selbst die Männer Mühe.

    Also bleibt ihnen nichts anderes übrig, als radikal zu werden. Sie stellen ihre Rechte hin, wo auch alles männlich sein kann. Egal wo. Sie wollen lesen und schreiben können, sie wollen auch das Sagen haben in der Regierung, in der Welt, in der Kirche, ... und ja, auch ein Gott wollen sie männlich haben.

    Schau hin, Patrick, hier steht NIRGENDWO von mir, dass irgend etwas RICHTIG in diesem Vorgehen des Sich-Emanzipierens sein muss! - Aber es ist verständlich! Es ist die Entwicklung, die FOLGE der URSACHE, die fast schon zwangsläufig geschehen muss. Denn sonst passiert NIE was, ändert sich NIE was!

    Auch die "Schwarzen" haben sich emanzipieren müssen, und müssen es selbst noch heute! Weil sie eben noch immer meist zweitklassig behandelt werden.

    Und wenn es da nun so ganz extreme Frauen gibt, die gar die Kirche "stürzen" wollen oder was weiss ich, ... dann ist das die FOLGE der Ursache der "ewig verschlossenen Türe für Frauen". Sie tun es nun RADIKAL!

    Wundere Dich nicht.

    (Aber abgesehen davon tun's die Männer meist NOCH radikaler als die Frauen, ... darauf möchte ich schon noch hinweisen, denn wenn Männer sich wehren, dann sind es meist ECHTE Kriege. All die KRIEGE mit den unzähligen Toten werden in der Regel eben von Männern gemacht. - Im Vergleich dazu habt Ihr Männer es da mit den kämpferischen Emanzen lediglich mit einem sanften Windhäuchlein zu tun, das da weht, hm?)

    Aber sieh, erst DADURCH "bewegt" sich etwas. Erst dadurch "bewegt" sich dann auch der Mann.

    Nur tut er es eben meist nicht einsichtig, sondern kriegerisch- kämpferisch. Er meint, er müsse dann die Frau bekämpfen, sie sei der FEIND.

    Wenn Frau sagt, sie will da auch in die Kirche rein und auf der gleichen Kirchenbank sitzen wie der Mann, dann sagt der Mann nein dazu, Frau hat gefälligst im Hintergrund zu sitzen! (Schau die Geschichte an!)

    Wenn Frau sagt, sie könne genau so christlich wie der Mann sein, und somit auch das Sagen in der Kirche haben, ... dann sagt der Mann wieder Nein, nicht wahr? Sture Regeln. Über Jahrhunderte hinweg.

    Und selbst wenn Frau das heute in der "modernen" und angeblich emanzipierten und gleichberechtigten Zeit noch will, ... dann sagt der Mann immernoch Nein.

    Also wundere Dich nicht, über die FOLGEN einer Ursache, die RADIKALER folgen wird. Es ist KEIN Krieg mit blutigen Toten, ... sondern es z.B. ist die radikale Drohung, dass die Kirche gestürzt werden soll!

    Ich behaupte nirgendwo, dass ich damit einverstanden bin. Aber ich kann das Handeln der Frauen verstehen.

    Und wenn Männer da eben auch versuchen würden, zu VERSTEHEN, ... müssten sie sich mit solchem radikalem Zeug der Frauen gar nicht erst auseinander setzen müssen.

    Der Stolz der Männer, des Herrschens, ... ist aber eben auch sehr tief verankert. So leicht kriegt frau das nicht auf eine normale und gleichberechtigte Ebene, wo es für beide Geschlechter stimmen kann. Frau hat zwar schon vieles erreicht (meist eben MIT ihrem extremen Getue), aber der Weg ist noch lange nicht am Ende erreicht.

    Du kannst ja mal darüber nachdenken. Wie das für Dich so wäre, wenn Du eine Frau wärst. Geh in eine Medidation oder einen stillen Moment, und schau Dich mal um, wie die Welt männlich funktioniert. Und wie Du Dich dabei als Frau fühlen würdest, wie Du leben würdest.

    Klar, HEUTE hast Du als Frau viele Rechte mehr, als noch vor 100 Jahren. Aber die Realität sieht trotzdem unklar aus. Du kannst als Frau z.B. die gleiche Arbeit machen wie der Mann, und trotzdem verdienst Du nicht so viel wie er. Obwohl es im Gesetz so steht, ... was interessiert es den (meist männlichen)Arbeitgeber? Er wird Dir als Frau einfach sagen: "Wenn es ihnen nicht passt, können sie ja gehen!"

    Sowas wird einem Mann NIE gesagt, ... weil es grundsätzlich auch nie vorkommt, dass er WENIGER verdienen würde (für die gleiche Arbeit) als die Frau.

    Du willst noch mehr Beispiele? Ich kann Dir unzählige nennen, wo es gleichberechtigt noch immer nicht stimmt.

    Schau die Dinge da - was die Frau betrifft - nicht nur an der Oberfläche an. Geh in die Tiefe. Und sie die Zusammenhänge im Ganzen ... wie der Goethe, okay?

    Und denk daran, ... Gott würde sicherlich nicht wollen, dass ein Teil der Menschheit einen anderen Teil der Menschheit unterdrückt, ihm Rechte wegnimmt, ihn zweitklassig behandelt. Egal ob es die Geschlechter betrifft, oder ob weiss und schwarz, ... oder was es sonst noch alles für Unterschiede auf der Welt gibt.

    Nicht wahr?

    Alles ist EINS. Und gehört zusammen.

    Nike

    @ prbi

    Du kannst Dich selber nicht so richtig entscheiden, WAS Du (zur Unterdrückung der Frau durch den Mann) dazu sagen willst, nicht wahr?

    Am liebsten gar nichts, mit den Worten:

    "... Ähä ..."

    oder

    " ... Ach komm, bloss weil ich nicht auf jede deiner Fragen im Detail eingegangen bin...ist das jetzt so schlimm? ..."

    oder mit dem Quatsch:

    " ... Schliesslich mach ich das hier gratis! Andere nehmen dafür mindestens Fr. 250.- pro Sitzung..."

    (womit ich Dich daran erinnern möchte, dass ich hier auch gratis mit Dir kommuniziere)

    oder Du weichst einfach aus auf den Goethe als Thema, welcher gerne alles im ZUSAMMENHANG betrachtet hat, ...

    ... womit ich Dich ebenfalls daran erinnern möchte, dass WENN Du den Goethe schon als Vorbild nimmst, ... Du dann doch bitte AUCH alles im Zusammenhang betrachten solltest, ... namentlich eben zum Thema, WARUM Frauen sich überhaupt "zurückversetzt" fühlen, hm?

    Aber dieses WARUM willst Du keinesfalls näher anschauen, Du siehst da die Frau nur als körperliches und sexuelles Objekt, das keine Wünsche, keine Würde und keine Rechte hat. Sag jetzt nicht, dass das nicht wahr ist, denn etwas ANDERES als jenes hast Du bisher von der Frau NICHT angeschaut oder hier erwähnt.

    Also, und ich erwähne hier eben noch das WARUM darüber, dass die Frau geschichtlich und über Generationen hinweg vom Manne eben unterdrückt wurde. DAS ist ein Grund, ein Warum, ... das viel tiefer in der Ursache liegt, als bloss das Religiöse.

    Also, bist Du nun fähig, das Wahre der Geschlechter-Geschichte zuzugeben und anzuschauen und darüber zu sprechen?

    Es würde nämlich auch DIR eine Menge erklären - sobald Du es verstehen kannst vorausgesetzt - WARUM Du Dich jetzt so über diese emanzipierten Frauen da so aufregen musst, hm?

    Also, tu es wie der Goethe: Betrachte die Dinge IM GANZEN und im Zusammenhang!

    Nike

    @ Ziam

    " ... Wenn es wirklich mal soweit kommt, das mein Fall vor Gericht kommt, werde ich solche Massnahmen Ergreifen..."

    Der Fall kommt ja nur dann vor Gericht, wenn überhaupt jemand eine Anzeige erstattet. Von alleine wird nichts passieren. - Naja, es sei denn, Deine Schwester würde z.B. die Anzeige machen. Dann hättest Du nicht viel Arbeit damit, könntest dann aber IHRE Zeugin sein.

    Aber wahrscheinlich - da Du wohl Heftigeres als Deine Schwester erlebt hast - wäre es schon besser, wenn Du die Anzeige machst.

    " ... Ich hoffe aber das ich auch so Glaube bekommen. Meine Schwester würde auch mit vor Gericht, jedoch ist es Fraglich ob Verwandte als Zeugen überhaupt zugelassen sind (man könnte sie ja manipulieren.) ..."

    Ich denke schon, dass bei Missbrauchfällen auch Geschwister als Zeugen zugelassen sind. - Wer sonst könnte sowas denn sonst besser bezeugen?

    Vielleicht die Nachbarn noch?

    Aber eben, das würde Dir dann ein Anwalt, den Du sowieso dazu ziehen müsstest, weil er Deine Rückendeckung auch wäre, alles genauer erklären.

    Letztlich liegt es immer an Deinem Entscheid. Also sobald Du Dich dazu entschieden hast, eine Anzeige zu machen, kommt dann eben das Eine zum Anderen. Dann gehst Du zu einem Anwalt (Gratis-Anwalt, wenn es nicht anders geht), kannst Dich mal beraten lassen, ... er wird Dir dann auch Deine Rechte erklären ... und dann mit ihm das Ganze durchziehen.

    So lange Du das aber NICHT willst, und Du Dich dagegen entscheidest, ... wird da auch nichts passieren.

    " ... Und ich glaube es ist eher wichtig, das JETZ anzuschauen. Ich meine Ok, missbrauch ist geschehen, aber die Folgen davon sind ja jetzt. Also muss ich nicht dir Kraft dazu aufwenden die Missbräuche von damals beweisen, sondern das es mir jetzt schlecht geht. Ich glaube niemanden interessiert das WARUM, auch nicht die IV... "

    Fraglich ist eben: Wenn Dir keiner GLAUBT, also vor allem die IV nicht, ... und wenn da Belege sind, wie dieser Bericht vom Jugendamt, wo das GEGENTEIL von dem drin steht, was Du HEUTE behauptest, ... dann brauchst Du eben schon Beweise.

    Es sei denn, Du bekommst das mit Deinem Psychiater auch alleine hin. Also wenn dieser es schafft, dieses Gutachten da zu widerlegen, ... dann brauchst Du natürlich nicht auch noch weitere Beweise.

    Aber Du könntest als solches auch so mal versuchen - wenn Du es willst natürlich - mit Deiner Mutter eine gemeinsame Aufarbeitungs-Therapie zu machen. Das könnte durchaus nicht nur Dir helfen, sondern auch noch Deiner Mutter.

    Aber dazu müsste SIE natürlich auch bereit sein. Sonst nützt da alles nichts.

    Wenn Du an sowas Interesse hättest, könntest Du mal Deinen Psychiater fragen, was er dazu meint, und ob er dafür allenfalls einen anderen Spezialisten kennt. (Vielleicht macht er so eine Therapie aber auch selber?)

    Zu sowas braucht's dann wohl einfach die beidseitige Bereitschaft - also von Dir und Deiner Mutter - sich mit dem Vergangenen wirklich auseinander setzen zu wollen.

    Es wäre zumindest eine Chance, um für die Zukunft besser miteinander klar zu kommen. - Ich denke eben, dass Du das sonst ALLEINE wahrscheinlich nicht schaffen wirst, alles wieder mit der Mutter gradbiegen zu können. Ihr werdet so, wie's jetzt ist, wahrscheinlich NIE wie dicke Freundinnen sein. Dein Schmerz sitzt da schliesslich sehr tief. (Und auch die Probleme Deiner Mutter sitzen wohl sehr tief.) Du brauchst dazu also ganz sicher eine therapeutische Begleitung.

    Das kannst Du Dir ja mal überlegen, ob sowas, also eine GEMEINSAME Therapie - was allgemein die Zukunft, das Verhältnis zur Mutter und was auch Deine Gesundheit betrifft - vielleicht auch eine gute Lösung für Dich wäre. NEBEN all dem anderen, also ob jetzt mit oder ohne IV.

    Also so Vergangenheitsbewältigung, wo man das Vergangene, den Schmerz und all das Geschehene, gemeinsam durchgeht, und bespricht, ... das kann durchaus hilfreich sein.

    Zum Philosophischen:

    " ... Das verstehe ich nicht ganz. Der Körper des Menschen hat sich nie gross verändert und ist mehr oder weniger der gleiche geblieben..."

    Nicht ungedingt. Also wenn man die ganze Evolution betrachtet, ganz weit, weit zurück, ... so gäbe es da durchaus auch körperliche Veränderungen des Menschen.

    Es sei denn, die Variante aus der Bibel stimmt so, und der liebe Gott hat Adam und Eva einfach so hingestellt, körperlich perfekt, so wie wir auch heute noch sind. (Lach!)

    Aber ich vermute eher die Evolution, die DAUERNDE Veränderung, das Entstehen und Wachsen und Geformt werden. Die allererste Entstehung von LEBEN (überhaupt) im Wasser. Und dann das Wachsen und Formen daraus, das HINAUS gehen aus dem Wasser, das Kriechen, das Fliegen und Laufen von Lebewesen. Und das ewige Entwickeln und Verändern.

    Vielleicht sind wir heute, so wie wir als Mensch gebaut sind, soweit "perfekt". Aber es wäre gut möglich, dass wir in der laufenden und weiteren Evolution vielleicht noch weitere oder andere Organe in uns entwickeln können. - Wieso nicht? Irgendwo hat ja auch mal dieses Organ-Entwickeln angefangen.

    (Wenn man Gottgläubig ist - muss sich die Evolutions-These nicht unbedingt mit Adam und Eva gleich widersprechen.)

    " ... Die geistige Entwicklung..was meinst du konkret damit? ..."

    Also davon ausgehend, dass der Mensch Körper, Seele und Geist hat. DREI Dinge hat der Mensch! (Lach!)

    Körperlich nehmen wir uns mit den Sinnen wahr. Wir können uns berühren, anfassen, und wir können uns sehen, hören, riechen. - Das ist unsere Sinnes-Welt.

    Dann kommst das Seelische. Das kann auch als die Gefühls-Welt bezeichnet werden.

    Und das Geistige, wäre unser Verstand, das Denken und Wollen.

    (So jedenfalls wird's meist mit unserem Verstand "erklärt").

    Aber Seele und Geist ... kann eben auch "geistig" betrachtet werden. Die Seele und der Geist, die nach dem Tode weiterleben. Oder dass alles "geistig" ist auf Erden, nur dass wir es nicht sehen können. - Engel, Geister, Visionen, Hellseherei, Buddhismus, Geisteswissenschaften, ... es gibt unzählige Stichworte für all das "Geistige".

    " ... Ich sagte ja, entwickelt hat sich ja "geistig" nur die Forschung und die Technik, die Kultur (Städte, Handys, Autos) ..."

    Ja, wenn das "Geistige" als unser VERSTAND erklärt wird. Unser Verstand erfindet und erschafft Dinge.

    Aber wenn das "Geistige" mehr geistig betrachtet wird, als etwas nicht Fassbares, etwas "Höheres", etwas Unsterbliches, etwas Universelles, etwas seelisch webend und waberndes, alles durchdringendes, ... dann hat das weniger was damit zu tun, was der Mensch mit seinem Verstand, mit seinem Intellekt und seiner Logik TUT.

    " ... Eine "wirkliche Geistige Entwicklung" habe ich bisher bei fast niemandem gesehen, ausser vielleicht bei den Buddhistischen Mönchen oder einiger Indianer. Aber die gibts schon länger..."

    Ja, ... wobei sich bei UNS ja auch kaum noch jemand für sowas "Geistiges" wirklich interessiert. Wir sind mehr mit dem Verstand und unserer ewigen Logik da, und leben in der Sinnes-Welt, eben da, wo man alles anfassen und logisch erklären kann.

    Trotzdem machen wir alle eine seelische und geistige Entwicklung durch. - Das kann man durchaus auch mit dem logischen Denken erfassen, wenn man selber Rückblicke oder Rückschau hält. Also als Kind haben wir eine Entwicklung gemacht - nicht nur körperlich und wachsend, sondern auch mit der Seele und dem Geist, und auch mit dem Verstand sind wir gereift. In weiteren zwanzig Jahren werden wir WIEDER weiter gereift sein, ... es ist unsere persönliche und individuelle Entwicklung in unserem Leben. Körperlich, seelisch, geistig. - Es geht gar nicht anders, im Grunde kann man sehr schlecht stehen bleiben, und IMMER auf dem Stand eines dreijährigen Kindes bleiben. (Es sei denn vielleicht durch Krankheit.)

    Also alles entwickelt sich wachsend und reifend, und immer weiter und weiter ... mehr oder weniger, aber egal, es tut's. Das ist die Natur in uns.

    "Geistig" gesehen, also wenn es da - so wie beim Buddhismus, einem Mönchen oder auch einem Indianer - eine geistige Entwicklung gibt - dann ist dies ja eben so, weil die das "Geistige" auch bewusst leben und es suchen. Sie gehen AUS der Sinnes-Welt (die wir anfassen und logisch erklären) hinaus, und suchen und leben auch das "Geistige". - Das ist - so steht es auch oft in alten Schriften - das höchste Ziel für einen Menschen. (Grad im Buddhismus kann man das gut nachlesen.)

    Und so meine ich, TRENNE ich diese Dinge ein bisschen, denn für jenes, was wir TUN, wo wir unseren Verstand und unseren Intellekt und die Logik benutzen, ... ist es nicht zwingend das Selbe, als jenes, was da ein buddhistischer Mönch tut, nicht wahr?

    Wir nennen in unserer Sinnes-Welt unseren Verstand "Geist", ... aber der buddhistische Mönch versteht unter ""Verstand" und Geist" etwas ganz anderes.

    Liebe Grüsse soweit

    Nike

    @ prbi

    Es wäre nett, wenn Du Deine eigene Meinung dazu äussern könntest, und auf meine Worte eingehst.

    Ich habe etwas Mühe damit, wenn da Leute sich aus einem anscheinend "unangenehmen Thema" ausklinken, und stattdessen einen Link hinsetzen, welcher da die alleinige Wahrheit sein soll.

    Mir zeigt es lediglich, dass Du da somit offenbar nicht darüber reden willst.

    Warum nicht? Denkst Du, ich habe jetzt auch Wahnvorstellungen, und die Unterdrückung der Frauen hat's nie gegeben?

    " ... Das sind bloss Schuld-Projektionen der Frauen..."

    Hmpf! Du bist doch sonst viel einsichtiger und ERKENNST die Dinge, hm?

    Hier offenbar nicht. Da machst Du zu.

    " ... Gläubige könnt ihr nicht hinters Licht führen. Keine Chance! ..."

    Hinter welches Licht? - Sorry, ich kann die Geschichte da ja nicht leugnen. - Und da ich selber Frau bin, kenne ich durchaus auch Unterdrückungs-Erlebnisse von Männern. Auch DAS kann ich nicht leugnen.

    Das alles hat nichts mit Wahnsinnsvorstellung zu tun, sondern ist einfach eine Tatsache.

    Nun habe ich Dir in meinem letzten Eintrag zu erklären versucht, was daraus - durch die Geschichte hindurch - als FOLGE eben radikal geschehen kann in den Reaktionen. Ich habe sogar auch erwähnt, dass die Frage offen ist, ob es immer RICHTIG ist.

    Warum bist Du denn jetzt so wortkark und muffelig? Ich TU Dir doch nichts!

    Und ich bin auch keine Extreme, ich schau die Sache nur ganz sachlich und nüchtern an, während ich da auch auf ein Verständnis von Dir hoffe, hm?

    Also komm schon, und äussere Dich mal zur geschichtlichen Unterdrückung der Frau durch den Mann! Okay?

    Du hast in diesem Themen-Tread den Frauen eine "Schuld" unterstellt, ich hab Dir eine andere Seite aufgezeigt, ... und Du muffelst mich gleich so an, als würde ich Wahnvorstellungen haben?

    DIESES Thema scheinst Du nicht kennen zu WOLLEN, ... so sieht es jedenfalls aus. - Also wenn Du Gläubiger sein willst, dann solltest Du Dich - so finde ich - ernsthaft auch mal mit dem Weiblichen befassen und mit der geschichtlichen Unterdrückung der Frau durch den Mann.

    Auch wenn's nicht angenehm für Männer ist, ... aber manchmal muss man halt der Wahrheit ins Auge blicken.

    Und jetzt hab keine Angst, ich TU Dir nichts! Und der Kirche schon gar nicht, okay?

    Nike

    @ Ziam

    " ... Hm meinst du nicht das das schlecht wäre. Ich habe mit meiner Mutter zu mersten mal ein "besseres" verhältnis. Wir können z.B Telefonieren ohne zu streiten. Das will ich nicht kaputtmachen irgendwie. Ich möchte doch auch ein gutes verhältnis zu ihr und mal mit ihr über alles sprechen können..irgendwann. Ich schaffe es nicht sie anzuzeigen..."

    Naja, kommt halt darauf an, wie Du damit umgehen willst.

    Es ist halt nie einfach, hier einen radikalen Weg der Anzeige zu gehen, ganz besonders dann nicht, wenn es noch die eigenen Eltern sind.

    Von den Eltern sind wir - nicht nur genetisch sondern wohl auch seelisch - immer irgendwie abhängig. Also so gemeint: Eine Mutter hat man eben in Wahrheit nur immer EINE im Leben, und einen Vater auch. Und irgendwie sind wir da - besonders als Kind - eben von ihrer Liebe abhängig.

    Bekommen wir nun die Liebe nicht oder nie von den Eltern, ... da gibt es unzählige Schicksalsbeispiele dafür, ... so SUCHEN wir sie uns dann trotzdem immernoch in irgend einer Form das Leben lang bei ihnen.

    Du magst Dich sicherlich auch daran erinnern, dass Du als Kind Vieles versucht hast, es der Mutter recht zu machen, DAMIT Du endlich ihre Liebe bekommst. Das ist im grunde völlig normal. Aber wenn man sie als Kind die ganze ZEIT lang immer so sucht, ihr geradezu nachlechzen muss, und man alles mögliche dafür tut und getan hat, ... und wenn es - eben in so Missbrauchs-Situationen dann, ... nie was genützt hat, ... dann versucht man es eben selbst im Erwachsenenalter noch gerne immer weiter. Es ist fast so, als sei man IMMER Kind geblieben, und braucht die Liebe der Eltern noch.

    Im Grunde GEHT das natürlich auch, wenn man denn so will, und einem das bewusst ist, aber man muss sich einfach darüber klar sein, dass man diese Liebe immernoch will oder geradezu BRAUCHT, wenn man da mit der Mutter telefoniert, dass man Wünsche hat, dass die Mutter lieb mit einem sein soll, dass sie Verständnis haben soll, dass sie einen in den Arm nehmen soll, usw. Das sind alles Wünsche der Mutter-Liebe, ... die als solches normal sind.

    Aber man muss es sich selber gut anschauen, und sich fragen, ob man selber nur einem Wunschtraum nachrennt, ... oder ob es tatsächlich möglich ist.

    Fraglich wäre einfach noch, ob es auch möglich ist, dass Du ihr Verzeihen kannst.

    Du kannst es natürlich auch mit Gesprächen mit ihr versuchen. Nur ist da nicht so klar, ob es was helfen würde, WENN sie eben stur bleibt, oder Dich weiterhin als Lügnerin bezeichnet.

    Besser wäre wahrscheinlich, es dann mit einer gemeinsamen Therapie zu versuchen, wo eine Fachperson bei den Gesprächen dabei ist.

    Aber betrachte bei all dem auch den WEG dorthin. Das ist keine Sache von vierzehn Tagen, wo danach wieder alles Friede-Freude-Eierkuchen mit Deiner Mutter wäre, ... sondern das kann durchaus länger dauern.

    Fakt ist aber leider, dass es da in dem Jugendamt-Bericht von damals diese Lüge von ihr drin hat. Und damit hat Deine Mutter Dir bereits unzählige Steine in den Weg gelegt. - Du brauchst da also JETZT eine Lösung.

    Du könntest es natürlich versuchen, in einem Gespräch Deine Mutter zu bitten, dass sie diese damalige Aussage in dem Jugendamt-Bericht schriftlich korrigieren solle! - WENN das Verhältnis wirklich besser ist und Dein Mutter zur EINSICHT gekommen ist, ... dann könnte es womöglich klappen, und Dir würden wieder Türen aufgehen.

    Aber es wird eben NICHT klappen, wenn sie weiterhin stur bleibt.

    (Notfalls kannst Du zum Gespräch ja auch Deine Schwester mitnehmen? Vielleicht hilft's sogar, wenn ihr zu zweit vor der Mutter sitzt, und sie so zur Wahrheit heraus fordert?)

    Du kannst der Mutter natürlich auch sagen, dass Du bereit wärst, ihr alles zu verzeihen, was sie Dir angetan hat, WENN sie dafür die Wahrheit jetzt den Behörden mitteilt, wenn sie den Jugendamt-Bericht von damals schriftlich korrigiert, oder wenn sie JETZT hinter Dir steht und Dir hilft.

    Du siehst dann ja, wie ihre Reaktion ist. Wenn sie immernoch stur bleibt, ... dann kannst Du Dich ja selber fragen, ob es Dir noch was bringt, wenn Du mit ihr da trotzdem noch gewissermassen "nette" Telefongespräche hast, wo ihr wenigstens nicht streitet, ... aber im Grunde steht sie gar nicht wirklich hinter Dir.

    Dann wird Dir wahrscheinlich wirklich nichts anderes übrig bleiben, als den radikalen rechtlichen Schritt gegen sie zu tun.

    Also versuche vielleicht, eine klare "Linie" zu finden, wonach Du handeln kannst. Setze Grenzen, wo Du Dir z.B. sagst, dass Du dies und jenes so versuchen willst, ... aber dort ist dann Schluss, dort wirst Du dann den nächsten Schritt tun.

    Es ist klar, es "wiegt" Dich natürlich auch immer hin und her, wo Du einmal mehr in der völligen Wut bist, ... und dann wieder auf der anderen Seite mehr am Hoffen bist, dass alles wieder gut wird.

    Drum ist ein "Grenzen"-Setzen für Dich sicherlich förderlich. Du musst da einfach auch ein bisschen härter mit Dir selber sein.

    Aber es kann helfen, Schritt für Schritt Grenzen zu setzen, und was nicht klappt dann jeweils abzuhaken, ... um hinterher dann halt den radikaleren, rechtlichen Schritt zu gehen.

    Nicht alles zusammen, das geht nicht. Du kannst nicht liebe Telefongespräche mit der Mutter haben, ... wenn sie in Wahrheit gleichzeitig Lügen über Dich erzählt, nicht wahr? - Und umgekehrt natürlich auch nicht: Du kannst nicht nette Telefongespräche mit der Mutter machen, wenn Du sie gleichzeitig anzeigen willst. - Versuche da, eine "harte" und faire Linie zu behalten.

    Es KANN natürlich sein, dass sich Deine Mutter heute geändert hat. Im positiven Sinne gemeint. - Aber das musst Du rausfinden. Da kannst Du dann auch freundlichere Wege mit ihr gehen.

    Wenn sie heute aber freundlich ist, aber hintenrum noch immer lügt, ... dann denke einfach an Deine selbst festgelegten "Grenzen", okay?

    Noch zum Philosophischen:

    " ... Ausserdem bleibt ein Gänseblümchen auch in einer miiliarde Jahren noch ein Gänseblümchen....aber WIR Menschen sind bis dann Weg..warscheinlich schon viel vorher..Sind wir dann wirklich noch etwas besonderes???? ..."

    Naja, der Mensch bleibt auch immer Mensch, und entwickelt sich weiter, ... es sei denn, er zerstört sich selber, klar. Aber von der Natur her ist es ihm gegeben, sich weiter zu entwickeln. Zerstört er sich also NICHT, geht die ganze Entwicklung weiter.

    Bei dieser Betrachtung TRENNE ich natürlich das Ganze unter dem Begriff "Entwicklung". Mit "Entwicklung" meine ich durchaus seine körperliche und seelische (oder geistige) Entwicklung im Laufe der ganzen Erdenentwicklung.

    Das trenne ich von dem, was der Mensch TUT. Das wäre wieder was anderes. Denn im TUN ... hat sich der Mensch nicht IMMER besonders weiter entwickelt.

    Er tut schliesslich immer noch ganz viel Dummes. - Aber eben: Würde er das "Dumme" nicht auch tun ... würde er gar nichts daraus lernen.

    Also gehört das "dumme" Tun ... wiederum doch auch zu seiner ganzen seelischen und geistigen Entwicklung.

    " ... WIR sind die dummen...die NATUR bestimmt nicht. Die gibt es schon viel länger als uns...."

    Ja, Du sagst es. - (Grins!)

    Liebe Grüsse soweit

    Nike

    @ prbi

    Du hast - sorry - tatsächlich nicht grosse Erfahrung mit Frauen, bzw. hast ihr Wesen noch nicht verstanden.

    Deine Thesen-Überlegung mag - aus männlicher Sicht - zwar sehr nett sein (womit sich die Männer wieder mal von einer möglichen Mitschuld rein waschen wollen), aber Du übersiehst da so einiges in der Geschichte.

    " ... Und weil sich die Frauen vornehmlich über die Sexualität und den Körper definieren oder präsentieren, fühlen sie sich in diesen Kulturen als Menschen zweiter Klasse..."

    Das ist sicherlich NICHT der Grund. - Also ganz abgesehen davon, dass wir Frauen meist eher den Eindruck haben, dass es die MÄNNER sind, welche hauptsächlich mit dem Unterteil ihres Körpers denken und sich damit als männlich präsentieren ... worüber wir uns hier natürlich auch streiten können, aber ich will Dir hier eigentlich nur aufzeigen, dass die Sexualität als solches gar nicht eine Ursache sein kann, um sich als Mensch zweiter Klasse zu fühlen:

    Da Du nirgendwo etwas davon erwähnst, wie Frauen - zu frühen Zeiten und geschichtlich gesehen - von den Männern als zweitklassig behandelt wurden, weil sie für die Männer eine KONKURRENZ sein konnten, ... gehe ich davon aus, dass Du tatsächlich null Ahnung von der Frau und ihrem ewigen Drang nach Emanzipation hast, und ich muss es Dir wohl zuerst ein wenig erklären.

    Schau auf die Geschichte, und schau mal darauf hin, wie Frauen (Ausnahmen immer mit einbezogen) grundsätzlich von den Männern unterdrückt wurden. Der Mann wollte immer der Herrschende sein, und der Frau sagen, wo's lang geht. Der Mann wollte nie, dass die Frau das gleiche Recht wie er hatte, oder dass sie z.B. lesen und schreiben, später sogar studieren konnte. Nichts davon.

    Es gibt da zahlreiche Beispiele - geschichtlich gesehen - und wenn Du Dich mal mit der Frauen-Emanzipationsgeschichte befasst, wirst Du sehen, dass die wahre weibliche Emanzipation, so wie sie heute ist, gar noch nicht so alt ist.

    Eine Emanzipation - auch wenn dieses Wort gerne negativ angeschaut wird, aber im Grunde geht es hier nur um einen Grundtrieb des Menschen nach Würde und gleiche Rechte für alle ... Du kannst da auch die Geschichte der "Schwarzen", der Afrikaner, damit vergleichen, auch bei IHNEN ging es immer um Emanzipation, auch wenn das Wort dort eher als "Gleichberechtigung" benutzt wird, aber letztlich ist es das selbe, was die menschliche Würde betrifft ... - da ist also eine Emanzipation im Grunde etwas völlig menschliches, das es notgedrungen geben MUSS, weil die Mehrheit der Menschen - meist Männer (Patriarchat) - eben gerne mal die "Regeln" so nach ihrem Denken festsetzen will, ... auch wenn sie noch so verdreht sind.

    Also die weibliche Emanzipation - oder der "Kampf", wie Du es nennst - dreht sich hauptsächlich um die menschliche Würde der Frau, die gleichen Rechte wie ein Mann zu haben. Sie will nicht sein Sklave sein oder etwas Minderwertigeres als der Mann. Sie will die gleichen Chancen und die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten haben wie der Mann.

    So! Das ist ganz simpel ausgedrückt, hm? - Die Sexualität als solches ist dabei nur ein TEIL von der Emanzipation.

    Früher hatte eine Frau einfach "hinzuhalten" und ihre ehefraulichen "Pflichten" zu erfüllen, ... während der Mann da seinen Spass dabei hatte.

    Wenn Du da jetzt manche Frauen von heute anschaust, die da so "eigen" sind, wo Du das BILD davon bekommst, dass sich die Frau hauptsächlich über ihren Körper definiert und präsentiert, ... so hast Du da nur das "Spiegelbild" dessen, was die Frau - emanzipatorisch - vom Manne abbildet.

    Zum einen. - Zum anderen ist's emanzipatorisch wieder noch immer NICHT ganz richtig, denn Männer WOLLEN das heut schliesslich auch gerne so. Sie WOLLEN Frauen, die sich sexuell zeigen und auch so definieren, und viele Frauen machen da natürlich auch mit.

    Emanzipation, bzw. die Geschlechter-Gleichstellung ist eine ganz heikle Sache als Thema zum anschauen, wo man merkt, dass da vieles auch unbewusst geschieht. Das hängt natürlich auch - wenn man die Sexualität betrachtet - immer auch, grob gesagt, mit unserem gegenseitigen "Balz"-Verhalten zusammen.

    Also Frauen können heute gleich "balzen" wie die Männer. Selbst wenn es "nur" in die sexuelle Richtung geht, und nicht auf "feste Bindung" hinweist. - Was eben ansonsten wieder eher "männlich" ist, diese "Bindungs"-Angst. Also Sex ja, aber keine feste Bindung.

    Männlich.

    Du verstehst? Da kupfert sich die Frau - emanzipatorisch - so ziemlich Manches vom Mann ab. Wenn DER das tun darf, ... wieso soll sie es nicht auch tun?

    Also da läuft viel auch Unbewusstes ab.

    Fraglich ist natürlich immer, ob von der Frau solch "abgekupfertes" vom Manne da ... auch immer das Richtige ist!

    (Aber wer FRAGT schon, ... im Grunde TUT man's einfach, weil man's eben so tut.)

    Aber eine Emanzipation zu LEBEN ... ist natürlich auch nicht so einfach. Im Grunde muss man da fast schon "radikal" sein, und die Emanzipation eben auf ALLE Dinge beziehen und sie dort auch durchziehen. Somit auch das Sexuelle.

    Denn würde frau sich nur auf EINER einzigen Schiene emanzipieren, ... würde man sie gar nicht wirklich ernst nehmen, denn auf der anderen Schiene macht sie dann ja noch immer das selbe "unterwürfige" oder sklavenhafte, nicht wahr? - Weisst Du, wie ich meine? Emanzipation MUSS also radikal sein in allen Belangen, ... auch wenn's noch so extrem wirkt.

    Ob's "richtig" ist, ... ist dann wieder eine andere Frage. Aber wahrscheinlich eben auch eine Sache der Entwicklung selbst. In hundert Jahren wird man wahrscheinlich darüber lächeln, wie "plump" sich da die Frauen in ihren ersten Emanzipations-Leben durchgekämpft haben, ... und wie genau so plump die Männer damit umgegangen sind.

    Ja, und was somit dann die Religionen betrifft aus weiblicher Sicht ... schau mal hin: ALLES ist männlich! (Schon geschichtlich gesehen.) Rundherum ist's männlich dominiert. Und wie wenige Möglichkeiten und Chancen die Frauen da in der Männerwelt hatten! - Was sollen sie also tun? Sie emanzipieren sich ... manchmal plump oder auch weniger plump, egal, sie wollen die gleichen Rechte, das gleiche TUN können.

    Ja, und klar, auch Gott ist wieder männlich, ... aber aus der Sicht der Frau ist eben ALLES um sie herum männlich. Wieso also nicht das ganze umkehren und weiblich machen?

    Radikale Emanzipation!

    Aber das ist wahrscheinlich sogar noch eine Sache, die nicht verstandesmässig aufgenommen werden kann, sondern nur mit der Seele.

    Und schau, wenn Du SO unterdrückt wurdest, so viele Jahre und Generationen, ... dann erfindest Du als Frau eben auch einen weiblichen Gott! Der gehört dann nämlich DIR, weil er - als weiblicher Gott - EHER Verständnis für Dich hat! Er ist dann sinngemäss die MUTTER für die Frau (statt der VATER), die WEISS, wie es einer Frau mit allem so ergeht. - Denn wenn's all die Männer um die Frau herum NICHT verstehen, wie soll's dann auch ein männlicher Gott verstehen?

    (Schau auch mal auf die "Schwarzen", die Afrikaner: Hier ist es das selbe: Auch sie sprechen oft davon, dass Gott dunkelhäutig sei!)

    Ich weiss, man kann darüber lächeln, ... aber hier hast Du eben eine Sache der Emanzipation in allem, wo immer die Würde des Menschen, wo es für IHN stimmen muss, dahinter steht. - Letztlich spielt es aber wahrscheinlich gar keine Rolle, ob Gott nun Schwarz oder Weiss oder Gelb oder Blau wäre, ... es ist die Seele, die da aus den Menschen spricht, WEIL sie negative Erfahrungen gemacht haben, Unterdrückungen erlebt haben, und sich somit ihren eigenen Gott - einen emanzipierten Gott - wählen.

    Man kann's letztlich auch so sehen: Menschen zu unterdrücken, eine gewisse Rasse oder eben die Frauen, ... ist eine ziemlich heftige Sünde.

    Die FOLGEN ... können sehr vielseitig sein, manchmal gut, ... aber in der Regel auch sehr krass.

    Wundere Dich also nicht. Aber DAS wäre das Thema, das - wenn schon - anzuschauen wäre.

    Nike

    @ Ziam

    " ... Meinst du das geht? Ich habe meiner Mutter mal gefragt ob sie vor Gericht die Warheit sagen würde, wenn diese IV Sache mal vor Gericht geht. Sie sagte schon zögerlich ja. aber ich kenne sie. Kaum ist sie dann da..sagt sie etwas ganz anderes.

    Ich hätte Angst das sie mich wieder verarscht wenn sie so ein Gutachten machen muss. Das wäre richtig doof für mich. aber man kann sich auf sie nicht verlassen einfach ich vertraue ihr nicht...."

    Hm! Also da fällt mir schon eine Möglichkeit ein. Kommt vielleicht auch darauf an, wie die "Taten" Deiner Mutter im Ganzen ausgesehen haben.

    Also auf der einen Seite gib's ja den körperlichen Missbrauch, und auf der anderen Seite den psychischen Missbrauch. Das ist wohl das Eine, das zu unterscheiden wäre.

    Wobei es letztlich in den FOLGEN auch keinen grossen Unterschied mehr macht, klar. - Aber vielleicht macht's von Gesetzes wegen (das könntest Du mal abklären) einen Unterschied, auch wie man da rechtlich vorgehen müsste.

    Wenn sie natürlich nie beim Psychiater war, wird von ihr auch kein "ärztlicher" Bericht vorliegen, ... aber die Psychologen von damals werden sicherlich AUCH etwas dazu sagen können.

    Naja, dies nur so grad als Gedanke dazu.

    Womöglich müsstest Du die Sache "herausfordern", so dass sie die Wahrheit zugeben muss.

    Also angenommen, sie bekäme die Aufforderung (von Deinem Psychiater oder der IV), dass sie SELBST ein psychiatrisches Gutachten bringen müsste, ... dann kann sie das vielleicht verweigern, so lange es kein "richterlicher" Zwang ist.

    Denk ich jetzt mal, aber sicher bin ich mir da auch nicht. - Mir kommt da als Lösungsweg - so krass es vielleicht auch klingt - einfach grad die Idee, dass Du sie ansonsten anzeigen und verklagen könntest. In diesem Sinne gemeint: Also soooo chancenlos und wehrlos bist Du da - rechtlich gesehen - eben durchaus nicht. Und sooooo siegessicher kann sie mit ihren Lügen eben dann schon nicht da stehen.

    Dazu könntest Du Dir einen "Gratis"-Anwalt nehmen, denn wenn Du ja kein Einkommen hast, hast Du Anrecht auf eine kostenlose Rechts-Vertretung.

    Kommt halt darauf an, wie weit Du gehen willst bei Deiner Mutter. - Aber letztlich, wenn alles von ihrer Aussage abhängt, wenn alles schief geht wegen IHREN Lügen, ... dann bleibt Dir womöglich nichts anderes übrig, als diesen harten Rechtsweg gegen sie zu gehen.

    Der Jugendamt-Bericht von damals ... IST natürlich eine gewisse "Bestätigung", ... aber er kann eben auch ein BEWEIS dafür sein, dass Deine Mutter da eine Falschaussage gemacht hat, um sich selber zu schützen. DAS wäre durchaus wieder strafbar!

    Nur müsstest Du's beweisen können. - Meist geht das dann nicht anders, als mit einer Strafanzeige, wo das Ganze dann nochmals genauer geprüft und angeschaut werden muss.

    Natürlich wirst Du dann - wahrscheinlich sicher - weitere Wut von Deiner Mutter erfahren, ... aber wenn es um die Wahrheit geht, dann muss Dich ihre Wut da eigentlich auch nicht mehr kümmern. Dann ist es ihre Sache. Sie muss in ihrer eigenen Verantwortung zu den Dingen stehen, und auch die nötigen Konsequenzen selbst tragen.

    Aber frag erst mal Deinen Psychiater, was der dazu meint. - Wenn er der Meinung ist, dass er Dir auch helfen kann OHNE diesen harten Rechtsweg gegen Deine Mutter, dann ist es ja auch recht.

    Naja, kommt halt darauf an, wie Du selber dazu stehst. Wenn es für Deine Gesundung, für Dein Heil GUT wäre, die Vergangenheit damit abzuschliessen, auch um Deine Genugtuung und Deine Gerechtigkeit zu bekommen, ... dann IST so eine Klage gegen die Mutter vielleicht der einzig richtige Weg.

    Was ist denn mit Deiner Schwester? Kommst Du mit ihr gut aus? Wenn sie ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht hat, ... vielleicht könntet ihr Euch da jetzt gegenseitig ein wenig helfen und stützen? - Eine Schwester könnte natürlich die Wahrheit auch noch bestätigen, das wäre also auch noch eine mögliche Hilfe für das Ganze.

    " ... Sie hat mir und meiner Schwester immer eigeredet "alle Menschen sind schlecht"..."

    Es ist natürlich unglaublich, wie sehr solche Worte - in einer Erziehung - Schaden anrichten können. Und wie sowas im Kind dann ein Leben lang in der Seele stecken bleiben kann.

    Gut, manchmal, wenn das Kind gegenteilige Erfahrungen im Leben gemacht hat, DANN kann es dieses "Eingeredete" eben selbst wieder mit eigenen Kräften zur Seite schieben und als Unwahrheit abstempeln.

    Aber wenn ein Kind dann tatsächlich nur immer weitere Enttäuschungen von seinen Mitmenschen erlebt hat, ... dann MUSS die Aussage der Mutter ja tatsächlich stimmen!

    (Selbst wenn es noch immer gelogen ist, aber das Kind kennt dann gar keine andere Wahrheit.)

    Klar, die Aussage "jeder Mensch ist schlecht" hat IRGENDWO natürlich schon seinen Funken Wahrheit, denn jeder Mensch hat - nebst seinen Guten Seiten - eben schon auch seine mehr oder weniger schlechteren Seiten.

    Aber dieses "jeder Mensch ist schlecht" ist dann natürlich nur die HALBE Wahrheit.

    Und sowas einem Kind zu sagen, ist natürlich eine Katastrophe. Ein Kind versteht unter "schlecht" etwas viel Schlimmeres, ... als die blosse Akzeptanz, dass jeder Mensch BEIDE Seiten in sich hat, und dass er WÄHLEN kann, WIE er da sein will. - Ein Kind kann sowas noch nicht unbedingt verstehen. Für ein Kind ist "schlecht" eben auch gleichzeitig "BÖSE". Und wenn es heisst, "jeder Mensch ist schlecht", dann ist für ein Kind grundsätzlich JEDER Mensch zweifellos BÖSE. - Wie soll es da noch an etwas GUTES im Menschen glauben?

    Abgesehen davon übernimmt das Kind dann auch die unumstössliche Tatsache als Wahrheit auf, dass es SELBER eben auch schlecht und böse ist.

    So ein Quatsch! Über sowas rege ich mich immer ziemlich auf!

    " ... Sie flüchtet aber sehr in ihre Religion. Also bei Gott und dem Christentum. Sie ist in einer total fanatischen Kirche beigetreten, die machen ganz komische Sachen. Da mussten ich und meine Schwester immer mitgehen. Die heilen da so mit den Händen...fast so wie exorzismus. Da wollte sie das ich auch immer auf die Bühne gehe und ich habe geweint..."

    Ja, Du siehst, wenn ja "alle Menschen schlecht sind", ... dann kann es auch keinen Sinn in so einer Religion geben, ... worin SIE, die Mutter, plötzlich was Positives sehen soll. - Ein Kind kann auch DAS nicht verstehen, schon gar nicht, wenn dann so "komische Sachen" mit den Leuten dort gemacht wird.

    Eine Religion - oder so ein Gottglaube - sollte ja eine "liebevolle" Sache sein, wo Menschen eben "gut" sein sollen.

    Deine Mutter war da schon zünftig verknorkst, hm? Sie hatte ihr Leben wohl grad GAR nicht im Griff.

    " ... Ja aber der Mensch ist ja auch so (gruppendenken): Männer sind sehr sexuell eingestellt, wollen sich vermehren. Frauen eher weniger (es gibt Ausnahmen)..."

    Ich sehe es eben so: Natürlich hat der Mensch all jenes, was die Pflanzen und die Tiere haben AUCH. Also das blosse "Sein" der Pflanze, mit ihrem Kommen und gehen, ... und auch das instinkthafte der Tiere und ihr Gruppendenken.

    Aber weil der Mensch eben zusätzlich noch ein ICH-Bewusstsein hat, ... steht er in seiner Entwicklung durchaus über den Pflanzen und Tieren.

    Damit ist aber nicht gemeint, dass er deswegen was "Besseres" sein soll als die Pflanzen und Tiere, ... sondern der Mensch hat deswegen - mit seinem Ich - eben auch mehr Aufgaben im Leben. Und er hat die Möglichkeit, sich mit seinem Ich ganz persönlich zu entwickeln.

    Das sehen wir in der Menschen-Gesichte durchaus, WIE sich der Mensch in seiner Reife entwickeln kann. (Naja, auch wenn er oftmals die selben Fehler macht.)

    Aber es ist trotzdem anders bei ihm mit seinem Ich, ... weil eine Entwicklung eben bei einer Pflanze oder einem Tier nicht so - über diese tausenden von Jahren - funktionieren kann. Pflanzen und Tiere bleiben immer jenes, was sie sind, und was sie waren. Also ein Gänseblümchen war vor 2000 Jahren genau so ein Gänseblümchen wie heute, es hat sich nicht weiter entwickelt, dass es z.B. BESSER geworden wäre.

    Und ein Hund war vor 2000 Jahren genau so ein Hund, wie es ein Hund heute ist.

    Der Mensch hingegen - abgesehen von seiner organischer und körperlichen Wesenheit - hat sich durch all die Jahre durchaus in seinem Ich weiter entwickeln können. In seiner Reife, seinem Wissen, seinen Handlungen, usw.

    Und so hat er das den Pflanzen und Tieren durchaus voraus.

    " ... Ich meinte nicht gänzlich kein Bewusstsein, sondern etwa so ein Bewustsein wie ein 3-5 Jähriges Kind. Das weiss ja schon das es existiert, geht aber mehr seinen Gefühlen nach (ein kind macht halt einfach mal Dinge und wartet dann auf eine Reaktion der Eltern. So lernt es mit der Zeit. Ein Tier kann das auch..so wie deine Katzen) Nur kann es sich nicht so "weiterentwickeln" wie wir Menschen. Es bleibt irgendwann in der entwicklung des "Kindes" stehen..."

    Das stimmt. Von der Menschenseite her betrachtet kann man es auch so sehen, dass WIR als Kleinkind noch so sind wie die Pflanzen oder Tiere.

    Als Baby sind wir reines "Sein" wie eine Pflanze, so unschuldig und rein, und wir sind angewiesen auf Hilfe von Aussen, damit wir überleben können.

    Nachher sind wir als Kind noch so unschuldig und verspielt wie die Tiere. Wir reagieren auch noch auf unsere Instinkte. Wir weinen, wenn wir Hunger haben oder was brauchen, oder wir hüpfen fröhlich herum, einfach weil das "Sein" instinktiv Freude macht. (Und wir pinkeln ins Bett, weil es instinktiv einfach so gemacht wird. Lach!)

    Aber irgendwann, meist ab dem 7. Lebensjahr, entwickeln wir unser Ich dazu. Unseren Verstand. Wir sagen "Das will ich ..." ... und schon fängt es an. (Lach!)

    Ja, wir haben dann gelernt, mit dem Verstand zu arbeiten.

    Bei den Tieren funktioniert es da nochmals etwas anders. Manche Tiere können sogar OHNE Hilfe (der Mutter) sofort instiktiv das Nötige tun, was sie als ihre Gattung tun müssen zum überleben. SIE brauchen auf jeden Fall nicht so lange für ihre Entwicklung des Selbständig seins, des Instinktrieb-Lebens, ... wie es der Mensch dazu braucht.

    Der Mensch ist viel länger abhängig von Hilfe von Aussen, UM selbständig zu werden. Das Tier hat es hingegen ziemlich schnell geschafft. - Das ist ja auch noch ganz interessant, nicht wahr?

    Dafür ist das Tier eben mit der Entwicklung nur DORT, wo es dann stehen bleibt. Bei seinen Trieben und Instinkten.

    WIR, der Mensch also, gehen da eben noch einen Schritt weiter. Mit dem Ich und mit dem Verstand.

    Wie gesagt, das alles hat nichts damit zu tun, dass sich der Mensch damit als was Besseres sehen soll.

    Wobei eben manche Menschen das NICHT so erkennen können, also diesen ganzen Zusammenhang. Nur weil der Mensch einen Verstand hat, heisst das nicht zwingend, dass er dann auch Weise ist. Auch DAS muss er eben zuerst lernen.

    (Naja, und manche lernen es nie, und meinen eben, sie sind allem überhaben.)

    " ... Nur ist es nicht einfach die innere existenzangst einfach so beiseite zu schieben. Ich würde gerne loslassen, aber leider macht mir mein Körper immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Ich habe dann Angst wieder kein Geld zu haben, betteln gehen zu müssen, wieder hunger zu haben...das kann ich mir nicht leisten ich bin sonst schon untergewichtig...."

    Ja, wäre die Existenzangst ALLEINE schon mal aufgehoben, dann würde es Dir sicherlich schon mal besser gehen. Ich weiss das, so eine Existenzangst ist ganz grausam.

    " ... Oder ich habe Angst mein Freund schmeisst mich aus der Wohnung. Weil mein ex das auch schon viele male gemacht hat (und dann noch im Winter) Ich glaube meine Ängste sind einfach die wieders chlimme Dinge zu erleben die ich nie mehr erleben möchte weil sie für mich damals so sehr schlimm waren."

    Ja, das sind auch Traumas. Die kommen wirklich immer wieder hoch.

    Wie steht Dein Freund denn dazu? MAG er es so noch eine Weile aushalten, dass Du von ihm leben musst?

    Oder hat er mal was gesagt, und setzt Dich auch unter Druck?

    " ... Ich würde gerne loslassen können, am besten gleich ohne Geld leben und unabhängig vom Staat zu werden..meine eigenen Sachen anbauen..Aber dazu habe ich keine Kraft. dazu bin ich ainfach zu "krank"..."

    Es wäre halt schon am besten, wenn Du momentan einfach eine Rente bekommen könntest, um mal für eine Weile abzuschalten. Was NACHHER ist, wenn Du ein bisschen Ruhe hattest, ist ja immernoch alles offen. Du kannst Malen, Kurse besuchen oder ein Malstudium machen, ... oder Du gehst mal für drei Monate in die Berge um Schafe zu hüten.

    Sobald Du etwas Ruhe gefasst hast, ist eben ganz VIELES wieder möglich.

    Aber das Problem ist das Jetzt, wo alles so zäh und streng ist, ... da musst Du wohl durch. Das heisst nicht, dass es nicht klappen könnte mit der Rente, es braucht einfach seine Abklärungs-Zeit. Und ein bisschen Deinen Kampfgeist.

    " ... Aber ich weiss eben das man auch in der Schwiz ohne essen und Wohnsitz dastehen kann und das macht mir Angst. Das will ich nie mehr erleben. Ich hoffe ich kann diese ansgt irgendwann besiegen, so das ich gar nichts mehr erwarte. Wenn es sein muss halt auch kein Essen mehr. Erst dann kann ich wohl meine Ängste besiegen...."

    Also NOTFALLS gibt es ganz viele Möglichkeiten. - Es ist schlimm, DASS es das in der Schweiz gibt, dass da Leute plötzlich auf der Strasse stehen, ja sicher, ... aber wenn man WEISS, wohin man sich wenden könnte, wenn man da einfallsreich ist, - notfalls - dann gibt es immer machbare Lösungen.

    Einfach so als Idee: Da gibt es Notschlafstellen, es gibt Frauenhäuser, es gibt die KIRCHE (was soll's, in der Not kann man sich auch mal an die wenden!), und es gibt viele soziale Institutionen, wo man um Hilfe fragen kann.

    Es gibt "Mittagstische", so Quartiervereine wohin man sich für's Essen hinwenden kann, es gibt "Gassenküchen" für's Essen, , ... ach, es gibt da ganz Vieles. Und auch wenn es vielleicht nicht schön ist, so leben zu müssen, so findet man da immer ein Plätzchen.

    Aber eben, sowas DÜRFTE eigentlich ja gar nicht vorkommen, denn genau DAFÜR haben wir ja die Sozialhilfe.

    (Nur ist die eben auch immer wie mehr knauserig, und handelt da oftmals nach übertrieben strengen Regeln.)

    Aber einfach gesagt, ... in der NOT ... gäbe es auch für Dich ganz viele Lösungen, da bräuchtest Du nicht mal Angst davor zu haben.

    Nur denk ich nicht, dass es überhaupt soweit kommen wird, wenn Dein Freund ja zu Dir steht, oder?

    Liebe Sonntags-Grüsse soweit

    Nike

    @ Ziam

    " ... Also gut, ich sage es dir jetzt:

    Meine Mam nahm Heroin, Benzodiazephine (Rohypnol), Alkohol ,zigarretten sowie Cannabis (sie ist selber sehr schwer Psychisch krank und wurde auch selber von ihrer Familie Missbraucht) während meiner Schwangerschaft. Die Schäden kannst u dir etwa vorstellen und sind leider nicht wirklich heilbar. Schön wäre es....*seufz* ..."

    Kann ich mir vorstellen, ja. - Es klingt aber auch wie so ein oller "Kreislauf". Also Deine Mutter wurde selbst missbraucht und war vermutlich darüber krank, also kannte sie es selbst nicht anders, und hat dann auch keine Sorge während der Schwangerschaft getragen. Und was konnte sie Dir auch sonst weitergeben, als jenes, was sie selber nur kannte?

    Wahrscheinlich war sie selbst damals nie in therapeutischer Behandlung, oder?

    Vielleicht steckt sie da eben auch in einem heftigen Konflikt (psychisch), denn womöglich weiss sie über ihr falsches Handeln Dir gegenüber genau Bescheid, und hat deswegen durchaus ein schlechtes Gewissen. Das KÖNNTE natürlich auch eine Erklärung dafür sein, warum sie dann später alles verleugnet, was Dich und Deine Krankheit betrifft. Da müsste sie ja zugeben, dass sie falsch gehandelt hat.

    (Wobei Misshandlungen heutzutage ja eben strafbar sind. - Früher, also sicherlich in jener Jugendzeit Deiner Mutter, waren Misshandlungen oftmals nur unter den Teppich gekehrt worden. Damals sprach man einfach nicht darüber.)

    Das gibt dann gerne mal so einen "Kreislauf", so eine Handlungs-Spirale, wo - aus der eigenen Wut - man es nicht will, dass das Kind es da besser haben soll. Also wenn man SELBER keine Hilfe bekam, ... wieso sollte es das Kind dann haben?

    Das ist natürlich alles völlig verdreht, ... aber leider gibt's das öfters mal.

    Dieser Jugendamt-Bericht von damals, worin Deine Mutter behauptet, Du würdest lügen ... wäre durchaus auch noch korrigierbar, nämlich indem z.B. Dein Psychiater dafür sorgen könnte, dass man ein psychiatrisches Gutachten Deiner Mutter einholt.

    Frag ihn mal, was man da machen könnte. Wenn das geht, so denke ich, hast Du nachher gute Chancen, dass man Dich und Deine Krankheit endlich ernst nimmt.

    Es ist halt schon so, dass die Leute um einen herum (vor allem die Behörden) nicht gross weiter denken. Sie sehen nur Dich und das was Du sagst, aber sie fragen nicht nach den Ursachen, oder wollen sie auch gar nicht wissen. - So eine Mutter-Missbrauch-Geschichte wäre aber immer auch im Beurteilen einer Krankheit des Kindes mit einzubeziehen.

    Ja, wenn wir hier so plaudern und diskutieren - macht's auch Sinn, siehst Du? (Lach!) Man kommt da doch immer wieder mal auf neue Ideen, was man zur Lösung machen könnte!

    Zum Sinn:

    " ... Da sprichst du schon von tieferen Dingen? ich habe mir diese Fragen schon als Kind gestellt. Heute hinterfrage ich andere Sachen, wie z.B was geschah vor dem Urknall? Vielleicht hat ihn ja jemand herbeigeführt?

    Oder: Was ist Ausserhab von Raum und Zeit (Raum und Zeit ist eine Hülle die sich sogar dehnen lässt ..wird erwähnt in der Realtivitätstheorie, wo die schwere Masse den Raum KRÜMMT) ..."

    Es sind alles tiefere Fragen. Ob die Fragen nun auf das "irdische" gerichtet sind, oder mehr auf das Weltall. Es gibt immernoch überall Fragen die unbeantwortet bleiben.

    "Tiefer" gehen die Fragen eigentlich immer, so lange sie nicht an der Oberfläche bleiben, also am Sinnlichen. (Gemeint mit unseren Sinnen wahrnehmbar.)

    Also "tiefer" gehen die Fragen, wenn es meist "Warum"-Fragen sind, die wir mit unseren Sinnen nicht fassen können. Da spricht dann eher unsere Seele.

    " ... Hm also ich kenne viele tiere die ein sehr spezielles "Ich" haben.

    Selbst Tiere die in gruppen leben müssten können sich fürs einzelgänger dasein entscheiden. Das habe ich selber schon gesehen.

    Tiere sind auch Individuen. Sehr sogar.. sie fühlen auch alles was wir fühlen. Jedoch sind sie "gehirnmässig" soweit etwa wie ein Kind. sie haben nicht so bewustsein wie wir und auch leben sie nur den Moment und nicht "in der zukunft, oder der vergangenheit" wie wir. Tiere sind einfach Tolle Wesen...."

    Da haben wir aber eben den Unterschied. Ein Tier, das kein Bewusstsein wie der Mensch hat, kann somit auch kein Ich-Bewusstsein haben. Es kann nicht von sich sagen: Ich bin gut, ich bin schlecht, ich bin schön, ich bin hässlich, ich bin eingebildet, ich bin gross, klein, dick, dünn ...

    Hingegen hat das Tier durchaus eine Seele. Eine Tier-Seele eben. Ein Hund wird, selbst wenn er noch so seine Eigenarten hat, wo man meinen könnte, er habe ein Ich, ... da wird selbst ER wie alle anderen Hunde ... hundgerecht eben ... einem Ball oder einem Stöckchen hinterher rennen, oder an einen Baumstamm pinkeln. Ein Hund wird also immer wie ein Hund (aus seinem Gruppen-Denken) handeln und reagieren. Das selbe auch bei den anderen Tieren. Ein jedes nach seiner Gruppen-Gattung eben.

    Und selbst wenn da ein Tier ein Einzelgänger-Leben führt, ... so hat das nichts mit einem Ich zu tun, sondern mit seinem Überlebenstrieb. Es tut nur, was sein Gruppen-Denk-Instinkt ihm sagt, um zu überleben.

    So sehe ich es eben. Daran meine ich nichts Negatives, um ein Tier abzubewerten, sondern im Gegenteil, es ist eigentlich hilfreich für den Menschen da hinzuschauen, WIE es mit einem Gruppen-Denken untereinander eben funktionieren könnte.

    Das selbe mit der Pflanze. Die Pflanze hat auch keinen Verstand, wo sie "Ich" sagen kann. Und die Pflanze kann sich nicht fortbewegen wie ein Tier. Hingegen kann sie sich durchaus "verständigen" mit anderen Pflanzen, da hast Du recht. Aber das geht auf einer anderen Ebene, ... die eben nicht so ist, wie beim Menschen. - Und die Pflanze ist uns Menschen ein Vorbild für reines "Sein". Kommen und Gehen, Leben und Sterben. Und immer wieder von Neuem eben, der ganze Kreislauf.

    " ... Ein Tier hat ein Gehirn, und ob du es glaubt oder nicht. Es kann auch sprechen. Jedoch der Mensch verlent dies. Ich konnte das schon von Kind an.Weil Tiere immer für mich da waren. tiere haben mir vieles gelernt und tun es heute noch. sie sprechen "lautlos"..."

    Also wenn man mit Tieren viel Kontakt hat, dann "spürt" man diese Form von Kommunikation durchaus. Ich habe auch zwei Katzen, und ich kenn die schon so gut, dass ich genau weiss, was sie gerade wollen oder brauchen. Umgekehrt auch, das Tier handelt nach seinen Instinkten und seinen gewissen Gewohnheiten. Wenn die Katze es "gelernt" hat, dass sie mir nur miauend um die Beine streichen muss, WENN es nachher ein Leckerli gibt, dann wird sie das immer wieder gerne tun. Katzen sind (manchmal auch die Hunde) oft auch sehr feinfühlig, so dass sie merken können, wenn es ihrem Herrchen oder Frauchen nicht gut geht.

    Aber das sind Instinkte, Erfahrungen, Gefühle, ... was wir Menschen so auch haben. WIR können sagen: "Ich habe das Gefühl, dass ...", ... während ein Tier das nicht sagen oder denken kann, es HANDELT einfach nach seinem Instinkt.

    Und ja klar, Tiere haben auch Hirne. Aber diese sind nicht gleich entwickelt wie die Hirne des Menschen, wo da ein Ich-Denken herrscht.

    Das "Ich" ist ja eigentlich auch was Gutes. Also das Bewusstsein eines Ich's. Da steckt viel Weisheit dahinter, damit so ein Ich ganz persönlich was erleben und daraus lernen kann. Das eine Ich mehr als das andere Ich, ... aber irgendwie macht es das ja noch spannend und interessant. - Stell Dir vor, wie das sonst bei unserer Partnersuche ausgehen würde, wenn alle GLEICH wären. - Da ist es doch recht witzig, wie der eine so, der andere so sein kann, nicht wahr? Da kann man wenigstens - mit dem Ich und dem Verstand - AUSWÄHLEN, wen man da will. (Lach!)

    (Also bei den Tieren ist es da anders ...)

    " ... Ich sehe es so das sich unsere entwicklung eher in die Richtung "wir sind eine einheit, ein Kreislauf" machen sollte statt zu "ich bin ein Individuum" ..."

    Letztendlich schon, ja. Aber ich denke, WEIL wir alle ein Ich haben, ein Individuum sind, ... ist genau DAS die Herausforderung, zusammen zu einer Einheit zu WERDEN!

    Aber das ist ein laaaaanger Weg, hm-hm! (Grins!)

    " ... Und Leid...Leiden überwinden wird nicht gehen...Denn:

    JEDES LEID ENTSTEHT AUS ERWARTUNGEN...."

    Das stimmt. - Aber da haben wir die Lösung wieder: Hinter einer jeden ERWARTUNG steht ja ein WOLLEN.

    Würden wir etwas NICHT wollen, haben wir dann auch keine Erwartung darüber, und können auch nicht enttäuscht sein, wenn es nicht klappt.

    Hast Du Dich auch schon mit Buddhismus beschäftigt? Oder von dem "Loslassen" von etwas? (Beim Meditieren geht das noch gut.) Da kann man eben dieses Wollen mal loslassen, ... und das Leid ist dann eben überwunden.

    Klar, das ist keine einfache Sache, wir Menschen WOLLEN ja die ganze Zeit irgend etwas. Aber zwischendurch mal eine Medidation, ein bewusstes "loslassen" von etwas, (es einfach NICHT mehr wollen), ... das ist sehr heilsam und macht richtig zufrieden.

    So kann man durchaus das Leiden vermindern. - Zumindest jenes, was wir durch unser Wollen selbst uns antun können. - Das Leiden von Aussen hingegen, ... da muss man wieder andere Wege einschlagen, um es anzugehen. EIN Weg davon ist z.B. unser Gesetz.

    Was das Leiden hingegen bei Naturkatastrophen betrifft, ... da sind wir wiederum ziemlich ohnmächtig darüber.

    So kann man das "Leiden" als solches eben auch genauer mal anschauen und sich fragen, WO kann man was tun, WO könnte man das Leiden vermindern oder ganz verhindern. Immer geht es sicher nicht, aber wenn wir es bewusst angehen, könnten wir uns sicherlich einen grossen Teil des Leidens ersparen.

    Ja, ich weiss, ... (grins) ... es ist einfacher gesagt als getan.

    Soweit liebe Grüsse

    Nike

    @ Ziam

    Zu den Ängsten:

    " ... Ja das Problem ist das ich schon seit ich klein bin daran arbeite.

    Und nur Ängste allein sind ja nicht mein Problem. Die Sache mit der dissoziation ist noch viel schlimmer für mich. Da komme ich manchmal wochenlang nicht raus. Bis jetzt konnte mir kein Psychiater dabei helfen, weil es einfach nicht "heilbar" ist. Ja ich habe Teilweise die hoffung aufgegeben..."

    Meinst Du mit "Dissoziation" die Vorstellungskraft? - Oder die Traumaerlebnisse, die einfach immer wieder hoch kommen?

    " ... Positives Denken alleine überwindet noch lange keine "Fehler im Hirni" ..."

    Wenn es ein "Fehler im Hirni" ist, dann wird's schwieriger, ja.

    Wobei - Du siehst, ich denke halt immer irgendwie positiv - vielleicht ist's aber trotzdem möglich, es doch noch irgendwie zu mindern oder einzudämmen?

    Klar, es gibt immer Medis für irgendwas, und manchmal hilft es auch, ... aber ein therapeutisches (positives) Arbeiten daran gehört sicherlich immer dazu. Medis hemmen oder mildern nur das Symptom, aber die Ursache sollte gleichzeitig eben auch angegangen werden. Manchmal kann es halt Jahre dauern.

    Aber okay, ich bin kein Arzt, und kann es auch nur schlecht beurteilen. Ich kann da nur aus meinem Bauchgefühl sprechen, wo ich meine, so und so müsste es gut und richtig sein.

    Als solches hast Du natürlich recht, ein simples "positives Denken" löst auch nicht alle Probleme. Zudem wird der Satz: "Du musst halt positiv Denken!" einem eh von Unverständigen dauernd an den Kopf geworfen, ich kenne das.

    Aber andererseits hat die Tatsache des positiven Denkens irgendwo trotzdem eine tiefere Weisheit. Es spricht schon aus der Logik, dass wenn ich dauernd alles Negativ sehe, ich mich damit von Allem ausschliesse (es MUSS ja immer schief gehen), und ich damit nicht weiter komme. - Hingegen stärkt ein positives Denken wenigstens die Hoffnung. Und kein Mensch sollte jemals die Hoffnung aufgeben, ... denn es ist das einzige, das uns weiter zieht, weiter führt, Mut gibt und Kraft.

    Die Hoffnung steckt eben hinter dem positiven Denken.

    Da möchte ich Dir eben gerne sagen: Gib die Hoffnung nicht auf. - Weil es eben etwas ist, das Dir Kraft gibt.

    Ich weiss, es ist nicht einfach. Wenn man dauernd eines auf's Dach bekommt, dann stirbt die Hoffnung irgendwann.

    Aber damit stirbt man innerlich irgendwie eben auch selbst. An diesem Punkt sage ich mir dann immer: "Nö, ich LASSE mir doch von niemandem die Hoffnung klauen! Kommt gar nicht in Frage!" Und da ist dann wieder mein Kampfgeist da ... grins!

    " ... Meine Hoffnug ist immer ein Stückchen mehr zurückgegangen. Und mir ging es körperlich immer schlechter.Bis zum Burn out jetzt..."

    Vielleicht hast du ja jetzt noch zusätzlich ein Burnout. Das kann sein.

    Allenfalls kannst Du versuchen, die Dinge etwas zu trennen? Da die ursächliche Krankheit, dort die negativen Erfahrungen, ... und da wiederum das Burnout. Das sind - wenn man es genau anschaut - sicherlich verschiedene Dinge. Alles ZUSAMMEN ist natürlich krass.

    Wenn Du es aber - beim Anschauen - ein bisschen trennst voneinander, kannst Du die einzelnen Dinge vielleicht auch besser einzeln angehen:

    Ein Burnout braucht sicherlich RUHE.

    Die schlechten Erfahrungen brauchen Therapie.

    Und die ursächliche Krankheit, ... da braucht's ärztlichen Rat, vielleicht auch von mehreren Ärzten, und die entsprechenden Behandlungen.

    " ... Früher konnte ich noch in Integrationsprogramme gehen vom Sozialamt, ich wollte Willen zeigen da mitzumachen und hatte Hoffnung auf ein "normales" Leben. Aber was da dann passiert ist..unmöglich. Seither ist meine Hoffnung weg und meine Einstellung gegenüber meiner Integration kennst du ja. Bin total sauer auf alle Behörden. Sie sagten, "wir helfen dir" aber gemacht haben sie nichts. Immer nur zusammenschiss und anschuldigungen..."

    Ja, ich kenne das. - Ich finde es äusserst heftig, wenn Behörden da so wenig Einsicht haben. Die schaden manchen Kranken noch MEHR als vorher.

    Aber das sind halt oftmals auch nur Behörden-Köpfe, Ziam. (Ich nenne sie so, weil sie nur wie Behörden denken, aber nicht wie ein Mensch.) Das sind Scheuklappen-Leute, die meinen, sie HELFEN, aber sie machen die total falsche Hilfe.

    Solche Leute wirst Du aber wahrscheinlich immer wieder antreffen. Die Verständigen, ... die gibt es weniger. Aber immerhin, es GIBT sie. Drum versuche, SIE zu finden.

    Zum Universum:

    " ... Nein ich denke ich bin Sicher das es nicht so Sinnvoll ist wie wir Menschen denken. Wir Menschen dachten schon früher WIR seien der Mittelpunkt des Universums... Wir nehmen uns und unser Leben so wichtig. Ich denke wir sind einfach ein "kleines Bakterium" in diesem grossen Universum..eine Lebensform mehr.

    Wir sollten uns Menschen und tiere als Einheit sehen, nicht als Indiviuum. als Einheit eines Kreislaufs...."

    Da hast Du recht, dass alles eine Einheit sein sollte.

    Die ganze Sinn-Sache ... macht halt wirklich nur Sinn, (lach!) ... wenn man die tieferen Dinge hinterfragt. Also z.B.: Warum ist ausgerechnet in unserem Sonnensystem alles so mit den Planeten geordnet, damit Leben auf der Erde entstehen kann? - Oder: Warum können Tiere und Pflanzen nicht so sprechen und denken wie Menschen? - Oder andersrum: Warum ist der Mensch gern mal so kompliziert und nicht so "einfach" wie eine Pflanze?

    Also wenn der Mensch "über" den Pflanzen und Tieren stehen soll, ... das ist von der ART und FÄHIGKEIT des Menschen sicherlich so - dann sollte dies den Menschen aber eben nicht fälschlicherweise gleich überheblich machen. - Aber Du weisst ja, wie der Mensch eben SEIN kann.

    Und ein Individuum ist jeder einzelne Mensch eben schon auch. Denn ein jeder hat ein persönliches Ich. (Daher kann ja jeder einzelne von uns auch so egoistisch werden.)

    Hingegen gibt es wahrscheinlich kein spezielles Ich bei den Tieren. Die Tiere leben mehr ihr Gruppen-Dasein. Naja, auch wenn das manchmal anzuzweifeln ist.

    Aber das Ganze ist eh philosophisch, da kann jeder eine andere Meinung darüber haben.

    Die Sinn-Sache ... ist halt auch etwas, das ins Persönliche gehen kann. Manchmal eben auch ins Religiöse. Und wenn man so hinschaut, wie religiöse Leute da ihren Gott haben, dann sieht man oftmals, dass die es eher LEICHTER haben, eben WEIL für sie alles Sinn macht. Für sie halt der Gottes-Sinn, ... aber es gibt ihnen Trost und Kraft.

    Schlecht ist es also nicht, wenn jemand die Dinge und das Leben sinnvoll findet.

    Wenn man viel erlebt hat im Leben, kann alles auch seinen Sinn haben. WENN man es so sehen will. Also ich kann z.B. sagen: "Okay, wäre ich jetzt nicht so schwer krank geworden, hätte ich niemals dies und das kennen gelernt. Oder dann wäre mir nicht dies und das dann dabei oder danach geschehen."

    Oder ich kann sagen: "Wäre ich heute jetzt nicht ZUFÄLLIG in dieser Bäckerei gewesen, ... hätte ich dort nicht Fau Müller getroffen, die mir wiederum Herr Meier vorgestellt hat. Und der Herr Meier ... ist heute mein Ehemann!"

    Lach! - Zufälle? Naja, wer weiss?

    Aber egal, Du siehst, es kann alles sinnvoll sein. Manchmal ganz einfach.

    " ... Ich wüsste nicht wie ich von totaler willkür noch einen Sinn sehen sollte. Klar, es wäre einfach für mich zu verarbeiten.

    Ich sehe z.B auch keinen Sinn bei Menschen die MillionenTieren leid antun einfach um sie zu Essen oder sie zu gebrauchen. (beispiel: massenschlachtungen, pelzindustrie, tierversuche) ..."

    Da haben wir die negativen Dinge. - Wenn man hier einen Sinn sucht, wird es natürlich schwieriger.

    Also vor allem IN einem momentanen Leid ... da kann man schlecht den Sinn darin sehen. - Meist sieht man einen Sinn darin erst hinterher.

    Und das ganze Leid auf Erden, ... was "böse" Menschen alles anrichten können, ... ja, auf den ersten Blick macht auch das keinen Sinn.

    Trotzdem hat auch das "Böse" als solches (einfach um ein Wort dafür zu benutzen) eben auch seinen Sinn. Weil dieses "Böse" eben wiederum "Leid" verursacht.

    Unsere Aufgabe (ich nenn's jetzt mal so, oder man könnte es ja eben wieder "Entwicklung" nennen) wäre aber Sinn-gemäss eben, das Leiden (was das "Böse" auch wäre) zu überwinden. Darin läge der Sinn unserer Entwicklung.

    Lach! Ich weiss, meine Worte klingen wie "aus der Bibel gelesen", ... aber ich bin gar nicht so gottgläubig. Trotzdem kann man - auch ohne grossen Glauben - eine gewisse "Wahrheit" spüren, die eben in den Dingen liegt. Eine sinnvolle Wahrheit.

    Wenn wir spüren, dass Leiden für uns "nicht gut" ist, wenn ein "Tier- Leiden" nicht gut ist, ... dann spüren wir die sinnvolle Wahrheit in uns.

    Naja, ... ich gehe jetzt bald zu Bett. Es macht SINN (grins!) ... zu Schlafen, weil der Körper und die Seele wieder "auftanken" muss.

    Ich wünsch Dir auch friedliche und schöne, sinnvolle Träume.

    Gut Nacht!

    Nike

    @ Ziam

    " ... Ja ich stelle es mir vor. und genau das ist das Problem. Wenn ich es mir vorstelle, kommen ganz schlimme Gefühle hoch.

    Ich weiss genau , wenn ich wüsste "am Tag X musst du in die Werkstatt" dann könnte ich vorher Tagelang nicht schlafen. Das war bei jeder Stelle so. Ich habe so Panik..."

    Okay, du MUSST ja nicht. - Ich wollte versuchen, Dir einfach eine Lösung vorzustellen, wo Du sehen kannst, dass es machbar WÄRE, dass es gar nicht so schlimm wäre. Also dass Du der IV im positiven Sinne zeigen kannst, dass Nichts geht bei Dir. So könntest Du es auch "hinter Dich bringen", und für die IV wäre es letztlich auch einfacher zum Beurteilen.

    Du hast eine ganze Menge schlechter und ganz schlimme Erlebnisse gehabt. - Manches davon kenne ich sogar auch selbst aus meinen Erfahrungen. Bei Dir war's aber ein bisschen ZU viel.

    Und wenn man NUR solch Negatives erlebt, ... dann kann man sich auch gar nicht mehr vorstellen, dass es überhaupt noch was Positives geben könnte. Dann ist ALLES Negativ, und KANN nur Negativ sein, weil man ja gar nichts anderes kennt.

    Also jetzt ganz abgesehen von Deiner Krankheit, so sind Deine Erfahrungen mit den Mitmenschen schon hauptsächlich nur Negativ. Im Grunde HAT man Dich von Aussen schon völlig kaputt gemacht. Du kannst nirgendwo mehr wirkliche Freude sehen.

    Ich meine dies auch nicht als Vorwurf. Sondern ich überlege mir, WIE ich Dich mit ein bisschen Positivem auch aufmuntern könnte. Aber vermutlich könnte ich Dir NOCH so positive Beispiele bringen, positive Bilder, ... Du würdest mir wahrscheinlich gar nicht glauben, oder?

    Also als Beispiel einer Vorstellung in der Phantasie, wo etwas mal KLAPPEN könnte, wo etwas Positiv und auch mal zu DEINEN Gunsten wäre, ... so etwas kannst Du nicht?

    Du weisst ja sicherlich, unsere Gedanken sind eigentlich auch der Anfang unserer Taten. Oder anders ausgedrückt, ein positives Denken kann uns Mut und Kraft geben, auch etwas durchzuziehen.

    Hingegen ein jeder negativer Gedanke ... lässt alles ins Unmachare gleiten, ins Unmögliche, ins Hoffnungslose.

    Aber trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass ein positives Denken bei Dir gleich GANZ unmöglich wäre. Du magst Tiere (das ist ein positives Denken), Du magst sicherlich Deinen Freund, Du magst den Wald, ... und Du magst das Malen. Da HAST Du alles positive Gedanken, positive Erlebnisse. Da sind Deine Erfahrungen gut.

    Meinst Du nicht, dass es noch MEHR von diesen positiven Dingen geben könnte?

    Angst und Panik behindert uns natürlich auch noch selbst, weitere Schritte zu tun, etwas Neues zu wagen. Angst und Panik kann immer seine Gründe haben und ist verständlich, ... aber man kann es therapeutisch auch angehen und versuchen, es zu überwinden.

    Dies ist nur grad mein Gedanke dazu. Im Grunde haben ganz viele Menschen mit Ängsten zu kämpfen. Manche mehr, die anderen weniger.

    Aber - obwohl Ängste nützlich sein können - so sollte es nicht so sein, dass die Ängste UNS im Griff haben, sondern dass WIR die Ängste im Griff haben.

    Daran kann man arbeiten.

    Weisst Du, ich will Dir überhaupt nichts einreden oder Dich zu irgendwas überreden. Ich versuche nur, Dir mögliche Wege zu zeigen. Du kannst Dir immer und zu jeder Zeit Gedanken darüber machen, oder Du kannst auch einfach alles zur Seite schieben, wenn Du Dich wohler dabei fühlst.

    Fraglich ist am Ende nur, ... ob Du WILLST, dass es Dir irgendwann auch mal besser geht, oder wo Du weiter kommen kannst.

    Es kann durchaus SEIN, dass Du eigentlich schon für ALLES aufgegeben hast. - Andererseits denke ich, hast Du aber trotzdem noch irgendwo Hoffnung, nicht wahr? Okay, dann nimm sie, diese positiven Phantasie-Vorstellungen, und stell Dir vor, es WÄRE so. Übe Dich in einem positiven Phantasie-Denken, denn das wird Dir ganz viel Kraft geben. - Auch wenn es in der Realität nicht immer so kommen wird, wie man es sich wünscht, ... aber das positive Vorstellen gibt Kraft zum Weitermachen, zum Immer-wieder-Neu-Versuchen. Es gibt einem auch eine Stärke, die den Stolz weckt, die Kämpfernatur in einem, und wo man damit für ganz viele negative Situationen eine gewisse Gelassenheit erreichen kann. Die positive Hoffnung trägt einen dann irgendwie durch das ganze Leben. Und schwere Momente sind viel einfacher zu ertragen.

    Ja, vor Enttäuschungen kann ich Dich nicht schützen, davor können wir uns alle nicht schützen. Da müssen wir alle immer wieder durch. Aber wir könnten es alle NICHT schaffen, wenn wir nicht dauernd eine positive Hoffnung in uns hätten.

    " ... Ich muss halt abwägen. Gehe ich in die werkstatt und gefährde ich meine Gesundheit oder warte ich auf eine Rente und mir geht es dabei zwar auch schlecht, aber es besteht nicht die Gefahr das ich zusammenbreche. Weil du kannst mir glauben, was ich da oben beschrieben habe macht meinen Körper immer mehr kaputt..."

    Du siehst, für Dich ist es schon im Voraus eine Tatsache, dass das Negative eintritt.

    Wenn Du es so WILLST, ... dann WIRD es natürlich auch so eintreten.

    Versuche doch mal, mit sowas ein bisschen zu experimentieren. Es muss jetzt nicht grad die IV-Werkstatt sein, ... aber versuche es mal mit kleineren Dingen. Keine Ahnung, einfach als Beispiel: Angenommen, Du hast Ängste, in den Einkaufs-Center zu gehen. Die Ängste sind so gross, ... dass Du NIE in den Laden gehst, und immer Deinen Freund zum Einkaufen schickst. (Ist nur ein Beispiel, okay?) Da siehst Du ja, wie sehr Du Dich eigentlich von den eigenen Ängsten einschränken lässt, und gleichzeitig bist Du abhängig von jemandem anderen, nicht wahr? - Nun kannst Du in der Phantasie - als Experiment - eben versuchen, es Dir positiv vorzustellen, wie Du da in den Laden gehst, gemütlich einkaufst, durch die Regale schlenderst, und wie Du SPASS an der ganzen Sache hast.

    Du kannst es öfters so üben. Irgendwann verschwinden die negativen Ängste ein bisschen, und Du wirst Mut finden, es in der Realität nun doch einmal zu wagen, in den Laden zu gehen. Vielleicht nicht alleine, sondern mit dem Freund, ... aber nachdem dann tatsächlich alles positiv war, ... wirst Du es als Erfolgserlebnis verbuchen können.

    Ja, und so ist es auch mit vielen anderen Dingen im Leben. Wir können ALLES schaffen, wenn wir nur wirklich wollen. Wenn wir dem Negativen nicht den ganzen Raum geben, ... so dass das Negative UNS im Griff hat.

    " ... Die IV muss sparen, es ist Wirtschaftskriese. Sie müssen sich nicht SICHER sein, sie WOLLEN mich einfach so hinstellen als wäre ich ein MISSBRAUCHER. dadruchs sparen sie halt. Das Hat nichts mehr mit sicherheit zu tun..."

    Doch, sie müssen sich SICHER sein, Ziam. - Hingegen hast Du AUCH recht, sie stellen im Grunde JEDEN IV-Gesuchssteller irgendwie bereits als möglicher Missbrauchtäter hin. Das IST leider so. Aber damit bist Du wahrlich nicht alleine. Da hat schon mancher IV-Anwärter völlig darüber gestaunt, dass man ihm so sehr MISSTRAUT!

    " ... Ich sagte ja, das mein "sinnlossein" nichts negatives hat.

    Ich sehe das universum als einen eigenen Organismus. Wir sind seine Synapsen. Mehr nicht. Wir haben eine begrenzte Lebensdauer. Und unsere Erfahrungen werden im Hirn des Universums gespeichert. Und zwar jede Erfahrung auch die vom faulen XY. er mag zwar der Gesellschaft nichts bieten, aber dafür dem Uniersum..."

    Okay.

    Fraglich ist nur noch: Was IST dann für Dich das Universum? Ein Nichts? Oder ein Jemand? Wozu ist es da?

    Bist Du SICHER, dass es keinen Sinn macht, das eigene Dasein?

    " ... Das würde ja bedeuten, das ich all die Missbräuche meiner Eltern selber gewollt hätte. Andere Menschen haben mir auch mal gesagt "das ist das Leben das DU dir ausgesucht hast" Da hätte ich sie am liebsten erwürgt. Das würd ja heissen das ich Schuld bin das ich so "gefoltert" wurde..."

    Das ist Blödsinn. Du bist für nichts schuldig, was andere Dir angetan haben.

    Aber Du kannst Dir auch mal Gedanken darüber machen, was "Leiden" im Leben bedeuten kann. - Ich weiss, es mag noch manche Leute geben, die darin auch keinen Sinn und Zweck sehen.

    Meine Erfahrung ist einfach, dass das Leiden uns erst wachsen lässt. Ohne Leiden kämen wir nicht weiter. Egal, wie schlimm das Leiden ist, und es gibt ja ganz schreckliches Leiden. Durch das Leiden erkennen wir erst das Gute. Es hat ALLES immer zwei Seiten, einen Gegenpool. Gut und Schlecht, Heiss und Kalt, Gross und Klein, Männlich und Weiblich, usw.

    Und so wie es das Leiden gibt, gibt es eben auch das Nicht-Leiden, das Glück, das Gute im Ganzen.

    Wäre jetzt ALLES nur immer gut und schön und wunderbar, und gäbe es kein Leiden, würden wir gar nichts daraus lernen können. Es geht daher gar nicht anders.

    Zu Leiden, ist nie schön. Aber jedes Leid hört irgendwann und irgendwo auch immer wieder auf, und gibt Platz dem Nicht-Leiden, dem Guten und Schönen. DAS ist der ewige olle Kreislauf.

    Liebe Ziam, sorry, ich muss jetzt leider los, habe noch einen Arzttermin vor mir.

    Bis denne soweit

    Nike

    @ Ziam

    " ... Definiere "Faul"! Für mich hat jede Faulheit auch EINEN GRUND. Denn ich glaube niemand ist einfach so Faul und macht nichts.

    Vielleicht ist ja ein Fauler Mensch faul weil seine Gehirnchemie nicht stimmt? Oder weil er etwas schlimmes erlebt hat... Es ist immer Aktion - Reaktion im Leben.. Nichts geschieht "einfach so"..."

    Da hast Du recht. - Ich bin auch davon überzeugt, dass es in Wahrheit gar keine wirkliche Faulheit gibt. - Ich meinte das Beispiel auch mehr symbolisch, damit Du verstehen kannst, dass durch ein Nichts-Tun ... auch kein lebendiger Sinn dahinter stehen kann. (Ausser vielleicht für eine momentane Erholung.)

    Ein Nichts-Tun ist also eine Nicht-Aktion, ... und durch eine Nicht-Aktion kann es auch keine Re-Aktion geben, kein Ergebnis, keine Lösung.

    Weisst Du, wie ich meine?

    " ... Ihr Menschen lest einfach zuviel BLICK und schaut zuviel Fernsehen. Da werden euch die "Faulen Menschen" von heute gezeigt und ihr glaubt noch daran!!! ..."

    Den BLICK lese ich nie. Und ich hasse die ganzen Medien, die "faule Menschen" als Sensation bringen. - Glaube mir, ich bin eine der wenigen, die sowas verteidigen.

    (Genau deswegen krieg ich auch im Forum hier meist Differenzen.)

    " ... Und du sagst zu mir es gibt Menschen die das Leben nicht hinterfragen... HINTERFRAGST DU DENN DAS LEBEN? HINTERFRAGST DU MENSCHEN? HINTERFRAGST DU "FAULHEIT"?? Nur ein Denkanstoss von mir....Man soltle mehr hinterfragen, bevor man etwas sagt...."

    Ich hinterfrage das Leben die ganze ZEIT. - Fast schon ZU viel.

    Und ich habe nicht DICH gemeint mit dem Besipiel der Faulheit, Ziam. Sondern ich wollte, dass Du den Blick auf einen ANDEREN Menschen - als Beispiel - richtest. Einfach IRGEND einen Menschen, der - von mir aus von der Gesellschaft so bezeichnet - als FAUL gilt. Der Herr XY, okay? Der absolut nichts tut. (Natürlich TUT er was, denn er sitzt garantiert vor dem Fernseher und trinkt sein Bierchen.)

    Aber für die Gesellschaft "tut" er nichts, wenn er nicht Arbeiten geht. Für die Gesellschaft ist er "faul". Auch weil er sich nicht mal bemüht.

    Aber hier steht schon die Sinn-Frage dahinter. Der Herr XY kann das ein halbes Jahr so machen, dieses NICHTS-Tun, und nur vor dem TV sitzen, und von Steuergeldern der anderen leben. Er kann das aber auch zehn oder zwanzig Jahr lang so machen.

    Was meinst Du, macht das für sein Leben einen Sinn? Im Grunde bleibt er doch "stehen", nicht wahr? Ausser dem, was er aus dem TV mitbekommt, lernt er nichts anderes aus dem lebendigen Leben. Weil er nie in Kontakt mit anderen kommt.

    Der Kontakt mit anderen ist nichts Schlechtes. - Es ist nur manchmal anstrengend, weil die Menschen eben verschieden sind. Und da kommen Konflikte, gute oder schlechte. Damit MUSS er sich auseinander setzen, ... aber das will er nicht.

    Der Herr XY - in diesem Beispiel - ist ein gesunder Mensch. Der hat keine Krankheit. - Er hat einfach Angst vor Konflikten. Er will sich nicht mit anderen Leuten befassen, weil die ihn anstrengen können, weil sie ihm weh tun können.

    Also zieht er so ein Nichts-Tun-Leben vor.

    Aus SEINER Sicht ist das berechtigt und richtig. - Aber er merkt nicht, dass er sich - vor lauter Flucht vor den Konflikten mit anderen - irgendwann selber schaden kann. Er lernt nichts. Er kommt nicht weiter. Er bleibt immer so stehen auf dem Stand eines stumpfen Menschen, der nur in den Fernseher schauen und sein Bierchen trinken kann. (Wahrscheinlich wird er dann sogar noch zum Alkoholiker.)

    Es ist nur ein Beispiel, Ziam. Zum zeigen, dass wir es uns manchmal auch selber noch schwerer machen können.

    Der Mensch entwickelt sich. Er muss sich entwickeln in seinem Leben, denn ... würde dem nicht so sein, hätten wir unseren ganzen Wohlstand heute nicht, unser Wissen von heute nicht, die Wissenschaft, die Medizin, ... ja es gäbe nicht mal eine Menschheits-Geschichte.

    " ... Dann willst du also damit sagen das ich nicht genug Lebenserfahrung habe, nur weil das Leben an und für sich für mich keinen Sinn macht? ..."

    Nein, ich habe da von anderen Leuten, die schon ALT sind, gesprochen. Einfach um Dir zu zeigen, dass es das eben auch bei gesunden Leuten gibt, die schon viele Jahre auf dem Buckel haben.

    Einen Sinn zu sehen und zu erkennen, ... kann das Leben eben schöner machen. Wachsender. Reifer.

    Es macht Sinn, aus seinen Fehlern zu lernen, oder aus Fehlern von anderen zu lernen. Damit kann man sein Leben viel angenehmer gestalten. Man kann sagen, nein so und so geht es nicht, ich muss es so und so machen, das ist das einzig richtige. Oder man kann sagen, nein, so wie DER es macht tut's ihm nicht gut, also muss ich's anders machen, besser als er machen.

    " ... Ich hinterfrage das Leben, den Menschen, den Organismus viel mehr als andere Menschen. Das kannst du mir glauben. Und ich bin alles andere als dumm.

    Wenn ich sage, das ich keinen Sinn sehe, muss das ja nicht negativ gemeint sein..."

    Du kannst es halten und machen wie Du willst, Ziam. Ich möchte Dir ja auch nur die "andere Seite" aufzeigen, die Sinn-Seite, damit Du darüber nachdenken kannst. Ich weiss, dass Du nicht dumm bist.

    Wenn Du keinen Sinn in irgendwas sehen willst, dann ist das eben so. Aber Du kannst ja auch darüber nachdenken, was es eigentlich bedeuten würde, einen Sinn zu FINDEN, und daran Freude zu haben. - Wie auch immer.

    Und was die Lebenserfahrung betrifft: Die ist nun mal anders, wenn man 17 oder 25 ist, im Vergleich zu 40 oder 50 oder gar 70 und noch älter. Das ist kein Vorwurf. Es ist einfach nur logisch. Das Leben entwickelt sich, man wird älter und reifer. Ob man will oder auch nicht. Mit 40 oder 70 erkennt man manche Dinge anders als mit 20.

    Es sei denn, man bleibt eben "stehen" in seiner Entwicklung. Dann denkt man selbst mit 70 noch so, wie wenn man 17 wäre. Oder was es auch gibt: Man lebt die ganze Zeit auf Irrtümern in seinem Denken, und hält sich ein Leben lang daran fest. Das ist IMMER möglich, bei jedem Menschen.

    (Was meinst Du, warum Du so wenig Verständnis von Aussen bekommst? - Weil eben viele Denk-Irrtümer da draussen herrschen.)

    Ich will mich selber davon auch nicht ausschliessen. Aber immerhin bin ich bereit, jederzeit Neues zu lernen und bin offen dafür. Offen für die Entwicklung.

    " ... Ich mich irren? Woher weisst du das ich mich irre? Jeder Mensch hat seine eigene Warheit in sich drin. Darum kann man nicht sagen das ich oder du recht hast nur weil deine warheit und dein Leben einen Sinn hat..."

    Da hast Du auch wieder recht.

    Du kannst Dich aber auch einfach mal fragen: Was ist Schöner im Leben?

    Alles die ganze Zeit als sinnlos, trocken, erbärmlich, schmerzend und mühsam im Leben zu betrachten, und damit traurig, triefend und verbittert durchs Leben zu gehen, ... oder das sinnvolle Freudige dahinter zu endecken? Die Aha-Erlebnisse darüber zu haben? Über das Sinnvolle zu reifen und zu wachsen, um dann im Alter mal sagen zu können: "Ey, ich hatte echt ein turbulentes, aber sehr schönes und vor allem sinnvolles Leben!"

    " ... Dann bitte sag mir WIE ich es ihnen Zeigen soll?????

    Du bist echt Witzig. Ein Querschnittgelähmter hat Röntgenbilder seiner Wirbelsäule. Der kann was Zeigen, aber ich habe nichts. Nur mein Verhalten.

    WENN ich also arbeiten gehe, zeige ich ja DAS ICH NOCH WAS KANN. Ich kann also nur zeigen das nichts mehr geht, wenn ich auch nichts mehr tun kann und mein Psychi das bestätigt. Anders gehts ja nicht. LOL ..."

    Grins! Du bist auch witzig. - Schau, WAS willst Du zeigen, ... wenn nichts da ist an Kräften, an Arbeitskräften?

    Ja, ich weiss, es klingt wie ein Widerspruch. Das ist oftmals das Verrückte im Leben, dass man was beweisen muss, das gar nicht beweisbar ist.

    Aber schau:

    Angenommen, Du gehst da in diese IV-Werkstatt, die zur Abklärung dient, okay? Stell es Dir einfach mal in der Phantasie vor, wie das wäre.

    Dir legt man dann - vielleicht sind die Leute dort ja wirklich nett - da legt man Dir dann eine gewisse Arbeit vor. Keine Ahnung, vielleicht was Simples wie Adressen auf massenweise Couverts kleben, hm?

    Dann sitzt Du also da, ... und hast gar keine Kräfte. Du versuchst es zwar, machst ein paar Couverts, ... aber die meiste Zeit geht einfach nichs. Dann SAGST Du es den Leuten dort, dass es nicht geht, okay?

    Vielleicht musst Du dann am nächsten Tag wieder hin. Dann geht halt wieder nichts, wenn Du Dich ja nicht wohl fühlst.

    Okay?

    Die Leute dort werden dann schon erkennen, ob und wieviel Du für was fähig bist. Und wenn nichts von Dir kommt, werden sie eben sagen müssen: Es geht nichts mit der Ziam!

    Der umgekehrte Fall KANN natürlich auch eintreten, nämlich der, dass Du Dich wohl fühlst dort und Du die Arbeit gern machst. - Ja, wer weiss?

    Aber Du wirst es dann schon raus finden.

    Sollte man NICHT freundlich mit Dir umgehen dort, ... dann gehst Du sofort wieder nach Hause und meldest das Deinem Psychiater.

    Du musst Dir schliesslich absolut nichts gefallen lassen.

    " ... Hahaha, das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Im Wald ... das ist das Leben unserer vorväter. Vergiss das nie. Die hatten keine Medien, nicht viele Menschen um sich herum (nur die verwandten) Ich bewundere was unsere vorväter geleistet haben und das viele der heutigen Menschen keine Ahnung mehr von Natur haben, ja sie sogar als langweilig Bezeichnen.

    Wald ist etwas wunderbares und alles andere als Langweilig. Wenn du die Sprache verstehst die die Natur sprichst wirst du in dir aufgehen..."

    Natürlich. Ich habe auch nicht gesagt, dass der Wald das Falsche wäre. - Ich habe aber für mich so entschieden, und heute erkannt, dass es mir im Wald - so JAHRELANG - langweilig gewesen wäre.

    Abgesehen davon gehe ich heute sehr viel und oft in den Wald. Ich suche mir den Ausgleich dort, ... um aus der ollen Gesellschaft raus zu kommen.

    Aber jahrelang LEBEN im Wald ... ist denn eben schon ein bisschen was anderes.

    Womit ich ein Einsiedler-Leben dort auch meine. Würde man das einfach mal nur ein paar Jährchen machen, ... gibt das sicherlich sehr viel Natur-Weisheit. - Aber es das LEBEN lang zu tun, so einsam im Wald, ... dazu braucht es durchaus viel Kraft. Da ist dann keiner, der einem mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Da gibt es keine Liebe zu anderen Menschen, ... nein, nur die Eigen-Liebe.

    Unsere Vorväter da im Wald ... die waren aber eben auch im Kollektiv. In der Familie. In ihren Stämmen. Die waren nicht ALLEIN auf sich gestellt. Die waren keine Eremiten.

    Wahre Eremiten ... findest du wahrscheinlich eher noch in den asiatischen Ländern. Weise Mönche, alte Meister, welche so die Einsamkeit regelrecht suchen, um "auf sich selbst" zurückgeworfen zu sein, die nur mit sich alleine sind, um geistige Erfahrungen damit zu machen. - Aber selbst bei DENEN sind es die wenigsten, die so ein Eremiten-Leben das GANZE Leben lang tun. Meist ist es nur ein Abschnitt ihres Lebens. Auch SIE wissen, dass der Mensch eigentlich zum Menschen gehört, ins Kollektiv, in das Miteinander. - Lach! Es kann nicht jeder wie ein Buddha sein.

    Man kann's aber versuchen, klar. Dagegen spricht ja nie was.

    Ich weiss einfach - für mich - wäre es mir zu langweilig gewesen. Im Wald gibt es keine Bücher, keine Menschen, und nichts von der Entwicklung des Menschen zu lernen. - Mir war DAS wichtig. Ich wollte den Menschen verstehen. Etwas über den Menschen lernen.

    Die Natur und den Wald ... kann ich schliesslich immer auch noch zusätzlich studieren und von ihm lernen.

    Letztlich ist eh alles EINS. Der Mensch und die Natur. - Es gehört zusammen.

    " ... Wenn sie einem alle Grundlage wegnehmen, sollen sie dafür sorgen das ich auch überleben kann. ausser ihr wollt das ich sterbe...."

    Niemand will, dass Du stirbst. - Menschen sind oftmals einfach rücksichtslos miteinander, weil sie ... wie gesagt ... eben nicht nachdenken, bzw. in ihren Irrtümern leben.

    Da kannst Du nichts dafür. - Und die Menschen sehen aber auch keine Schuld bei sich, ... eben weil sie gerne mal ihre Scheuklappen tragen.

    " ... ICH WERDE ALSO ZU EINEM TEIL DER GESELLSCHAFT GEMACHT! Weil niemand hat mich gefragt ob ich geboren werden will...."

    Bist Du sicher? - Vielleicht wolltest Du es ja selber?

    Naja, das ist grundsätzlich eine philosophische Frage, ... die sich jeder mal stellt.

    Vielleicht findest Du nie eine Antwort darauf.

    Okay, es sei denn ... lach! ... Du findest einen Sinn dahinter!

    " ... Ich bin in dieses system hineingeboren. Das System sagt "wir versorgen euch, wenn ihr es nicht selbst tun könnt" Also muss ich Geld von der Gesellschaft anfordern, da ich mich nicht selbstversorgen kann. sonst würde ich verhungern...Würde ich in den tropen leben, wäre dies kein Problem..."

    Im Grunde ja, das stimmt so. Das System sorgt für Dich, wenn Du es nicht selber kannst.

    Aber so einfach ist es trotzdem nicht. Das System will sich SICHER sein, dass Du es nicht kannst. Daher will das System Dich zuerst genauer anschauen. - Es geht also nicht einfach so auf Fingerschnipp, wo Du sagst: "Es geht nicht, also GEBT mir!"

    Je mehr Du das tust, ... um so weniger wird man Dir glauben! (So verrückt das auch klingt.)

    Hier sind wir also wieder an der Stelle, wo Du es ihnen beweisen musst.

    Klar, da kommen eben wieder auch die Scheuklappen-Leute, die gleich GAR nichts verstehen. - Daher suche und wende Dich an jene, WO Du ein Stück Verständnis bekommen kannst.

    Vielleicht FINDEST Du es ja in so einer IV-Werkstatt, das Verständnis? - Wenn Du es nicht versuchst, wirst Du es nie raus finden.

    Nicht jetzt, nein! - Alles zu seiner Zeit, okay?

    Fakt ist einfach: Die Sache mit der Rente geht sicherlich auch schneller, ... je schneller die Abklärungen auch gemacht sind.

    Naja, lass Dir Zeit. Du kannst es Dir ja überlegen.

    Liebe Grüsse

    Nike

    @ Mu

    Danke für Deine Info. - Also notfalls gibt's in einer (christlichen) Kirche wahrscheinlich nur einen kleinen Batzen (und dann auch nur mit einer genauen Überprüfung)? - Okay.

    Ich habe nur gerade an solche Leute gedacht, die mir zwischendurch auch über den Weg laufen: Obdachlose, die vom Sozialamt abgelehnt werden! - Da weiss ich manchmal nie, wohin ich die schicken könnte.

    Aber ich kann ja mal selbst zwei oder drei unserer Kirchen im Kanton fragen.

    Geht's Dir übrigens gut, Mu? - Wir kommen gar nicht mehr so viel zum Plaudern miteinander, nicht wahr? - Aber ich lese Dich trotzdem immer wieder gern, ... hab Dich also nicht vergessen.

    @ Ticino, Scorpio75 und Sünneli

    Hey, seid lieb miteinander, ... denkt daran, wir sind hier im heilig-kirchlichen Religions-Thread! (Grins!)

    Nike

    @ Ziam

    " ... Das ist es ja... dieser blöde Sinn, der jeder Mensch sucht. Was ist wenn ich dir sage das es nicht für jede Sache einen Sinn gibt? ..."

    Dann irrst Du Dich, liebe Ziam. - Wobei man eben auch nicht so schnell hinter eine Sinnes-Weisheit von etwas kommt. Manchmal kommt man auch nie hinter gewisse Sinn-Dinge, ... aber das heisst nicht, dass es nicht doch einen Sinn dahinter gäbe.

    Die Sinn-Frage ergibt sich aus der Lebenserfahrung. Nach vielen Jahren meist erst. - Aber es gibt durchaus auch Menschen, für die macht nie irgend etwas Sinn, selbst wenn sie noch so alt sind. Aber das sind auch Menschen, die nie die Dinge und das Leben mal hinterfragen.

    Man muss gar nicht so lange erst suchen. Es macht Sinn, wenn Du am Essen bist, wenn Du am Schlafen bist. Und es macht auch seinen Sinn, wenn Du Dir die Zähne putzt, nicht wahr? - Das sind die sogenannten "Zweck"-Dinge.

    Aber es macht z.B. auch Sinn, wenn Du einen Menschen kennen lernst, den Du lieben kannst, oder der Dich liebt. Das macht sogar einen ganz besonderen Sinn.

    Es macht auch Sinn, wenn Du z.B. traurig oder wütend bist. Oder fröhlich.

    Hinter jedem Etwas steckt sein Sinn. Er kann negativ sein UND positiv. - Negativ ist er meist sinngemäss deswegen, um etwas daraus zu lernen. Hätten wir NUR positive Sinn-Dinge, ... wäre alles ziemlich langweilig, und es gäbe überhaupt nichts im Leben zu entdecken, nichts zu lernen.

    Schau Dir mal einen FAULEN Menschen an. Einer, der nichts tun will, der zu nichts Lust hat. (Gesund, versteht sich.)

    Das gibt's. - Aber die Frage ist eher: Meinst Du, DER sieht irgendwo einen Sinn hinter etwas?

    Er tut ja nichts, nicht wahr? Wie kann er dann auch etwas sinnvoll finden?

    Und wo gäbe es für ihn im Leben irgendwo einen Konflikt, wo er dagegen ankämpfen müsste, wo er daraus lernen müsste?

    Bei Nichts, oder? - Wie langweilig!

    Also aus jedem Tief, das wir haben können, ... macht's einen Sinn, da wieder raus zu kommen. Daraus zu lernen. Aus unseren Fehlern, und aus den Fehlern der anderen. - Wir lernen immer. Andauernd.

    WENN wir darüber nachdenken natürlich. Manchmal finden wir KEINEN Sinn dahinter, ... das gibt's halt auch. Ist aber zwischendurch auch nicht so schlimm. Dafür gibt's dann wieder eine ganze Menge anderes Sinnvolles.

    Und dies - diese ganze Sinn-Sache - macht das Leben eben auch erst richtig spannend. Freud und Leid liegt zwar oft nah nebeneinander, ... aber es ist IMMER spannend.

    Ich will Dir das nur sagen, weil dies eben so ist, im Leben. Ich will Dir nichts aufzwingen. Du wirst wahrscheinlich selber irgendwann darauf kommen.

    Und weil es etwas ist, das einem die Freude am Leben GEBEN kann. Und weil ich auch versuchen will, DIR etwas Freude zu geben, oder dass Du die Freude in Dir selber findest. - So wie beim Malen. - Das macht doch auch Sinn, oder?

    Ich kann Deine Erklärung (aus Wikipedia), die Du über Deine Krankheit aufgeführt hast, durchaus verstehen.

    Und wenn ich sage, versuche zwischendurch über Deinen Schatten zu springen, auch für Dinge, die Du nicht gerne tust, ... dann meine ich das nicht, indem ich Dich quälen will oder was Fordern will von Dir.

    Im Gegenteil. Ich meine es als WEG, den Du wahrscheinlich gehen musst, UM dann endlich zur Ruhe zu kommen. Zu jener Ruhe, die Du brauchst.

    Was ist, wenn es noch zwei weitere Jahre dauert mit der IV? - Willst Du die ganzen zwei Jahre quälend weinen und verzweifelt schreien? Was für eine unglaubliche ENERGIE Du dafür brauchst, nicht wahr? - Willst Du Dich nicht lieber zurück lehnen, Dir die Ruhe gönnen, WARTEN, und Dir während dieser Zeit wenigstens was Gutes gönnen? ...

    Notfalls halt im Moment ohne Geld?

    Was willst Du sonst tun? Du kannst die IV nicht zwingen. Auch ich kann Dir nicht helfen, dass die IV schneller arbeitet.

    Der einzige Weg liegt in Deinem EIGENEN Handeln. Eben so, dass Du mit Deinem Psychiater das Gutachten korrigieren musst.

    Es geht nur so. Und indem Du selbst entscheidest und handelst, ... musst Du im Leben eben IMMER auch unangenehmere Dinge tun, wo Du über Deinen Schatten springen musst. - So meine ich es.

    " ... Und was ist wenn meine Entscheidung so ausfällt, das ich kein Midtglied der Gesellschaft sein möchte? ..."

    Kommt darauf an, wie Du es meinst. - Grundsätzlich BIST Du ein Mitglied der Gesellschaft, so wie wir alle es sind. Wir sind eine Gemeinschaft, die schauen muss, wie sie miteinander klar kommt. Das ist IMMER eine Herausforderung, und fällt noch manchem auch sehr schwer. Ob nun krank oder auch nicht.

    Wenn Du es NICHT sein willst, ... dann bleibt Dir tatsächlich nichts anderes übrig als ein Einsiedler-Leben. - Das KANN man machen, wenn man dazu stark genug ist, ja.

    Als ich in Deinem Alter war, (wohlgemerkt, völlig gesund), war ich auch in genau dieser Krise. Ich wollte eigentlich gar nicht zu dieser Tretmühlen-Gesellschaft gehören.

    Ich habe mir gesagt: Ich habe zwei Möglichkeiten! Entweder wandere ich aus und lebe irgendwo im Wald oder in den Bergen als Einsiedlerin, ... oder ich bleibe hier in dieser Gesellschaft, wobei ich dann aber eben GEWISSE Kompromisse eingehen muss.

    Ich entschied mich dann für die Gesellschaft hier. Aber NUR mit der Bedingung, dass ich mich und meine Eigenart, meinen sturen Willen, mein SELBST ... NIEMALS aufgeben werde! Ich bleibe so individuell und kämpferisch, wie ich bin!

    Das war eine Entscheidung. Und damit wusste ich auch, dass ich damit aber auch IMMER da draussen anecken werde, dass es Konflikte geben kann, WEIL ich so bin wie ich bin.

    Nun denn, liebe Ziam, ... bis jetzt habe ich mich immer gut durchgeschlagen! Es war nicht immer einfach, aber es ging immer irgendwie wieder weiter.

    Und es war der richtige Entscheid. Hätte ich irgendwo die ganzen Jahre im Wald gelebt, alleine und einsam, ... hätte ich zwar gelernt, WIE ich überlebe, alleine in der Natur, ... aber ich hätte niemals was von ANDEREN Menschen gelernt.

    Im Wald wär's mir wahrscheinlich sehr schnell schon sehr langweilig geworden ...

    " ... Ich weiss, dann darf ich auch nichts von der Gesellschaft verlangen, aber das tu ich im Moment auch nicht. Schlussendlich ist es meine Entscheidung ob ich als Eremit lebe oder lieber als aktives Mitglied der Gesellschaft. Das muss die Gesellschaft auch aktzeptieren. Frei ist der Mensch in seinem tun und lassen...."

    Du kannst Dich entscheiden. Aber Du kannst nicht HIER in der Gesellschaft als Eremit leben, das widerspricht sich. - Denn wenn Du das tun willst, benötigst Du Geld. Und woher kommt das Geld? Von der Gesellschaft, den Versicherungs- und Steuergeldern, nicht wahr? Das Kollektiv einer Gesellschaft ist FÜREINANDER da, um dem Einzelnen oder notfalls auch sich selbst zu helfen.

    Wenn Du hier in der Gesellschaft also bleibst, ... selbst wenn Du noch so Alleine und Einsam irgendwo in einer Stadt wohnst, ... so bist Du ein TEIL der Gesellschaft, und die Gesellschaft ist ein Teil von Dir. - Du kommst da nicht drumherum. Es geht gar nicht anders. Du wirst HIER Kontakte haben müssen, DORT Kontakte haben müssen, diese Behörde und jene Behörde will was von Dir, die Nachbarn, die Familie, usw., ... das Gesetzt will was von Dir, man erwartet dies und das von Dir, ... und Du hast Rechte und Pflichten im Miteinander.

    Hingegen: Willst Du ein ECHTER Eremit sein, ... dann musst Du wirklich raus in die Einsamkeit, in den Wald, in die Berge, ... und musst dort zusehen, völlig unabhängig von anderen Menschen, unabhängig von Geld, ... wie Du da überleben kannst.

    Deswegen bekommst Du auch so einen Gegenwind hier, Ziam. Du willst Eremit sein in dieser Gesellschaft, und gleichzeitig willst Du das GELD dafür noch haben. Das will SO die Gesellschaft nicht, und das will die IV nicht. - Ist auch verständlich.

    Darum muss die BEMÜHUNG von Dir da sein. Du musst sie zeigen. Ein Stück weit wenigstens, hm?

    Nein, nicht jetzt! - Aber wenn es Dir besser geht. DAS ist der Weg.

    Schau, wenn GAR nichts mehr geht bei Dir, ... dann musst Du es ihnen beweisen. Nicht bloss SAGEN und einfach die Rente einfordern. - Sondern Beweisen!

    Wenn nichts mehr geht, dann geht eben nichts mehr, nicht wahr? Zeige es ihnen, dass nichts mehr geht!

    Das ist Deine Bemühung darum. Egal, wie lange es dauert. Du musst da durch.

    Es wird Dir - leider - nichts geschenkt.

    " ... Ich bin schon genug Schritte auf sie zu gegangen. In der früherfassung habe ich den Ärzten gesagt was ich wollte....aber sie sagten "nein wir machen eine rentenprüfung...." Die IV sagte es mir selber in einem persönlichen gespräch. Also habe ich mich auf die rente schon mental vorbereitet...."

    Ja, das war wohl VOR der IV-Revision. - Rechne damit, liebe Ziam, DASS es gerne ein Hin und Her geben kann bei der IV. Es ist wahrlich nicht leicht, heutzutage eine IV-Rente so schnell zu bekommen. Das hat auf der einen Seite (für manche Patienten) Vorteile, ... auf der anderen Seite (für wieder andere Patienten) wiederum zünftige Nachteile.

    Ich habe schon invalide Menschen im Rollstuhl gesehen, wo der Fall völlig KLAR war, ... denen die IV eine Rente verweigert hat! Und andere wiederum, die ein Problemchen am Fuss haben, haben ihre Rente ruckzuck bekommen! - Mir ist es auch oftmals ein Rätsel, WIE das bei der IV überhaupt funktioniert!

    Also, ... wahrscheinlich ist Dein Kämpfen eben noch nicht vorbei. Noch nicht so, dass Du sagen kannst: "Lasst mich alle in Ruhe!"

    Drum versuche, die letzte Hürde noch zu nehmen. Es KANN noch eine Weile dauern. - Aber das schaffst Du auch noch, okay?

    Versuche, NICHT verzweifelt zu sein. Verzweiflung macht Dich eben AUCH noch kaputt. Suche Dir das Schöne, zur Erholung. Widme Dich der Kunst. Male, und Male nochmals ...

    Liebe Grüsse

    Nike

    @ Ziam

    " ... Vielen Dank für deine Mühen mit mir zu diskutieren und für deine aufgewendete Zeit dafür. Ich hoffe du siehst es nicht wie alle anderen als reine Zeitverschwendung mit mir zu schreiben..."

    Es ist NIE Zeitverschwendung, sich mit einem Menschen zu unterhalten. Schon gar nicht, wenn jemand verzweifelt ist. - Manchmal hilft auch nur das Verständnis, oder die Hilfe, die wirren Gedanken ein wenig zu ordnen.

    Du bist halt auch jemand, der viel Geduld braucht. Das kann ich akzeptieren, das ist kein Problem.

    Wenn Du darauf hinblickst, was Du mit Menschen in Deinem Leben alles schon an Verletzungen und Enttäuschungen erlebt hast, (oder eben auch mit ungeduldigen Menschen) dann ist das auch völlig klar - und kommt wahrscheinlich zu Deiner Krankheit noch hinzu - dass Du Mühe mit Deinen Mitmenschen hast. - Also wen wundert's?

    " ... Ja ich warte aber jetzt schon fast drei Jahre und die IV hat fast nichts gemacht, sie haben mich durch die Früherfassung geschmissen, wollten mich damals nicht eingliedern...aber nun plötzlich soll ich Arbeiten gehen weil ein Gutachter das meint..."

    Es ist manchmal wirklich unerklärlich, WIE die IV handelt und vorgeht, ich weiss. Da ist dann ein Geduld-Haben eben auch eine Tugend.

    " ... Ja nur ein Faktor hast du vergessen. Ich musste schon mein Leben lang knausern. Geld hatte ich sowieso nie, musste auch schon betteln und hungern, weil das Soz mir 3 Monate kein Geld bezahlt hat.

    Abgegrenzt bin ich sowieso schon immer gewesen, sei es bei den eltern, Schule oder Lehre oder job.

    Weisst du, wenn man schon alles verloren hat spielen diese Sachen keine Rolle mehr im Leben..."

    Ja, das kann ich verstehen. Du MAGST einfach nicht mehr.

    Aber in Wahrheit ist es halt schon so, dass Du eigentlich noch viel zu jung bist, um "nicht-mehr-zu-mögen". Du hast wahrscheinlich noch 50 oder mehr Lebensjahre vor Dir, so dass es da eben tatsächlich eine Lösung für Dich braucht, womit Du irgendwie weiter kommst, womit Du auch einen schönen Sinn in Deinem Leben finden kannst.

    Das muss nicht JETZT sein, ... aber all zu lange kannst Du eben schon nicht damit warten. Und das muss auch nicht zwingend ein "funktionierendes Arbeiten" sein, ... und trotzdem sollte Deine Bemühung - als teilhabendes Mitglied einer Gesellschaft - irgendwo ersichtlich sein.

    Je mehr Du Dich ganz verweigerst - das ist leider so - je mehr Du NICHTS willst, ... um so mehr Gegenwind bekommst Du von Aussen. DAMIT musst Du rechnen. Aber dauernder Gegenwind zu haben, ... ist schliesslich auch anstrengend, weil Du Dich dauernd verteidigen und dagegen ankämpfen musst. (Das geht dann eben auch auf die Gesundheit.)

    Drum versuche - wenn die Zeit da ist, oder wenn es Dir besser geht - einen Mittelweg zu finden. Zeige der IV gegenüber ein Stück weit Interesse an etwas, das Du tun willst. Nimm einfach nur jenes, was DIR gefällt. Aber damit kannst Du den Druck von Aussen eben auch mildern oder eben ganz abstellen.

    (Notfalls frag Deinen Psychiater, ob er Dich zu einem Abklärungs-Gespräch bei der IV begleiten kann.)

    Lasse auch ein wenig los, von dem verzweifelten Wunsch, eine IV-Rente haben zu wollen. Damit meine ich nicht, dass Du es vergessen sollst. Aber dieses verzweifelte Wollen ... setzt Dich selber eben AUCH noch unter Druck.

    Der menschliche Wille ist ein sehr hartes und zähes Ding. Aber manchmal, wenn man ein wenig loslässt von dem sturen Wollen, ... geht es dann plötzlich von selbst!

    Das weiss ich aus meiner eigenen Lebenserfahrung. Ich habe mir oftmals schon sagen müssen: "Wenn ich dies NICHT so stur WOLLEN würde, ... wäre ich nicht so verzweifelt darüber, dass ich's nicht kriege!" Also wende ich mich dann anderem zu, lasse das WOLLEN etwas los, ... und plötzlich BEKOMME ich es! Ganz überraschend!

    :) - Tja, das Leben ist manchmal seltsam.

    " ... Ja aber dann kann ich auch zuhause Lernen. Weil ich werde nicht mehr unter die Menschen gehen. Mir ist Lob und positives feedback so etwas von egal. Den meisten Menschen tut das gut, aber mir ist es einfach schlichtweg "wurscht"..."

    Das kann schon sein. - Aber es spricht ja auch nichts dagegen, dass Du dann SPÄTER irgendwann selbständig und alleine Deine Kunst machst, oder?

    Bedenke einfach: Der WEG ist das Ziel.

    Ein Kurs ... wäre ja auch nur eine eigene Taktik um sich mit etwas Schönem abzulenken, und um nach Aussen zu zeigen, dass Du zu einem Tun gewillt bist.

    Die IV wird's durchaus erfahren, und dann eben allenfalls positiv darauf reagieren! Zudem kann es die IV auch ein wenig davon ablenken, Dich in ein IV-Werkstatt-Programm zu drängen!

    Vielleicht musst Du da halt wirklich - für Deinen Weg - noch ab und zu über Deinen eigenen Schatten springen, und Dinge tun, die Du nicht so gerne tust. - Du kannst Dir da aber immer sagen, dass Du es für DICH tust.

    Manche Wege sind nun mal steinig, und es wird einem nicht alles einfach so geschenkt. Das ist das Leben.

    Wenn es nötig ist und nicht anders geht, kannst Du vielleicht auch "Einzel-Unterricht" bekommen? - Ah, es gibt NICHTS, das es nicht gibt! Das ist wiederum das Wundervolle am Leben!

    Liebe Grüsse soweit

    Nike

    @ Ziam

    Das möchte ich Dir trotzdem gerne noch auf den Weg mitgeben: Lass Dich nicht unterkriegen, wenn etwas mal nicht klappt. Geh IMMER davon aus, dass etwas beim ersten mal vielleicht nicht klappen wird, okay? Dann tun die Enttäuschungen darüber nicht so weh.

    " Stiftungen ... Das habe ich früher einmal getan, aber sie wollen nichts übernehmen weil ich schon eine Ausbildung habe. (ich musste das tun vom sozialamt aus) Dazu kommt noch das die Kunstgewerbeschulde nur 18 Leute pro Jahr aufnimmt und etwa 500-900 Bewerben sich. so einfach is das alles nicht... "

    Die Kunstgewerbe-Schule ist schwieriger, da rein zu kommen. Aber es gibt auch andere Kunstschulen, die anerkannt sind, oder bei welchen Du ein Studium machen kannst mit Diplomabschluss. (Womit Du nachher selber auch Kurse geben kannst.)

    Ich persönlich habe in der Assenza-Malschule studiert. Es gibt aber auch noch andere. Schau mal im Internet nach.

    Was Stiftungen betrifft: Da musst Du dann natürlich schon so 20 bis 30 Stiftungen anschreiben. Ich kenne jemanden, der hilft auch Leuten zum Weiterkommen, und wenn DER mal Stiftungen anschreibt (es gibt 2500 Stiftungen in der Schweiz!) dann lässt der an die 100 Gesuche raus!

    Es gibt IMMER eine (manchmal sogar zwei oder drei), die Dir dann eine positive Antwort geben.

    Wichtig ist einfach, dass Du klar mitteilst, WAS Du willst, WAS es kostet, wie Deine Situation aussieht, und was Dein Ziel ist. - Unter dem Stichwort "Kunst" findest Du sogar eine ganze menge Stiftungen in der Schweiz, die junge Künstler fördern wollen.

    Du kannst es aber auch mit Stiftungen versuchen, die unter dem Stichwort "Frauen", oder "Ausbildung" oder "Förderung" oder "Kranheit" laufen.

    Wenn man da mal all die Stiftungen ansieht, staunt man regelrecht, was es alles gibt.

    Lass Dich von Absagen nicht irritieren. Aber von 20 oder 30 Stiftungen wird sicherlich EINE zusagen, ... da bin ich mir ganz sicher.

    " ... Also so wie ich das jetzt weiss MUSS mir die IV irgendwann mal Rente bezahlen wenn das so weitergeht..."

    Es braucht immer viel Geduld mit der IV. Ob man nun schwer krank ist oder weniger schwer, das ist leider so. (In der Regel sogar ein bis zwei Jahre.)

    Grundsätzlich kann ich nur dazu sagen, dass es auch nicht sehr schön ist, von einer IV-Rente leben zu müssen. (Ich habe auch eine.) Man kommt da kaum noch RAUS, wenn man mal die Rente hat. Man ist da genauso in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt abgeschrieben und nichts mehr wert. (Weil man nicht so funktionieren kann, wie es "normal" wäre.)

    Je jünger Du bist, um so mehr hat die IV natürlich auch den Auftrag dafür zu sorgen, dass junge Menschen nicht so FRÜH schon eine Rente bekommen. Irgendwo ist das auch verständlich.

    Also eine IV-Rente zu haben ist nicht zwingend gleich ein "schönes Leben" (auch wenn das viele Aussenstehende "gesunde" Leute so meinen). Letztendlich zählt IMMER nur die Gesundheit, ... und die ist tausendmal mehr wert, als so eine olle Rente.

    Bedenke, dass Du - auf Grund Deiner jungen Jahre - wahrscheinlich auch nur eine sehr kleine Rente haben wirst, plus Ergänzungsleistungen wahrscheinlich, ... und das ist SEHR wenig zum Leben. Auf die Dauer macht das ewige Knausern damit eben auch Mühe. (Du wirst schliesslich NIE mehr Rente bekommen, als was im JETZT einmal berechnet wird!)

    Das ist leider die Realität, ... worüber die wenigsten Bescheid wissen. Sicherlich kann so eine IV-Rente eine Weile "Ruhe" geben, dass der Druck nachlassen kann, dass man wieder ein Stück weit gesunden kann, ... aber was alles noch dahinter steckt, das Knausern, die Ausgrenzung, das Abgestempelt sein, die Chancenlosigkeit, ... das ist alles nicht sehr schön.

    Verstehe mich da bitte nicht falsch, ich will es Dir nicht ausreden, ... aber es ist durchaus eine Seite, über die es sich Nachzudenken lohnt.

    " ... Das habe ich einmal Probiert, ich ging in einem Malkurs. Aber alle wollten gleich mit mir reden und mich vollquatschen, stellten mir Fragen, bewunderten meine Zeichnung..."

    Das ist nun mal so. Sobald Du in der Welt draussen unter Menschen bist, dann kommen eben die Kontakte ... und auch die möglichen Konflikte.

    Du wirst es nicht verhindern können, liebe Ziam.

    Was Du allenfalls tun kannst, ist, Dich aus dem meisten rauszuhalten, wenn Du an so einen Kurs gehst. Es erwartet ja keiner von Dir, dass Du da neue Kontakte eingehen musst, sondern Du kannst Dich auch nur still Deinem Malen, Deinem Lernen dort hingeben.

    Was soll's, wenn sie denken, Du seist ein komischer Kauz? - Dann bist Du eben einer (und lache darüber). Du BIST was Besonderes, und dazu darfst Du auch stehen.

    Und wenn sie Deine Bilder bewundern ... so ist's ja schön, oder? Wobei Du ja nicht von IHREN Meinungen abhängig bist.

    Aber manchmal tut ein Lob, ein positives Feedback, ja auch mal ganz gut, nicht wahr?

    Ob sie's nun ehrlich mit Dir meinen oder nicht, ... ist doch wurscht, oder? Versuche, kühl darüber zu stehen. Wenn Du eh nicht viel mit anderen Menschen anfangen kannst, ... was soll's Dich dann schon kümmern?

    " ... Ich habe das Problem schon sehr viele male angehen wollen. Ich weiss du findest das sicher sehr komisch, wiel andere Menschen sehr soziale Wesen sind. Ich bin aber schon seit ich klein bin so. Ich mag mich für das auch nicht..."

    Das gibt's halt. Es KANN aber eben auch was "Besonderes" an Dir sein. Es muss nicht immer negativ sein. Weisst Du wie ich meine? Vielleicht kannst Du ja versuchen, das als Deine spezielle Eigenart anzunehmen, das Dich eben "besonders" macht.

    Kommt Zeit, kommt Rat. Manchmal ändern sich die Dinge auch wieder von selbst. Vielleicht braucht's manchmal auch nur das "richtige" Umfeld von Menschen, wo man sich wohl fühlen kann. - Um es rauszufinden, muss man dann halt die Versuche immer wieder neu riskieren.

    Hey, ich drücke Dir ganz fest die Daumen für Deinen Weg.

    Liebe Grüsse

    Nike

    @ Ziam

    " ... ach ich vergass: noch eine kleine Fragen wegen einer ausbildung...

    Ich habe ja schon eine Lehre...ich glaube die Iv bezahlt einem keine Lehre mehr wenn man schon eine gemacht hat, oder? (oder nur bis 25 Jahre hab ich glaub mal gehört)

    Würde mich noch wunder nehmen so nebenbei...."

    Das wäre das kleinste Problem. Allenfalls würde es unter "Zweitausbildung" laufen, ... oder dann einfach unter "Umschulung" in Folge Krankheit.

    Die IV ist jetzt ja eh bereits auf Deinen Fall aufmerksam gemacht worden, also wird SIE dann auch in erster Linie zuständig sein (auf Grund von Krankheit eben).

    Aber wie gesagt, falls dann die IV so eine Kunst-Umschulung (oder Ausbildung) nicht unterstützen will, gibt es dafür eben auch Stiftungen, die Du für's Finanzielle anfragen kannst.

    (Unter http://www.admin.ch findest Du das Stiftungsverzeichnis.)

    Notfalls gibt's immer auch eine mögliche Variante des "Miteinanders", wo also z.B. die IV Dir ein Taggeld während der Ausbildung bezahlt, während eine Stiftung Dir die Ausbildungskosten übernimmt. - Sowas ist immer abzuklären und auch mal vorzuschlagen.

    Fakt ist aber einfach im Moment, dass Du unter Druck stehst. Da das olle "Gutachten", und dort der Druck mit der Arbeit in einer IV-Werkstatt, wozu Du im Moment gar keine Kraft hast.

    Klar, brauchst Du jetzt erst mal Ruhe.

    Nur hast Du die Ruhe halt im Moment erst mal OHNE IV-Rente.

    Geh einfach Schritt für Schritt vor. Zuerst eben mit dem Psychiater das "Gutachten" korrigieren. Wenn Du das dann geschafft hast, und diese Korrektur an die IV eingereicht wird, ... darfst Du Dir schon mal auf die Schulter klopfen, dass Du das überstanden hast.

    Gleichzeitig sollte eben auch ein neues, aktuelles Arztzeugnis da sein, welches Dich soweit krank schreibt, dass Du auch nicht in so ein Werkstatt-Programm gehen musst, okay? - Das heisst ja nicht, dass dies IMMER so sein wird, oder dass Du nie dazu bereit wärst, aber einfach mal für den Moment, damit Du etwas zur Ruhe kommst.

    Wenn dieser Druck etwas nachgelassen hat, ... dann wirst Du auch eher wieder bereit sein, Dich für Neues umzuschauen. Du brauchst sicherlich keine JAHRE zur Erhohlung (das ist wirklich auch nicht zu empfehlen, weil es eben auch sehr auf das Selbstwertgefühl geht), aber die nötige Zeit eben, die Du brauchst. OHNE Druck bist Du gelassener, um Dich eben für Kunst-Ausbildungen mal umzuschauen.

    Um die Zeit zu überbrücken, kannst Du ja auch - plauschhalber - einfach mal nur einen Kurs besuchen (was Spezielles, z.B. Modellieren, oder Porträts-Malen usw.), wo Du einmal die Woche hingehen kannst, Freude dabei hast, und Neues dazu lernen kannst. - So Kurse sind auch nicht so teuer, da findest Du garantiert eine Stiftung dafür.

    Während dessen läuft dann die Neuprüfung über die Korrektur des Gutachtens, ... und Du hast Dir für diese Zeit wenigstens was Schönes gegönnt.

    Nimm einfach mit sowas, einem Kurs zum Beispiel, das Positive für den Alltag noch heraus, was Dich dann auch ein bisschen von allem ablenken kann. - Manchmal ist Ablenkung wirklich nicht schlecht. Es muss einfach im richtigen Masse sein.

    Wie steht eigentlich Dein Freund dazu, dass er Dich sozusagen ernähren muss, und alles für Dich übernehmen muss?

    Wenn er noch eine Weile damit klar kommt, dann hast Du einen sehr LIEBEN Freund.

    Ich wünsche Dir soweit alles Gute, liebe Ziam. Wenn was ist, melde Dich einfach wieder.

    Liebe Grüsse

    Nike

    Wie auch immer.

    Aber um auf die Grundfrage zurück zu kommen: Habt Ihr alle jemals davon gehört, dass eine Kirche finanzielle Hilfe in der Not GIBT?

    Meines Wissens gibt's in Kirchen nur die "Tafeln", also Gratis-Essens-Gaben für Leute, die unter dem Existenz-Minumum leben. (Letzteres auch nur mit einer schriftlichen Bestätigung einer Behörde.)

    Nike

    @ Ziam

    " ... Ich kann nämlich was leisten, auch für andere..nur nicht so wie ihr das Erwartet...."

    Das ist auch richtig und gut so, Ziam. - Ich kenne das Problem, wie man eben da draussen "funktionieren" soll, so wie es von einem erwartet wird, aber im Grunde geht keiner auf die individuelle Persönlichkeit des Einzelnen wirklich ein.

    Das ist ein gesellschaftliches Problem, ein Problem unseres Systems. Es wird nie nach den Stärken gefragt, sondern lediglich nach dem "gefälligst-Funktionieren-wie-jeder-andere-auch".

    Es ist sehr gut, dass Du es ansprichst:

    " ... Sobald ich mehr machen kann als jetzt werde ich versuchen mit Kunst Geld zu verdienen.

    Das ist das was ich nämlich kann. etwas anderes werde ich nicht mehr tun solange ich lebe. Nur malen oder Zeichnen..."

    Ja, tu das! - Und NUTZE hier Deine Chancen, die Du durch den Psychiater UND diese IV-Abklärungen hast.

    Die IV will Dich wieder eingliedern, hm? Irgendwie jedenfalls, und sie will wissen, was und wieviel Du leisten kannst. Das ist jetzt in der Abklärungsphase, und deswegen wollen sie Dich ja auch hierhin oder dahin schicken.

    WENN Du ihnen jedoch allen erklärst, wo Deine Chancen liegen, nämlich in der Kunst, dann gehen wieder neue Türen für Dich auf.

    Wie wär's z.B. mit einer Kunst-Ausbildung? Es gibt durchaus die eine oder andere Kunst-Schule, die auch anerkannt ist.

    Du könntest dieses "Ziel" dem Psychiater und der IV klar machen. Allenfalls kann nämlich die IV - und wenn nicht die IV, dann gibt es auch Stiftungen dafür - so eine Ausbildung für Dich bezahlen.

    Es ist AUCH kein einfacher Weg, klar. Aber es ist jenes, was Du GERNE tust, nicht wahr? Da ist Deine Stärke!

    Überleg's Dir mal. - Such Dir mal ein paar Ausbildungsstätten für die Kunst raus, und geh hier oder dort mal rein schnuppern. Wenn Dir was gefällt, oder Du Dich entschieden hast, ... dann geh damit zur IV und sag ihnen: "DAS will ich machen!" (Sie haben es IMMER gern, wenn Patienten etwas TUN wollen, wenn sie Ziele haben, womit sie nachher wieder eingegliedert sind.)

    Wahrscheinlich wirst Du ein "Ziel" angeben müssen, WAS Du mit dieser Ausbildung tun willst, resp. WELCHEN Beruf Du damit anstreben willst. Überleg Dir daher, was hier für Dich möglich wäre: Kunst-Therapeutin für Kranke, oder Kurs-Leiterin ... egal, die Möglichkeiten sind da. Dieses "Ziel" musst Du also durchaus angeben, wenn Du möchtest, dass man Dir hilft.

    Es ist eine Chance. Ob sie klappt oder nicht, steht in den Sternen, aber es ist ein Weg für Dich, den Du versuchen kannst. Immernoch besser als Sozialhilfe, oder diese ollen Beschäftigungs-Programme, nicht wahr?

    " ... und das verdammte anpassen an die Konsumwelt einfach das falsche!..."

    Du siehst und spürst es schon richtig, Ziam. Geh DEINEN Weg, der Deine Stärke ist! Du MUSST Dich nicht anpassen, so wie andere es von Dir erwarten, sondern tu jenes, wo Du Dich wohl fühlst.

    Künstler ... sind eh alle Individualisten, die gerne mal Mühe mit dem System haben. Aber genau DIESE Leute braucht es unbedingt!

    Und wenn - wie gesagt - die IV zum Thema "Kunst" nicht mitmachen will, ... dann sieh Dich nach Stiftungen um. Es gibt durchaus solche, welche Kunstausbildungen bezahlen.

    Sorge Dich nicht um "Ausbildungs-Zeiten", ... denn es macht durchaus auch Spass, weil man immer wieder Neues lernen kann.

    (Ich habe übrigens auch eine solche Kunst-Ausbildung gemacht als Neuanfang. - Nichts im Leben war Schöner, als DIESE Ausbildung, wirklich!)

    Na, was meinst Du?

    Liebe Grüsse

    Nike